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Plötzlich Banshee

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Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

400 pages, Perfect Paperback

Published September 1, 2016

28 people are currently reading
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About the author

Nina MacKay

37 books73 followers
Nina MacKay, irgendwann in den ausgeflippten 80er-Jahren geboren, arbeitet als Marketingmanagerin (wurde aber auch schon im Wonderwoman-Kostüm im Südwesten Deutschlands gesichtet). Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Romanfiguren. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und einige Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihre größte Leidenschaft.

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Community Reviews

5 stars
181 (18%)
4 stars
310 (32%)
3 stars
285 (29%)
2 stars
135 (14%)
1 star
45 (4%)
Displaying 1 - 30 of 138 reviews
Profile Image for Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,192 reviews646 followers
August 21, 2023
Alana ist 20 Jahre alt und eine Banshee, eine Todesfee. Sie kann das Todesdatum ihrer Mitmenschen sehen. Gleichzeitig arbeitet sie als Privatdetektivin. Als die Polizei Alana mit einer Reihe mysteriöser Todesfälle in Verbindung bringt, versucht Alana, den Täter selbst zu finden. Hilfe bekommt sie dabei von ihren magischen Freunden.
***
Mein Leseeindruck:
Die Geschichte von Alana und ihren Abenteuern ist ziemlich schräg. Mich konnte die Handlung aber durchaus fesseln und überraschen. Alana ist ein Pechvogel und zieht das Unglück magisch an; das sorgt für einige manchmal recht schräge Erlebnisse.
Es gibt einige Mordfälle in dieser Geschichte, und trotzdem muss ich sagen, dass ich die Story oft auch sehr amüsant fand. Auch gibt es eine Art Liebesgeschichte.
Insgesamt hat mich das Buch einfach überrascht. Ich kann nicht genau sagen, was ich erwartet habe, aber diese sehr ungewöhnliche Mischung aus Fantasygeschichte, Krimihandlung, Liebesgeschichte und Humor hat mir gefallen.
Der Schreibstil ist dabei sehr jugendlich und gewollt komisch, was mir ebenfalls sehr gefallen hat.
Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten. Ich hatte Spaß an dieser Geschichte und habe sie sehr gerne gelesen.
Profile Image for Rain.
720 reviews120 followers
October 26, 2019
SPOILERWARNUNG - Diese Rezension enthält Spoiler

Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

Yay, es ist ja so toll, den Hater für ein halbwegs beliebtes Buch zu spielen! Nicht! Ich wollte das Buch mögen, wirklich! Banshees sind noch kaum auf dem Markt präsent und da hätte das Buch alle Möglichkeiten offen gehabt. Teen Wolf zeigt doch, wie cool die sein können! Plötzlich Banshee hat mich teilweise echt an meine Grenzen gebracht und (es tut mir selbst fast schon weh, das zu schreiben) ich hasse es.
Meet Alana: Sie ist die Tollpatschigkeit. Egal, was auch immer sie sonst für Eigenschaften hat, es geht nichts, ohne dass sie über irgendwas oder irgendwen stolpert, irgendeine Dummheit macht oder sonst irgendwas, für das der ganze Raum sie bitte ganz peinlich anstarren darf. Eigentlich soll sie auch Privatdetektivin sein, aber wie geht das denn bitte? Ich kenne Alana jetzt schon 400 Seiten lang und sie hat nichts, absolut NICHTS gemacht, was auch nur darauf hinweisen würde. Yay, ein Mal hat sie ein paar Begriffe gegoogelt. Das kann ich auch. Bin ich jetzt auch Veronika Mars? Verdammt, nicht mal die blöde Katze der Nachbarin hat sie gefunden, die hat ihr bester Freund aufgegabelt!
Meet Dylan: Der Love Interest, der unserer Protagonistin natürlich sofort verfällt, obwohl sie ihn mit aller Kraft zurück stößt. Ihm muss ich zumindest zu Gute halten, dass man ab und zu sogar merkt, dass er Polizist ist. Aber wozu genau waren die paar kurzen Stellen aus seiner Sicht? Um mir zu zeigen, wie scharf er auf Alana ist und dass er gar nicht anders KANN, als sie zu leben? Oh, darauf wäre ich sonst ja niiieee gekommen.
Das Buch ist einfach mega dämlich und, wenn man auch nur halbwegs viel liest, auch sehr vorhersehbar. Ich fange mal mit dem Vorhersehbaren an. Sorry, aber ich habe auf jede Wendung grundsätzlich schon mindestens 10 Seiten früher gewartet, tendenziell mehr. Ich meine, zum Beispiel, dass der beste Freund in sie verliebt ist? Das hat man schon in der ersten Szene gemerkt, in der die zwei Zusammen waren und das war auf Seite 15 oder so! Bis zum Liebesgeständnis dauert es aber noch mindestens das halbe Buch. Oder im „Showdown“ fehlt eine Person. Huch, die ist der Bösewicht? WER KOMMT DENN NUR AUF Sowas? Ich könnte euch da echt dutzende Beispiele nennen. Und das zusammen mit Alanas dämmlichen Bemerkungen, dämmlichen Handlungen und denen von allen anderen Figuren zusammen, das hat mich echt fertig gemacht. Ein SERIENMÖRDER läuft frei in der Gegend herum und Alana läuft trotzdem ganz alleine in die Nacht hinaus, sie liest WhatsApp-Nachrichten, während sie gerade Auto fährt, geht es eigentlich noch blöder? Ich kaufe ihr nicht ab, dass sie schon fast 21 sein soll. In dem Alter sollte man doch BITTE zumindest so viel Hirn im Kopf haben oder meinetwegen auch nur Überlebenswille, dass man NACHDENKT, bevor man sich einfach mal so in Lebensgefahr begibt.
Oft sollte diese blöde Dämlichkeit anscheinend als Humor getarnt werden. Nur so kann ich mir erklären, wie andere Leser dieses Buch witzig finden können. Es gab ganz genau eine Stelle, die ich halbwegs lustig fand. Eine! Auf 400 Seiten. Aber nein, tut mir leid, ich kann nicht darüber lachen, wenn jemand hinfällt oder vergleichbares. Das war noch nie mein Humor und das wird er auch nie sein. Es ging mir einfach nur sehr stark auf die Nerven, wie oberflächlich, tollpatschig und schwer von Begriff Alana (+andere Figuren) auf dessen Kosten erscheint, das ist einfach nicht lustig.
Kurz vor dem Ende hatte ich noch wirklich Hoffnung. Es gab eine Szene, die das Potential für ein mega geniales Ende gehabt hätte, die die Geschichte für mich zumindest ein bisschen gerettet hätte. Ja, das Schlüsselwort ist HÄTTE. Es HÄTTE genial werden können, aber leider hat die Autorin den einfachen Weg gewählt und ist doch wieder zu dem blöden vorhersehbaren Pfad zurück gekehrt.
Habe ich eigentlich schon über die „Liebesgeschichte“ geredet? Die ist so künstlich und konstruiert. Dylan ist aus dem Blauen heraus plötzlich in Alana verliebt, Alana hat irgendwann, als sie ihn zur Ablenkung von ihren Banshee-Kräften küsst, gemerkt: „Oh, der Kerl ist attraktiv!“ Am meisten auf die Nerven geht mir, wie wenig Mühe sich die Autorin dabei gegeben hat. „Hey Alana, ihr solltet zu unserem Ball kommen. Das ist DIE Möglichkeit, die feenkillende Sekte aufzuhalten, auf die wir gewartet haben könnten und nein, das ist AUF KEINEN FALL ein Versuch, uns zu verkuppeln.“ Das macht so gar keinen Spaß mehr!

Über die Autorin:
Nina MacKay, geboren irgendwann in den ausgeflippten 80er Jahren, arbeitet als Marketing Managerin (wurde aber auch schon im Wonderwoman-Kostüm im Südwesten Deutschlands gesichtet). Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Charakteren. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und einige Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihre größte Leidenschaft.

Fazit
Ich wollte es mögen, das wollte ich wirklich sehr und es tut mir sehr leid, falls ich mit meiner Rezension irgendwem auf die Zehen trete. Aber ich fand das Buch dämlich, vorhersehbar und nervig und ich konnte ihm absolut gar nichts abgewinnen. Vielleicht hat noch jemand Spaß daran, der erst ganz wenig gelesen hat und nicht direkt alles durchschaut oder jemand, der einen anderen Humor hat. Herrgott, es gibt ja jetzt schon genug Leute, die es gut fanden! Wenn euer Geschmack aber in etwa in die selbe Richtung geht, dann spart euch die Zeit, es lohnt sich nicht.
Profile Image for Bookish Pengu.
468 reviews172 followers
November 26, 2019
Rezension mit Bildern auf: https://neylakunta.wordpress.com/

Fakten über das Buch:

Verlag: Piper
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-492-70393-2
Preis: 15,00€ / 12,99€
Lesezeitraum: 24/9/16 - 5/10/16
Kurzbeschreibung:

Eine tollpatschige Todesfee und ihr Versuch, die Welt zu retten

Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben? (Quelle: Piper)


Das Cover konnte mich überzeugen! (Auch wenn es in Farbe und direkt im Regal bestimmt besser aussieht als auf dem E-Reader und dem Bildschirm.) Es hat irgendwie etwas von einem Kinderbuch und die lockere Schrift unten hat es mir schon angetan :) Ich weiß zwar nicht ganz was der Vogel da zu suchen hat aber schön sieht's ja trotzdem aus. Besonders mit den Pastelltönen. (Sollten sie in echt nicht greller sein.)

Die Handlung:

...war leider sehr enttäuschend und definitiv nicht das was ich mir erhofft und was ich erwartet habe. Meine Status Updates auf Goodreads haben eigentlich schon von Anfang an gezeigt, was ich denn von diesem Buch hielt.
plötzlich banshee update.PNGHier sieht man ja, dass ich am Anfang, bei ungefähr Seite 60 bereits meine ersten Zweifel hatte. Meiner Meinung nach, hatte ich diese zu Recht. Viele betilten die Handlung als "spannend". Dem kann ich leider ganz und gar nicht zustimmen, auch wenn ich es gerne auch so empfunden hätte. (Ich meine, niemand liest ja gerne ein schlechtes Buch.)
Ich muss auch sagen, es passiert viel. Ob dies nun alles interessant, wichtig und toll ist, ist dann mal eine andere Frage. (Diese würde ich mit nein beantworten.)
Definitiv kann man an der Handlung, so wie demnach an dem Buch, Spaß haben. Nur wenn man das möchte, darf man glaube ich gar nichts bei Plötzlich Banshee hinterfragen. Denn wenn man das tut, fallen einem die vielen, ich nenne sie jetzt mal, "komischen" Dinge schon sehr auf. Von der Verworrenheit mal ganz abgesehen.

Die Charaktere

...waren leider so gar nicht meins! Wirklich, mit keinem der Charaktere, sei es nun ein Haupt- oder Nebencharakter, konnte ich eine Bindung eingehen oder ihn irgendwie mögen. Es war mir schlichtweg nicht möglich. Auch das hätte ich gerne anders gehabt. Aber wir sind ja hier nicht bei einem Wunschkonzert.
Alanas Haupteigenschaft: Sie ist tollpatschig. Sie ist dumm wie ein Toastbrot. Alana ist naiv. Oh, wusstet ihr bereits, dass sie tollpatschig ist? Nein? Nun ja ich beschreibe es so, wie ich es schon des Öfteren gelesen habe: Es vergeht kein Kapitel wo Alana nicht den Boden küsst oder irgendetwas fallen lässt oder mit irgendjemanden (oder irgendetwas) zusammenstößt. Viele meinen das macht sie sympathisch. Sie ist ja nicht perfekt.
Also ich sehe das definitiv nicht so. Wäre das ab und zu mal passiert, ok. Aber hier, in diesem Buch, ist das einfach zu häufig vorgekommen und sie hat auch wirklich zu viel Müll gebaut.
Alana McClary ist niemals 20 Jahre alt. Vielleicht 12.
Dylan soll in diesem Buch der Loveinterest sein. (Ist glaube ich das erste Mal, dass ich dieses Wort benutze.) Warum ihn so viele mögen kann ich leider nicht erklären, denn ich verstehe es ja nicht mal. Vereinzelt bekommt er Abschnitte in denen wir etwas aus seiner Sicht erfahren nur muss ich sagen dass diese vollkommen unnütz waren. Ein richtiger Zweck war bei ihnen nicht zu erkennen, was auch sehr schade war. Allgemein gibt es auch zu seinem Charakter nicht viel zu sagen, außer, dass er irgendwie komisch ist und sich nicht mal gegen ein kleines Mädchen (Alana) behaupten kann.

