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Aurelius, vor zehntausend Jahren auf der legendären Erde geboren, ist einer von nur sechs Menschen, die Zugang zu Omni haben, einem Zusammenschluss von Superzivilisationen, der die Macht über die Milchstraße innehat. Nun erhält Aurelius seinen letzten Er soll verhindern, dass ein rätselhaftes Artefakt an Bord des im Hyperraum gestrandeten Raumschiffs Kuritania in falsche Hände gerät. Eine einflussreiche Schattenorganisation ist dem Wrack bereits auf der Spur. Der Agent Forrester und seine Tochter Zinnober sollen den Fund bergen und Aurelius entführen – denn mit seiner Hilfe könnte das Artefakt wieder aktiviert werden. Doch die Mission gerät außer Kontrolle – und Aurelius, Forrester und Zinnober finden sich in einem undurchsichtigen Spiel wieder, das die Zukunft der ganzen Menschheit bedroht ...

560 pages, Perfect Paperback

First published October 4, 2016

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About the author

Andreas Brandhorst

400 books78 followers

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Community Reviews

5 stars
32 (24%)
4 stars
52 (40%)
3 stars
28 (21%)
2 stars
12 (9%)
1 star
5 (3%)
Displaying 1 - 16 of 16 reviews
Profile Image for Stephan.
287 reviews7 followers
September 6, 2024
Es hat eine Weile gedauert, aber ich bin mit meinem ersten Brandhorst fertig. Das Buch schildert eine klassische Heldenreise, nicht für den fast unsterblichen Aurelius, der im Klappentext beworben wird, sondern für Vinzent Forrester, einen ex-Mobster im Ruhestand. Dieser wird, eher gegen seinen Willen, gezwungen, zusammen mit seiner Tochter Aurelius erst zu kidnappen, dann zu befreien, um zu verhindern, dass ein größenwahnsinniger Mafiosi die Kontrolle über ein Artefakt erhält, das mindestens Planeten und vielleicht das Multiversum zerstören könnte. Das Ende ist dann bittersüß - das Universum überlebt aber.

Insgesamt war es für mich eine gemischte Erfahrung. Das Buch ist ohne Frage sorgfältig und sehr bewußt konstruiert, und die Sprache fand ich sehr ansprechend - mein "das hätte man eleganter formulieren können"-Stirnrunzeln schlug kein einziges Mal an. Aus den Anhängen kann man sehen, dass Brandhorst sich recht viele Gedanken gemacht hat, und uns nur einen Teil des Omni-Universums gezeigt hat. Leider kommt aber genau der Aspekt bei mir nicht an. Ich mag es sehr, wenn man in einem Buch das Gefühl hat, dass die Welt Tiefe hat - das schätze ich z.B. bei Howards Conan und bei Banks Culture. Aber hier wirkt die Welt für mich eher inkonsistent - so, als wollte der Autor bestimmte Szenen unterbringen, und biegt dann die Welt so hin, dass sie dazu passt. Es gibt zwar viele Details, aber sie fügen sich nicht zu einem geschlossenen Ganzen.

Für mich ist das Buch dann auch nicht wirklich Science Fiction, sondern eher Space Fantasy. Die Technik ist nicht wirklich durchdacht (obwohl im Rahmen der üblichen FTL/Antigrav-Lizenz zumindest nicht offensichtlich Quatsch). Zumindest ich konnte nie voraussagen, was technisch möglich ist, bevor es in der Handlung eingeführt wurde.

Die verschiedenen Ebenen von Äquiv-Zivilisationen (das Wort hätte fast einen Stern alleine verdient), Omni, und Engeln mischen sich nicht wirklich gut - es erscheint unglaublich, dass Omni über einen kleinen lokalen Kriegstreiber informiert ist, aber ein Super-Artefakt mal eben für 200 Jahre aus den Augen verliert. Ebenso, dass die Engel zwar scheinbar 4-D-Wesen sind, sich aber trotzdem in linearer Zeit fortpflanzen. Alles in allem fehlt mir die Stringenz von SF.

Das Buch zog mich nur selten in seinen Bann. Deswegen von mir "nur" 3 Sterne.
Profile Image for Moe.
184 reviews16 followers
January 9, 2017
von meinem Blog Piranhapudel: https://piranhapudel.de/omni-andreas-...

"Omni" ist das vierte Buch von Andreas Brandhorst, das ich direkt nach Erscheinen gelesen habe. Das ist an sich auch schon eine Aussage. Die Zukunftsvisionen, die der Autor mir in seinen Büchern lebhaft präsentiert, gefallen mir. Nicht unbedingt, weil ich mir wünsche, dass es für die Menschheit so eintritt, sondern weil mir die Eindringlichkeit und die Detailfülle gefallen, mit denen Andreas Brandhorst diese Bilder heraufbeschwört. In "Omni" sind es diesmal nicht die künstlichen Intelligenzen, die die Herrschaft über das Weltall an sich gerissen haben (wie es noch in Das Schiff war), sondern Superzivilisationen, die sich zu "Omni" zusammengeschlossen und einen höheren Entwicklungsstand als die Menschen oder ähnliche Spezies haben.

Forrester und Zinnober sind Vater und Tochter, die sich vor kurzem erst gefunden haben und nun gezwungen sind, einen Auftrag der "Agentur" auszuführen. Sie sollen den Zehntausendjährigen Aurelius entführen, da dieser einer von sechs Menschen ist, die Zugang und Kontakt zu Omni haben, und die Agentur das offenbar ausnutzen möchte. Welche Motive sich genau dahinter verbergen, ist zunächst unklar, und Zinnober und Forrester machen sich nur widerwillig auf den Weg. Dieser ist immerhin sehr rasant, viel rasanter als vielleicht gewünscht.

