Am beliebten Aasee in Münster wird eine Frauenleiche gefunden. Die Tote wurde regelrecht ausgeweidet, ihre Weiblichkeit verhöhnt - ein zutiefst gestörter Sexualmörder? Erste Spuren scheinen das zu bestätigen, sie führen die Kommissare Schneidmann und Käfer in das Rotlichtmilieu der Bischofsstadt. Doch ein Detail lässt besonders Charlotte Schneidmann nicht los: Die Frau war kurz vor ihrem Tod schwanger. Geht es hier wirklich um einen klassischen Prostituiertenmord? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter ...
Die Kriminalkommissarin Charlotte Schneidmann ist gerade erst aus der Elternzeit zurück, als schon ein besonders grausamer Mordfall geschieht und sie mitten in den Ermittlungen steckt. In Münster wurde im Park eine grausam zugerichtete Frauenleiche entdeckt. Alles deutet auf einen Sexualstraftäter hin, doch Charlotte kommen Zweifel. Die Aufklärung des Falles drängt, denn es könnte ein Serientäter sein!
Mein Leseeindruck:
Dieser Krimi ist schon der vierte Band einer Reihe, aber man kann ihn durchaus auch problemlos als Einzelband lesen. Mir hat das Buch sehr gefallen. Der Fall ist sehr spannend und spektakulär.
Die Geschichte ist fesselnd und packend; ich hätte das Buch an einem Stück lesen können. Auch der Schreibstil ist angenehm und für einen Kriminalroman relativ leicht. Das Buch hat sich sehr flüssig lesen lassen.
Die beiden ermittelnden Kommissare Charlotte Schneidmann und Peter Käfer sind sympathisch und authentisch. Man erfährt auch viel über ihr Privatleben, was sie noch lebendiger erscheinen lässt.
Ich hoffe, es werden noch weitere Teile der Reihe folgen! Ich würde sie auf jeden Fall lesen.
Fee zum Buchinhalt: Ein Münsterkrimi. Kommissarin Charlotte Schneidmann darf einen Mordfall aufklären. Ein ehemaliger Krimineller wird bei seiner Joggingrunde mit seinem Milieunamen gerufen und macht sich auf die Suche. Da prescht jemand mit einer Taschenlampe aus dem Gebüsch, so dass Antonio nichts sieht. Später findet er die Leiche einer Person, mit der er mal befreundet war. Charlotte ermittelt im Alleingang, weil ihr Kollege Käfer einer anderen Spur folgt und es wird sehr gefährlich.
Fees Meinung: Ein wahnsinnig toller Krimi, den ich in 5 Stunden gelesen habe. Das habe ich schon seit Jahren nicht mehr geschafft. Die 318 Seiten sind aber so spannend und der Showdown war so was von spannend, dass ich erst mal geguckt hab, ob die Serie mit Kommissarin Charlotte Schneidmann weitergeht. Ach ja, hab ich schon gesagt, dass ich Münster bzw. –landkrimis eigentlich nicht so mag?! Dieser Krimi hat mich vom absoluten Gegenteil überzeugt.
Die Charaktere sind super beschrieben und ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Mein Lieblingscharakter ist natürlich Charlotte und ihre Familie. Antonio und seine Familie mag ich auch.
Der Krimi war sehr spannend und der Showdown war grandios! Mehr möchte ich dazu nicht verraten. Der Lokalkolorit hätte etwas mehr sein können, aber es gab ihn. Irgendwie hab ich den Bremer Platz (gleich hinter dem Bahnhof) doch viiiiiiiiiiiiiel harmloser in Erinnerung, da werde ich nächstes Mal genau gucken, was da an schriftstellerischer Fantasie entsprungen ist.
Das Cover passt nicht so gut zu diesem Buch, denn es deutet irgendwie auf einen mittelmäßigen Krimi hin und ich hätte das Buch nie gekauft, es ist so unauffällig. Für solch eine Serie wünsche ich mir ein auffälligeres Cover, das dem Inhalt gerecht wird!