Der Schreibstil

...war locker leicht und einfach zu lesen. Dennoch habe ich das Buch ja nicht schnell beenden können, weil mich zu viele Dinge am Plot gestört haben. Ebenso werden hier auch, zumindest für mich, Ausrufezeichen zweckentfremdet. Das hasse ich ja. Viele Einzelheiten werden eigentlich nicht erklärt, ist auch nicht weiter schlimm. Aber McKays Schreibstil konnte mich nun mal einfach nicht vom Hocker hauen.

Fazit

Plötzlich Banshee ist definitiv keine Empfehlung von mir. An manchen Stellen habe ich das Buch sogar gehasst und während des Lesens konnte ich mich eigentlich nur mit anderen, unter anderem auf Goodreads, über den Plot und die Charaktere lustig machen. Natürlich schätze ich es auch, dass man hier mal etwas von irischer Mythologie zu lesen bekommt. Nur das ist nun mal einfach nicht viel und rettet das Buch auch nicht. Alana war nur noch eine Witzfigur für mich und eine perfekte Grundlage für Witze. Viele Dinge waren auch sehr offensichtlich und wurden später als "überraschende Wendung" dargestellt, die sie nun mal einfach nicht waren.
Leider eine Enttäuschung. - Jedoch würde ich es jüngeren Lesern empfehlen. Von 12-14 Jahren hätte glaube ich jeder dran Spaß. (Ich wahrscheinlich auch.)
Von mir gibt es deshalb trotzdem noch 2 Sterne.

Anmerkungen

Enthalten Spoiler.



Diesnetgalley_logo.png ist ein Rezensionsexemplar, welches ich über Netgalley vom Verlag IVI Piper erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber. (Read-to-Review Basis.)

Mal ganz ehrlich. Dieses Ende. Natürlich muss Clay noch sterben. Irgendwas Trauriges muss ja schließlich noch kommen. Ach ja, dass er in Alana verliebt war, war auch richtig offensichtlich und es wundert mich sehr, dass sie es nicht gemerkt hat. (Für mich war das Ende übrigens nicht traurig.)
Alanas Mutter fand ich auch sehr komisch, aber die war ja irgendwie dann doch noch ok. Immerhin besser als ihre Tochter.
Ich hasse Alana. So dumm kann doch echt niemand sein. Ich frage mich, wie sie ihre, angeblichen, 20 Jahre bisher überlebt hat.
Profile Image for Krissysch.
260 reviews28 followers
November 1, 2018
So richtig begeistern konnte mich dieses Buch leider nichts.. zu vieles hat mich an die Bücher von Jennifer Estep erinnert und es gab für mich persönlich zu wenig neues, sodass die Geschichte trotz tollem Humor eher vorhersehbar und etwas langweilig war..
Profile Image for Nina.
309 reviews52 followers
March 25, 2019
Ich hatte mir das Buch vor einigen Jahren zugelegt, weil der Klappentext recht unterhaltsam klang und da ich momentan meinen SuB endlich abbauen will, musste es auch endlich einmal dranglauben.

Tatsächlich stimmt der Text meines Klappentextes und der auf Goodreads hier nicht ganz überein. Bei meinem fehlt nämlich der Satz "Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt?". Nicht weiter dramatisch, nur hatte ich deswegen erwartet, dass Alana tatsächlich das einzige magische Wesen sei und es sich sonst um "normale" Morde usw. handelt. Als dann erstmal ein Haufen anderer magischer Wesen auftauchten, war ich doch etwas verwirrt. Leider wurden mir die Wesen und alles was mit ihnen zusammenhängt dann einfach viel zu wenig beschrieben und erklärt.

Die Handlung war in Ordnung. Nicht allzu spannend, teilweise etwas vorhersehbar und öfter etwas verworren, aber trotzdem unterhaltsam. Dazu der Schreibstil, dank dem sich das Buch auch wirklich leicht lesen lässt.

Aber die Charaktere... Es gab tatsächlich keinen einzigen Haupt- oder Nebencharakter, den ich wirklich mochte.
Clay wäre da noch am ehesten rankommen, aber er ist doch etwas blass geblieben.
Alana... Anfangs fand ich sie noch recht unterhaltsam, später fand ich sie meistens unnötig albern und respektlos. Sie ist total verplant, handelt unfassbar unüberlegt und ist wohl eher 14 als 20. Zudem kommt ihre Tollpatschigkeit, die vielleicht zum Schmunzeln bringen soll, aber irgendwie gezwungen wird und dann einfach nur noch nervt. Am meisten hat mich wohl die ständige Wiederholung genervt, dass Alana einen kurzen Geistesblitz hat, ihr der Gedanke aber sofort wieder entfällt oder sie weiß, dass das jetzt eigentlich wichtig wäre, aber sie sich erst einmal um etwas anderes kümmert. Ok...
Was nicht nur Alana, sondern auch die anderen Charaktere (die mir außer Alana, Clay und Dylan - und apropos Dylan, warum genau hatte er eigene Kapitel, in denen wir nur erfahren, wie toll er Alana findet? - null im Gedächtnis geblieben sind) betrifft: Den Großteil des Buches sind alle, obwohl mehrere magische Wesen ermordet wurden, einfach fröhlich in der Gegend rumspaziert. Klar, hin und wieder wurde mal erwähnt, dass man jetzt doch besser nicht rausgehe, schließlich sei es schon dunkel (was dann natürlich ignoriert wird), aber wenn man offensichtlich ins Beuteschema eines Mörders fällt, unternimmt man doch mehr um sich zu schützen?!?

Wow, so lang wollte ich mich jetzt eigentlich gar nicht über das Buch auslassen. Und dann klingt das noch so, als hätte es einen, höchstens zwei Sterne verdient.
Tatsächlich konnte es mich aber doch seiner eher nervigen Charaktere und der Handlung, die mich jetzt nicht wirklich vom Stuhl gehauen hat, so gut unterhalten, dass ich das Buch wirklich recht schnell beendet hatte.
Ich glaube auch, dass es mir besser gefallen hätte, wenn ich es mit 12 - 14 gelesen hätte.
Profile Image for Feyre.
1,437 reviews135 followers
May 8, 2018
"Was macht deine nasse Socke auf meiner Pizza?" Er hielt mir einen Pizzakarton mit einer halben Pizza unter die Nase, in dessen Mitte einen von meinen Socken klebte. "Die wollte ich noch aufessen!"
Ups. "Verdammt, damit bist du wohl jetzt eine freie Hauselfe."

4,5 Sterne
Verfluchte Nilpferdkacke! Ich will mehr! Das kann doch nicht schon vorbei sein!
Dieses Buch war genau das richtige für mich. Fluffig geschrieben, unheimlich witzig, gleichzeitig spannend (wenn auch einiges ein wenig vorhersehbar war), voller Harry Potter Anspielungen (wenn auch nicht immer ganz korrekt- 'ein freier Elf' hätte es zB heißen müssen) und mit einer Hauptfigur, die mir von Beginn an sehr sehr sympatisch war und es bis zum Ende blieb.
Profile Image for Aleshanee.
1,729 reviews124 followers
October 5, 2016
Worum gehts?

Die 20jährige Alana ist eine Banshee. Sie sieht wortwörtlich die Lebenszeit aller Menschen ablaufen und versucht immer wieder, sie vor einem plötzlichen Tod zu bewahren.
In einem Kinderheim aufgewachsen hängt sie sehr an ihrem besten Freund Clay, den sie schon seit ihrer Kindheit kennt. Während er beim online Pokern sein Glück versucht, hält sich Alana mit einer Privatdetektei mehr schlecht als recht über Wasser.
Als plötzlich Morde in dem beschaulichen Städtchen Los Verdes in New Mexico geschehen, ist Alana mit Feuereifer dabei, die Hintergründe aufzudecken. Dabei lernt sie den gut aussehenden und coolen Detective Dylan kennen, dem sie trotz ihrer lauten und störrischen Art immer näher kommt.

Meine Meinung

Hach ja, wieder so ein Jugendbuch mit vielen Klischees ... und ich hatte anfangs wirklich die Befürchtung, dass mir die Protagonistin auf die Nerven gehen könnte mit ihrer tollpatschigen und vorlauten Art. ABER ich bin dann recht schnell umgeschwenkt und hab die Geschichte als das betrachtet, was sie sein soll: eine witzige und nicht so ernst zu nehmende Unterhaltung über magische Wesen mit viel Humor und Charme.

Die meiste Zeit wird aus der Sicht von Alana erzählt. Dabei gleicht sich der Schreibstil diesem jungen Persönchen an: quirlig, frech, tollpatschig, aber nicht auf den Mund gefallen, geht sie vielen Menschen in ihrer Umgebung auf die Nerven, wirkt aber gleichzeitig auch irgendwie sympathisch. Manchmal redet sie einfach schneller als sie denkt und bringt sich damit in die unmöglichsten Situationen - manchmal war es mir aber dennoch zuviel.
Vor allem, wie sie den "muskelbewehrten, heiß aussehenden" Detective behandelt - da hätte sie sich doch manchmal etwas bremsen sollen. Dylan findet diese kleinen Wutausbrüche zwar niedlich und ihm gefällt es, Alana auf die Palme zu bringen, aber es war für mich manchmal einfach zu übertrieben. Dafür waren die wenigen Szenen, wo sich die beiden näher kommen, ganz süß geschrieben. Allerdings hat er mir echt oft auch leid getan ^^

Die Idee der Banshee, der Todesfee, fand ich einfallsreich umgesetzt. Aber in dem Städtchen tummeln sich auch Wetterhexen, Waldfeen, Meermänner und Leprechauns, alles bekannte Gestalten aus der Fantasywelt und alten Mythen. Nichts neues also, aber es passte einfach zu dem ganzen Konstrukt, wobei einige interessanten Varianten dabei waren.
Die Jagd nach dem Mörder war dann etwas chaotisch, was vielleicht einfach dem Wesen der Protagonistin geschuldet ist ;)

Auf logische Zusammenhänge sollte man nicht so genau achten und es gab auch einige unnötige wiederholte Erklärungen, die es nicht gebraucht hätte. Der Zufall hat hier auch sehr oft zugeschlagen, aber wie gesagt: wenn man das ganze nicht zu ernst nimmt und es als ein lustiges, unterhaltendes Abenteuer sieht, kann man durchaus seinen Spaß damit haben.
Gegen Ende wird es dann auch spannend mit einem großen Showdown, der sich mir zwar etwas zu detailliert hingezogen hat, aber alles aufgeklärt und mit einem passenden Schluss abgerundet wurde.

Fazit

Ein sehr flottes und unterhaltsames Buch, dass sich vor allem durch die etwas störrische Protagonistin auszeichnet, die viel Humor mitbringt. Ich konnte das ganze nicht so recht ernst nehmen, aber ich denke, dazu war es auch nicht gedacht und es hat mich dafür beim Lesen oftmals amüsiert und zum Lachen gebracht.

© Aleshanee
Weltenwanderer
Profile Image for Lina Lovegood.
176 reviews
October 25, 2016
Ich fand es ganz gut für zwischendurch, es hat mich aber auch nicht so vom Hocker gehauen. Ich fand Alanas Sprüche und ihren Humor oft einfach nur albern, was mir die ganze Geschichte ein kleines bisschen versaut hat. Ansonsten fand ich es recht spannend und bis auf ein paar Logikfehler gut durchdacht. Deshalb 3,5-4 Sterne.
Profile Image for Jasmin.
340 reviews15 followers
April 12, 2017
Für meinen Geschmack wurde die supercoole Story gar nicht gut umgesetzt. Alles geht so schnell und ist zudem nur oberflächlich abgehandelt. Die Protagonistin fängt nach dem ersten Drittel an einfach nur zu nerven - für mein Geschmack ist ihr Charakter viel zu übertrieben dargestellt. Zudem stören mich die schnellen Situationswechsel (Tod, Wiedersehensfreude etc.) die sofort als gegeben und ohne große Emotionen in den Plot eingefügt sind. Tolll finde ich wirklich die Grundidee, eine Banshee!!!!! Wie cool ist das denn?! (übrigends: das 'plötzlich' im Buchtitel ist totaler Quatsch). Das Cover des Buches ist superschön und es lässt sich generell leicht lesen. Die Enttäuschung überwiegt jedoch. Schade!
Profile Image for Brina.
2,050 reviews122 followers
October 23, 2016
Bücher, die im großen Stil oftmals von allen Seiten gehypt werden, haben es bei mir häufig sehr schwer, da ich da enorm skeptisch bin und bei solchen Hype-Büchern oftmals auf die Nase gefallen bin. Dennoch war ich bei "Plötzlich Banshee" so neugierig, dass ich es unbedingt versuchen wollte und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Nina MacKay besitzt zwar an sich einen recht einfach gehaltenen Schreibstil, allerdings hat mich dies nicht gestört und ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. "Plötzlich Banshee" liest sich nicht nur sehr leicht und flüssig, sondern besitzt dazu auch noch jede Menge Humor und Sarkasmus. Gleiches gilt auch für die Figuren, die oftmals sehr schlagfertig sind und das Herz auf der Zunge tragen.

