Schlanker, sportlicher, effizienter, 1000 Freunde, Mutter des Jahres und überirdischer Ständig wollen wir uns verbessern. Und am Ende sind wir oft nur unzufriedener als zuvor. Es treibt einen eben nichts so zielsicher ins Unglück wie die Suche nach dem perfekten Glück. Die Widersprüche dieses Selbstoptimierungswahns und Wege zu einem gesünderen Umgang mit Idealen zeigt ein Selbstversuch des Autors Wie schaffen wir es, uns selbst eine Weile lang nicht verbessern zu wollen – ein umwerfend schwieriges und ergreifend belohnendes Unterfangen. Wir leben authentischer, lernen uns selbst wieder richtig spüren und finden so heraus, was uns jenseits der aalglatten Fehlerlosigkeit eigentlich ausmacht.
Selbsthilfebücher sind ja doch oft eher Fremdhilfe: man bekommt gesagt, was man tun soll, damit es einem besser geht. Und meistens scheitert man irgendwie an der Umsetzung und fühlt sich dann schlechter als vorher. Batarilo vermeidet tatsächlich, ein weiteres dieser Bücher zu schreiben, indem er zu seiner Hauptbotschaft macht, mehr auf die innere Stimme, auf sich selbst zu hören und weniger auf wohlgemeinte Ratschläge und idiotensichere Erfolgsrezepte. Und dabei kann man ja nun nicht viel falsch machen, wofür man sich nachher geißeln müsste. Das ganze wird auch noch nicht von der Kanzel gepredigt, sondern ist in eine Reihe unterhaltsam beschriebener "Selbstversuche" verpackt. Mir hat das Buch Spaß gemacht. Und gut getan hat es mir auch.