Mein – Lesezeichenfees – Fazit: Der beste Münster-Krimi, den ich je gelesen habe. Eine Serie, die ich allen ans Herz legen kann und nun muss ich erst mal gucken, wie ich mir die anderen Teile besorgen kann. :-) Sehr spannend und ein grandioses Showdown. Einfach klasse. Klare 10 Sterne.
Il s’agit donc d’un quatrième volume d’une série (dont la suite est peut-être en cours d’écriture !) et les deux précédents n’ont pas été traduits… Merci une nouvelle fois à l’éditeur ici City Editions, de ne pas avoir respecté les lecteurs, et également à Albin Michel pour avoir publié le premier « Ennemie intime » mais avoir oublié les suivants ! Alors oui, c’est un bon polar (un thriller psychologique plutôt) un peu glauque, un peu gore. On ne devine pas tout de suite le pourquoi du comment, et si l’intrigue se révèle en fait assez classique, c’est suffisamment bien ficelé pour nous garder en haleine.
On ne peut que le constater, le polar allemand a vraiment progressé. On est loin des lentes mises en abîme de Charlotte Link, où pas à pas le drame se mettait en place. Ici, l’inspectrice Charlotte Schneidmann est une héroïne évolutive (c’est la raison pour laquelle, c’est bien dommage de ne pas avoir pu lire les précédents livres) au caractère fort, qui ne s’en laisse pas compter, jusqu’au-boutiste. Le lecteur s’y attache vite et la suit dans ses pérégrinations. On n’oublie pas ses relations compliquées avec ses collègues et notamment Peter Käfer, et le tout forme un polar que l’on a du mal à lâcher. Ce n’est pas un style nerveux, mais dense, qui capte l’attention du lecteur jusqu’à la fin… une fin ouverte qui on l’espère aboutira à un cinquième volume !
Bei diesem Buch ist mir zuerst das Cover ins Auge gesprungen - ich finde, es ist so unterschwellig grausam, dass man schon eine Gänsehaut bekommt. Der Thriller beginnt dann auch ganz typisch: Eine grausam zugerichtete Frauenleiche wird von einem Jogger entdeckt, der auch dem Mörder begegnet, ihn aber nicht erkennt. Von da an lebt auch er in Angst, dass er gejagt werden wird - denn er kennt die Tote. Der Einstieg war sehr spannend und hat auf jeden Fall Lust gemacht, weiterzulesen. Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven: Auf der einen Seite wird aus der Sicht von Antonio erzählt - dem Finder der Leiche. Dann wieder stehen wir auf der Seite der Ermittler, die sich anfangs keinen Reim auf die Geschichte machen können. Das fand ich richtig gut, denn so kam es innerhalb des Buches zu kleinen Cliffhangern und man wollte das Buch nicht weglegen. Es bleibt spannend bis zum Schluss. Mit der Auflösung hätte ich auf keinen Fall gerechnet, eine echte Überraschung. Miträtseln ist auf alle Fälle angesagt! Der Schreibstil ist schön flüssig und das Buch lässt sich leicht lesen. Das Buch hat mir gut gefallen und mich gut unterhalten. Da die Ermittler für mich etwas blass geblieben sind, gibt es 4 Sterne!
Entre le suspens et l'aspect psychologique de ce roman, j'ai été emportée dans l'histoire dès les premiers mots lus. Christine Drews a su me faire frissonner et même me donner envie de passer outre une quelconque pause, dans le seul but de connaître la fin. Je n'ai pas lu ses précédents livres mais j'ai tout de suite ressenti un attachement particulier pour Charlotte. Heer bien que décrit comme l'archétype du médecin légiste grand, maigre et peu bavard, m'a bien plu lui aussi. Quant à la fin, que dire. Je ne m'y attendais vraiment pas.