Mit Alana lernt man eine sehr interessante und sympathische Figur kennen, die als Privatdetektivin arbeitet und dabei die Fähigkeit besitzt, zu erkennen, wann ein Mensch sterben muss. Obwohl ihr Freund Clay bereits den verdacht geschöpft hat, dass sie möglicherweise eine Banshee sein könnte, glaubt Alana zunächst nicht daran, bis sie allerdings erkennen muss, dass sie alle Anzeichen für eine Banshee besitzt. Dass sie damit auch anderen Menschen auffällt, ganz besonders Detective Dylan Shane, hilft ihr dann auch nicht, ihre Arbeit als Privatdetektiv normal nachzugehen - besonders nicht, als einige Todesfälle und Entführungen die Stadt überschatten...

Da ich bereits einige Bücher über Banshees gelesen habe, war ich zunächst ein wenig skeptisch, allerdings muss ich sagen, dass Nina MacKay das Thema sehr gut umgesetzt hat, dem Ganzen eine tolle Prise Humor eingeschenkt hat und mich auch die Figuren überzeugen konnten. Sowohl Alana als auch Clay oder auch Dylan fand ich allesamt interessant und auch oftmals sympathisch, sodass ich ihre Geschichte sehr gerne verfolgt habe.

Dazu mangelt es der Geschichte auch nicht an Spannung. Besonders das Ende ist hierbei sehr gelungen, da ich oftmals noch nicht wusste, wohin das Ganze führen wird, allerdings muss ich letztendlich sagen, dass ich mit dem Ausgang zufrieden bin.

Zu dem Cover kann man eigentlich nur sagen, dass es der absolute Knaller ist und mit seinen vielen Farben einfach sehr gut aussieht. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich auf Anhieb überzeugen, sodass ich "Plötzlich Banshee" sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Plötzlich Banshee" ist eine gut ausgearbeitete, spannende und vor allem humorvolle Geschichte, die mich aufgrund der vielseitigen Figuren direkt in den Bann ziehen konnte. Ich bin somit begeistert und freue mich auf viele Bücher von der Autorin.
Profile Image for Buchdrache.
335 reviews19 followers
October 8, 2016
Gelegentlich gibt es sie doch, die Internetberühmtheiten, die den Sprung ins »richtige« Geschäft schaffen. Die Autorin Nina MacKay gehört dazu. Sie gewann den #erzaehlesuns-Award von Piper auf dem Geschichtenarchiv Wattpad.com. Als Belohnung winkte die Veröffentlichung ihres Romans »Plötzlich Banshee«, in welchem der Leser die tollpatschige Privatdetektivin – und Banshee – Alana auf ihrem Versuch begleitet, mal eben die Welt zu retten.

Alana kann sehen, wie lange ein Mensch noch zu leben hat, doch so wirklich will sie ihrem Freund Clay nicht glauben, dass sie eine Banshee ist, eine irische Todesfee. Außerdem hätte sie wohl nie damit gerechnet, dass sie deswegen in eine Mordserie verwickelt wird. In Santa Fe werden Menschen entführt und wenige Tage später tot aufgefunden. Alana kann sich nicht nehmen lassen, sich in die Ermittlungen einzumischen, als auch ihre Freunde in das Visier der Sekte »Petrus' Army« gerät. Doch die Dinge entwickeln sich rasch dramatischer als gedacht.

Mit Humor ist das so eine Sache. Entweder er zieht oder er zieht nicht. Bei mir hat er nicht gezogen. Die Witze in diesem Buch sind flacher als ein Blatt Papier und beruhen oftmals auf einfach dämlichen und teils unlogischen Situationen. Unsere Prota-chan Alana trampelt beispielsweise relativ zu Beginn in ein auf der Straße stehendes Goldfischglas, weshalb sie ausgesprochen erbost ist und alles und jeden anpampt, der sie anspricht. Das soll lustig sein. Stattdessen stellt sich die Frage: Was zum Henker macht das Goldfischglas da?! Wo ist das bitte lustig? Das ist einfach nur unlogisch und dämlich!

Überhaupt ist das mit der Logik in diesem Buch so eine Sache. Während der Goldfischglas-Situation trifft Alana das erste Mal auf Detective Dylan Shane. Er bekommt in vollkommen überzogener Weise noch wesentlich mehr Fett weg als der Junge, dem das Fischglas gehört, wodurch bei mir sofort die Alarmglocken schrillen, dass die beiden spätestens am Ende des Buches in der Kiste landen. (Spoiler: Ich behielt Recht.) Shane ermittelt in den Entführungen und will Alana als eine der Hauptzeugen befragen. Sie, gestreßt von ihren durchweichten Schuhen, giftet ihn an. Er lässt sie daraufhin in Ruhe und verschiebt das Ganze. Das war einer der Momente, in denen man das Buch einfach nur anbrüllen will: WARUM? Warum in drei Teufels Namen macht Dylan das, ist er ein so miserabler Ermittler? Sie ist eine der Hauptzeugen und man weiß, dass hier Menschen entführt und kurz darauf ermordet werden. Da zählt jede Sekunde. Es geht um Menschenleben, eine nasse Hose hat da niemanden zu interessieren!

Ich deutete es bereits an: Das Buch ist streckenweise unglaublich vorausschaubar. Es ist schon etwas peinlich, dass man, sobald zwei Charaktere das allererste Mal in ihrem Leben aufeinander treffen, sofort sagen kann, dass die beiden am Ende des Buches ein Paar sein werden. Auch die Antagonisten haben astreine Täterprofile, dass es für den Leser nicht schwer ist eins und eins zusammenzuzählen. Nur Prota-chan steht auf der langen Leitung und rafft ewig absolut gar nichts.

Überhaupt ist unser Prota-chan eines der Hauptprobleme dieses Buches. Sie hat deutliche Tendenzen einer Mary Sue. Ihre Tollpatschigkeit soll süß wirken, aber nein, das ist ganz und gar nicht süß. Es ist einfach peinlich und nervig. Zudem drängt sie sich immer in den Vordergrund und hat vor allem Dylan gegenüber, verzeiht mir den Ausdruck, die große Fresse. Sie macht ihn ständig nieder und schubst ihn herum, teils spielt sie sogar mit ihm und seinen Gefühlen für sie. Er lässt sich das gefallen, er findet das sogar anziehend an ihr. Ich frage mich: Was hat der Mann für niedrige Ansprüche, dass er sich mit so einer Person zufrieden gibt? Sie hat ihn schlicht und ergreifend nicht verdient, so eine ekelhafte Person, wie sie ist. Oh, wartet. Sie ist ja eine Mary Sue. Natürlich greift sie den smexy Traumtypen ab. Ich vergaß … Sex sells, Leute. Das zieht auch in diesem Buch.

Und da Sex sich nun mal hervorragend verkauft, scheinen erstaunlich viele Lese darüber hinwegblicken können, dass das Buch genau wie sein Humor unglaublich flach und oberflächlich ist. Klar, das Buch zielt hauptsächlich auf Unterhaltung ab, aber ich habe mich aus ausgesprochen gut von der Alcatraz-Reihe unterhalten gefühlt, welche deutlich mehr Substanz hat als »Plötzlich Banshee«.

In diesem Buch gibt es unangenehm häufig das, was ich einen Fantasy-Catwalk nenne. Es wird immer wieder der Fokus auf Alanas Äußeres gelegt und das, was sie bei dieser und jener Gelegenheit trägt. Da stöcket sie stolz, wie sie ist, in das Polizeipräsidium und bleibt dann mit dem Absatz im Fußabtreter hängen, und das ist ja fohl cuuuute!!!!einsdrölf!!!

Nein, ist es nicht! Es ist schlicht und ergreifend überflüssig, dass ich ihre Schuhgröße kenne. Die lautet übrigens 38. Ich habe spaßeshalber ihre Schuhgröße in einen Rechner eingegeben, um ihre deutsche Schuhgröße zu erhalten. Sie beträgt 78,5.

Es gibt viele solcher Logikfehler in diesem Buch, die sich sehr leicht enttarnen lassen. Dass Alana eine deutsche Schuhgröße und keine amerikanische angibt, ist leider kein Einzelfall. Sie sieht Digitaluhren über den Köpfen der Leute, die ihr anzeigen, wie lange diese Menschen noch zu leben haben. Das führt zu der Frage: Haben Banshees schon immer Digitaluhren gesehen? Auch beispielsweise im Mittelalter oder gar der Antike? Oder wie ist das zu verstehen? Außerdem halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass man mit 20 bereits Privatdetektiv ist und die Polizei einen einfach so an einer brisanten Mordserie mitarbeiten lässt, weil Prota-chan Dylan damit drohte, ihn wegen »sexueller Belästigung« bei seinem Chef zu verpfeifen, wenn er sie nicht mitmachen lässt.

Ich persönlich störte mich auch sehr an der Unsterblichkeit. Ja, ich habe kein Problem damit, dass es in diesem Buch einfach so Magie gibt, aber damit schon. Tatsächliche Unsterblichkeit ist schlicht unmöglich, da unser Universum oder zumindest Leben in ihm, wie wir es kennen, mit Gewissheit ein Ende haben wird. Es ist das Ziel der Antagonisten, den Magischen den Weg in den Himmel zu öffnen, wodurch sie Unsterblichkeit erlangen. Man könnte es damit erklären, indem man den Himmel als jenes Abstraktum annimmt, wie es die Bibel vermittelt, oder indem man sagt, das Gott als allmächtiges Wesen beispielsweise den Himmel als autarken, vom Rest des Universums losgelösten Ort erschuf oder schlicht Universen-Hopping betreibt, sollte ein Universum sein Ende finden. Das Problem, das daran geknüpft ist, ist schlicht, dass der Text selbst keinerlei Anlass gibt, solche Dinge anzunehmen, und dass diese Theorien zu hypothetisch sind. Im Buch sind die Magischen dann einfach unsterblich und Alana sieht statt Digitaluhren nur noch das Unendlichkeitszeichen.

Sie nennt es übrigens Infinity-Zeichen. Warum sie es willkürlich Englisch bezeichnet, ist auch nicht klar.

Was ebenso nicht klar ist, sind die willkürlichen Wechsel der Diegese. Die meiste Zeit wird aus Alanas Sicht erzählt. Dann plötzlich wird die Narration durch einen fett gedruckten und zentrierten Namen unterbrochen und meist folgen daraufhin maximal eine Handvoll Absätze aus der Sicht eines anderen POV. Das ist eine literarische Todsünde, bei der der Leser für vollkommen verblödet verkauft wird! Und ich war kurz davor, das in Capslock zu schreiben, weil mich das so massiv aufregt. Schlimm genug, dass ich damit ständig in Badfics konfrontiert werde. Aber von verlegten Büchern erwarte ich etwas mehr Niveau, egal, ob sie von einer Seite stammen, die ein Pfuhl grässlicher Literatur ist, oder nicht.

Wie bereits erwähnt, können auch Bücher mit deutlich mehr Tiefgang wunderbare Unterhaltung bieten, ohne dass einem gleich vor lauter Intellektualität die Synapsen rauchen und die Sicherung rausfliegt. Aber ich kann leider nicht erwarten, dass jedes Buch so viel Qualität bietet und auf Platons Höhlengleichnis zu sprechen kommt, wenn es darum geht, normale Leute mit der magischen Realität zu konfrontieren.

Ich kann leider auch nicht erwarten, dass jedes Buch genug Qualität aufweist, um über platte und ausgelutschte Plots hinweg zu kommen. Die magische Welt teilt sich in Gut und Böse, dazwischen gibt es nichts. Eine ProphezeiungTM gibt es auch noch, wodurch quasi jede Geschichte sofort einiges an Qualität einbüßt. Außerdem wollen die Bösen natürlich die Weltherrschaft und natürlich muss dafür ganz im Stile von Dan Brown erst einmal ganz Rom niederbrennen.

Es wäre ja interessant gewesen, wenn jeder Alana meidet. Sie ist eine Banshee, was heißt, dass sie sieht, wann jemand stirbt. Außerdem zieht sie Unglück förmlich an. Genug Gründe, um ein wenig Rassismus und Mobbing zu thematisieren. Oh, Moment … Das hieße ja, dem Buch Tiefe zu verleihen, und dann wäre es nicht mehr platte Unterhaltung.

