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Ein Känguru wie du

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Endlich am Meer! Als Pascha und Lucky aus dem stickigen Tiertransporter steigen, wünschen sie sich nur eins: Baden. Aber leider haben Raubkatzen Angst vor Wasser, das hat ihnen ihr Trainer beigebracht. Genau wie all die Kunststücke, mit denen sie beim Zirkusfestival den ersten Preis abräumen sollen. Aber dann lernen die beiden das schwule Känguru Django kennen, einen Profiboxer, mit dem man herrlich über die Dächer hüpfen und stundenlang fernsehen kann. Und ihr großer Auftritt nimmt plötzlich eine ganz andere Wendung …

96 pages, Hardcover

Published October 20, 2015

8 people want to read

About the author

Ulrich Hub

24 books8 followers

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Community Reviews

5 stars
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2 stars
1 (5%)
1 star
2 (11%)
Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Juliane Seidel.
Author 31 books33 followers
May 12, 2016
Story:
Der Tiger Pascha und der Panther Lucky arbeiten mit ihrem Zirkusdirektor auf ihren ersten großen Auftritt hin. Kurz vorher keimt in den beiden Tieren ein schrecklicher Verdacht –ihr Tiertrainer ist schwul, immerhin hat er keine Frau, ist unsportlich und kommt sehr gepflegt daher. Ohne zu Zögern laufen sie weg, da sie nicht von einer „Schwuchtel“ trainiert werden wollen. Auf der Flucht stoßen sie in einem Boxclub auf einen echten Kerl – das boxende Känguru Django, das noch keinen Kampf verloren hat. Die drei werden Freunde und als Django schließlich offenbart, dass er schwul ist, beginnen die kleinen Raubkatzen umzudenken und müssen sich eingestehen, dass es doch nicht so furchtbar ist, wie sie gedacht haben …

Eigene Meinung:
Das illustrierte Kinderbuch „Ein Känguru wie du“ stammt von Ulrich Hub und wurde von Jörg Mühle illustriert. Es erschien im Dezember 2015 beim Carlsen Verlag und basiert auf dem gleichnamigen Kinder-Theaterstück von Ulrich Hub, der das Thema „Anders sein“, Akzeptanz und Toleranz bereits in seinen früheren Stücken und Büchern behandelt hat. Das Theaterstück „Ein Känguru wie du“ läuft seit 2014 auf verschiedenen Bühnen in ganz Deutschland und wurde u.a. von der Jugend-Jury des Mülheimer KinderStückePreises ausgezeichnet.

Kindgerecht und mit schönen Illustrationen versehen, lernt der junge Leser die beiden Raubkatzen Pascha und Lucky kennen, die zusammen mit ihrem Tiertrainer für ihren ersten Auftritt proben. Dabei ist Lucky der geschicktere und talentiertere, da Pascha immer wieder die einzelnen Schritte vergisst und mitunter Fehler einbaut. Sie fühlen sich wohl, da sich ihr Trainer fair verhält und sich um sie kümmert. Das ändert sich erst, als sie von einer Gruppe Robben darauf aufmerksam gemacht werden, dass ihr Herrchen schwul ist und diese nach Abwägen von Pro und Contra zustimmen müssen. Während Pascha wesentlich toleranter ist, will Lucky unter keinen Umständen für eine „Schwuchtel“ arbeiten und plant davon zu laufen – am besten Richtung Meer, denn beide Raubkatzen haben noch nie einen Strand gesehen. Ihre Flucht führt sie schließlich zu Django, der offen schwul lebt, jedoch ein Außenseiter ist. Die Drei freunden sich an und es entwickelt sich eine spannende Geschichte, die mit einigen überraschenden Wendungen aufwarten kann.

Inhaltlich gelingt Ulrich Hub das Thema altersgerecht zu verpacken. Natürlich gibt es etliche Klischees, die bemüht werden, aber das schwule Leben ist teilweise nun einmal klischeeverpackt und viele angesprochene Probleme gibt es auch in der Wirklichkeit. Dank der kleinen Raubkatzen können sich Kinder gut in die Figuren hineinversetzen und sich mit dem Thema Homosexualität und Toleranz auseinandersetzen. Zudem bemüht sich der Autor darum, auch andere Aspekte einzuweben, die zur Thematik passen, z.B. sich eine eigene Meinung zu bilden und auch mal aus dem Rahmen zu fallen, wenn man Dinge mag, die eigentlich für einen Jungen oder ein Mädchen unüblich sind, weil andere darauf beharren. Dabei bemüht sich der Autor darum, die Moral der Geschichte nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu präsentieren, sondern treibt die Geschichte mit Bedacht voran.