Durant son jogging du soir, Antonio, ancien membre d’un gang mafieux, découvre le cadavre d’une femme, le bas ventre éventré. Lorsqu’il reconnaît Sara, une prostituée qu’il a aidée dans le passé, Antonio s’enfuit. Peu de temps après, le corps d’une autre femme est retrouvé, portant les mêmes sévices. L’enquête est confiée à Charlotte et très vite, elle comprend que les deux femmes se connaissaient et avaient avorté dans le même hôpital. Antonio, marié et père d’un petit garçon, est victime d’un accident et peu de temps après, il découvre un vêtement de Sara dans sa cave. Quelqu’un cherche à le transformer en bouc émissaire. Une enquête intéressante, mais qui manque de punch, des caractères superficiels et un coupable que l’on devine trop tôt, je n’ai pas vraiment accroché.
Christine Drews Denn mir entkommst du nicht Bastei Lübbe
Autor: Schon während ihres Germanistik- und Psychologiestudiums arbeitete Christine Drews für diverse TV-Produktionen. Nach ihrem Magisterabschluss schrieb sie für Clou Entertainment als feste Autorin für verschiedene Comedy-Serien, bevor sie sich 2002 selbständig machte. Seitdem hat sie Drehbücher für Movies (u.a. „Am Kap der Liebe“, Co-Autor Jens Jendrich), Familien- und Comedyserien geschrieben (u.a. „Sechserpack“, „Weibsbilder“, „Er sagt, sie sagt“, „Die Bräuteschule 1958“, etc.), und als Autorin für zahlreiche Showformate gearbeitet (u.a. „Achtung! Hartwich“, „Das NRW Duell“, etc.). (Quelle: Lübbe)
Antonio Gomez ist im Park zum Joggen, als er plötzlich glaubt seinen Namen zu hören. Als er nach der Person ausschau hält und der Stimme entgegenläuft, wird er plötzlich von einer Person angerempelt. Diese leuchtet ihm sofort mit einer Taschenlampe ins Gesicht, sodass Antonio nichts mehr sehen kann. Als die Person verschwindet und Antonio sein Augenlicht wieder hat, muss er eine furchtbare Entdeckung machen, die ihm sofort auf den Magen schlägt.
Das Buch besteht aus 42 Kapiteln. Die Kapitelüberschrift besteht lediglich aus einer Zahl, welche zentriert auf der Seite abgedruckt ist. Dabei haben wir in manchen Kapiteln Einblick in die Handlungen der Polizei und in anderen wiederum, bekommen wir Einblick in die Handlungen von Antonio. Wir bekommen im Laufe der Handlung einen guten Überblick über die Charaktere und ihr Leben. Am Anfang des Buches haben wir eine Tat und bekommen zu dieser einiges an Informationen und Tatverdächtigen geliefert. Jedoch bleibt unklar, wer genau der Täter sein kann, das Miträtseln hält sich also sehr in Grenzen. Gegen Ende des Buches nimmt die Story dann auch Fahrt auf und bei jedem Leser sollte es da auch klick machen, denn spätestens dort wissen wir, wer genau und warum der Mörder ist. Außerdem entsteht dort auch Spannung, allerdings durch einen typischen Ablauf der Handlung. So gerät die Kommissarin in eine bedrohliche Situation, in der Sie kühlen Kopf bewahren muss. Dies liest man relativ oft in Krimis, ist also nichts Neues. Man muss jedoch nicht das Rad neu erfinden und somit erfüllt der Ablauf seinen Zweck und der Leser bekommt ein super Finale geliefert. Wenn im Laufe der Handlung Schriftstücke vorkommen (in diesem Buch handelt es sich um Zeitungsartikel), sind diese in einem anderen Format gedruckt und heben sich perfekt vom Rest des Textes ab.
Cover: Das Cover ist größtenteils in Grau/Schwarz gehalten, was aber auch normal ist, da wir einen asphaltierten Weg sehen. Dieser Weg hat einige Risse aufzuweisen. In der Mitte steht ein Kinderwagen. Im Hintergrund lässt sich nur verschwommen, ein Gebüsch erkennen. Der Kinderwagen passt perfekt auf das Cover, der er einen direkten Zusammenhang zum Inhalt herstellt. Der Titel fällt sofort auf, da er sich durch die rote Farbe perfekt vom Hintergrund abhebt. Außerdem ist der Titel etwas hervorgehoben, sodass man ihn ertasten kann. Auf der Rückseite des Buches finden wir noch einen roten Streifen mit der Aufschrift “Tatort Münster”. Dies wirkt ein wenig wie ein Polizeiband und gibt darüber hinaus Auskunft über den Handlungsort des Krimis.