Stattdessen bandelt sie lieber mit dem sexy Typen an, während ihr bester Freund Clay eifersüchtig auf Dylan ist und nicht will, dass die beiden zusammen kommen. Dylan sei ja so ein Aufreißertyp und überhaupt sei sie mit Clay ja viel besser dran, der auch etwas für sie empfindet, Dreiecksbeziehung hallo. Wie praktisch, dass Clay am Ende des Buches tot ist und Prota-chan und Düläään (ja, ich las seinen Namen ständig genau so) ein glückliches Paar sind. Sex sells …

Das tatsächlich einzig Positive an diesem Buch ist neben dem wirklich hübschen Cover, dass ich schon deutlich scheußlichere Bücher gelesen habe. Der Stil ist angenehm und flüssig zu lesen. In Anbetracht des ganzen Restes ist das nur ein kleiner Trost. Unverdienter Hype und definitiv keine Empfehlung.



Nichstdestotrotz danke ich dem Piper-Verlag für das Rezensionsexemplar, auch wenn ich mir deutlich mehr von der Lektüre versprochen habe.



Mehr von mir auf meinem Blog: http://buchdrache.blogspot.com/
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October 30, 2016
Der Schreibstil

Alles in Allem war der Schreibstil in Ordnung, stellenweise sehr lustig, aber an manchen Stellen auch noch nicht so ausgereift. Dafür, dass es das erste Buch der Autorin ist, ist der Schreibstil recht gut gelungen. Auch die wohl eher witzige Atmosphäre, die rübergebracht werden soll, ist definitiv da. An manchen Stellen hätte man etwas ernsthafter sein können, aber das war kein großes Manko.
Das Cover gefällt mir sehr gut, da es auch super zum Buch passt. Einerseits hat man den Totenkopf, der ja auch zur "Banshee" passt, andererseits hat man die hellen, fröhlichen Farben und den Vogel, die Blumen etc., die das Ganze wieder aufhellen.

Die Protagonistin

Mit Alana hatte ich so meine Schwierigkeiten. Meistens war sie mir ganz sympathisch und sie ist auch sehr witzig und lebensfroh, steckt Enttäuschungen auch mal gut weg und ist für ihre Freunde da. Sie ist ein wenig tollpatschig, was immer wieder zu lustigen Momenten führt. Dadurch, dass sie selbst erst langsam begreift, dass sie wirklich eine Banshee ist und dass es noch mehr mystische Wesen tatsächlich gibt, ist das für den Leser auch schön, da ihr vieles erklärt wird und sie vieles eben nach und nach erst herausfindet.
Stellenweise war sie mir aber ein wenig zu arrogant und auch hatte sie, sobald Detective Dylan Shane ins Spiel kam, enorme Stimmungsschwankungen. Im einen Moment fühlt sie sich zu ihm hingezogen und denkt, er ist ja eigentlich echt nett und gutaussehend etc., und im nächsten Moment verflucht sie ihn wieder und kommt aus dem Schimpfen gar nicht mehr raus, beleidigt ihn und ist gemein zu ihm? Sehr unverständlich. Hat mir auch nicht so gut gefallen.

Die Handlung

Zu Beginn hat es ein wenig gedauert, bis die Handlung so richtig in Fahrt kam. Dank der vielen lustigen Szenen und Wortwechsel war es aber trotzdem nicht zäh und ich bin gut vorangekommen.
Dadurch, dass Alana auch erst in die Welt der Übernatürlichen eingeführt wird, wird darauf natürlich viel Zeit aufgewandt, um das alles zu erklären, was ich gut fand, da man so auch über Wesen, die nicht oft vorkamen, etwas erfahren hat und sich das gut vorstellen konnte.
Die Morde, die im Laufe der Geschichte passieren, kommen manchmal nur am Rande vor, woran ich aber nichts auszusetzen habe, da ich nicht der größte Fan von blutigen, detailreichen Beschreibungen bin. An manchen Stellen hätte aber sogar ich mir gewünscht, dass darauf mehr eingegangen wird. Teilweise geschah es so "oh, da ist jemand gestorben... ok, was soll ich morgen anziehen?". Im Laufe des Buches wurde das ein wenig besser, vor allem, da Alana selbst die Sache dann ernster genommen hat.
Es gab eine interessante Handlungsstränge, die auch verfolgt wurden und es wurde durchaus bezüglich mehrerer Vorfälle Spannung aufgebaut. Ein wenig enttäuschend fand ich daher, dass am Ende alles in einem Aufwasch erledigt wurde, da das ziemlich schnell kam und das Buch dann ja auch schon vorbei war.
Gut gefallen hat mir aber, dass sehr lange ungeklärt war, wer für die Morde verantwortlich ist. Im Laufe des Buches wurde von mir zumindest so ziemlich jeder mal verdächtigt, was für ein bisschen zusätzliche Spannung sorgt.

Gegen Ende des Buches gab es dann noch ein Ereignis, das ich so überhaupt nicht habe kommen sehen und was für mich auch das Ende ein wenig getrübt hat, aber insgesamt war die Auflösung doch zufriedenstellend. Obwohl es kein komplettes Happy End gab, konnte ich mit dem Ende gut leben.

Die Beziehung zwischen Dylan und Alana fand ich teilweise sehr schön gemacht, teilweise aber auch wieder nicht, da Alana mich in dieser Hinsicht einfach sehr genervt hat. Aufgrund ihrer meistens eher abwehrenden Haltung gegen Dylan fand ich das Happy End dann auch ein wenig zu abrupt, allerdings hatte man ja schon seit Beginn des Buches kommen sehen, wie die Sache ausgehen würde.

Alles in Allem hatte ich ein paar Probleme mit der Geschichte, wurde aber trotzdem gut unterhalten.
Daher vergebe ich 3,5 von 5 Sterne für "Plötzlich Banshee".
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September 19, 2016
Hmmm...das war nichts für mich.

Die größte Schwierigkeit bei dem Buch waren die Protagonisten. Obwohl die Hauptdarsteller gar nicht viel jünger sind als ich, erinnert der Erzählstil ein wenig an eine Teenie-Detektivgeschichte. Eine Ausnahme ist der 26-jährige Detective, bei dem ich immer das Gefühl hatte, dass er schon 50+ ist.

Und auch sonst fand ich die Story sehr vorhersehbar und klischeehaft. Es gab keine Überraschungen, dabei hatte ich mich gefreut mal über ein ganz anderes Fantasywesen zu lesen.

Ich fand das Buch leider ein wenig langweilig.
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February 12, 2019
Mein vierzehnjähriges Ich hätte dieses Buch wahrscheinlich gefeiert. Mein neunzehnjähriges Ich? Leider nicht.

Ich gestehe ja, dass ich niemand bin, der gerne Klappentexte liest. Ich werfe mich viel lieber selbst ins kalte Wasser und beginne zu lesen, ohne etwas über den Inhalt des Romans zu wissen. Das funktioniert die Hälfte der Zeit ziemlich gut - dieses Mal war das nicht unbedingt der Fall, denn der Klappentext hätte mir schon verraten, dass diese Geschichte nichts für mich ist.

Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich über Instagram; Nina MacKay ist eine sehr sympathische Autorin, die dort aktiv unterwegs ist und viele Bilder mit ihren Followern teilt. Ihre süße und fröhliche Art hat mich total bezaubert. Als ich dann in der Buchhandlung dieses wunderschöne Cover entdeckte, musste ich es natürlich direkt kaufen - und die Vorfreude auf mein allererstes MacKay-Buch war riesengroß.

Im Endeffekt hätte ich es auch locker bei Thalia stehenlassen und stattdessen auf Wattpad lesen können, denn dies ist eine Standardgeschichte, wie sie die Schreibplattform bis zum Umfallen zirkulieren. Auf der Suche nach einem Buch, das wirklich ALLE Klischees abarbeitet? Bitte sehr, Plötzlich Banshee ist euer Roman!

Tollpatschige Protagonistin? Check.

Hotter Love Interest, den die Protagonistin anfangs total blöd findet, in dessen unwiderstehlich muskulöse Arme sie aber wieder und wieder stolpert? Check.



Zugegeben, mir war von Anfang an klar, dass dieses Buch einige Klischees, denen Fantasy-Jugendbücher gerne mal zum Opfer fallen, enthalten wird, aber die Hoffnung auf gute Umsetzung stirbt ja bekanntermaßen erst auf der letzten Seite. Nach der absolut positiven Überraschung im Umgang mit Klischees, die "SoulMates" von Bianca Iosivoni dargestellt hat, war ich guter Dinge, Ähnliches von Nina Mackay zu sehen.

Leider lag ich da falsch.

PLOT: 1.5 / 5

Der Anfang des Romans hat mich noch einigermaßen mitgenommen. Banshees und Leprechauns statt den altbekannten Fabelwesen? Coole Sache. Die Idee, sich mal mit anderen Wesen als den üblichen Verdächtigen - sprich Werwölfen, Vampiren und Co. - zu beschäftigen, fand ich echt super.

Auch der Einstieg mit den Morden der Magischen in Los Verdes hat es geschafft, mich in den Bann zu ziehen. Aber spätestens, als dann die vorhersehbare Lovestory zwischen der Protagonistin Alana und Dylan Shane, dem Detective, mit dem sie zusammenarbeiten muss, ihren Lauf nahm, glich mein Interesse an der Handlung einer Achterbahn ohne Looping. (Und nein, ich meine nicht Limit aus dem Heidepark. Eher so eine Achterbahn, bei der man sich fragt, ob man die fünf Euro Eintritt nicht besser in Zuckerwatte investiert hätte.)

Was mit einem soliden Grundgerüst begann, das viel Potenzial und Raum zur Entwicklung bot, wurde weder ausgebaut noch sonderlich gut zementiert. Viele vorhersehbare Wendungen und Entwicklungen, die dem ganzen nicht nur den Überraschungseffekt, sondern auch die Spannungskurve nahmen, haben es mir nicht leicht gemacht, das Buch zu beenden.



Punkte gibt es trotzdem für das schnelle, aber nicht unsinnige Pacing. Die Geschichte bleibt ständig in Bewegung und es gab kein Kapitel, das man hätte streichen können.

CHARACTERS: 2 / 5

Während ich beim Plot ein eher anspruchsloser Leser bin und gern mal über Logiklücken hinwegsehe, bin ich bei den Charakteren zehnmal so streng. Einen schlechten, langweiligen oder vorhersehbaren Plot kann ich gut und gerne ignorieren, wenn die Charaktere umso überzeugender und liebenswerter sind.

Tja, wenn das kleine Wörtchen wenn nicht wär: Was Nina MacKay im Plot gefehlt hat, hätte sie durch gute Charaktere ausgleichen können - Betonung auf hätte.

Leider fehlte mir bei den Charakteren nicht nur die Tiefe, sondern auch der Wiedererkennungswert. Bei so vielen Nebencharakteren ist es besonders wichtig, sie voneinander zu differenzieren und jedem Charakter eine eigene Stimme zu geben. Dies ist leider nicht geschehen, weshalb ich bis heute Siri, Teresa, Trinity - und wie sie alle heißen mögen - kaum voneinander unterscheiden kann. War das jetzt die Fee? Oder wer?
Es scheint fast, als wären MacKay ihre Nebencharaktere herzlich egal und lediglich leicht dazugedichtete Requisiten, um den Plot voranzutreiben. Ein wenig mehr Tiefe hätte hier nicht geschadet, um den gesamten Roman greifbarer zu machen.

Etwas mehr Arbeit wurde von Nina MacKay in die Hauptcharaktere investiert. Alana, Dylan und Clay haben allesamt genügend Charaktereigenschaften, dass sie realistisch wirken könnten - wenn der Fokus nicht auf einer einzigen Eigenschaft läge.
Dylan? Motzig.
Alana? Tollpatschig.
Clay? Glückspilz.
Und das war irgendwie das Wesentliche.

ALANAs ständige Unfälle könnten ganz witzig sein, wenn mir ihre innere Stimme nicht so tierisch auf die Nerven gehen würde. Sie beschreibt alles pikiert, mit einem leicht ironischen Unterton, und macht sich viel über andere lustig, eine Erzählstimme, die bei mir einfach nicht mehr zieht. Mit 14 hätte ich Alana vermutlich für cool und witzig gehalten, heute kommt sie mir einfach nur nervig und kindisch vor. Ansonsten erinnere ich mich nicht an viele ihrer Eigenschaften, mal ganz abgesehen davon, dass ich sie mitunter für unerträglich arrogant und nervig hielt.

