Christin und ihre Dorfmitbewohner werden von dem flächendeckenden Stromausfall hart getroffen. Es ist Winter, die Vorräte sind knapp und niemand weiß, wann es wieder Elektrizität geben wird. Um zu überleben, muss sich die Dorfgemeinschaft neu organisieren. Als die nahegelegene Großstadt zu brennen beginnt, flüchten Tausende von hungrigen, verzweifelten Menschen aufs Land. Mit ihnen kommen Krankheit, Verwüstung und Tod. Die Werte menschlichen Miteinanders werden im Kampf ums eigene Überleben auf eine harte Probe gestellt.
Christin erzählt von dem beinahe aussichtslos erscheinenden Kampf gegen Hunger, Angst und dem Schrecken von Verbrechen und Vergeltung.
Der Titel Chaos: 429 Tage ohne Strom trifft es schon ziemlich gut. Das Buch ist in Form von Tagebuch-Einträgen verfasst und handelt davon, was eigentlich passiert, wenn großflächig der Strom ausfällt. In diesem Fall spielt es in einem Dorf in Deutschland und die Protagonistin ist eine Frau mittleren Alters. Sie lebt in dem Dorf mit ihrem Mann und nach und nach stellen sie fest, dass der Strom immer öfter ausfällt bis der Strom dann letztendlich ganz wegbleibt. Das Buch grenzt sehr nahe an die Wirklichkeit und die Autorin hat sich viele Einzelheiten sehr gut überlegt. Ich habe auch den Eindruck, dass die Fakten sehr gut recherchiert wurden. Stellenweise zieht sich das Buch dann doch etwas in die Länge, deshalb gab es von mir einen Stern Abzug. In 300-400 Seiten wäre das Buch auch machbar gewesen. Dennoch zieht einen das Buch in den Bann und es regt dazu an, sein Leben (mit Strom) viel mehr wertzuschätzen. Ich kann es klar weiterempfehlen.
Während die Idee wirklich gut und interessant war, nahm die Tagebuchform dem Ganzen für mich leider jegliche Spannung, die das Szenario hätte bieten können. Das ist wirklich schade, denn an und für sich schienen mir die Charaktere, besonders die Protagonistin, sympathisch und die Konflikte realistisch, aber diese Erzählweise, verbunden mit zig Wiederholungen sprach mich leider gar nicht an.
grundsätzlich behandelt das Buch ein sehr interessantes Thema. Was passiert wenn der Strom für eine längere Zeitspanne ausfällt? Nur leider lässt die Behandlung dieses Themas im vorliegenden Buch etwas zu wünschen übrig... Die Story wird von der Hauptprotagonistin im Tagebuchstil erzählt. Dadurch geht leider viel von der eigentlich möglichen Spannung verloren. Der Hauptgrund warum mir dieses Buch nicht gefallen hat, liegt grundsätzlich daran, dass die Autorin inhaltlich vieles wiederholt. nicht nur ein oder zwei mal, sondern ständig! Einige Textstellen habe ich überflogen weil sie davor einfach zu oft vorgekommen sind. So als würde die Autorin mit Absicht die Seitenzahl verlängern. Das war echt mühsam und ich hatte dadurch oft überlegt, ob ich das Buch überhaupt fertig lesen möchte..