Wie es für ein Weltall aus Brandhorsts Feder üblich ist, führt uns diese Reise durch eine Fülle von Planeten und Sonnensystemen. Dabei begegnen wir verschiedenen Spezies mit unterschiedlichen Entwicklungsstufen und interessanten Kulturen. Forrester und Zinnober haben natürlich gewisse Pläne, wie sie den Auftrag ausführen könnte, aber was wäre das denn für ein Spannungsbogen, wenn es immer genau so klappen würde? So einiges geht natürlich schief, mit den ein oder anderen Konsequenzen, doch die beiden sind anpassungsfähig. Bis zu einem bestimmten Grad? Hilfe bei ihrer Aufgabe bekommen sie unter anderem von ihrer Schiffsintelligenz Cassandra, deren Darstellung mir besonders gefallen hat. Nicht nur Forrester und Zinnober entwickeln sich weiter, sondern auch diese Stimme des Schiffes, die immer anwesend ist. Im Laufe des Buches wachsen die drei immer mehr zu einem Team zusammen, das den Auftrag gemeinsam erfüllt und aufeinander aufpasst. Insgesamt wird also neben dem spannenden Auftrag also auch noch viel Wert auf Charakterentwicklung und ihre Beziehungen zueinander gelegt, sowohl auf die Vater-Tochter-Beziehung als auch die Beziehung der beiden zu Cassandra.

"Lichter glühten und schimmerten in ihnen, wie die Funken in den Säulen des Schiffes, das gar kein richtiges Schiff war, und wo sie sich trafen, ertönten Millionen von Stimmen — Aurelius hörte sie als dumpfes Rauschen in der Ferne. Über den Türmen und dem oberen Netz, wo die Inper miteinander sprachen und Datenchöre sangen, schwebten und rotierten mit den Kontinua verbundene orbitale Städte." (S. 370)

In "Omni" werden Technologien, Umgebungen und Kulturen wie gewohnt detailreich und auch mit vielen Fremdwörtern beschrieben. Diese werden oft wie selbstverständlich benutzt und sind durch den Kontext einfach zuzuordnen. Für Unsicherheiten gibt es allerdings wie immer ein umfangreiches Glossar und zusätzlich eine Chronologie, was auf der Erde und im Weltall geschehen ist, bis es zu der aktuellen Situation kam. Die Geschichte selbst wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt — auf der einen Seite erleben wir die Reise von Forrester und Zinnober, auf der anderen den Weg des Zehntausendjährigen Aurelius, zusätzlich gibt es Einblicke in die Gedankengänge einiger Gegenspieler. Dies bringt noch mal mehr Abwechslung in das Buch, weil all diese Charaktere individuell und unvorhersehbar sind; besonders Aurelius, den ich bis zum Schluss schwer einschätzen konnte, diesen genialen Kerl. Es lohnt sich, "Omni" zu lesen. Für Leser*innen, die sowieso schon gern Science Fiction lesen, sowieso; für alle anderen auch. Traut euch. Es ist spannend und öffnet im wahrsten Sinne des Ausdrucks neue Welten.
Profile Image for Callibso.
972 reviews19 followers
April 23, 2019
Ich habe zwischen drei und vier Sternen geschwankt und mich dann doch für die drei Sterne entschieden.
Es hat etwas gedauert, bis ich dieses Buch gelesen habe, das ja “schon” 2016 erschienen ist. Meine Erwartungen waren hoch, gab es 2017 doch immerhin den Kurd-Laßwitz-Preis und den zweiten Platz beim Deutschen Science-Fiction-Preis.
“Omni” ist der Name eines Verbundes von Superintelligenzen, die in der Milchstraße die Macht ausüben. Ein Abgesandter dieses Verbundes, der zehntausendjährige Aurelius, einer der letzten Menschen von der Erde, bekommt einen speziellen Auftrag von Omni erteilt: Er soll ein Artefakt aus einem Schiff bergen, das in einer Art Hyperraum (“Sprawl” genannt) gestrandet ist. Dabei ist der Sprawl das übliche Konstrukt zum schnellen Reisen, es gibt Haupt- und Nebenstränge in ihm, seltsame Lebewesen (“Engel”) und auch eine Geschwindigkeit kann definiert werden. Viele bekannte SF Ideen kommen im Roman vor, der Autor erwähnt am Ende, dass der Roman eine Hommage an Ursula K. LeGuin (das ist das Ansible) und eine an George Lucas enthält (Han Solo). Ich könnte noch andere Zitate aufzählen…
Der ehemalige Agent Forrester und seine Tochter Zinnober jagen Aurelius zuerst, später taucht noch ein gemeinsamer Feinde auf, das Artefakt entwickelt sich zu einer ganz großen Gefahr und es kommt auf jede Sekunde an....
Mir waren die Figuren zu einfach, hin und wieder gab es gelungenen “Sense of Wonder” aber meist erschien mir die Handlung zu einfach gestrickt und nicht originell genug, die Technik manchmal etwas esoterisch. Es ist sicherlich nette Unterhaltung aber auch nicht mehr.
Der Autor hat sich eine größere Welt ausgedacht: im Anhang gibt es eine Chronologie über zehntausend Jahre, es werden die Völker Omnis genannt, es gibt eine Liste von anderen Völkern, sowie ein ein Glossar. Inzwischen ist ja auch ein weiterer Roman aus diesem Universum erschienen. Die Voraussetzungen waren da, meine hohen Erwartungen wurden aber leider nicht ganz erfüllt.
Profile Image for reherrma.
2,141 reviews37 followers
December 17, 2016
OMNI ist der erste Teil der Omniversums-Trilogie, und mit ihr hat Brandhorst einen neuen, Jahrtausende umspannenden, Space Opera-Zyklus geschaffen. Die Menschheit hat sich nach 10.000 Jahren von der Jetztzeit über die Galaxis ausgebreitet, die von vielen intelligenzen Spezies besiedelt ist, es gibt jedoch Superzivilisationen wie Omni, die im Hintergrund tätig sind und ab und zu eingreifen. Aurelius wurde vor 10.000 Jahren von Omni angeworben, um für sie tätig zu werden. Die Handlung beginnt damit, dass Vinzent Akurian Forrester und seine Tochter Zinnober, die von der sog. Agentur davonlaufen sind, weil sie genug von Raub, Erpressung und Verrat haben, die im Auftrag dieser Organisation verübt wurden. Dennoch wird Forrester von Benedict, dem Anführer dieser Organisation, erpresst, um Aurelius, dem Reisenden von Omni zu entführen, um dadurch in Besitz einiger sagenhaften Artefakte von Omni zu kommen, mit deren Hilfe er zu Macht und Reichtum gelangen will. Durch diese Entführung und den Besitz der Pandora-Maschine, einem mächtigen Omni-Artefakt werden Ereignisse von galaxisweitem Auswirkungen angeschoben, die die Existenz der freien Menschheit zu bedrohen scheinen...
Brandhorst schafft es mit diesem Roman, einen spannenden, zielstrebingen und nachvollziehbaren Roten Faden zu spinnen, der Lust auf mehr macht.
Außerdem gelingt es ihm ein einigen Passagen des Romans, das Gefühl der Unendlichkeit, von Größe und poetischem Hintergrundrauschen des Spannungsbogens zu vermitteln, mit Hilfe von Bildern, die einem in Gedächtnis bleiben, z.B. als Aurelius weit draußen im All neben einer Statue steht und in Gedanken versunken darüber sinniert, wer sie wohl dort aufgestellt hat...
Wie gut diese Trilogie vorbereitet wurde, sieht man an der seitenlangen Chronologie der zukünftigen Menschcheitsgeschichte am Ende des Bandes...
Auf die beiden weiteren Bände der Trilogie bin ich sehr gespannt...
Profile Image for Holger.
131 reviews20 followers
May 27, 2017
Leider liest sich dieses Buch wie ein Groschenroman: Genau eine Haupt- und zwei halbe Nebenfiguren, lieblos beschrieben und oft mit störend einfältigen Namen ("Zinnober", "die greise Hozig"). Ständig haben die Hauptperson und ihre Begleiter Glück, weil eine Waffe versagt, sich eine Tür öffnet, ein Monster es sich anders überlegt...