Und ihre Liebesgeschichte mit DETECTIVE DYLAN SHANE? Der Funke ist bei mir nicht übergesprungen. Ich hab den Funken nicht einmal gesehen. Alana beschwert sich permanent über Dylan - außer über sein großartiges Aussehen - und auf einmal ist sie doch unsterblich in ihn verliebt?

Hä?

Auch von Dylans Seite aus war die Entwicklung sehr abrupt und nicht sonderlich romantisch - im einen Moment ist die Privatdetektivin ganz süß, aber nervig, und im nächsten ist Dylan Hals über Kopf in Alana verliebt und möchte sich am liebsten direkt für sie opfern. Außer gut trainierten Armen und jeder Menge Gemeckere hat Dylan leider auch keine Eigenschaften.

Der einzige - dafür aber auch sehr große - Lichtblick war meiner Meinung nach CLAY, der mir als absoluter Sonnenschein ans Herz gewachsen ist. Liebenswert, lustig und loyal hat er immer gute Laune verbreitet - sogar so viel, dass ich ihm ganze zwei Sterne geben musste.



WORLD BUILDING: 1 / 5

Der Handlungsort, Los Verdes in New Mexico, war eine außergewöhnliche Wahl, die bei mir direkt Sympathiepunkte eingefahren hat. Endlich mal ein spannendes, nicht oft genutztes Setting!

Leider wurde dieses auch nur relativ selten zur Sprache gebracht. Weder die Stadt noch die Hauptorte der Handlung - Clays und Alanas Wohnung, das Polizeirevier, das American Diner - wurden detailreich beschrieben. Da wäre noch deutlich mehr Ausbaupotenzial gewesen, denn im Endeffekt fühlte sich das ganze Setting recht nichtssagend an. (Vage Erinnerungen an das Polizeirevier und irgendeine Kirche schwirren mir im Hinterkopf herum, aber da ist nichts Greifbares dabei.)

Was mich aber am meisten am World Building gestört hat, waren die unklaren Regeln der magischen Gesellschaft. Okay, es geht wohl vermehrt um Wesen aus der irischen Mythologie, alles klar. Leprechaun und Banshee hat in der Regel jeder schon mal gehört, und auch Feen sind recht selbsterklärend.

Verwirrend wird es erst dann, wenn die ganze Bandbreite aufgezählt wird - Aiobhell, Cailleach, Merrow, Sheerie, und und und. Die Liste der Magischen nahm irgendwie kein Ende, und irgendwann war es nur noch unübersichtlich.
War Trinity eine Elfe oder Fee? Was ist da in diesem Buch überhaupt der Unterschied? Und was genau macht nochmal ein Merrow?

Klarere Regeln und Grundstrukturen der magischen Gesellschaft hätten dem ganzen etwas mehr Form und Glaubwürdigkeit gegeben und so die Leseerfahrung enorm verbessern können.

DIVERSITY: 1 / 5

Meine Sparte sind definitiv Bücher mit vielfältigen Charakteren. Repräsentation ist ein riesengroßes Stichwort bei mir, weshalb ich beim Lesen schon darauf achte. (Das heißt aber nicht unbedingt, dass ich Bücher, deren Diversity-Rating recht niedrig ausfällt, automatisch schlecht bewerte. Eher führe ich die Aspekte, die in Büchern repräsentiert werden, gesondert auf, um anderen Lesern die Möglichkeit geben zu können, zu schauen, ob das, worüber sie gern lesen würden, in dem Buch vertreten ist oder nicht.)

Leider war von Diversity in Plötzlich Banshee weit und breit nichts zu sehen. Die Charaktere sind, soweit ich es richtig in Erinnerung habe, alle weiß - mal abgesehen von den Chenao-Zwillingen, die beide jeweils lediglich als "Halbindianer" bezeichnet werden, keine tragende Rolle im Plot spielen UND beide sterben. Aber Hauptsache, es gibt vier weiße Mädels mit unterschiedlichen Haarfarben.

Auch auf der LGBT+ Front fällt das Buch lau aus. Mal abgesehen von diesem Zitat:

"Er liebte es zu kochen und ich hatte den Eindruck, er stand insgeheim auf Jungs, aber das ging mich nun wirklich nichts an."

keine Spur von LGBT Charakteren.

WRITING STYLE: 2 / 5

Der Schreibstil von Nina MacKay ist angenehm und lässt sich flüssig runterlesen, ohne dass man sich großartig konzentrieren muss. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht Alana McClarys erzählt, was dazu führt, dass Alanas Kommentare an manchen Stellen einfach anfangen anstrengend zu werden.

MacKay hält sich nicht an Beschreibungen oder rhetorischen Mitteln auf, sondern setzt auf Sarkasmus und viele, viele Präpositionen und Füllwörter. Alles in allem ist der Stil angenehm leicht zu lesen, aber nichts Besonderes.

OVERALL RATING: 1.5 / 5

So sehr ich mir gewünscht habe, dieses Buch zu mögen, so wenig mochte ich es tatsächlich.

Der Plot und das World Building besaßen Potenzial, das jedoch bei Weitem nicht ausgeschöpft wurde. Die Charaktere waren zum Großteil flach und unrealistisch, sodass es mir im Grunde egal war, was mit ihnen passierte. Die emotionale Verbindung zu den Protagonisten und den Nebencharakteren fehlte völlig.

Der Schreibstil ist nichts Besonderes, aber durchaus tauglich als Abendliteratur, wenn man auf der Suche nach etwas Leichtem, Unkomplizierten ist.

Im Großen und Ganzen ist dies ein Buch, wie es gefühlt 100 Male auf Wattpad veröffentlicht wurde, weshalb man ganz problemlos auf der kostenfreien Website bleiben kann. Leider bin ich aus solchen Büchern mittlerweile einfach rausgewachsen und diese Art von Geschichte erfüllt meine Ansprüche an einen guten Roman nicht mehr. Hätte ich das Buch vor sechs Jahren gelesen, hätte es mir mit Sicherheit mehr zugesagt.
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September 14, 2016
» INHALT «
Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

» MEINE MEINUNG «
Ich bin bereits im Buchladen auf dieses Buch aufmerksam geworden, hatte aber dummerweise kein Geld mitgenommen (ich liebe mein Buchkauf-Verbot... nicht!) und so hab ich beschlossen, es erst einmal anzufragen. Ich hab es dann auch bekommen und hab mich so unwahrscheinlich gefreut, als ich es dann in den Händen hielt. Ich glaube, ich hab sogar noch am selben Tag begonnen zu lesen; wenn nicht, spätestens ein Tag nach der Ankunft. Wie ich es letztlich fand, erfahrt ihr wie immer jetzt, in aller Ausführlichkeit.

Der Einstieg war unheimlich rasant. Schon im ersten Satz kommt ein Tempo auf, mit dem ich eigentlich im ganzen Buch überhaupt nicht gerechnet hatte. Man steigt in einer sehr spannenden Szene ein und wird direkt mitgerissen. Erst nach und nach lernen wir dann auch Hauptfiguren kennen, sodass es zu keiner Zeit durch lange Kennenlern-Phasen langweilig wird. Kurz gesagt: ein Einstieg, wie man ihn sich wünscht und wie er hätte nicht besser sein können.

Auch die Figuren fand ich unheimlich passend für die Geschichte, auch wenn ich den ein oder anderen kleinen Kritikpunkt nicht auslassen möchte. Doch beginnen wir erst einmal bei den positiven Aspekten, die deutlich überwiegten. Alana ist eine herzensgute Person, die ich einerseits für ihren Mut und ihre Stärke bewundert habe, andererseits aber niemals mit ihr tauschen wollen würde. Ich stelle es mir alles andere als leicht vor, dauernd vor Augen geführt zu bekommen, wann die Leute oder gar meine Freunde, sterben. Auch an Sympathie mangelte es nicht zwischen mit und unserer Protagonistin, hingegen fand ich sie, für ihre 20 Jahren, an manch einer Stelle doch ein wenig arg kindlich. Auch ihre Pechsträhne war manchmal ein wenig überzogen, auch wenn es von der Story her natürlich sein musste. Nichts desto trotz konnte ich gut mit Alana mitfiebern und hab die Geschichte gern mit ihr durchlebt.
Der männliche Gegenpart zu unserer schusseligen Alana war in diesem Buch Clay, ihr bester Freund und Mitbewohner. Ihn mochte ich tatsächlich noch eine Ecke mehr, auch wenn der Unterschied kaum spürbar war. Clay war einfach erwachsener und reifer und handelte irgendwie bodenständiger und überlegter als Alana. Auch ihn schloss ich sehr schnell ins Herz und fieberte ebenfalls mit ihm mit. Ich fand, dass die zwei "Jugendlichen" unheimlich gut zueinander passten und sich herrlich gut ergänzten.
Der Dritte im Bunde ist Dylan, dieser unwiderstehliche Polizist, der mich einfach voll und ganz für sich gewinnen konnte. Da fällt mir auf, ich mag heiße Polizisten in Büchern ziemlich gern - da hatte Dylan wohl einen Bonus durch seinen Job und sein Aussehen :D Jedenfalls war er die perfekte Mischung aus kühl und distanziert und im Gegenzug dazu sehr liebevoll und eindeutig ein Herzensmensch. Harte Schale, weicher Kern - genau so wie ich es liebe. Jedes Mal wenn er auftauchte, zauberte er mir ein Lächeln ins Gesicht & das war es, was mich letztlich dazu verleitete, zu sagen, dass er mir von allen Dreien doch am allerliebsten war.

Der Stil überzeugte mich dann wieder auf ganzer Linie, ohne jede Kritik. Das Buch hat sich sehr schnell, einfach und flüssig lesen lassen und war verständlich, auch für die jüngeren Leser. Obwohl er eher weniger anspruchsvoll war, erzeugte Stil wie auch Sprache doch auch Spannung und eine ziemlich mitreißende Atmosphäre. Was ich ebenfalls total überraschend und in meinen Augen positiv fand, war die Tatsache, dass die Autorin in den rasanten Szenen kein Blatt vor den Mund nahm und klar zu Papier brachte, was sich da ereignete und was geschah. Hut ab! Unglaublich gut geschrieben. Auch die Perspektive gefiel mir hier extrem gut und hat perfekt zur Thematik gepasst. Geschrieben wurde nämlich überwiegend in der "Ich-Form" aus Sicht von Alana. Doch hin und wieder wurde das von anderen Figuren, die man allerdings dann aus der dritten Person liest, unterbrochen. Das schuf nicht nur Abwechslung, sondern auch Einblicke ins Inneren der anderen Figuren.

Die Idee war für mich mal was völlig Neues. Die irische Mythologie war mir bisher überhaupt nicht bekannt und ich bin bisher auch nur einer einzigen Banshee in einem Buch begegnet, doch selbst da war diese nur eine klitzekleine Nebenrolle, die schnell wieder verschwand - hier war die Todesfee unsere Protagonistin und ich konnte mich genauer mit dieser Spezie auseinander setzen. Ich finde, dass Nina MacKay ein sehr klares Bild der Figuren, den Hintergründen und der Kulisse geschaffen hat, sodass die Geschichte, trotz Fantasy-Elementen, sehr glaubhaft und authentisch wirkte. Der Hauptplot überzeugte mich also genau so wie der Stil, doch auch die einzelnen, verbauten Elemente harmonierten mit den Geschichte wunderbar und erzeugten zusätzliche Spannung. Was ich ein wenig schade fand war, dass ich schon sehr früh ahnte, wer dahinter steckte und dass auch Alana hin und wieder quasi mit der Nase drauf gestoßen wurde, es aber einfach getrost ignorierte. Dennoch zeugte die Geschichte sowohl von Kreativität wie auch von Einfallsreichtum und einer ausgiebigen Recherche.

Wie nicht anders zu erwarten, gefiel mir auch die Umsetzung soweit richtig gut. Ich war von der ersten Seite an total mitgerissen und fieberte mit, wie ich mir stets von Jugendbücher und Fantasy-Geschichten wünsche. Wie eben schon erwähnt, ahnte ich bereits sehr früh, wer seine Finger im Spiel hatte, aber im Endeffekt fieberte ich auf etwas ganz anderes hin, weswegen ich diese kleine Spannungslücke getrost ignorieren kann. Gerade das Ende bot noch einmal eine gehörige Überraschung, mit der ich so niemals gerechnet hätte. Alles in allem also eine gute Umsetzung, die Fantasy-Elemente gut und informativ erklärt, sodass ich der Story stets folgen konnte.