Die Charaktere sind sympathisch und liebevoll ausgearbeitet – Pascha, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, ist recht naiv und orientiert sich zu Beginn zumeist an der Meinung seines Freundes Lucky. Erst nach und nach entwickelt er sich weiter und erkennt, dass er sich selbst ein Urteil bilden kann. Auch Lucky macht durch die Ereignisse eine Entwicklung durch, denn er revidiert seine Vorurteile schnell und wird dadurch sympathischer. Im Gegenzug zu den beiden Raubkatzen, die wie Kinder handeln und denken, wirkt Django erwachsener und gefestigter. Er weiß, wo er im Lebe steht und was er erreichen möchte. Zudem ist er offen und versteckt nicht, wer er ist und wen er liebt.

Neben dem kindgerechten und passenden Schreibstil des Autors können auch die Zeichnungen überzeugen – sie sind recht einfach gehalten, passen aber zu der Geschichte der beiden Raubkatzen. Hin und wieder muten die Illustrationen zwar ein wenig eckig an, doch alles in allem gibt Jörg Mühle der Geschichte einen würdigen Rahmen.

Ein wenig irritierend ist jedoch die Vermarktungspolitik von Carlsen – so schön das Buch (Hardcover, vollfarbig) daherkommt, es stimmt nachdenklich, dass man im Klappentext auf dem Buch auf die Bezeichnung „schwules Känguru Django“ verzichtet, sprich das Wörtchen schwul lieber nicht aufgeführt hat, während es im Klappentext auf der Verlagsseite durchaus zu finden ist. Das ist sehr schade, da es den Eindruck vermittelt, der Verlag akzeptiere die Besonderheit Djangos nicht und fürchte im direkten Verkauf schlechtere Absatzzahlen – was auf den Leser in gewisser Weise intolerant und konservativ wirkt.

Fazit:
„Ein Känguru wie du“ ist ein gelungenes Kinderbuch über Toleranz, Akzeptanz und Freundschaft, das der Zielgruppe (Kinder ab 8) uneingeschränkt empfohlen werden kann. Ulrich Hub behandelt ein sensibles Thema ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Witz, Charme und Fantasie. Jörg Mühles Zeichnungen passen zur Geschichte der beiden Raubkatzen Pascha und Lucky. Wer Kinder im passenden Alter hat oder allgemein mit ihnen arbeitet, sollte dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben. Zu empfehlen.
175 reviews
January 25, 2019
Hubs Geschichten sind der Knüller! In dieser geht es um zwei Zirkus Tiger, die mit ihrem verrückten Trainer zu einem Wettbewerb fahren. Als sie dort ein schwules Känguru treffen, wollen sie es mit ihrem Trainer verkuppeln, da sie denken, dieser sei schwul, weil es einfach nicht mit den Frauen klappen will. Doch alles wird anders als sie denken...
Was habe ich gelacht!
Profile Image for Aurora  Fitzrovia.
594 reviews81 followers
October 2, 2016
CN fatshaming, Homofeindlichkeit, Ableismus

Ich habe schon aufgrund des "Zirkusfestivals" nicht viel von "Ein Känguru wie du" erwartet, hatte aber noch die begeisterte Meinung einer Buchhändlerin im Kopf, weswegen ich mal in das Buch reinlesen wollte...und ehrlich gesagt, war es schlimmer, als ich dachte.

1. "Es gibt nur zwei Arten von Tieren! Gewinner und Verlierer. Zu welchen gehört ihr?" (S. 8)
"Ihr habt versagt, und zwar alle beide, und Versager kriegen keine Pizza!" (S. 22)
Beide Sätze (und noch mehr) kommen vom "Trainer" und ich bin einfach müde von unserer Leistungsgesellschaft...

2. Mehrfache Verwendung von Schwuc*, was in allen Fällen hier als Schimpfwort und abwertend gemeint ist (und keine mögliche Selbstbezeichnung). Gerade weil "Ein Känguru wie du" ein Kinderbuch ist, hätte ich mir eine Anmerkung gewünscht, indem kurz erklärt, warum das kein nettes Wort ist.

3. Warum wird _ständig_ vom Heiraten gesprochen?
Profile Image for Andre.
1,424 reviews105 followers
November 23, 2016
In the end all I can do after reading this story about these two circus cats running away and meeting a gay kangaroo is: shrugging.
Considered that the two protagonists are a white tiger and a panther (which can mean a melanistic jaguar or leopard) the comment by the trainer that big cats cannot swim/don't like water is actually incorrect.
The trainer himself is gay. I am pretty sure. A child probably wouldn't notice but an adult should be able to put one and one together. And considered how he is described, wears perfume, is bad at sports and likes music plus can cook, I am not sure whether I should find this good or insulting.
Profile Image for Jane.
1,018 reviews32 followers
May 22, 2016
Eine kurze, Süße Geschichte über sich selbst Gedanken, mit süßen Bildern.
Displaying 1 - 5 of 5 reviews

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