Fazit: Es handelt sich bei dem Buch um einen Kriminalroman, der nach einem Bekannten Muster abläuft. Aber das muss nicht zwingend etwas negatives sein. Über weite Strecken ein gut zu lesendes Buch mit wirklich tollen Charakteren. Für 5 Sterne reicht es jedoch nicht aus, da habe ich schon deutlich Besseres gelesen, deshalb gibt es von mir 4/5 Sterne.
Klappentext: Am beliebten Aasee in Münster wird eine Frauenleiche gefunden. Die Tote wurde regelrecht ausgeweidet, ihre Weiblichkeit verhöhnt – ein zutiefst gestörter Sexualmörder? Erste Spuren scheinen das zu bestätigen, sie führen die Kommissare Schneidmann und Käfer in das Rotlichtmilieu der Bischofsstadt. Doch ein Detail lässt besonders Charlotte Schneidmann nicht los: Die Frau war kurz vor ihrem Tod schwanger. Geht es hier wirklich um einen klassischen Prostituiertenmord? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter … (Quelle: Lübbe)
Autor: Christine Drews Titel: Denn mir entkommst du nicht Verlag: Bastei Lübbe Genre: Krimi Seiten: 319 Preis: 9,99 ISBN: 978-3-404-17355-6
Dies ist der vierte Fall mit den Ermittlern Charlotte Schneidmann und Peter Käfer, und ich muss sagen, dass er mir sehr gut gefallen hat. Der Kriminalfall ist in sich abgeschossen, so dass man das Buch unabhängig von den Vorgängern lesen kann, möchte man aber die Entwicklung der Ermittler verfolgen und mehr über deren Privatleben erfahren, dann empfiehlt es sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Der Einstieg in die Geschichte ist spannend, denn schon nach wenigen Seiten wird eine übel zugerichtete Frauenleiche gefunden. Doch Antonio Gomez erkennt die Frau, meldet den Mord anonym der Polizei und fühlt sich fortan verfolgt, denn die ermordete Frau weckt Erinnerungen an seine dunkle Vergangenheit, mit der er eigentlich glaubte, abgeschlossen zu haben.
Keine Angst, gespoilert habe ich nicht, denn all das wird schon auf den ersten 15 Seiten erzählt. Was mir besonders gefallen hat, sind die verschiedenen Erzählstränge: Man begleitet natürlich Charlotte Schneidmann und Peter Käfer bei ihren Ermittlungen, die anfangs etwas zögerlich anlaufen, weil sie nur wenig Hinweise und Indizien haben, andererseits aber gibt es auch einen Erzählstrang um Antonio, der sich verfolgt fühlt und um sein und auch das Leben seiner Familie fürchtet. Nach und nach verschmelzen dann diese Handlungsstränge und man erkennt die Zusammenhänge, wer aber der Täter ist, war auch mir als Leser lange unklar. Und als ich dann endlich eine Vermutung hatte, ist eine gefährliche Falle schon fast zugeschnappt.
Christine Drews hat die Spannung in diesem vierten Fall wirklich sehr hoch gehalten. Ich zumindest konnte das Buch kaum aus der Hand legen, wollte wissen, wie es weitergeht mit den Ermittlungen und was es mit Antonio auf sich hat. Gut fand ich zudem, dass man doch einiges aus dem Privatleben der beiden Ermittler erfährt, ohne dass es je zu sehr in den Vordergrund gerückt wurde – so aber hat man Schneidmann und Käfer nochmal besser kennengelernt und weiß manche Handlung von ihnen besser einzuschätzen. Mir sind die beiden wirklich ans Herz gewachsen, denn ich finde sie sehr sympathisch und menschlich mit ihren eigenen Geschichten und Erlebnissen, um so mehr war ich am Ende geschockt – denn das Buch endet mit einfach fiesen Cliffhanger und ich hoffe doch sehr, dass die Autorin schon am nächsten Band arbeitet. Der Kriminalfall selber ist zwar abgeschlossen, dafür aber gibt es eine Sache, die in ihrem Ausgang völlig offen bleibt – aber mehr verrate ich nicht.
Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und durch die konstant hohe Spannung fliegen die Seiten rasch dahin. Oft ist er eher umgangssprachlich, was das Buch aber glaubhaft und authentisch sein lässt, es gibt viele Dialoge, die das Ganze zudem noch mal lebendig machen. Neben den beiden Ermittlern, die sich wirklich innerhalb der Serie gut entwickeln, gibt es noch einige andere Charaktere, die ich auch sehr gut gezeichnet fand. Interessant fand ich vor allem die Motivation des Täters, die Einblicke in seine Psyche und Seele, und eigentlich hätte ich hier gerne noch mehr Einzelheiten und Hintergründe erfahren.
Insgesamt hat mir dieser vierte Fall sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich der Reihe treu geblieben bin, nachdem mich der dritte Fall ja etwas enttäuscht hatte. Ich gebe gute 4 von 5 Sternen und bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band!
Mein Fazit Ein spannender vierter Fall mit dem Ermittlerduo Schneidmann und Käfer, der mich von Anfang an gepackt hat und der mit einer sehr interessanten Auflösung aufwartet. Toll fand ich zudem, dass es wieder mehr Einblick in das Privatleben der beiden sympathischen Ermittler gab, ohne dass dies zu sehr in den Vordergrund getreten ist. Ich fühlte mich durch das Buch sehr gut unterhalten, bin gespannt auf den nächsten Fall und gebe gute 4 von 5 Sternen.
Charlotte Schneidmann ist aus der Elternzeit zurück und muss sich mit ihrem Kollegen Käfer direkt um einen brutalen Mord kümmern: Am Aasee in Münster wird die Leiche einer Prostituierten gefunden. Der Unterleib ist bestialisch zerstört worden, ansonsten scheint die Tote aber nahezu unberührt. Bei der Obduktion kommt heraus: die Tote war schwanger. Wo ist das Kind? Wer tötet eine Mutter. Das Team muss schnell handeln!
„Denn mir entkommst du nicht“ ist bereits der 4. Fall für das Duo Schneidmann/Schäfer, aber mein erster Krimi von Christine Drews. Dachte ich zu Beginn, ich bekäme einen weiteren, eher ausgelutschten Krimi um den Tod einer Dirne, hat mich die Autorin positiv überrascht und in ihren Bann gezogen.
Ein Hinweis vorab: der Klappentext verrät wieder mal viel zu viel. Wer sich also noch mehr Spannung bewahren will, sollte einfach drauf los lesen!
Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man zum Großteil den Ermittlungen von Charlotte und ihrem Partner Käfer, bekommt jedoch ab und an auch Einblicke in das Leben des Hauptverdächtigen Antonio Gomez. Diese Wechsel inklusive Abstecher in die Privatleben haben mir sehr gut gefallen, zumal ich gerade das Ermittlerduo schnell ins Herz geschlossen habe.
Charlotte und Käfer sind Polizisten wie aus dem normalen Leben. Sie haben Familie, lieben ihre Partner, kämpfen mit den Überstunden und tauschen sich mit ihren Kollegen aus. Christine Drews zeigt mit ihrem Krimi auf, dass die Polizeiarbeit nicht nur aus wilden Verfolgungsjagden und Ermittlungen in den dunkelsten Abgründen der Menschheit besteht. Genau dieser erfrischend normale Alltag hat mich so fasziniert. Und es gibt sogar etwas auffallendes: endlich ist mal kein großkotziger Staatsanwalt oder nerviger Chef vorhanden, der seinen Ermittlern das Leben noch zusätzlich schwer macht.