Die Handlung spult sich einspurig ab, jedes Kapitel endet mit "Dann drückte er ab."

Die fantastischen Welten und Gesellschaften werden nicht ausgeschmückt. Wie schade, denn Brandhorsts Ideenreichtum bewundere ich am meisten, und die Geschichte hat wirklich Potenzial! Stattdessen gibt es endlose Schießereien und Verfolgungsjagd. Indiana Jones mit Laserpistolen.

Wem "Das Schiff" zu abstrakt war, wird dieses Buch vielleicht gefallen. Die Sprache ist ähnlich, aber die Handlung stark vereinfacht. Leider!
Profile Image for Solara300.
1,494 reviews43 followers
May 13, 2017
Kurzbeschreibung
Im Jahr 12063 ist "Omni" ein Zusammenschluss von Super Zivilisationen. Die haben die Aufgabe, ihre Macht zum Schutz und zur Überwachung der Milchstraße einzusetzen.

Aurelius ist einer der Reisenden die für "Omni" tätig ist und das schon seit zehntausend Jahren, nachdem er die Erde verlassen hat. Damals war er ein Mensch bevor er die Reise antrat um anderen zu helfen und Dinge zu sehen, die gut im Verborgenen lagen.
Aurelius neueste Mission birgt viele Gefahren und soll gefährlich sein. Er soll sich auf den Weg machen eine Maschine zu bergen, von einem Schiff Namens "Kuritania".

Dabei haben im gleichen Augenblick auch zwei weitere einen Auftrag erhalten.
Denn der Agent Forrester und seine Tochter Zinnober sollen Aurelius entführen. Das dies allerdings zu einem Verstoß gegen den Ethox führen würde und die Legislatoren von "Omni" auf den Plan rufen würde, ist den beiden genauso klar.
Nur Forrester und seine Tochter scheinen keine andere Wahl zu haben. Denn zu groß ist die Macht der Agentur, die Aurelius in ihren Händen haben will.

Die Frage die sich Forrester stellt ist nur warum...

Eine Spiel gegen das Schicksal und gegen sich selbst, führt in entfernte Weiten nach dem Sinn und der Wahrheit, die sich tief im Innern der Gedanken zu verstecken scheinen und nur darauf warten das der richtige Moment kommt.


Cover
Das Cover gefällt mir sehr gut mit dem Schiff darauf, dass für mich die Sonnenwind von Forrester und Zinnober darstellt. Woher ich denke das sie es ist? Es würde zu Ihnen passen und ich finde es hat den Charakter der Intelligenz des Schiffes von Cassandra.
Einfach Traumhaft mit den Farben, die mich an das Zusammenspiel von Licht, wie die der Sonne erinnern und die des unendlichen Alls. Sehr interessant ist auch der Planet und auch wenn ich eine Vermutung habe kann ich nur sagen, ist die der Fantasie am besten angeregt. 😍


Schreibstil
Der Autor Andreas Brandhorst hat einen sehr bildgewaltigen Schreibstil der mich absolut fesseln konnte von Anfang bis Ende.
Es kommt neben den Protagonisten die man hier trifft immer Stück für Stück ihre Eigenschaften hervor, sei es im Denken oder im Handeln. Sehr schön kann man so mit ihnen reisen und erfährt immer mehr von ihnen, und zwar stetig durch die Handlung im Buch. Dabei hat es Andreas Brandhorst geschafft dies auf so spezielle Weise mit einzubauen, dass man sein Mosaik immer mehr vervollständigen kann. Sei es jetzt von der Charakteristika, bis hin zu den Bauteilen dieser umfassenden Story die einen mitnimmt in ein riesiges Omniversum.
Dabei fand ich die Idee zu diesem Welten Bild das er präsentiert so präzise und genau, das man meinen könnte, es wäre alles absolut real.
Ich kann nur schreiben Chapeau und für mich ein Science Fiction Auftakt der einen absolut fasziniert und begeistert auf den nächsten Band warten lässt.

Hier kommt ihr zur Webseite des Autor


Meinung
Wenn ein Schritt alles verändern könnte....

Was würde man tun?

Ich würde sagen, über jeden seiner Schritte in Zukunft gut nachzudenken.
Aber wie man ja weiß, kann man manches Mal auch impulsiv entscheiden und hier fängt unserer Geschichte an, die mit einem Schritt beginnt. 😉

Mein Eindruck war erstmal ein riesiges Omniversum mit einem Zusammenschluss mehrerer Superzivilisationen von denen es um genau zu sein vierzehn gibt.

Diese kümmern sich um alles was sich entlang der Milchstraße abspielt und greifen wenn nötig auch ein. Denn "Omni" scheint Multipräsent auf allen Ebenen.

