Jahrhundertelang ist das Imperium der Menschen gewachsen, und seine mächtigen Kaiser haben mit ihren Truppen alle umliegenden Länder unter Kontrolle gebracht. Doch jetzt regt sich Provinzen rebellieren und begehren gegen die Herrschaft der Menschen auf. Als die Häscher des Dunkels gnadenlos menschliche Siedlungen niederbrennen, entkommt das junge Mädchen Ariadne nur knapp mit Hilfe des mysteriösen Wanderers Dariush. Aber ihre Verfolger lassen sich nicht abschütteln, und Dariush beginnt zu ahnen, dass Ariadne das eigentliche Ziel des Angriffs war. Unterdessen reist Valeria, die Oberbefehlshaberin des imperialen Heeres, in die Hauptstadt. Auf Geheiß des neuen, jungen Imperators soll Valeria in die weit entfernte abtrünnige Provinz Heliopolis entsandt werden – doch damit spielen die Menschen den wahren Feinden ihrer Herrschaft nur in die Hände ...
Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in Heidelberg.
Es gibt für alles ein erstes Mal. Zählt man die Kurzgeschichte nicht dazu, die ich vor Jahren mal in einer Anthologie gelesen habe, war »Schattenkaiser« von Christoph Hardebusch für mich ein erstes Mal. Im Nachhinein betrachtet wäre es vielleicht doch besser gewesen, als erste Lektüre des Autoren zu den »Sturmwelten« zu greifen.
Das Imperium der Menschen, das sich um die Metropole Anthanopolis gebildet hat, bildet seit vielen Jahren eine unbezwingbare Macht. Doch lange Jahre des Erfolgs und der Übermacht haben das Reich schwach werden lassen. Der Kaiser ist paranoid und die Feinde regen sich. Als der Kaiser einen Fehler nach dem anderen begeht, wittern sie ihre Stunde. Sie regen sich in den Schatten und rütteln an den Grundfesten des Imperiums. Doch in den Schatten lauern weitaus größere Gefahren, die nun ebenfalls ihre Stunde gekommen sehen.
Am Ende blieb schlicht kein Eindruck. Das Buch hinterließ nichts, wo man noch Tage später sagen würde: »Das war es! Das fand ich besonders toll!« Es hinterließ nicht einmal etwas, von dem man später noch sagen würde, dass das ein Griff ins Klo war. Es … existiert schlicht vor sich hin.
Was man aber auf jeden Fall festhalten kann, dass sich das Buch sehr gut von der Hand liest. Fast schon zu gut. Die Seiten fliegen nur so davon, und das alles dümpelt an einem vorbei. Das Buch ist der Auftakt einer Dilogie, und ganz ehrlich: Ein Band hätte es auch getan. Es passiert hier schlicht nichts, und wenn doch, dann fließt es am Leser vorbei, ohne bei ihm zu verweilen.
Man kann ebenso festhalten, dass Hardebusch sich einen spannenden Hintergrund für seinen Roman aussuchte: Auch wenn er Fantasy schrieb, bilden die Grundlage der hier beschriebenen Kultur die römischen und griechischen Reiche. Auf jeden Fall sehr passend, das steht fest. Das gibt Hardebuschs Imperium das gewisse Etwas einer tatsächlich mächtigen, aber jetzt bröckelnden Militärmacht, besonders wenn man nebenher Filme wie »Gladiator« oder »Der Adler der Neunten Legion« im Kopf hat und sich die römische Kriegsmaschinerie vor Augen führt, die mich schon immer sehr beeindruckt hat. Als ich stellenweise den Hadrianswall vor Augen hatte, brachte das tatsächlich eine Menge Stimmung in den Roman hinein.
Dennoch: Einen nennenswert bleibenden Eindruck hinterlässt das Buch nicht beim Leser. Die Handlung fließt an einem vorbei, aber es bleibt kaum etwas davon hängen. Hinzu kommen besonders am Anfang die vielen POVs, die teils etwas verwirren und deren Differenzierungen mitunter im allgemeinen Dümpeln des Romans verloren gehen.
Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
Kurzbeschreibung: Das junge Mädchen Ariadne entkommt nur knapp und mit Hilfe des geheimnisvollen Fremden Dariush dem Überfall auf ihr Heimatdorf. Währenddessen wird Valeria, die Oberbefehlshaberin des imperialen Heeres, in die weit entfernte Hauptstadt beordert - obwohl ihre Fähigkeiten viel dringender zur Verteidigung der Grenze benötigt werden. Zeitgleich macht sich der Rabenschamane Brayn auf den Weg, um Valeria eine geheime Botschaft zu überbringen. Irgendetwas geht im riesigen Imperium der Menschen nicht mit rechten Dingen zu. Doch ist der junge Kaiser in der Lage und willens den wahren Feind zu erkennen?
Cover: Über nahezu das gesamte Cover erstreckt sich eine gewaltige, blutrote Standarte, die vom Abbild einer mysteriösen schwarzen Maske gekrönt wird. Dazwischen lugen Speere hervor, weit im Hintergrund entdeckt man kriegerische Gestalten. Das Cover verspricht ruhmreiche Schlachten und lockt mit dem geheimnisvollen Abbild. Seine Gestaltung spiegelt gut die Stimmung des Romans wieder.