Obwohl ich die Vorgängerfälle der beiden noch nicht kenne, habe ich mich super in die Story hineingefunden. Zu Beginn gibt es ein paar kleine Rückblicke, die mir ein Gefühl für das Umfeld der Polizisten vermitteln konnte. So fühlte ich mich von Beginn an mitten in den Ermittlungen und hatte nicht das Gefühl, irgendwo eine Wissenslücke zu haben. Christine Drews schaffte es, mich von Beginn an bei Laune zu halten. Der Krimi ist solide aufgebaut und besticht durch eine beständige Spannungssteigerung. Echt klasse!
Das Finale ist logisch herbeigeführt und in sich geschlossen. Ich dachte beim Lesen, dass ich den Täter schon enttarnt hatte und wollte schon lospoltern, als mich die Autorin dann überraschen konnte. Es gibt nicht mehr viele Autoren, die mich so aufs Glatteis führen können. Der Höhepunkt waren die letzten beiden Kapitel, bei denen ich sogar die ein oder andere Träne wegwischen musste.
Der Stil von Christine Drews ist leicht und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise besticht durch Lockerheit und durch die richtige Mischung aus detailgetreuen Beschreibungen und logischen Schlussfolgerungen.
Fazit: Fall 4 war zwar mein erster, aber definitiv nicht mein letzter! Lesen!
Christine Drews studierte Germanistik und Psychologie. Vor allem ihre Psychologiekenntnisse lässt sie in ihre Kriminalromane einfließen. Denn mir entkommst du nicht ist der vierte Teil um das Ermittlerduo Schneidmann und Käfer.
In einem Park wird die verstümmelte Leiche einer Frau gefunden. Ihr wurde brutal in den Unterleib gestochen. Dies und der Umstand, dass die Tote vor kurzem noch schwanger war, machen Charlotte Schneidmann, Mutter eines Zweijährigen, besonders zu schaffen.
Hauptverdächtig ist der Mann, der den Fund der Leiche anonym der Polizei meldete. Er schien die Tote zu kennen, verwischte an der Telefonzelle sogar seine Fingerabdrücke. Oder will ihm jemand möglicherweise etwas anhängen?
Mir war nach vielen Roman, eher langsameren Krimis und Kinder- und Jugendbüchern in letzter Zeit mal wieder nach einem blutigen Krimi. Mit Christine Drews habe ich da eine tolle Autorin gefunden. Von Anfang an war Spannung da, genauso wie Sympathie mit den Ermittlern und dem (vermeintlichen) Täter.
Ich habe zuvor keinen der vorigen Bände gelesen, kam trotzdem sehr gut rein. Es gibt einige Anspielungen auf vorherige Ereignisse, also fängt man im Idealfall doch beim ersten Fall an. Dieser heißt Schattenfreundin, ist allerdings neu nur noch als Ebook im Bundle mit dem zweiten Teil lieferbar.
Der Fall ist heftig, doch das meiste bleibt der Fantasie überlassen und wird nicht detailreich ausgeführt. Mir gefiel diese Art der Erzählung sehr gut. Auch der Spannungsbogen bis zur Auflösung war super. Ich tappte wirklich bis zuletzt im Dunkeln, was nun die wahren Gründe und den wahren Täter anging. Und genauso sollte ein Krimi schließlich sein.
Ich habe rein gar nichts auszusetzen. Ein erstklassiger Krimi, der zwar in Münster angesiedelt ist, doch ebenso in jeder anderen Mittelgroßen Stadt Deutschlands spielen könnte. Ich werde mir nun auf jeden Fall auch andere Bücher von Christine Drews beschaffen und hoffentlich ebenso begeistert verschlingen!
Ich hätte nicht gedacht, dass ein so klassischer, klischeehafter Krimi mir so gut gefallen wird. Doch obwohl 'Denn mir entkommst du nicht' genau das ist und niemals von dem altbewährten Krimi-Schema abweicht, hat das Buch mich doch gefesselt - und am Ende sogar überraschen können. Von daher ein absolut solider Krimi mit Potenzial für mehr - diese Reihe rund um das Münsteraner Ermittlerduo Charlotte & Käfer werde ich wahrscheinlich noch weiter verfolgen!