Jeder weiß das und man verhält sich demnach still. Omni macht so etwas um immer einen friedlichen Weg zu finden Probleme zu lösen die sich auf etwas viel größerer auswirken könnten, dabei greifen sie allerdings in die alltäglichen Dinge nicht ein.

Allerdings gibt es eine Organisation denen diese Macht die "Omni" innehat so gar nicht zu passen scheint. Die Agentur wie dieses Organisation heißt wird geleitet von einem Gewissen Benedikt und der hat so seine ganz eigene Auffassung von dem was und vor allem wer, die Macht in Zukunft haben sollte.

Dabei schreckt er auch nicht davor zurück jemanden zu erpressen.
Leider ist dieser jemand der ehemalige Agent Forrester, der mit seiner Tochter Zinnober abgeschieden auf einem Planeten lebt dem sie den Namen Verlorenen Paradies gaben. Abgeschieden aus dem Grund, da Zinnober von dem Duke gesucht wird und er nicht gerade dafür bekannt ist das ganze irgendwann aus den Augen zu verlieren. Forrester weiß das und ist froh seine Tochter in Sicherheit zu wissen, bis eines Tages Rubens, ein Gesandter der Agentur auftaucht und ihm einen Vorschlag unterbreitet dem sich Forrester nicht widersetzen kann.

Benedikt der Chef der Agentur will ihn dazu bringen den Reisenden Aurelius zu entführen im Austausch das der Duke und sein Likotha, Zinnober nie finden.
Leider muss sich Forrester auf diesen Handel einlassen und stimmt zu. Dabei versucht er Zinnober zu einem alten Freund zu bringen der die Agentur besser kennt als er selbst und muss feststellen dass es immer einen Weg geben wird.
Die Frage ist nur, ist der gut oder schlecht...


Denn auch Aurelius hat einen neuen Auftrag und zwar die Maschine von der Kuritania zu bergen.

Beide wissen, weder Forrester noch Zinnober was Benedikt wirklich im Schilde führt, noch was im Kontinua für eine Bühne erschaffen wird für die nächste Realität, aber alle befinden sich schon mitten drin.

Sehr schön erläutert, sei es jetzt die Mission oder die Protagonisten die einen hier wirklich auf eine spektakuläre Reise mitnehmen in die Welt der Science Fiction.


Fazit
Ein absolut gelungener Auftakt der Lust auf mehr macht!!! 😍💖

Eine Mission, mehrere Wege und ein allgegenwärtiges Geheimnis droht alles zu verschlingen.

Übrigens kann man die Bände unabhängig voneinander lesen, aber es empfiehlt sich aus meiner Sicht es hintereinander zu genießen, denn die Einführung in das Omniversum ist dafür einfach zu genial.

Die Reihe
- Omni
- Das Arkonadia-Rätsel: Ein Roman aus dem Omniversum

5 von 5 Sternen
Profile Image for Bücherhöhlenkobold.
73 reviews2 followers
February 24, 2017
Kurzbeschreibung

In ferner Zukunft - die Erde ist kaum noch mehr als ein Gerücht - ist die gesamte Milchstraße besiedelt. Die Galaxie wird beherrscht von Omni, einem Zusammenschluss der Superzivilisationen. Doch auch andere Fraktionen wollen ihren Einfluss ausweiten, allen voran die geheimnisvolle “Agentur”.
Forrester, ein ehemaliger Mitarbeiter der Agentur, wird in seinem selbstgewählten Exil aufgespürt und erhält einen unmöglichen Auftrag: Er soll den zehntausend jährigen Aurelius, der Reisender im Dienst von Omni ist, entführen. Ein wahnsinniges Unterfangen, da die Macht Omnis grenzenlos erscheint, aber den Auftrag abzulehnen würde Forrester mehr als nur sein Leben kosten. Also macht er sich auf den Weg, unfreiwillig in Begleitung seiner eigensinnigen Tochter Zinnober, um Aurelius zu treffen und herauszufinden, was die Agentur mit ihm vor hat.
Mit der Planung ihrer Mission hätten Forrester und Zinnober eigentlich schon genug zu tun, doch schon bald beginnt auch die Vergangenheit die beiden unfreiwilligen Agenten einzuholen und plötzlich läuft nichts mehr nach Plan.


Cover

Ein Raumschiff irgendwo im Weltall, im Hintergrund ist die Silhouette eines Planeten zu erkennen, alles wird umrahmt von kleinen Trümmerteilen, die möglicherweise einer Explosion entstammen. Das Cover sieht toll aus, verrät aber auch nicht viel. Schön ist: Der Stil ist der gleiche wie bei anderen Romanen von Andreas Brandhorst: Kenner erkennen es, Sammler schätzen sicher die gleichbleibende Optik.


Schreibstil

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin von “Omni” ziemlich begeistert! Andreas Brandhorst überzeugt mich mit einem anspruchsvollen aber gut verständlichen Schreibstil; auch die Erzählgeschwindigkeit ist nach meinem Geschmack genau richtig gewählt, so dass der Roman durchweg spannend bleibt.
“Wissenschaftliche” Sprachelemente (und die zugehörigen Erklärungen) sind glaubhaft und könnten als “echt” durchgehen.

Neue Begriffe werden nach und nach eingeführt und immer wieder neu beleuchtet, so dass mein (häufig erwähntes) geringes Konzentrationsvermögen immer mithalten kann und ich mich nie fragen muss “Was heißt das nochmal?”. Am Ende des Buches findet sich sogar ein Glossar in dem alle wichtigen Begriffe erklärt werden; ich hatte während des Lesens allerdings nie das Bedürfnis nach einem Glossar zu suchen, deswegen habe ich es erst am Ende entdeckt und wohlwollend zur Kenntnis genommen. :)
Die Protagonisten werden zunächst recht knapp vorgestellt, Details fließen auch hier immer wieder beiläufig in die Erzählung ein, so dass ich schnell ein Bild der Charaktere vor Augen habe, das immer aktuell gehalten und vertieft wird.


