Immer mehr Chinesen zieht es in den Ferien nach Europa. Christoph Rehage hat sich einer dieser Reisegruppen angeschlossen, um herauszufinden, was die Asiaten wirklich über uns und unsere Heimat denken. Der Vorteil: Er spricht fließend Mandarin und kann so die Erfahrungen der Gruppe intensiv miterleben. Auf dem Programm der dreizehntägigen Erkundungstour stehen kulturelle Pflichtstationen wie Schloss Neuschwanstein, Michelangelos David in Florenz und der Eiffelturm in Paris. Aber auch heimliche Lieblingsziele der Chinesen: Einkaufszentren und Luxusboutiquen. In seinem klugen und zugleich amüsanten Buch erklärt Christoph Rehage nicht nur die Faszination von Kuckucksuhren und deutschem Babymilchpulver, sondern ermöglicht interessante Einblicke in eine uns fremde Kultur.
What would you do if you were studying in Beijing, just about to turn 26 and possessed a strong passion for photography and exploration?
Christoph Rehage started walking on precisely that day. His aim: on foot from Beijing to Bad Nenndorf in Germany. The journey led him over summits and across deserts, past yaks and camels. He met some good friends and a teacher along the way. But after one year, three pairs of shoes and 4646 kilometers, he reached the point where he had to make a decision.
His video "The Longest Way 1.0" has reached a worldwide viewing audience of over 3 million. German publishing houses Piper/Malik and National Geographic have made travelogues and photo books about this journey. Even though Christoph is not wearing a real beard anymore, he still feels as if he's floating somewhere between Beijing and Bad Nenndorf.
Nach den Japanern zieht es nun auch immer mehr Chinesen im Urlaub nach Europa. Doch wie sehen sie unsere Heimat, was denken sie wirklich über uns? Christoph Rehage hörte bei einem Spaziergang in München plötzlich Stimmen in einer Sprache, die die er gut kennt: Mandarin. Eine Gruppe Chinesen war unterwegs und sie posierten überall für Fotos. Rehage, der schon einige Jahre in China gelebt hat, arbeitet für eine Reiseagentur und hat also einen Plan, ein neues Buchprojekt. Er will als normaler Tourist unerkannt mit einer chinesischen Reisegruppe durch Europa touren, er will ein Reisebuch schreiben: über das Verhalten chinesischer Reisegruppen in Europa Er reist nach China, bucht eine Reise nach Europa und kehrt dann mit einer Reisegruppe wieder nach Europa zurück. Und so tourt er schon bald mit einer Gruppe von 12 chinesischen Touristen und einem slowenischen Busfahrer quer durch Europa. Zunächst beäugen ihn die Mitreisenden misstrauisch, denn er scheint nicht wirklich in diese gruppe zu passen. Das ändert sich aber; schnell wird er zu einem unentbehrlichen Gruppenmitglied. Er ist immer dann besonders gefragt, wenn es um Themen der europäischen Kultur geht.
So wie es der Vertrag der Reiseagentur verlangt, ist der Autor Immer darauf bedacht, das nationale Ansehen Chinas zu wahren .Dabei tritt er immer wieder (wenn auch sehr charmant) in diverse Fettnäpfchen.
Nach der Reise fällt es Rehage schwer, sich von seiner Gruppe zu trennen. Er beschließt, seine ehemaligen Reisegefährten in China zu besuchen, um noch mehr zu erfahren. Christoph Rehage hat ein sehr unterhaltsames Buch geschrieben. Er gibt uns interessante Einblicke in eine fremde Kultur, dabei schildert er die Schrullen der Chinesen humorvoll, aber immer mit Respekt für diese begeisterungsfähigen, sympathischen Menschen. Er bedient alle gängigen Klischees (Selfies, Shopping z.B.) Das Cover hat mir gut gefallen. einfach gestaltet - aber treffend. Ebenso der Titel.