» FAZIT «
Dieses Jugendbuch fand ich unheimlich spannend und interessant zu lesen. Die irische Mythologie war ausführlich recherchiert und erklärt, ohne dabei zu viel Infos auf einem Haufen serviert zu bekommen. Liebenswerte Figuren, ein toller Schreibstil, einige unerwartete Wendungen und eine ziemliche Direktheit machten das Buch zu einem wahren Pageturner, sodass ich es trotz Zeitmangel enorm schnell durch war.

» 4 VON 5 STERNEN «
Ich vergebe insgesamt 4 von 5 Sternen und spreche eine unbedingte Lese-Empfehlung aus, für all diejenigen, die sich auch gern von anderen Mythologien in fremde Welten entführen lassen und dabei auch noch Wert auf Spannung und tolle Figuren legen. Meiner Meinung nach eine einmalige Story mit winzigen Kritikpunkten, die man aber sicher verkraften kann.
371 reviews14 followers
September 16, 2020
Alana ist eine Todesfee. Das mag sich cool anhören, ist es aber nicht. Denn Alana sieht nicht nur die verbleibende Lebenszeit eines jeden Menschen als blinkende, leuchtrote Ziffer über dessen Kopf, sondern wird zudem gnadenlos vom Pech verfolgt. Als in ihrer Umgebung die blutleeren Leichen unterschiedlichster Magiebegabter gefunden werden, scheint das Unglück vollkommen. Doch Alana wäre nicht Alana, wenn sie nicht alles daransetzen würde, die geheimnisvollen Morde aufzuklären. Unglücklicherweise erhält sie dabei die Unterstützung eines unverschämt gutaussehenden Polizisten, der es ihr alles andere als einfach macht, bei der Sache zu bleiben.

Gleich zu Beginn des Buches wird deutlich: Dieser Roman setzt nicht auf Tiefgang, sondern grenzenlosen Humor. Mit ihrer schrillen, tollpatschigen Art stolpert Alana von einer witzigen Szene in die Nächste. Insbesondere ihre Interaktionen mit unserem Adonis-Polizisten Dylan waren teilweise zum Schreien komisch. Leider verloren auch diese Szenen im Verlauf des Buches ihren Charme. Ihre Begegnungen wurden zunehmend absurder und wirkten stellenweise zu stark konstruiert, was den "natürlichen" Verlauf der Geschichte störte.
Diese Wirkung wurde unterstützt durch die ungewöhnliche Spannungskurve der Geschichte. Statt des erwarteten bogenförmigen Verlaufs, formte diese ein wirres Auf und Ab aus Nervenkitzel erzeugenden Szenen, die sich abrupt im Nichts verloren und den Leser auf den Ausgangspunkt zurückführten.
Das Miträtseln bei den Mordfällen wurde ein wenig durch die unzureichende Ausgestaltung der Charaktere behindert. Diese verhinderte, dass ich als Leser mich in die Charaktere einfühlen und diese ausreichend einschätzen konnte. Selbst die einnehmend tollpatschige Alana hätte für meinen Geschmack ein wenig mehr Kontur vertragen; von Detective Sockenschuss ganz zu schweigen, denn dieser schien sich im Verlauf des Buches in eine vollkommen andere Person zu verwandeln. Urplötzlich wurde aus dem harten Polizisten ein kitschiger Schmusetiger, den ich leider leider irgendwann nicht länger ernst nehmen konnte :D
Nichtsdestotrotz kann ich triumphal behaupten, dass von meinen beiden Ahnungen bezüglich des Täters zumindest eine richtig war, wie das dramatisch blutrünstige und leider etwas schnell abgehandelte Ende des Buches offenbarte.

Alles in allem wurde ich, nicht zuletzt aufgrund der recht bescheidenen Bewertung hier auf Goodreads, positiv von diesem Buch überrascht. Für ein paar humorvolle Lesestunden zur puren Entspannung ist es durchaus geeignet. Hierfür bekommt es von mir 2.5 Sterne.
Profile Image for Julia.
473 reviews89 followers
September 18, 2016
Inhalt: Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben? (Quelle: Verlag)
Meine Meinung: Nina MacKays neues Buch Plötzlich Banshee hat ein traumhaftes Cover und einen tollen Klappentext. Kein Wunder also, dass es direkt bei mir einziehen musste und auch sofort gelesen wurde. Ich bin einfach ein großer Fan von Banshee. Das klingt vielleicht etwas ungewöhnlich aber sie gehören zu meinen liebsten mythologischen Wesen und ich finde sie wahnsinnig interessant. Schade, dass sie in der Literatur bisher nur so wenig Anklang gefunden haben aber da kam dieses Buch ja dann wie gerufen.
Im Internet habe ich bereits wenige Tage nach Erscheinen absolut begeisterte Rezensionen lesen können und so habe ich voller Vorfreude mit Plötzlich Banshee gestartet. Ich muss an dieser Stelle jedoch schon direkt gestehen, dass ich das Buch nicht so toll fand, wie viele meiner MitbloggerInnen. Wie schon erwähnt, finde ich das ganze Banshee Thema toll. Überhaupt die irische Mythologie, kann ich eigentlich sagen. Ich mag es, mich an unverbrauchte Themen zu wagen, weniger voreingenommen zu sein und neues zu lernen. Auch die schon im Klappentext angedeutete Verbindung mit einem oder mehreren Mordfällen, in die die Protagonistin Alana dann verwickelt wird, finde ich toll. Das ganze klingt nach einer super Mischung. Das war es auch. Allerdings muss ich hier direkt einhaken, dass ich leider allzu oft das Gefühl hatte, dass die Handlungsabläufe direkt wie aus einem Schreibratgeber kommen. Es verläuft nach Mustern, die dem Leser schon aus unzähligen anderen Büchern bekannt sind, und so die Standardverfahren sind. Dabei meine ich nicht bekannte und nicht mehr weg zu denkende Motive, wie zum Beispiel die Heldenreise etc. Es waren viele kleine Nebenstränge, die viel zu vorhersehbar waren. Man hat schon direkt gespürt, in welche Richtung diese die Hauptgeschichte später einmal beeinflussen und das soll nicht sein.
Das ist sehr schade, denn ich durfte erfahren, dass Nina MacKay gut schreiben kann. Und ich meine damit sehr gut. Natürlich schreibt sie reine Unterhaltungslektüre, die stilistisch nicht besonders hervorgehoben werden kann aber sie schreibt flüssig und spannend und humorvoll und man kann sich nur schwer vom Buch lösen. Naja, vielleicht schreibt sie ein wenig zu humorvoll. Das Buch ist insgesamt wirklich sehr lustig und an vielen Stellen passt das auch perfekt in die Handlung. Es gab allerdings auch einige Stellen, und nicht gerade wenige, da erschien mir der Humor erzwungen. So, als hätte man mit Gewalt noch mehr lustige Szenen reinbringen wollen. Auch diese habe ich mit der Zeit kommen sehen, denn sie waren so klischeehaft und es war insgesamt einfach zu viel.
Während abgesehen von der Protagonistin alle weiteren Charaktere leider viel zu blass blieben, lernen wie dafür Alana umso besser kennen. Es war zwar ok alles aus ihrer Sicht zu lesen, doch auch sieh ging mir durch ihre Tollpatschigkeit schnell auf die Nerven. Die Frau ist leider schlimmer als Bella Swan und warum das so ist, wird im Buch auch begründet. Aber auch hier wäre weniger ist mehr besser gewesen. Denn von ihr habe ich nichts anderes im Kopf, als das Bild eines oberflächlichen Mädchens und ich denke nicht, dass dies von der Autorin so beabsichtigt wurde.
Fazit: Plötzlich Banshee hat zwar eine tolle und innovative Idee, mir war jedoch die Umsetzung zu gewöhnlich, die Protagonistin leider oberflächlich und anstrengend und der Humor häufig überzogen und zu viel. Dennoch ist Plötzlich Banshee eine Lektüre, die besonders kurzweilig und lustig ist und eignet sich super zum Zwischendrin lesen.
Vielen herzlichen Dank an den Piper Verlag für das tolle *Rezensionsexemplar.
Profile Image for Ivonne.
Author 1 book111 followers
September 22, 2016
4,5 Sterne - ACHTUNG SPOILER

Verfluchte Nilpferdkacke. Habe ich erst gestern oder vorgestern noch darüber gemeckert, dass ich in letzter Zeit nur Bücher gelesen habe, dir mir absolut nicht gefallen haben, so habe ich in Plötzlich Banshee von der lieben Nina MacKay nun doch tatsächlich ein neues Highlight entdeckt. In diesem Sinne daher noch einmal ein ganz großes Dankeschön an Nina MacKay und den Piper Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Ich habe jede einzelne Seite genossen, förmlich verschlungen und bin sehr dankbar dafür, durch Instagram auf dieses Buch aufmerksam geworden zu sein.

Bevor ich nun meine Gedanken zum Inhalt des Buches preisgebe, möchte ich vorab noch einmal erwähnen, wie wunderschön und gelungen ich dieses Cover finde. Ich muss zugeben, ich bin ein Fan dieser mexikanischen Zuckerschädel (war sogar mal als einer an Halloween verkleidet ;-)) und dieses Cover erinnert mich unheimlich daran. Ich liebe es einfach, würde es mir sogar ausgedruckt einrahmen und an die Wand hängen. Wie ihr seht - ich bin ein Fan des Covers.

Nun aber zum Eigentlichen - zum Inhalt des Buches. Nina MacKays Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, sarkastisch, humorvoll, amüsant - ich habe es geliebt; habe mich teilweise richtig scheckig gelacht. Immer einen lockeren Spruch auf Lager, ein angenehmes Tempo, tolle Um- und Beschreibungen, super Dialoge - am Schreibstil habe ich absolut nichts auszusetzen oder auch nur im Entferntesten zu meckern. Gleich von Anfang an hat die Autorin es geschafft, mich mit ihrem Schreibstil in den Bann zu ziehen. Obwohl die Geschichte ziemlich rasant beginnt und ich eigentlich kein sonderlich großer Fan davon bin, wenn man regelrecht in die Geschichte "hinein geworfen" wird und absolut keinen Schimmer hat, wo gerade vorne und wo hinten ist, hat es mir bei Plötzlich Banshee komischerweise nichts ausgemacht. Vielleicht lag es tatsächlich an dem Stil, vielleicht an Alanas Sarkasmus, vielleicht aber auch daran, dass es nach dem ersten Kapitel ruhiger wurde und man Gelegenheit hatte, sich richtig in der Geschichte einzufinden und die Charaktere kennen zu lernen.

Die Geschichte ist sehr spannungsgeladen und abwechslungsreich und strotzt nur so von Humor. Was hier auch sehr im Vordergrund steht sind die Beziehungen zwischen den Charakteren, was mir sehr gut gefallen hat. Es wirkte in keinster Weise oberflächlich. Die Charaktere waren richtig gut ausgearbeitet, wundervoll beschrieben und jeder auf seine eigene Art und Weise interessant und speziell. Besonders angetan hat es mir natürlich Alana - Alana, die ich mit jeder Seite ein bisschen mehr gefeiert habe. Ja, ich liebe ihr Tollpatschigkeit - vielleicht, weil sie mich ziemlich stark an mich selbst erinnert hat. Ja sie ist ein bisschen naiv, aber gerade das macht sie so sympatisch und liebenswert. Sie ist ehrgeizig, ehrlich - was ich persönlich sehr schätze - und hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, weiß sich zu wehren und gehört definitiv nicht zu der Gruppierung weinerliches Mädchen, die sich die Augen ausheulen wenn mal etwas nicht nach ihrem Kopf geht. Sie hat ein vorlautes Mundwerk und ist schlagfertig. Alana ist großartig und hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht.

Auch in die anderen Charaktere habe ich mich verliebt - Dylan zum Beispiel. Ja natürlich ist er gutaussehend und verfügt auch über ein paar anständige Muskeln aber 1. ist er 26 Jahre alt und Polizist, was bedeutet, dass diese lediglich ein oder zwei Mal erwähnten Muskeln auch sicherlich plausibel sind (ganz abgesehen davon, verfügt er auch nur über den Ansatz ausgeprägter Bauchmuskeln und nicht über ein stählernes Sixpack, das für gewöhnlich jeder 16-Jährige in so ziemlich jedem Jugendbuch besitzt ha!) und 2. hat seine ganze Art einfach gepasst. Auch er wirkt vielleicht hier und da mal etwas naiv, unbeholfen, aber das hat ihn sehr sympatisch gemacht. Ein winziger Aspekt, der mich etwas gestört hat was Dylan betrifft ist die Tatsache, dass er zum Ende hin sich dann schon irgendwie in einen kleinen Welpen verwandelt, verglichen mit dem doch eher "harten Cop" den er vorher war. Er hat Alana nie schlecht behandelt, sie beleidigt oder sonst was, er hat von Anfang an offen Interesse an ihr gezeigt, man hat gemerkt, dass er sie mochte doch zum Ende hin wurde er irgendwie ein bisschen - anhänglich und das ging mir einfach zu plötzlich. Ich glaube nicht, dass drei Küsse so viel bei einem Mann innerhalb so kürzester Zeit bewirken können - oder vielleicht doch?