Meinung

Schon lange ist es her, dass ich einen Science Fiction Roman gelesen habe. Als Jugendliche war ich von dem Genre recht angetan, daher war ich gespannt, ob Andreas Brandhorst mich mit “Omni” überzeugen würde. Die kurze Antwort ist: Ja!
Das gesamte Setting ist phänomenal und wurde offenbar detailliert ausgearbeitet; dabei ist das gigantische Ausmaß des “Omniversums” vorstellbar, der Leser erhält aber zunächst nur Einblick in ausgewählte Bereiche. Die Basis für viele weitere Romane ist vorhanden, meine Neugier auf mögliche Fortsetzungen ebenso.
Auch die einzelnen Schauplätze sind fantasiereich ausgestattet; dabei vermag der Autor mit wenigen präzisen Details ein großes Gesamtbild zu erschaffen und beweist eindrucksvoll, dass eine Geschichte nicht auf dem Papier sondern im Kopf des Lesers stattfindet. Ich will nicht ständig mit dem Begriff “Kopfkino” daherkommen, aber das ist es, was mir beim Lesen am meisten Spaß macht: wenn ich vergesse, dass ich überhaupt lese und ohne jede Anstrengung aus Worten Bildern werden. Omni gelingt es mühelos, diesen Prozess in Gang zu setzen!
Lust auf mehr macht auch der Anhang, der nicht nur das bereits erwähnte Glossar enthält sondern auch eine kurze Erklärung der im Buch erwähnten Zivilisationen sowie eine Chronologie, die ab dem Jahr 2049 schildert, welche Entwicklungen die Menschheit sowie die übrigen Zivilisationen der Milchstraße durchgemacht haben. Die Chronologie umfasst zwar lediglich drei Seiten, zeugt aber von einer gut durchdachten Gesamtstruktur, was mir sehr gefällt.
Die Protagonisten wirken teilweise leicht stereotyp, da sie aber über erfrischende Details und einzigartige Charakteristika verfügen stört mich das nicht im Geringsten. Wie bereits erwähnt sind alle Charaktere gut zu unterscheiden und mein geliebtes Kopfkino erstellt mühelos ein passendes Bild.
Der Handlungsstrang ist von Beginn an übersichtlich und gut nachvollziehbar. Dazu tragen auch geschickte und teilweise unerwartete Perspektivenwechsel bei, die dem Leser interessante Einblicke geben und mit Informationen versorgen. Dabei verliert der Autor sich aber nicht in überflüssigen Beiläufigkeiten und stellt stets die Verbindung zum Hauptgeschehen her. In einer kurzen Rückblende wird anschaulich die Vorgeschichte von Forrester und Zinnober geschildert.
Die einleitenden Geschehnisse und Wendungen sind recht absehbar, aber gut dargestellt und tragen dazu bei, dass man sich beim Lesen schnell “heimisch” fühlt.
Auch im weiteren Verlauf bietet die Romanhandlung keine allzu großen Überraschungen, was ich aber nicht störend fand. Im Gegenteil: der Handlungsverlauf ist harmonisch und wirkt dank fantasiereicher Details wie eine Geschichte, die man so ähnlich schon mal gehört hat, hier aber in völlig neuen Farben daher kommt. Das Buch konnte mich durchweg fesseln und ich hatte viel Spaß beim Lesen.

Wer mit Omni auf den Geschmack gekommen ist, muss auch nicht lange auf Nachschub warten: “Das Arkonadia-Rätsel”, das ebenfalls im “Omniversum” spielt, erscheint bereits am 2.Mai 2017.

Fazit

Großartige Space Opera & eines meiner Lieblingsbücher des letzten Jahres!
Profile Image for Piotr Karaś.
253 reviews11 followers
December 28, 2017
Ich bin durch manche Ereignisse nicht durchaus überzeugt worden."Das Schiff" hat mir mehr gefallen - es enthielt mehr philosophischen Fragen und Erwägungen als "Omni", was immer ein Buch bereichert. Ich weiss nicht warum, aber manchmal musste ich mich zwingen, dieses Buch weiter zu lesen. Trotzdem muss ich zugeben, dass der Author sehr kreativ war: der Likotha, der in den Geist eines Menschen hineindringt, das blaue Licht das jemanden ins Glas verwandelt, die verschiedenen Omni-Artifakte usw. Deshalb wenn ich mit der Disziplin las, konnte ich hier viele interessante Sachen finden. Und ja, nach einer Pause, habe ich vor "Die Arkonadia Rätsel" zu lesen.
Profile Image for Katie (Books and Yarns).
22 reviews15 followers
February 13, 2018
Es gibt zwei Handlungsstränge, Zinnobers Verfolgung und Forresters Auftrag, die jedoch nur ansatzweise verwoben werden. Allesdings wird Zinnobers Verfolgung und letztendliche Entführung nach der Hälfte des Buches aufgelöst und ich empfand diesen ganzen Teil als irgendwie unnötig, denn er hat keine Relevanz mehr für die Ereignisse des zweiten Teils. Es ist nur sehr wenig passiert, was Einfluss auf den zweiten Handlungsstrang gehabt hätte und es kam mir so vor, als sei der einzige Zweck für diese Geschehnisse die Erzeugung von langweiligem, durchschauberem Melodrama. Das Ende ist, nach dem ganzen "build-up", auch ziemlich enttäuschend und frei von jeder Action.

Die Charaktere sind lediglich Pappfiguren, die von ein paar Klischees zusammengehalten werden. Besonders enttäuscht hat mich der "Bösewicht", der so gar nicht furchteinflößend ist. Es wird zwar oft betont wie grausam und skrupellos dieser Benedict doch ist, aber leider sieht der Leser nichts davon. Generell werden auf die Charaktere bestimmte Eigenschaften bzw. Rollen projeziert, die dann immer wieder wiederholt werden, ohne dass der Charakter jedoch etwas der Rolle entsprechendes tut. Wir Leser müssen einfach akzeptieren, dass die Charaktere diese Rolle füllen, weil der Autor es so sagt. Besonders den Hauptpersonen fehlt es an Komplexität, obwohl es dazu mehr als genug Gelegenheit gegeben hätte, wenn man bedenkt, dass Zinnober über Forresters Taten sicher ziemlich wütend und enttäuscht sein dürfte. Leider ist dieser Handlungsfaden im Sand verlaufen. Hier wurde die Gelegenheit für Entwicklung und Wachstum in den Charakteren verschenkt, ganz zu schweigen von der Möglichkeit eine Geschichte zu erzählen, in der nicht gleich die Auslöschung des ganzen Universums droht. Ich fand besonders Forresters und Zinnobers Beziehung echt merkwürdig, denn sie hat sich nicht wirklich wie eine Vater-Tocher-Beziehung gelesen. Mir war es echt unangenehm manche von Forresters Gedanken zum Aussehen seiner Tochter zu lesen.