Ich habe selten ein langweiligeres Buch gelesen. Im Prinzip handelt es sich um einen lustlos abgespulten, wenig inspirierten Reisebericht. Es war eine Tortur, dieses Buch trotzdem bis zum Ende zu lesen. Dabei hätte die Prämisse viel zu bieten gehabt. Aus mir unerfindlichen Gründen wurde es zumeist unterlassen, den chinesischen Mitreisenden stärker auf den Zahn zu fühlen. Zwar wurden des Öfteren Fragen dahingehend gestellt, wie man dies oder jenes in Europa finde, aber die Antworten waren mangels Ausführlichkeit kaum interessant oder boten tiefere Einblicke dahingehend, was die Reiseteilnehmer aus Fernost tatsächlich dachten. Wahrscheinlich sind die anderen Projekte des Autors interessanter, etwa, wenn er tausende von Kilometern zu Fuß quer durch das Reich der Mitte zurücklegt. Aber dieser fade Reisebericht mutet eher an wie eine lustlose Aneinanderreihung von Tätigkeitsbeschreibungen wie man sie von Klotweets kennt, hier und da werden ein paar öde Mini-Dialoge eingestreut. Wer sich das auf knapp 300 Seiten wirklich antun will, der möge sich das Ganze zu Gemüte führen. Man hätte viel aus der Konstellation machen können - der Autor konnte oder wollte es aber nicht. Schade.
In dem Buch Neuschweinstein geht der Reporter Christoph Rehage auf Reisen durch Europa. Als Deutscher nimmt er an einer Gruppenreise für Chinesen von Chinesen teil, um die Erfahrung zu sammeln, wie chinesische Staatsbürger unser Europa wahrnehmen. So ist ihm ein unterhaltsamer Reisebericht gelungen, der Europa aus der Sicht der Asiaten beleuchtet. Auf was legen sie wert? Was ist ihnen wichtig? Was stört sie an unserer Art zu leben? Was denken sie über die Touristmus überfüllten "Zwangs-"Sehenswürdigkeiten? Diese Fragen erörtern der Autor hier mit seiner Geschichte und bietet zudem einen weiteren Einblick in die Lebensweise und Art in der chinesischen Kultur. Wer einmal ein Teil einer chinesischen Gruppe sein möchte, sollte dieses Buch zur Hand nehmen.
Ein interessanter Einblick in die "Reise"welt der Chinesen. Keine Frage. Als Europäer steht man ja immer fragend auf der anderen Seite und schaut vielleicht auch mit einem Schmunzeln zu, wie die Chinesen durch die Sehenswürdigkeiten gejagt werden. Hat Spaß gemacht diese illustre Reisegruppe zu verfolgen. Unnötig fand ich jedoch die letzten 50 Seiten. Die haben die Sache dann zum Schluss etwas unstimmig abgeschlossen....
Mein erster Reisebericht, den ich gelesen habe und ich muss sagen ich bin begeistert. Auch wenn ich die meisten Orte die von der Reisegruppe besucht wurden selbst schon kannte muss ich sagen dass die Perspektive aus einer Chinesischen Reisegruppe sehr interessant und vor allem amüsant war. Man hat auch einiges über die Kultur und Politik in China erfahren.
Sehr interessantes kurzweiliges Buch. Habe es innerhalb von 3 Tagen gelesen. Es gibt einen guten Einblick in chinesische Reisegruppen und ich hatte manchmal sogar ein bisschen Mitleid mit Ihnen. Ein gutes Buch für zwischen durch, jeoch nichts tiefsinniges.
„Neuschweinstein- mit zwölf Chinesen durch Europa“, der Titel hat in mir Erwartungen an ein lustiges, anekdotenreiches Buch über einen Trip voller kultureller Unterschiede geweckt. Ganz erfüllt wurden sie aber nicht.
