Aaron Anderson lebt das Paradies. Als einer von zwei Geschäftsführern eines internationalen Finanzkonzerns ist er umgeben von hübschen Frauen und Luxus. Das alles droht aber seinen Reiz zu verlieren, als sein bester Feund und Geschäftspartner ihm eine persönliche Assistentin vor die Nase setzt, die es in sich hat. Sein Charme ist wirkungslos, jede Gegenoffensive wird von ihr im Keim erstickt. Lauren Hastings schafft das, was noch keine Frau vor ihr geschafft hat – sie bringt ihren neuen Chef gewaltig aus dem Konzept. Für Aaron gibt es plötzlich nur noch ein Ziel. Er muss Lauren loswerden. Das gestaltet sich aber wesentlich komplizierter als gedacht und je mehr er versucht, über sie herauszufinden, desto näher kommt er der einzigen Frau in seinem Leben, die es schafft, ihm in jeder Situation die Stirn zu bieten.
Manche Bücher sind wie ein Autounfall in Zeitlupe – man kann einfach nicht wegsehen. Dieses hier gehört definitiv dazu. Im Mittelpunkt steht Aaron, ein CEO, aber keine Sorge: Nicht etwa, weil er Talent, Führungsstärke oder irgendein Gespür für Menschen hätte. Nein – er hat die Firma geerbt. Und das merkt man. Sehr. Schnell.
Aaron stolpert durch die Handlung mit der subtilen Grazie eines Elefanten im Porzellanladen und einem Frauenbild, das eher an verstaubte Werbebroschüren aus den 50ern erinnert. Seine sexistischen Kommentare sind nicht etwa provokant oder tiefgründig – sie sind einfach nur peinlich.
Die „Entwicklung“ seines Charakters kommt aus dem Nichts. Plötzlich ist Aaron reflektiert, empathisch, verständnisvoll – so als hätte er über Nacht ein Software-Update bekommen. Die Übergänge? Nicht vorhanden. Die Glaubwürdigkeit? Leider auch nicht.
Und dann kommt der eigentliche Höhepunkt: Aaron verbringt sechs (!) Wochen mit einer Frau, ohne zu bemerken, dass sie die Halbschwester seines besten Freundes ist. Ich wiederhole: sechs Wochen. In derselben Firma. Mit Gesprächen. Und trotzdem – nichts. Da fragt man sich unweigerlich, ob er vielleicht auch das Erkennen von Gesichtern geerbt hat. Spoiler: hat er nicht.
Fazit: Wenn du ein Buch suchst, das dich regelmäßig den Kopf schütteln lässt, dann nur zu. Zwischen ungewollter Komik, holprigen Charakteren und der spannendsten CEO-Karriere seit Monopoly ist das hier fast schon ein Lehrstück – wie man es besser nicht macht.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Eine wunderbare Geschichte, die mich in eine andere Welt entführt hat. JA ich konnte Aaron am Anfang nicht leiden, mir tat Lauren leid, wie er sie behandelt und los werden will. Aber wie so oft hat Cassidy mich eines besseren belehrt. Dankeschön dafür! Menschen können sich wohl doch ändern. Es war sehr amüsant zu lesen, wie er versucht an seinem Leben festzuhalten bzw. die Kontrolle zu behalten / wieder zu bekommen. Was ich sehr schön finde, ist, dass die Geschichte Hand und Fuß hat. Man stolpert an keiner Stelle über irgendeinen Umstand, der mir nicht schlüssig vorkommt. Ob es um die Baustellen geht oder den Ablauf in einem Finanzkonzern. Es paßt einfach. Mich bremst so etwas sonst immer aus, wenn das so an den Haaren herbei gezogen ist und der Rahmen praktisch nicht zum Bild paßt. Der Schreibstil ist total flüssig und man kann es wirklich schlecht weg legen, bis man durch ist. Wenn man es doch einmal weglegen muß, kommt man sofort wieder in die Geschichte rein, ohne erst 2 Seiten zurück zu blättern, wo war ich denn jetzt in der Geschichte. Die verbalen Schlachten, die Lauren und Aaron sich liefern sind einfach nur genial. Mir fällt kein anderes Wort dafür ein.
Am Cover gefällt mir natürlich der sexy Mann und dass er nicht halbnackt ist, wie so oft bei anderen Veröffentlichungen in der letzten Zeit. Das läßt Raum für Phantasie. Auch das er keine Krawatte trägt, gefällt mir sehr gut. Und natürlich auch die grüne Schrift hat mich magisch angezogen, schade eigentlich, dass ich nur einen Kindle der ersten Generation habe und das nicht in Farbe sehen kann. :-( Aber dafür besorge ich mir dann das Taschenbuch, das es hoffentlich geben wird?
Fazit: Ein wunderbarer Roman, der unbedingt gelesen werden muß! Er hat mich an mehr als einer Stelle überrascht und ich war gedanklich auf der ganz falschen Fährte. So muß das sein. Das ist gut angelegtes Geld gewesen! Danke Cassidy dafür, dass ich mal wieder aus dem Alltag abtauchen konnte.