In guter alter SF Manier gibt es einen Haufen ausgedachter Wörter, die einem aber bekannt vorkommen dürften wenn man schon einmal einen Roman dieses Autors gelesen hat. Teilweise war ich sogar davon überzeugt, dass ich den zweiten Teil einer Reihe erwischt habe. Es gibt zwar Erklärungen im Glossar, die allerdings so vage sind und auch nicht mehr verraten als man es sich aus dem Kontext erschließen kann, dass ich es mir nach ein paar Mal gespart habe immer nach hinten zu blättern. Allgemein kam mir der Stil etwas überladen vor. Viel zu viele Wiederholungen, die wohl dazu dienen sollten uns davon zu überzeugen, dass die Charaktere und Dinge tatsächlich so sind, wie sie beschrieben werden, also der Held ein Held ist, obwohl er nichts dafür tut und die Situation gefährlich, obwohl sie keinen Einsatz von den Figuren fordert.

Alles in Allem war das Buch so zäh und langweilig, dass ich zwischenzeitlich mit dem Gedanken gespielt hatte es einfach nicht zu Ende zu lesen. Ich bin ziemlich enttäuscht, denn ich hatte mehr erwartet. Besonders Schade finde ich, dass das Potential für eine interessante Geschichte da gewesen wäre. Ich glaube, wäre die Geschichte aus Zinnobers Sicht erzählt worden und hätte der zentrale Fokus auf der Entwicklung ihres Charakters mit der Erkenntnis der Wahrheit über den Tod ihrer Mutter als Hauptkonflikt gelegen, dann hätte das richtig spannend werden können. Und wir hätten uns diese gruseligen Passagen, in denen Forrester seine Tochter anhimmelt, sparen können. So allerdings habe ich mich keinen Deut darum geschert ob die Charaktere jetzt überleben und ihre Mission erfüllen oder nicht.
Profile Image for schneefink.
322 reviews
August 15, 2017
Ich hab mich drauf gefreut, endlich wieder mal ein deutsches SF-Buch zu lesen, aber ich war schwer enttäuscht. Die Handlung war zach, die Welten und Hintergründe wurden erzählt und nicht gezeigt, und auf Seite 150, wo ich endlich abgebrochen hab, haben mich die Charaktere noch immer nicht interessiert. Die Geschichte wäre wohl um einiges spannender gewesen, wenn statt Forrester Zinnober erzählt hätte, aber so gab´s noch lästigen low-level sexism, den ich in SF-Büchern nicht haben will. (I rolled my eyes so hard when I found out that Zinnober´s mom was textbook fridged.)
9 reviews14 followers
August 6, 2018
Es fing sehr gut an, die Figuren sind gut dargestellt, die Welt ist fantasievoll gestaltet. Leider kann der Autor die Spannung nicht über das ganze Buch halten. Die Darstellung der Technik hat mich stark an frühere Perry-Rhoadn-Bücher erinnert, die ich als Kind zwar gerne gelesen haben, die jedoch eine besondere Note vermissen ließen.

Totzdem alles in allem absolut kein schlechtes Buch. Für Sci-Fi-Fans die mal etwas von einem deutschen Autor lesen wollen empfehlenswert. Man darf nur nicht zu viel erwarten.
Profile Image for Traumleser.
95 reviews14 followers
August 29, 2017
Hab mich endlich da durchgekämpft. Diese ganzen ausgedachten Wörter waren auf Dauer einfach nichts für mich.
Profile Image for Stefanie Hasse hisandherbooks.de.
726 reviews217 followers
November 26, 2016
Zitat:
„Breite ockerfarbene Wolkenbänder erschienen und zwischen ihnen der brodelnde rotbraune Wirbel eines Sturmgebiets, groß wie ein Planet. Der Orbitalspringer stürzte in die endlosen Wolkenmeere des Gasriesen Caledonia.“
(S.190)

Inhalt:
Forrester und seine Tochter Isdina-Iaschu, genannt Zinnober, verstecken sich erfolgreich seit Jahren vor dem Zorn des Duke von Javaid. Forrester handelte damals im Auftrag der Agentur, einer mächtigen Organisation. Die Flucht war anschließend der letzte Ausweg. Auch der Agentur geht Forrester seitdem aus dem Weg.

Doch nun wurden Vater und Tochter von der Agentur aufgespürt. Forrester soll einen letzten Auftrag ausführen. Seine Aufgabe lautet, den Zehntausendjährigen Aurelius, der im Auftrag von Omni – einem Zusammenschluss von Superzivilisationen - zu einem Artefakt unterwegs ist, zu finden und zu entführen. Aber der Auftrag gerät zunehmend außer Kontrolle. Aus Jägern werden Gejagte, und die Interessen mächtiger Hintermänner bedrohen den interstellaren Frieden.

Meinung:
Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich „Das Schiff“ von Andreas Brandhorst gelesen hatte. Die Ideen und der Stil des Autors haben mir dabei wirklich gut gefallen. Als nun zufällig das neue Buch „Omni“ von Andreas Brandhorst zu mir gefunden hatte war klar, dass ich die Geschichte auf jeden Fall lesen werde. Und so stürzte ich mich in ein weiteres Abenteuer in den unendlichen Weiten des Weltalls.

Der Klappentaxt hörte sich für mich schon sehr interessant an, und so war ich neugierig, was mich in „Omni“ erwarten würde. Schon nach wenigen Seiten fand ich mich dann auch gut integriert in der Handlung wieder. Ich traf auf Forrester, der vormals in den Diensten der Agentur stand, und auf seine Tochter Isdina-Iaschu, die von ihrem Vater jedoch ausschließlich Zinnober genannt wird. Nach der Flucht von Javaid leben die beiden seit Jahren gut versteckt auf einem weit entfernten und fast unbekannten Planeten völlig allein. Bis ihre Ruhe gestört wird und die Agentur einen letzten Auftrag von Forrester fordert.