Auch Clay habe ich regelrecht geliebt. Clay ist definitiv einer meiner Lieblingscharaktere in diesem Buch. Er wirkt immer so - hilflos irgendwie, man möchte ihn einfach die ganze Zeit in den Arm nehmen und knuddeln, mit ihm ein Bier trinken gehen, einen Film anschauen - er ist einfach der perfekte beste Freund. Ich kann Alana sehr gut verstehen, wieso sie so sehr an ihm hängt. Daher hat mir das Ende auch richtig das Herz gebrochen. Ich habe gehofft und gebetet, dass es nicht so kommt, wie es dann letztendlich doch gekommen ist - aber leider wurden meine Gebete nicht erhört und meine Hoffnungen haben einen deftigen Dämpfer bekommen. Auch die Art und Weise wie Alana am Ende von ihm spricht; erwähnt, wie er ihr in ihren Träumen begegnet, hat mich heulen lassen wie ein Schlosshund.

Auch zu den anderen Charakteren konnte ich gleich eine Beziehung aufbauen und habe jeden einzelnen von ihnen genossen.

Plötzlich Banshee, eine Mischung aus Kriminalroman und Fantasygeschichte würde ich fast behaupten, steckt voller Überraschungen, Spannung, Humor und Romantik. Ja, auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Ich bin ein Fan von magischen Wesen, insbesondere auch von Feen und Elfen und spätestens seit "Kampf der Kobolde" hatte ich irgendwie schon immer eine Schwäche für diese kleinen Wesen und Banshee's natürlich auch. Ich empfand es daher als sehr erfrischend mal nicht über die typischen Elfen und Feen zu lesen, sondern mal von etwas Neuem, Feuerelfen, Waldelfen, Wasserelfen - zugegeben, am Anfang war es vielleicht etwas schwierig, alles auseinander zu halten und auch die Bezeichnungen der Elfen waren manchmal etwas verwirrend, aber es hat mir unglaublich gut gefallen, dass es so viele verschiedene Arten gab, interessante und neue magische Wesen, mit denen zumindest ich während des Lesens eine absolute Freude hatte.

Die Fantasyelemente gepaart mit den Ermittlungen um mysteriöse Mordfälle und dann auch noch oops - der Weltuntergang? - haben eine wirklich unterhaltsame, spannende und interessante Geschichte ergeben, die mich am Ende sogar überraschen konnte und mich einige Tränchen gekostet hat. Hat mich so ein bisschen an Buffy erinnert, was absolut positiv und in keiner Weise negativ gemeint ist. Ich habe dieses Buch sehr genossen, fand es sogar so gut, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte und mich sogar etwas davor gedrückt hatte, die letzten Seiten zu lesen, weil ich nicht wollte, dass es schon so schnell zu Ende geht.

Mir hat das Buch sehr gefallen und ich würde es wirklich jedem empfehlen der Lust hat auf eine spannungsreiche, fantasievolle und mit sehr viel Humor gezeichnete Geschichte. Für mich ein absolut lesenswertes Buch.
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October 10, 2016
Inhalt

Als ob Alanas Leben als Privatdetektivin mit einer besonderen Vorliebe für Unglück nicht schon schwer genug wäre, tauchen in Santa Fe immer mehr blutleere Leichen auf. Natürlich taucht der attraktive Ermittler Dylan Shane genau dann auf, wenn es dem Tollpatsch auf zwei unsicheren Beinen am wenigsten passt. Wie soll sie ihm verschweigen, dass sie über den Köpfen der Menschen rote Ziffern sieht, die die restliche Lebenszeit anzeigen? Während Alana langsam begreift, dass ihre Stadt ebenso wie sie längst nicht so normal ist, wie sie dachte, spitzt sich die Lage bedrohlich zu – und bringt das Leben ihrer Liebsten in Gefahr…

Meine Bewertung

Schon lange hatte ich mir vorgenommen, endlich ein Buch von Nina MacKay zu lesen, deren Humor – wie ich jetzt bestätigen kann – wirklich einzigartig ist. „Plötzlich Banshee“ ist schließlich das erste Buch aus ihrer Feder geworden, das ich verschlungen habe, und es wird definitiv nicht mein letztes bleiben.

Die Geschichte beginnt mit Alana, einer mehr oder weniger erfolgreichen Privatdetektivin, die über Zugdächer springt, um wildfremde Menschen zu retten. Ganz normal, wenn man die Lebensuhren aller sehen kann, die um einen herum sind. Alana ist so ziemlich die skurrilste Protagonistin, die man sich vorstellen kann, und die lebende Katastrophe, die über die Erde walzt. Kein Wasserspender ist vor ihr sicher, und wenn Dylan, der Ermittler der Polizei, am selben Fall wie sie beschäftigt ist, rast sie nur von einem Unglück ins Nächste. Dabei ist Alana trotzdem so liebenswert und nachvollziehbar, dass man wirklich mit ihr mitfühlt. Für mich war sie die beste Figur des gesamten Buches, und ihre Gedankenwelt hat mich ebenso oft wie ihre schrägen Aktionen zum Lachen gebracht. Hello Kitty-Unterwäsche inklusive!

Auch die Nebencharaktere, die die Geschichte weitgehend vorantreiben und Alana oftmals den richtigen Weg weisen, sind größtenteils gut ausgearbeitet und haben viele kleine Details, die sie einzigartig machen. Besonders Clay, der Leprechaun und Alanas Mitbewohner/bester Freund/Seelenverwandter, heitert den Leser das Buch über auf und spielt zudem eine ziemlich wichtige Rolle. Er ist eigentlich der Antrieb, den unsere Protagonistin braucht, und steht damit oftmals ebenso im Zentrum des Geschehens wie sie. Dabei ist er ungemein lustig, einfühlsam, und man wünscht sich selbst, ihn zum Freund zu haben. Auch die anderen Charaktere wie Trinity, Siri oder Morgan haben einiges in Petto und bringen immer wieder Schwung ins Buch.

Einige Fragen sind trotz des rasanten und gut durchdachten Finales weiterhin offen geblieben. Gerade zum Ende hin ging es mir dann etwas zu schnell, wobei einige Punkte auf der Strecke geblieben sind. Und auch die kurzen Sichtwechsel zwischendrin fand ich irgendwann eher hinderlich als hilfreich, weil man vollkommen aus Alanas Sicht gerissen wurde und plötzlich für einen kurzen Abschnitt bei jemand anderem ist. Dies sind jedoch nur kleine Mängel und trüben trotzdem nicht den Spaß, den man an diesem lustigen und doch sehr emotionalen Buch hat. Sollte es eine Fortsetzung geben (was ich stark hoffe!) wäre ich auch glücklich, noch mehr über die magischen Wesen zu erfahren, die bisher noch kaum zur Geltung kamen.

Alles in allem ist „Plötzlich Banshee“ eine gut durchdachte, witzige und rasante Story mit liebenswerten Charakteren und einem erstaunlich emotionalem Ende.
Profile Image for Metmaedl.
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February 21, 2022
--- Setting, Story & Ideen ---
Die Grundidee von Plötzlich Banshee gefällt mir sehr gut. Über Banshees liest man ja eher selten und das eine junge Frau nun entdeckt, das sie selbst eine Todesfee ist, klang sehr spannend und vielleicht auch ein bisschen lustig. Die Liebesgeschichte war im Klappentext ja schon angekündigt, mir war sie aber zu plump ausgearbeitet. Was die beiden aneinander finden, hat sich mir nicht erschlossen. Im Gegenteil, Alana schwankte so schnell zwischen "doof finden" und küssen, das es mich recht schnell genervt hat.
Der Fantasy-Anteil der Story war gut, aber dadurch, das die Lovestory so einen großen Part eingenommen hat, fehlte dafür ein wenig die Zeit.

--- Charaktere ---
Vor allem Alana war mir einfach zu tollpatschig-naiv, als das ich sie noch ernst nehmen hätte können (sie soll eine Privatdetektivin darstellen...). Sie hat mich recht schnell genervt. Die restlichen Figuren fand ich eigentlich ganz sympathisch.

--- Schreibstil ---
Das Buch lies sich flüssig und schnell lesen. Die Sprache wirkte angepasst an die Charaktere eher jugendlich. Mir hat sie trotzdem nicht soo gut gefallen... (nie wieder Nilpferdk###!).
Was mich allerdings noch mehr als die Nilpferdhinterlassenschaften gestört hat waren Momente, die sich handlungsrelevant anfühlten beim Lesen (plötzlich unglaublich gute Laune, obwohl gerade jemand gestorben ist; eine Freundin starrt plötzlich, so dass Alana sich erschreckt) und die dann nie wieder erwähnt werden.
Es gab einige Perspektivwechsel, die allerdings nicht so wahnsinnig viel neue Erkenntnisse lieferten. Eine Figur bekam genau einmal einen Absatz.

--- Fazit ---
Plötzlich Banshee hat einige tolle Ideen, aber die Umsetzung hat mir leider nicht so gut gefallen. Als eher oberflächliche Unterhaltung für zwischendurch ist das Buch ok. Aber für mich waren da zu viele "Augenroll-Momente".
Profile Image for Anna (Ink of Books).
425 reviews77 followers
November 21, 2016
Eigene Meinung:

POSITIV

Idee ist total innovativ!

Also ich habe mich sofort in die Kurzbeschreibung verliebt, einfach weil es um IRISCHE Mythologie geht! Feen und Elfen! Und hat schon mal jemand von euch ein Buch über irische Mythologie gelesen? SIEHSTE! Ist total innovativ! Und eine Todesfee, also eine Banshee, die die Todeszeiten der Menschen über ihren Köpfen sehen kann, ist zwar neu, aber diese Art von Sehungen kennt man ja schon. Allerdings mag ich es trotzdem total gerne!

Todesfeen und andere Wesen sind unglaublich interessant!

Wie gerade schon gesagt, kannte ich die Wesen nicht, von denen hier geschrieben wurde. Ich hätte mir zwar mehr Infos über die verschiedenen Rassen gewünscht und wie sie alle zusammen hängen, aber die Geschichte, wie sie entstanden sind, ist schon sehr total und ich konnte mich gar nicht sattlesen!

Banshees, Leprechauns und wie sie alle heißen sind wirklich wundervoll! Und wie weit gefächert die Eigenschaften sind, sind auch toll! Außerdem finde ich die Spaltung zwischen Feen und Elfen (die sonst irgendwie NIEMAND macht) echt toll und auch, dass man sich für Dunkel- oder Lichtseite entscheiden kann!

Alana ist verdammt cool!

Also wer innerhalb der ersten zwei Seiten auf einen Zug springt, aus den High Heels schlüpft, jemandem das Leben rettet und danach ganz cool einfach nur sagt: „Zum Dank bitte High Heels in Größe 38 an diese Adresse hier.“, den kann man doch nur abfeiern, wie einen Filmstar, oder?

Oder auch, dass sie einfach in hohen Schuhen zum Polizeipräsidium stöckelt und sich dann nicht die Freude nehmen lässt, in einem Belüftungsgitter stecken zu bleiben, obwohl alle einen belächeln. Alles klar! So cool muss man erst mal sein!

Dialoge sind manchmal echt zum Wegschmeißen!

Also echt jetzt. Manche Streitgespräche zwischen Dylan und Alana oder zwischen Clay und Alana sind ja schon so lustig, dass ich mich wirklich lachend aufs Bett geschmissen habe. Ich habe die sarkastischen Sprüche und skurrilen Situationen vor allem am Anfang des Buches echt geliebt! So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr beim Lesen eines Fantasy-Buches
Profile Image for Naike Le Normand.
219 reviews1 follower
October 16, 2016
- Sorry, abgebrochen. -
Wer das seichte Leseerlebnis sucht und auf groben Humor steht, wird an Plötzlich Banshee seinen Spaß haben, und das ist auch völlig in Ordnung. Wer sich wie ich jedoch gerne intensiver mit solchen Themen auseinandersetzt, tiefgründige Charaktere bevorzugt und abwechslungsreiche Plots, der wird damit keinen Lesespaß haben.
74 reviews7 followers
October 16, 2016
Hat gut angefangen aber dann war es mir doch zu aufgesetzt ...
Profile Image for LadyMuffinchen.
331 reviews5 followers
November 2, 2025
Eine freche Story mit einer ironischen Protagonistin, die nicht so klug ist, wie sie denkt. Dennoch hat mir was gefehlt ☘️

Alana lebt mit ihrem besten Freund Clay zusammen und versucht sich als Privatdetektivin über Wasser zu halten. Seit Jahren auf ihrer To-Do-Liste: ihre Eltern finden. Denn beide sind Waisen und wollen wissen, wo sie herkommen, außerdem kann Alana die Lebenszeit aller Menschen sehen und will wissen, was es damit auf sich hat. Doch Alana wird vom Pech verfolgt und so passieren in der Stadt auch noch Morde, wo sie als Verdächtige gilt. Als Clay ihr dann auch noch eröffnet, dass sie beide magische Wesen sind und sie eine Banshee ist, weiß Alana gar nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Und dann ist da noch der hartnäckige und äußerst gutaussehende Detective Dylan Shane, der warum auch immer ihre Nähe sucht...