Der Autor berichtet davon, wie er auf die Idee kam, Europa als Teil einer chinesischen Reisegruppe zu besuchen und alles aus ihren Augen zu sehen. Die Herausforderung dabei war ein wirklicher Teil der Gruppe zu werden und nicht als Beobachter daneben zu stehen und den anderen das Gefühl zu geben, sie seien seine Forschungsobjekte. Ich denke genau deswegen ist das Buch auch nicht eine Anreihung von Anekdoten, sondern ein richtiger Reisebericht, er will ernst genommen werden. Natürlich gibt es Stellen wo man schmunzeln muss und generell ist das Buch auch sehr unterhaltsam, aber es ist eben nicht auf Witze und Pointen ausgelegt, sondern ein realistischer, ehrlicher Bericht. Ich fand es schön zu lesen, wie die Gruppe aus so vielen unterschiedlichen Leuten zusammenwächst und auch den Autor (als Ausländer) als einen von ihnen aufnimmt. Es war interessant mal zu lesen, wie diese Reisegruppen, die wir ja nun alle vom Sehen kennen, sich fühlen, wenn sie so von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen und eigentlich überall nur Fotos machen und Einkaufen sollen. Man bekommt einen Einblick in die chinesische Kultur. Unterhaltsam fand ich Sätze wie: (frei aus dem Gedächtnis zitiert) „Die Schweizer sind alle so korrekt, sogar die Busse fahren auf die Minute pünktlich, das ist anstrengend“. Schön fand ich auch, dass das Buch mit der Rückkehr von der Reise nicht endet, sondern der Autor noch erzählt, wie er die einzelnen Teilnehmer in den Monaten danach besucht hat und man so noch etwas privates über sie erfährt und hinter die Fassade blicken kann.
Also auch wenn ich etwas anderes erwartet hatte, hat mich das Buch nicht enttäuscht, eine nette Lektüre bei der man auch noch ein bisschen was lernt.
Was sehen die Chinesen wenn sie mit Bussen quer durch Europa in 10 Tagen touren, raus aus den Bus rein in den Bus, die Sehenswürdigkeiten durch die Fensterscheibe fotografieren und nur im Rudel unterwegs? Das beschäftigte den Autor Rehage. Er hat den Vorteil Mandarin zu sprechen. Seine Idee mit einer chinesische Reisegesellschaft durch Europa zu touren. Anfangs muss er noch das Misstrauen der Mitreisenden überwinden. Er grämt sich auch ein wenig, dass er ohne die berühmte Gruppenfahne durch Europa tourt. Aber das Eis schmilzt und die Gruppe wächst auch ohne Fahne zusammen. Die Teilnehmer kommen aus verschiedenen Teilen Chinas und haben unterschiedliche Hintergründe in China und unterschiedliche Erwartungen an Europa. Es gibt einiges zu staunen, so wird den reisenden Chinesen lieber schlechtes chinesisches Essen in der Massenabfertigung zugemutet, als das Wagnis europäisches Essen einzugehen. Keiner beschwert sich, der Autor wundert sich. Es wird alles recht amüsant geschrieben, die Angst vor den Taschenräuber und das Einkaufsvergnügen in Europa. Immer wieder die gute Luft :-).Aber irgendwie fehlte mir etwas Tiefgang oder mehr Hintergrund. Warum fahren die Chinesen gerne nach Europa, was sehen sie, was wollen sie sehen, was bleibt zurück? Ich hatte mich auf den zweiten Teil gefreut, die Chinesen wurden vom Autor in China besucht. Ein paar Homestories aus den Städten und Provinzen Chinas. Ein kleines Panoptikum, eine Kunststudentin, die Ai Weiwei nicht kennt, ein Investmentbanker, der im Chaos lebt, das alte China und das neue China. Man bekommt genug Anregungen sich näher mit dem heutigen China zu beschäftigen. Alles in allem ein netter Roadtrip mit Chinesen unter Chinesen. Habe auch die Gelegenheit genutzt papego auszuprobieren, wurde mit einem Sticker beworben. Die App hat mir gut gefallen. Endlich eine Verbindung die auch Ebookmuffel mal ausprobieren können.