Natürlich benötigte ich ein wenig Zeit, um mich in die von Andreas Brandhorst entwickelte Welt hineinzudenken und den Geschehnissen auf die Spur zu kommen. Ein Glossar im hinteren Teil des Buches konnte mich dabei gelegentlich unterstützen. Die in dritter Person Vergangenheit und aus verschiedenen Sichten erzählte Geschichte nahm mehr und mehr einen kontinuierlichen Fortgang und entwickelte dabei stetig eine Neugier auf die weiteren Handlungen.

Die Geschichte selbst nimmt dabei jederzeit einen etwas ruhigeren Verlauf, selbst gesetzte Spannungsbögen enden jeweils etwas unspektakulär, ohne dabei Langeweile aufkommen zu lassen. Eine kleine Straffung der Ereignisse könnte das Tempo aus meiner Sicht womöglich steigern und aufkommende kleine Längen vermeiden, dies war für mich jedoch kein Muss und ich konnte mich auf den Stil des Autors wiederum gut einstellen. Auf jeden Fall werden die Handlungsstränge intelligent und authentisch vorangeführt, ein Sci-Fi-Feeling begleitete mich von Beginn bis zum Ende.

In „Omni“ entwickelt Andreas Brandhorst wiederum eine Welt – oder besser gesagt Welten – die gut durchdacht sind und einen besonderen Reiz mit ihren Eigenarten ausüben. Hierbei ist abstraktes Vorstellungsvermögen an der einen oder anderen Stelle sicherlich von großem Vorteil.

Auch seine Charaktere stattet der Autor mit unverkennbaren Eigenschaften aus, die entsprechende Sympathien und Antipathien auslösen können. Sicherlich hätte man in dem einen oder anderen Fall noch ein wenig mehr Tiefe in so manchen Charakter einbringen können, für die Erzählung der Handlung empfand ich die Darstellung dennoch als ausreichend und vorstellbar. Besonders gelungen fand ich in „Omni“ den Charakter Zinnober. Die Tochter von Forrester ist durch ihren Vater halb menschlicher Herkunft, besticht durch gut durchdachtes Handeln und ihre Zielstrebigkeit.

Andreas Brandhorst gelingt es, seiner Geschichte mit einfachen Mitteln eine Komplexität zu verleihen, die dennoch nie ausufernd wirkt und Verläufe und Handlungen dabei nachvollziehbar wirken lässt. Vielmehr faszinierte mich die Ideenvielfalt des Autors, die gradlinig und vorstellbar in die Geschichte eingebettet wurde.

Nach einer Vielzahl intergalaktischer Gefahren und zu überwindenden Hürden beschließt Andreas Brandhorst seine Geschichte mit einem nachvollziehbaren und annehmbaren Ende, mit dem ich absolut gut leben kann. Auch nach „Omni“ kann ich bedenkenlos sagen, dass dies mit Sicherheit nicht das letzte Buch des Autors für mich gewesen sein wird.

Urteil:
„Omni“ von Andreas Brandhorst bietet einmal mehr Science-Fiction-Erlebnisse in Reinkultur und lässt die Unendlichkeiten des Universums förmlich unter der Haut spüren. Meine intergalaktischen Lesestunden sind mir definitive 4 Bücher wert.

Für alle, die sich vor weit entfernten Galaxien nicht fürchten, Gefahren als Ansporn sehen und ihre Prinzipien dabei nicht außer Acht lassen. Alle Liebhaber des Genres werden an „Omni“ nicht vorbeikommen.


©hisandherbooks.de
Profile Image for Leserling Belana.
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November 19, 2016
Inhalt:

Da das Buch 530 Seiten umfasst, ist es einigermaßen schwierig den Inhalt zusammenzufassen, zumal unter der Prämisse, keine Spoiler zu schreiben.

Kurz gesagt: während Vinzent Forrester und seine Tochter Zinnober im Auftrag der mächtigen 'Agentur' versuchen, ein lange Zeit verschollenes Artefakt an sich zu bringen, hat Aurelius, ein Vertreter Omnis, das selbe Ziel, nur, dass er das Artefakt nicht zu seinen Zwecken ausnutzen, sondern seiner ursprünglichen Bestimmung zuführen will. Natürlich sind diverse Organisationen hinter dem Artefakt her, heißt es doch, wer das Artefakt beherrscht, beherrscht die Welt -- aber ist dem wirklich so? Eine atemberaubende Jagd beginnt. Wer wird der Sieger sein, und wie hoch ist der Preis?



Meine Meinung:

Konnte der Autor mich vor gut einem Jahr schon mit seinem preisgekrönten Roman Das Schiff überzeugen, hat er mit Omni noch was draufgelegt. Omni ist ein richtiges Weltraumabenteuer, mit Krawumm, einer tollen Welt, und einer Menge sehr gut durchdachter Ideen -- auf gut Neudeutsch: es ist voll der Burner.

Wir treffen zuerst auf Aurelius, einen 10000 Jahre alten Menschen, der im Dienste Omnis steht.

Omni ist eine Supermacht die im Grunde handeln kann, wie sie will, da ihre Überlegenheit von allen im Universum anerkannt wird. Vermutlich liegt das daran, dass sie technisch extrem hoch entwickelt sind, und den Eindruck erwecken, als seien sie omniscient, omniferous und omnipotent. Ob der Name dieser Superzivilisationen deswegen ausgewählt wurde weiß ich nicht, ich vergaß zu fragen, aber der Autor wählt alle Namen mit Bedacht, darum liegt es für mich nahe.

Dann sind da noch Vinzent und Zinnober, ein Vater-Tochter-Duo, die auf der Schattenseite stehen. Vinz ist ein abgehalfterter Agent mit einer zwielichtigen Vergangenheit, seine Tochter Zinnober ein eigenwilliger Teenager der sich nichts gefallen lässt. Es gibt noch weitere Spieler, aber ich möchte nicht zu viel verraten. Vinzent und Zinnober werden von Cassandra unterstützt, der KI (künstlichen Intelligenz) ihres Raumschiffes.