Alane ist als Hauptprotagonistin eher schwierig. Sie hat eine Art, die mir schon irgendwie gefallen hat. Sie ist ironisch, schlagfertig und empathisch. Allerdings ist sie auch kindisch, zickig und naiv. Natürlich ist sie durch ihr Dasein als Banshee vom Pech verfolgt, allerdings nimmt diese Tollpatschigkeit schon überhand und ist sehr übertrieben. Auch ihre Art und Weise gegenüber dem Detective fand ich überzogen. Anfangs konnte ich noch darüber lachen, doch nach über 100 Seiten fand ich es nicht mehr lustig, sondern nervig. Ihr ausgewählter Kosename Sockenschuss ist wohl besser für sie zu reservieren.

Dann gibt es noch Detective Dylan Shane. Der coole Polizist, der nach und nach zur Klette mutiert und sich ebenfalls wie ein pubertierender Jüngling aufführt, sobald Clay im Raum ist. Wobei dieser da keinen Deut besser ist. Schade eigentlich, da ich insbesondere Clay ziemlich gut fand. Doch scheinbar hat Alana es geschafft bei beiden irgendwann das Hirn auszudrehen. Faszinierend.

Die anderen Charaktere fand ich ganz okay. Interessanter war dann doch die Idee mit den vielen magische Wesen aus Irland. Man hat im Zweifel von der einen oder anderen Gestalt mal was gehört, daher war das dann ziemlich cool. Schade nur, dass hier dann so viel Potential verschenkt wurde. Es wurden tausend Leute und Arten genannt, aber mehr dann halt auch nicht. Es hätte so spannend und gut ausgestaltet werden können, aber leider war es dann doch recht mau. Lediglich Banshees sind mehr beleuchtet worden, aber eher als nervige Art, wenn ich ehrlich bin... Das Ende war mir dann nach der seeeehr langen Vorgeschichte doch zu schnell und einfach. Außerdem in sich etwas unbefriedigend, sind doch meiner Meinung nach Logikfehler enthalten.

Der Schreibstil war jedoch sehr angenehm. Die Sprache ist gängig und modern. Ein flüssiges Lesen ist daher definitiv möglich. Doch durch Alanas Art wird viel wiederholt, was dann etwas langatmig wird.

Insgesamt hätte man mehr aus der Sache machen können, aber ich würde dennoch gut unterhalten und finde auch, dass man das Buch gut lesen kann ⛪
Profile Image for ellyG.
58 reviews
January 28, 2018
alsooo...... wo soll ich anfangen?

es hat richtig Spaß gemacht das Buch zu lesen, da Alanas Tollpatschigkeit für genug Unterhaltsamkeit gesorgt hat. Ich muss schon sagen, dass ich, nachdem ich einige reviews gelesen hab, mir nochmal überlegt hab ob ich das Buch auch WIRKLICH lesen will (da auch viele gemeint haben, dass Alanas Humor albern ist und die Geschichte zerstört hat). Dennoch bereue ich es ÜBERHAUPT NICHT es gelesen zu haben. Tatsächlich bin ich echt zufrieden mit der Geschichte und finde, dass Alanas Humor das Buch noch unterhaltsamer gemacht hat.

Ein minus Punkt für die Geschichte wäre, dass ich mehr Detektivarbeit und Krimi erwartet hab und in der Geschichte einfach zu viel Inhalt in so kurzer Zeitspanne hineingequetscht wurde (alles ging einfach zu schnell).

Trotzdem hab ich es echt genossen dieses Buch zu lesen (auch wenn ich am Ende tausendmal gestorben bin) und diese einzigartige Idee mit dem Banshee und dem anderen Wesen (sowas habe ich nie gelesen!) hat mir wirklich gefallen!

Darum: 3 1/2 Sterne !!
Profile Image for Abendstern.
1,169 reviews30 followers
July 5, 2020
Leider war das Buch nicht ganz so gut wie erhofft. Zum einen war der Schreibstil sehr kindlich und auch die Protagonisten obwohl sie schon 20 waren haben sich eher wie 13 jährige verhalten und auch so gesprochen und gedacht was echt verwirrend war. An sich war das aber noch in Ordnung damit konnte ich leben, was mich aber sehr gestört hat war dass der Plot nur auf Grund der blödheit der Charaktere funktioniert hat und zwar aller. Von der extrem leicht gläubigen Alana, die einfach alles geglaubt hat was man ihr erzählte bis hin zum absolut unfähigen Polizisten der eigentlich nur da war um eine Liebesbeziehung einbauen zu können bis hin zum dämlichen besten Freund. So gesehen war das Ende für viele verdient und schien Alana nicht weiter nah zu gehen und mir auch nicht.>.<
Profile Image for Ascari Vau.
418 reviews
October 27, 2016
Ich glaube, wer regelmäßig Buchblogs liest, wird in den letzten Wochen an diesem Buch nur schwer vorbeigekommen sein ... Die Idee dazu fand ich jedenfalls von Anfang an recht spannend, auch wenn ich persönlich nicht mehr so der Fan von Urban Fantasy bin. Und als ich bei Netgalley auf das Angebot stieß, das Buch als Rezensionsexemplar zu beziehen, dachte ich mir, jetzt ist er der richtige Zeitpunkt für die Geschichte gekommen :).

Zum Inhalt:

Alana McClary ist eine Banshee. Allerdings ist ihr das zu Beginn der Geschichte nicht klar. Was sie aber weiß, ist, dass sie ziemlich tollpatschig ist und das Unglück anderer geradezu anzieht. Und dann ist da auch noch die merkwürdige Sache mit den Lebenszeituhren und dem Schrei, den sie immer wieder ausstoßen muss, wenn es mit der Lebenszeit eines Menschen zu Ende geht. Und zu allem Verdruß verschwinden auf einmal Menschen aus Santa Fe, ihrer Heimatstadt, und tauchen als blutleere Leichen wieder auf ...

Meine Meinung:

Lasst euch durch die Inhaltsangabe nicht in die Irre führen: Es geht in dieser Geschichte einmal nicht um Vampire und ähnliche Nachtwesen, sondern ausschließlich um Wesen aus dem sogenannten "Kleinen Volk" der irischen Mythologie. Alana beispielsweise ist ein junges Mädchen, das mit ihrem besten Freund Clay zusammenlebt. Über Wasser hält sie sich mit ihrer Arbeit als Privatdetektivin - und ein bisschen spielt sie auch Schutzengel für die Personen, deren Lebensuhren fast abgelaufen sind.

Aus diesem Grund steigt der Leser auch unmittelbar in die Geschichte ein, als Alana einem Jugendlichen das Leben rettet, der mit zwei Freunden auf dem Dach eines fahrenden Zugs herumturnt. Die Jugendlichen sind es auch, die Alana die Bekanntschaft mit Dylan Shane, einem Detective der örtlichen Mordkommission, bescheren. Detective Sockenschuss, wie er von Alana bald genannt wird, untersucht nämlich die Todes- und Entführungsfälle. Da Alana mit den Opfern in Verbindung steht, erklärt er sich bereit, mit ihr zusammenzuarbeiten.

Hört sich gut und unterhaltsam an? Habe ich auch gedacht, vor allem weil ich im Vorfeld schon viele positive Stimmen gehört habe. Die Wirklichkeit gestaltete sich für mich allerdings ganz anders. Wobei ich mir im Nachhinein nicht sicher bin, ob das dem wirklich sehr, sehr einfachen Schreibstil geschuldet ist (Manch einer würde wohl Fanfiction-Niveau dazu sagen) oder den anderen Dingen, die ich nicht so ansprechend fand. Die Altersfreigabe für das Buch ist ab 14 Jahren, also gehe ich davon aus, dass der Schreibstil schon absichtlich ist, wie er ist ...

Am meisten nervte mich auf jeden Fall die Ansammlung von Klischees, die Alana alle erfüllt und die man derzeit anscheinend permanent in Jugendromanen zu sehen bekommt:


1) Sie ist tollpatschig und fällt ihrem Detective einmal mehr oder weniger vor die Füße (Hatten wir das nicht schon mal?).
2) Sie himmelt Dylan an, was ihr selbst natürlich nicht so schnell klar wird.
3) Dylan hat Mukkis (Irgendwann hab ich aufgehört, diese Wiederholung zu zählen).
4) Die "Wortgefechte" mit Dylan spielen sich immer wieder nach demselben Schema ab und sind deswegen irgendwann nicht mehr lustig, sondern nur eine endlose Wiederholung.
5) Von der toughen Privatdetektivin, die Alana sein soll, merkt man eher wenig, sie stolpert mehr oder weniger durch alle Situationen, in die sie gerät ...

Weitere Klischees kann ich jetzt leider nicht aufzählen, weil sie schon einen Spoiler darstellen würden. Was ich aber verraten kann, ist, dass ich Alanas Verhalten in bestimmten Situationen absolut nicht nachvollziehbar fand. Ein Beispiel: Am Anfang streitet sie noch ab, eine Banshee zu sein. Dann wird es ihr quasi am Silbertablett präsentiert - und auf einmal reagiert sie ziemlich cool. Kein "Das darf doch nicht wahr sein", kein "Das glaub ich nicht", da kommt einfach gar nichts. Sie akzeptiert die neue Situation einfach, die mal eben alles auf den Kopf stellt. Und dieses "coole" Verhalten legt Alana übrigens im Verlauf der Geschichte noch einmal an den Tag, es ist also nicht so, dass es nur einen Ausrutscher darstellt ...

Der Schluss stellte für mich in gewisser Weise ein Novum dar: Ich konnte mich tatsächlich besser mit dem Antagonisten als dem Protagonisten identifizieren. Besonders an der Stelle, wo Alana sich sagen lassen muss, dass sie ein dummes Huhn ist ... Hier konnte ich einfach nicht anders, als in Gedanken zu nicken *seufz*. Dass es ein Happy End gibt, ist natürlich auch klar. Den Weg dorthin empfand ich allerdings als etwas holprig und am Ende als fast etwas hektisch, um noch alle offenen Fragen zu beantworten bzw. die Situation aufzulösen.

Was bleibt, ist für mich ein etwas schales Gefühl im Mund. Ich bin mir nicht sicher, was ich erwartet habe, aber auf jeden Fall nicht so etwas ... Mir ist natürlich bewusst, dass ich nicht mehr unbedingt zur anvisierten Leserschaft gehöre, aber ein klein bisschen mehr Pfeffer wäre in der Geschichte auf jeden Fall noch drin gewesen.

Warum ich trotzdem drei Sterne vergebe, ist der Tatsache geschuldet, dass ich das Cover wirklich mochte, weil es sich wohltuend von dem abhebt, was sich derzeit sonst so am Markt befindet (Ich sag nur Personen und Gesichter am Cover!).

Mein Fazit:

"Plötzlich Banshee" hat Potenzial! Das ausgefallene Setting, die unterschiedlichen Figuren mit ihren Hintergründen und Entwicklungen mag ich auch jetzt noch sehr. Leider nutzt die Autorin in meinen Augen dieses Potenzial aber nicht aus, sondern versinkt in einer sehr klischeebehafteten und vor sich hin plätschernden Story, die am Ende ein wenig rasch die Kurve nimmt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Reading Odyssey By Sarah.
64 reviews1 follower
August 14, 2024
Die Grundidee der Geschichte und der Schreibstil haben mir wirklich gut gefallen. Leider wurde das Potenzial nur teilweise ausgeschöpft. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte besser in zwei oder sogar drei Bücher aufgeteilt werden sollen. Dadurch hätte man die Gelegenheit gehabt, mehr über die Welt zu erfahren und das Tempo wäre weniger überstürzt gewesen. Leider konnte mich auch die Liebesgeschichte nicht überzeugen; sie wirkte auf mich nicht authentisch und hat mich emotional nicht erreicht.
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