Hamburg im Juni des Jahres 1766: Drückende Schwüle liegt über der Stadt, in den engen Gassen steht die modrige Luft, nur kurze, unberechenbare Gewitterstürme unterbrechen die seit Wochen herrschende Flaute. Auf dem Gänsemarkt steht ein mysteriöser Kometenbeschwörer und warnt vor nahendem Unheil. Tatsächlich sterben in Hamburg und im benachbarten Altona kurz nacheinander drei wohlhabende Männer unter seltsamen Umständen. Als Claes Herrmanns, Großkaufmann und Mitglied der ehrbaren Commerzdeputation, sich bereit erklärt, bei der Suche nach dem Mörder zu helfen, ahnt er nicht, in welch düstere Geheimnisse er sich damit verstricken wird. Nur gut, dass just in diesen Tagen die Beckersche Komödiantengesellschaft in Altona Quartier nimmt. Rosina, erste Ballerina, Expertin für Hosenrollen und über Gebühr neugierig, hat ganz eigene Motive, die Morde aufzuklären…
Petra Oelkers Der Sommer des Kometen wird von einem Kometenbeschwörer auf dem Hamburger Marktplatz angekündigt. Nicht nur das, es werden auch in kurzer Folge drei Menschen ermordet. Und mit einem von den Opfern wollten die Komödianten um Rosina eigentlich sprechen. Rosina und der Kaufmann Claes setzen sich daran die Morde aufzuklären.
Bei einem weiteren Teil einer Reihe frage ich mich immer, was man neues erzählen kann. Petra Oelker schafft es auch diesmal wieder das Hamburg des 18. Jahrhunderts auf ganz herzliche Weise aufleben zu lassen. Die Protagonisten muss man einfach gern haben, während die Eigenheiten dieser Zeit weiterhin als ganz normal erzählt werden.
Wie auch die anderen Teile der Rosina und Claes-Reihe kann ich auch diesen nur jedem Freund von historischen Kriminalromanen wärmstens empfehlen.
Gründe für das Buch: - Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren aus dem ersten Kriminalfall - mehr als nur ein Kriminalfall, der gelöst werden muss - spannend und interessant geschreiben Gründe gegen das Buch: - manchmal viellicht zu wenig am Fall bleibend - Manchmal zu viel Beschreibung -