In Omni wird das gesamte Spektrum abgedeckt, das man aus der Science Fiktion kennt: tolle Technologien, atemberaubende Planeten, faszinierende Rassen mit zum Teil furchterregenden Eigenschaften; Verfolgungsjagden, Kämpfe, Kulturen und Bräuche, und hinter all dem eine Philosophie, Gedankenspiele, Ethik- und Moralvorstellungen. Die Verknüpfung all dieser Elemente ist super gelungen, zum Teil liest sich das Buch wie ein Agententhriller, dann wieder gibt es leise Töne die einen nachdenklich machen. Die Frage nach dem Wahrheitsgehalt des Sprichwortes: Nomen est Omen drängt sich auf, und es lohnt sich, die Bedeutung einiger Namen nachzuschlagen.

Nehmen wir nur mal den Namen Aurelius: ist er der aus Gold gemachte, oder ist er angelehnt an Marc Aurel bzw. Marcus Aurelius, den römischen Kaiser und Philosophen, der der letzte bedeutende Vertreter der jüngeren Stoa war? Wenn man weiß, dass unser Wort 'stoisch' direkt von Stoa abgeleitet ist, ist der Zusammenhang eindeutig -- oder doch nicht?

Für dieses Buch sollte man sich Zeit nehmen. Es ist spannend genug dass man es in einem Rutsch durchlesen könnte -- wäre da nicht der Umfang von 530 Seiten. Es gibt aber so viele wichtige Details und Ideen, dass man sich Zeit nehmen sollte.

Ich hatte das Glück, das Buch in einer Autoren-begleiteten Leserunde lesen und diskutieren zu dürfen, wovon mein Verständnis des Buches sehr profitiert hat. Da jeder eine andere Wahrnehmung hat, und man aufgrund der Fülle der Informationen natürlich nicht jede Nuance gleich gewichtet, ist der Austausch mit MitleserInnen ein großes Plus. Aber auch wer allein liest wird nicht enttäuscht werden, es ist auf jeden Fall für alle Geschmäcker was dabei und mehr.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Abschließend möchte ich mich beim Piper Verlag bedanken, der mir zu meiner großen Überraschung und Freude ungefragt ein Rezensionsexemplar zuschickte, bei Leserunden für die Organisation und Durchführung dieser ausführlichen Leserunde, und natürlich beim Autor, der uns geduldig durch die Leserunde begleitete und das Buch mit uns diskutierte.
Profile Image for Dr. Eva-Maria Obermann.
Author 12 books23 followers
November 17, 2016
Aurelius hat als Mensch das stolze Alter von 10 000 Jahren erreicht. Grund dafür ist, dass er von den Omni, einer ominösen Macht im Universum, ausgewählt wurde, ein Gesandter zu sein. Nun begibt er sich auf einen gefährlichen Weg. Dabei trifft er auf Forrester, Ehemaliger Mitarbeiter der Agentur, und dessen Tochter Zinnober, die von einem Kopfgeldjäger verfolgt wird. Um Zinnober zu retten, soll Forrester Aurelius entführen, denn eine Waffe ist aufgetaucht. Eine Waffe der Omni. Und bald muss Forrester sich zwischen seiner Tochter und dem Überleben des Universums entscheiden.
Ich war von Omni absolut hingerissen. Eine wunderbare Sprache und ein mitreißender Stil fesseln an die Geschichte, in dessen Mittelpunkt vor allem Forrester steht. Mit einem tiefgehenden Psychogramm und allerlei Schuld wird der tragische Held zum Antiheld und wandelt sich immer weiter. Doch auch Zinnober, Aurelius und schlichte Nebenfiguren erfahren hier Tiefe. Jeder handelt aus seiner persönlichen Entwicklung heraus. Das erzeugt nicht nur wahnsinnig viel Atmosphäre, sondern macht die Charaktere auch plastisch und glaubwürdig.
Auch die Wendungen der Handlung sorgen für Spannung und erzeugen Authentizität. Immer wieder gibt es Hindernisse und die Frage, was denn nun das Ziel ist, muss immer wieder neu beantwortet werden. Scheitern gehört genauso zu dieser Geschichte, wie Siegen. Ein wunderbares Konstrukt, in dass der Leser wirklich eintauchen kann und mitgerissen wird. Eigene Gesetzmäßigkeiten und Begriffe runden die futuristische Welt ab. Mit langwierigen Erklärungen hält sich der Autor aber nicht auf.
Die Erde wird hier als verlorenes Paradies – auf mehreren Ebenen – dargestellt. Obwohl die Menschen schon lange ihren Heimatplaneten verlassen haben symbolisiert sie noch genau das. Heimat. Eine ungeahnte Verbundenheit mit den Wurzeln, die gar nicht mehr existieren. Bezeichnend dafür ist vielleicht die Entwicklung des Raumschiffintellekts zu Cassandra, die Gefühle und Todesängste zeigt. Gleichzeitig bedrohen weltliche und persönliche Apokalypsen Figuren und Handlung. Fein und detailliert sind diese Gefüge ausgearbeitet und kommen zu einer eindrucksvollen, spannenden Geschichte zusammen.
Andreas Brandhorst Omni ist eine in sich geschlossene Geschichte. Dass es ein Reihenauftakt sein soll, zeigt sich beim Lesen nicht. Die Figuren entwickeln sich und beenden ihr Abenteuer auf unterschiedliche Weisen. Dabei treten durchaus auch philosophische Fragen auf, wie die, wann eine Macht eingesetzt werden darf, wenn sie sich dadurch einmischt, aber Leben rettet. Das ist eine geradezu theologische Überlegung, die hier aufgegriffen wird. Und auch Schuld wird auf unterschiedliche Weise verhandelt, nicht zuletzt vor einem Gericht.
Profile Image for Ingrid.
828 reviews7 followers
February 23, 2024
Ich hatte Schwierigkeiten in das Buch rein zu kommen. Das kann aber auch an den äußeren Umständen liegen. Die zweite Hälfte des Buches hat mich nicht mehr losgelassen.
Das Ende des Romans könnte das Versprechen für mehr sein.
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