Schreibstil: Mit “Schattenkaiser” bin ich zum ersten mal in den Genuss eines Romans von Chistoph Hardebusch gekommen. Detailliert und bildhaft vermag er es, Orte und Charaktere zu beschreiben, insbesondere haben mich häufig die geschilderten Gespräche beeindruckt, bei denen das berühmt-berüchtigte “Kopfkino” besonders angesprochen wird. Ich konnte die Szenen förmlich vor mir sehen, mir die Stimmen der einzelnen Personen vorstellen, sowie die geschilderte Umgebung als “Bühnenbild” wahrnehmen. Die einzelnen Kapitel lesen sich flüssig, die Atmosphäre ist greifbar. Die Wortwahl ist bis auf einige notwendige “Fachbegriffe” einfach gehalten und gut verständlich. Die Protagonisten sind sorgfältig ausgearbeitet und ansprechend, einzig das Mädchen Ariadne erscheint mir etwas “farblos”, so dass ich bis zum Ende kein klares Bild von ihr vor Augen habe. Möglicherweise ist das beabsichtigt, um Ihre Rolle ein wenig im Dunkel zu halten. Schwierigkeiten beim Lesen bereiteten mir die, für High Fantasy typischen, zahlreichen verschiedenen Handlungsstränge, die alle mit der gleichen Sorgfalt und Ausführlichkeit behandelt werden, sich aber fast gar nicht überschneiden und erst sehr spät überhaupt in einen Zusammenhang gebracht werden.
Meinung: Insgesamt erinnern der Aufbau des beschriebenen Imperiums der Menschen, sowie viele verwendete Begriffe, an das Antike Römische Reich, was jedem, der einmal die Nase in einen Asterix Comic gesteckt hat, das Gefühl geben wird, etwas Vertrautes zu lesen. Auch der Romantitel “Schattenkaiser” ist in diesem Zusammenhang geschickt gewählt, deutet er doch an, dass das Imperium möglicherweise bereits den mächtigen Händen des Kaisers entgleitet. Der Kreativität des Autors ist es zu verdanken, dass trotz angenehmer Vertrautheit kein schlechter Abklatsch herausgekommen ist, sondern aus alten Wurzeln etwas erfrischend Neues gewachsen ist. Dabei stellte sich für mich lediglich die Schwierigkeit heraus, die “Regeln” der beschriebenen Welt zu begreifen. Inwieweit Magie vorhanden ist und genutzt werden kann und auch welche Arten von (Lebe-)Wesen ich erwarten kann, waren mir nicht ganz klar. Ich konnte so nur schlecht spekulieren wie die “Auflösung” sein würde, was ich ein bisschen schade fand. Trotzdem sind historische sowie religiöse Hintergründe der erzählten Geschichte gut ausgearbeitet. Für meinen Geschmack hätte es lediglich etwas ausführlicher sein können.
Wie bereits erwähnt, gibt es zahlreiche Handlungsstränge, die mein geringes Konzentrationsvermögen ziemlich herausgefordert haben. Aus diesem Grund konnte der Roman mich nicht dauerhaft fesseln, denn nach einer Lesepause musste ich mich immer wieder neu orientieren, was mir nur deshalb einigermaßen problemlos gelang, weil die Protagonisten wirklich gut zu unterscheiden sind, ihre Besonderheiten immer wieder geschickt beiläufig erwähnt werden und man sich mmeist problemlos in sie hineinversetzen kann. Namen kann ich mir nicht sonderlich gut merken, trotzdem konnte ich jeden Charakter nach einer oder zwei Seiten “wieder erkennen”. Oft verlor ich aber nach einem spannenden Kapitel vorübergehend die Leselust, weil im nächsten an einen anderen Handlungsstrang angeknüpft wurde, der mich in dem Moment “gar nicht interessierte” und ich lieber gewusst hätte wie es an einer anderen Stelle weitergeht. Das Erzähltempo bzw die Spannung variieren auch stark, oft wird man von einer extrem spannenden und geheimnisvollen Szene in eine langsamere und vermeintlich unbedeutendere geschubst, was teilweise auch ein wenig meine Lesefreude gehemmt hat. Trotzdem sind alle einzelnen Handlungsstränge und damit der gesamte Roman sehr gelungen und absolut lesenswert. Wer über die nötige Geduld und Konzentrationsfähigkeit verfügt, die gut 400 Seiten auf einmal zu verschlingen, wird sicher auch weniger Schwierigkeiten mit den “Anschlüssen” haben. Schade fand ich allerdings, dass trotz großartigem Epilog, das Romanende kein wirkliches Ende ist und stark auf eine Fortsetzung hindeutet. Da ich das nicht erwartet hatte, war ich ein wenig enttäuscht. Die Protagonisten der verschiedenen Handlungsstränge wurden mehr oder weniger in eine typische Cliffhanger-Position gebracht, was ich im Nachhinein als geschickte und sorgfältige Planung deute. Bei einigen Charakteren war mir während des Lesens aber noch nicht klar, dass ich hier das (vorläufige?) Ende ihrer Geschichte erlebe, so dass ich mich schon jetzt kaum noch daran erinnern kann, in welcher Situation sie sich gerade befinden und ich das Buch noch einmal lesen müsste, bevor ich mich über eine mögliche Fortsetzung hermache. Noch ein Wort zum Prolog: Brilliant!!! Selbst wenn der Rest des Romans schnarchlangweilig gewesen wäre, hätte ich auf jeden Fall weitergelesen, nur um hinter das Geheimnis der ersten vier Seiten zu kommen!
