Ein weiterer Küsten-Kurzkrimi von Bestseller-Autorin Nina Ohlandt inklusive einer ausführlichen Leseprobe ihres Romans "Nebeltod".
Westerland: An einem heißen Sommertag findet John Benthien am Strand die Leiche von Kirsten Behr, die offenbar ihren Urlaub auf Sylt verbracht hat. In ihrer Ferienwohnung stößt der Kommissar auf einen Hinweis, dass sie mit den berühmten Ashbury-Zwillingen bekannt war, die seit einiger Zeit auf Sylt leben. Doch Agnes und Alina Ashbury sind seit einigen Tagen verschwunden und haben etliche Termine zum Erscheinen ihres neuen Buches versäumt! Neben Kirsten Behrs Ehemann, der sich höchst verdächtig benimmt, trifft Benthien noch auf zwei Verehrer der Zwillinge, die sich ebenfalls merkwürdig verhalten. Und dann ist da noch dieser Journalist, der sich äußerst hartnäckig an die Fersen der beiden Schwestern geheftet hat ... Benthiens Ermittlungen reichen bis nach Australien, aber letztlich ist es seine Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge, mit deren Hilfe er das Geheimnis der Zwillinge aufdeckt und den Mörder entlarvt.
Dieser Kurzkrimi wird Sie nicht nur im Sommer zum Schwitzen bringen.
Ebenso wie der erste Teil der Reihe - "Ist so kalt der Winter" - umfasst der Krimi ca. 130 Seiten und die Leseprobe ca. 30 Seiten.
Ein Kurzkrimi mit Schauplatz Sylt. Kommissar John Benthien entdeckt am Strand eine weibliche Leiche. Die Frau hat scheinbar ihren Urlaub auf Sylt verbracht und wurde ermordet. Gleichzeitig wird ein Autorenduo vermisst. Die Zwillinge Agnes und Alina Ashbury, die gemeinsam einen Bestseller geschrieben haben, wurden seit Tagen nicht mehr gesehen. Gibt es einen Zusammenhang? Ich fand die Geschichte sehr spannend und schön rätselhaft. Ich mag es, wenn ich ein bisschen mitraten kann und das konnte ich hier. Auch fand ich die Handlung für einen Kurzkrimi sehr gut ausgearbeitet. Ich glaube, alles Wichtige und so viele Details in einen spannenden Krimi, der nur so wenige Seiten hat, zu verarbeiten, ist auch ein Talent. Mir hat das Buch sehr gut gefallen!
Eine doch irgendwie recht abstruse Story, aber für einen "Sommerkrimi" würde ich das jetzt mal so gelten lassen. Natürlich wird man mit feinen Hinweisen als aufmerksame Leserin in die richtige Richtung gelockt, doch insgesamt war die Lektüre wirklich unterhaltsam und man konnte - trotz der anderen Jahreszeit - die heiße Sonnenglut, in der diese Geschichte spielt, förmlich spüren.
Ein recht durchschnittlicher Krimi, den man mal soeben konsumieren kann. Für einen faulen Urlaubstag also bestens geeingnet! Der Schreibstil ist recht simpel gehalten: einfache Wortwahl und kein anspruchsvoller Satzbau. Daher liest es sich streckenweise etwas plump. Denn mit der Sprache wird nicht gespielt; die Ereignisse bzw. Handlungsabläufe werden eher nacheinander aufgezählt. Da die Story relativ kurz ist, war auch nicht genug Raum, um den Charakteren mehr Inhalt zu geben. Eine Verbindung konnte ich somit nicht aufbauen oder gar mit den Polizisten mitfiebern. Allerdings waren die Ermittlungen recht vielschichtig und interessant und die Lösung des Falles war nicht so simpel und vorhersehbar, wie man es vielleicht hätte vermuten können. Insgesamt eine kurzweilige Unterhaltung.
Nicht vergleichbar mit den "normal langen" Romanen der Reihe. Aber immerhin ganz angenehme Unterhaltung für zwischendurch und auch schnell durchgelesen.
Wie schon "Ist so kalt der Winter" hat mir auch dieser Kurzkrimi von Nina Ohlandt gut gefallen. Der Fall ist interessant und recht komplex, die ermittelnden Figuren sympathisch (wenn auch etwas blass) und die sommerliche Stimmung wurde gut aufgebaut.
Obwohl es hier um mehrere Morde geht, kommt der Humor nicht zu kurz. Besonders unterhaltsam fand ich die unglaubliche Begeisterung, die alle empfanden, als sie bei brütender Hitze eine Leiche entdeckten und deshalb Ermittlungen einleiten mussten... wer träumt nicht davon, am Strand über neue Arbeit zu stolpern? ;) Schnell wird auch noch klar, dass es keineswegs ein einfacher Mord zu sein scheint, sondern dass mehr dahinter steckt, weshalb die Ermittlungen auf Hochtouren zu laufen beginnen. Die Ermittlungsarbeit wird dabei meiner Meinung nach sehr realistisch dargestellt, aber die Geschichte war keinesfalls langweilig. Das Motiv ist lange Zeit unklar und es gibt verschiedene Verdächtige mit sehr unterschiedlichen Motiven, sodass der Leser eigene Spekulationen aufstellen kann. Leider muss ich sagen, dass die Auflösung mich nicht wirklich überrascht hat, zumindest ein Teil davon war für mich von Anfang an offensichtlich - auch, da ich mich hier ein wenig an "Ist so kalt der Winter" erinnert fühlte. Die Verbindungen, die der Täter hatte, und die Motivation waren dagegen nicht vorhersehbar, aber glaubwürdig und passend zum Rest der Geschichte, sodass mir dieser Aspekt der Auflösung gut gefallen hat.
"In der heißen Sonnenglut" ist ein Krimi, den man wirklich schnell zwischendurch lesen kann und damit eine geeignete Lektüre für einen Nachmittag im Freibad oder am Strand. Von mir gibt es einen kleinen Abzug, weil die Geschichte teilweise vorhersehbar war, aber davon abgesehen kann ich das Buch empfehlen. 3,5 Sterne