Autor Christoph Rehage spricht fließend Mandarin und hat eine gute Idee. Er möchte mit einer chinesischen Reisgruppe Europa „undercover“ besuchen und einen Reisebericht der etwas anderen Art schreiben. Wie sehen Chinesen Europa? Sind sie wirklich ständig nur am Knipsen? Was mögen sie besonders, was weniger? Diesen und vielen weiteren Fragen geht der Autor auf die Spur. Dabei zeigt er nicht nur Europa aus einem anderen Blickwinkel, sondern auch die chinesische Kultur. Die Geschichte war informativ und unterhaltsam, aber leider nicht so witzig, wie ich das im Vorfeld erwartet hatte. Europa mal durch andere Augen zu sehen war toll und die chinesische Kultur und Mentalität wurde mit Leser auch näher gebracht, aber ich hatte mir mehr darunter vorgestellt. Irgendwie dauerte es auch sehr lange, bis ich mit der Reisegruppe warm geworden bin. So entstand auf den ersten ca. 100 Seiten kein richtiger Lesefluss und das Interesse am Buch war nicht sonderlich ausgeprägt. Später wurde das zwar besser, aber echte Begeisterung konnte ich da nicht mehr entwickeln. Zum Glück war der Schreibstil gelungen, meist recht kurzweilig, intelligent und gut verständlich, sonst hätte ich echte Schwierigkeiten bekommen das Buch zeitnah zu beenden. Denn – und das muss ich auch positiv werten- man kann das Buch gut mal eine Weile zur Seite legen und ist trotzdem wieder direkt in der Geschichte drin. Wer Interesse an Reiseberichten und der asiatischen Kultur gleichermaßen hat, wird begeistert sein. Ich war es nur phasenweise, daher vergebe ich drei Sterne und werde das Buch wahrscheinlich sehr bald schon wieder vergessen haben.
Der Autor Christoph Rehage hat zwei Jahre in China gelebt und dort studiert, spricht Mandarin.
Für dieses Buch hat er sich einer kleinen Reisegruppe angeschlossen, die von China aus eine Europarundreise unternommen hat; er berichtet über das Erkunden der Pflichtstationen Neuschwanstein, Florenz, Venedig, Rom, Paris, Frankfurt.... über den Umgang der Reiseteilnehmer untereinander und ihre Sicht des erlebten Europas, aber auch darüber, wie die Reisegruppe behandelt, z.B. billig abgespeist, wird. Einige Zeit nach Beendigung dieser Reise besucht er die anderen Reiseteilnehmer in China um sie besser kennenzulernen und man erfährt einiges über ihre Lebensumstände, Träume, politischer Sicht, Kunst, Kultur u.m..
Das Buch liest sich lockerleicht und die Seiten fliegen so dahin. Vieles wird sehr witzig beschrieben z.B. die Deutung der erlebten Bräuche und dem ganz anders interpretierten Verhalten der einheimischen Europäer; aber es gibt auch zahlreiche Beschreibungen, die den Leser nachdenklich stimmen, wie etwa politische Ansichten und die Erziehung dazu oder Reisebestimmungen in China.
Fazit: ein kurzweiliges, unterhaltsames Buch, das interessante Einblicke in China und auch Europa teilt
Ich fand die Idee des Autors spannend, sich als Europäer einer chinesischen Reisegruppe anzuschließen, um herauszufinden, wie die Leute ticken, die normalerweise auf diese Weise Urlaub machen. Da ich selber viel reise, war ich sehr gespannt darauf, zu sehen, wie es dem Autor auf seiner Reise ergeht.
Das Buch ist interessant geschrieben. Man bekommt einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt der Chinesen, die ihm auf seiner Reise begegnet sind. Die Leute sind ganz verschieden, eine junge Kunststudentin, eine Mutter mit ihrem Sohn, ein Geschäftsmann und eine ältere Dame. Obwohl die Menschen aus ganz verschiedenen Kreisen kommen, wachsen sie während der Reise zu einer Gruppe zusammen und zwischen manchen von ihnen bilden sich sogar darüber hinaus noch Freundschaften. Besonders interessant fand ich den letzten Teil des Buches. Der Autor hat einige Wochen nach der Reise einige der Teilnehmer in ihrer Heimat besucht und berichtet, wie ihr Alltag aussieht.
Das Buch war eine amüsante Lektüre. Es hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Ich konnte ein paar interessante Fakten über China (und auch über Europa) lernen. Es war spannend, einen kurzen Blick in die asiatische Kultur zu werfen.