Fazit: Die letztendliche Beurteilung von “Schattenkaiser” fiel mir sehr schwer. Ein ausgezeichneter Roman, dessen Stil einfach nicht vollkommen meinen Lesebedürfnissen entspricht. Viel zu interessant, um ihn ungelesen ins Regal zurück zu stellen, aber nicht fesselnd genug, um mir schlaflose Nächte zu bereiten. Ich habe mich für vier von fünf Sternen und eine eindeutige Leseempfehlung an alle Fantasy-Begeisterten entschieden!
Wow! Einfach nur wow! Ich kann gar nicht genau beschreiben, warum mir das Buch eigentlich so gut gefallen hat. Charakter, Handlung, Welt, das hat alles einfach gepasst.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weiter geht, sollte es jemals eine Fortsetzung geben. Verdient wäre es.
Etwa auf 3/4 aufgegeben. Dieses Buch ist so... da... Es ist einfach nur da und absolute nichtssagend. Da das Buch nur gut 410 Seiten hat (Randnotiz: Bitte die Seitenzahl in den Daten korrigieren) ist eindeutig, dass es nur ein Auftakt war, und wer Sturmwelten gelesen hat weiß wo es hinführt. Aber das macht es nicht besser. Im Gegenteil. In Schattenkaiser wiederholt Herr Hardebusch eigentlich alle Fehler, die Sturmwelten hatte. Das nichtssagende, die flachen Standard-Charaktere, das Schon-Mal-Gesehn-Gefühl, teils durch Szenen die einfach von anderswo abgeschrieben sind. Ja, abgeschrieben, nicht inspiriert. Ich könnte, wie ein Reviewer zu vor nicht wiedergeben, was eigentlich in dem Buch geschieht, sofern man etwas anderes hören möchte als 'Dies Klischee, das Klischee, jene Standardwendung'. Eine weitere Unsitte, von der ich hoffe, dass Herr Hardebusch sie endlich mal ablegt, ist das ständige Charaktere entweder Seitenlang Gedankengänge zu führen, die rein für den Leser da sind (Exposition-Speech) und für sie selbst in den Situationen keinen Sinn machen, oder, was noch schlimmer ist, Charaktere die ihre Gedanken/Aussagen an etwas aus dem Erzähltext anknüpfend. Ständig. In einer Art und Weise, die in der Situation keinen solchen oder ähnlichen Gedankengang zulässt. Das Buch liest sich zumindest flüssig, wären da eben nicht die genannten Punkte, die einem das Leseerlebniss (nicht, dass hier viel davon da gewesen wäre) verderben. Keine Empfehlung.
Ich muss zugeben als ich es las zog es sich ein wenig für Mich. Jedoch hat es mich mit der Zeit schnell zum Nachdenken angeregt und langsam in die Geschichte gezogen. Von daher kann ich mit Fug und Recht sagen es empfiehlt sich dran zu bleiben und mit zu Fiebern.
Schattenkaiser von Christoph Hardebusch ist mein erstes Buch von diesem Autor und sicherlich nicht das letzte! Ich plane schon seit längerem Werke von bekannten deutschen Fantasy-Autoren auszuprobieren und zu meinem Glück bin ich zuerst auf Hardebusch gestoßen, was reiner Zufall war, oder wohl eher Cover-Liebe auf dem ersten Blick!;D
Zum Inhalt will ich nicht allzu viel sagen, der Klappentext sollte da schon für alle Interessierte genügen. Allerdings dachte ich das Buch wäre ein Einzelband, denn ich hasse es auf Fortsetzungen warten zu müssen!! Naja, dann muss ich mich halt in Geduld üben. (Zum Glück gibts schon vollständig abgeschlossene Reihen von dem Autor, mit denen ich mir bis dahin die Zeit vertreiben kann.)
Der Autor schafft es eine tolle und mitreißende Welt mit römisch-griechischem Flair zu schaffen und eine vielversprechende spannende Handlung aufzubauen. In diesem Band lernen wir zuerst die Charaktere kennen - die ich zuerst für etwas zu zahlreich hielt, aber mittlerweile habe ich mich mit ihnen angefreundet - und etwas über das "Setting" der Geschichte. Positiv überrascht hat mich vor allem ein weiblicher Charakter; Valeria. Das in einem Fantasyroman, indem das Militär eine wichtige Rolle spielt, auch Frauen eine führende Rolle einnehmen können, ohne das jemand das als etwas Außergewöhnliches ansieht, finde ich spitze! Mal ehrlich, wie oft kommt das schon vor?
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil!