Bille liebt ihre Pferde über alles. Für ihre Lieblinge ist ihr kein Opfer zu groß. Wer würde sonst freiwillig um fünf Uhr aufstehen, um im Stall zu arbeiten? Als ihr das Pony Zottel in Pflege gegeben wird, ist Bille das glücklichste Mädchen der Welt!
Ich weiß nicht, wie oft ich diese Buchreihe nun schon gelesen und auch gehört habe. Mit Bille und Zottel bin ich quasi aufgewachsen. Und auch, wenn ich die Bücher schon gut kenne, lese ich sie immer wieder gerne. Es ist wie eine kleine Zeitreise zurück in die Kindheit. Dieses ist der erste Band der Reihe, in dem die 12-jährige Bille ihr Zirkuspony Zottel kennenlernt und als Pflegepferd bekommt. Man merkt dem Buch mittlerweile sein Alter an. Die Geschichte ist irgendwie herrlich altmodisch. Mag sein, dass ich bei der Bewertung nicht ganz objektiv sein kann. Ich liebe diese Buchreihe einfach!
Diese Reihe ist meine Kindheit. Ich weiß nicht wie oft ich zwischen 9 und 16 diese Bücher gelesen habe. Wenn es um Pferdebücher geht ist das auf jeden Fall meine Lieblingsreihe und es ist immer wieder schön (auch mit 26) wieder zurückzukehren und ein kleines bisschen in Nostalgie zu schwelgen.
Ich liebe Bille und ich liebe Zottel und ich vergesse immer wie alles im ersten Buch anfängt. Natürlich ist alles ziemlich 0-8-15 Pferdebuch: Bille träumt davon beim berühmten Springreiter Herr Tiedjen Unterricht zu bekommen und natürlich passiert das auch. Aber Zottel ist so ein amüsanter Kerl, der so viel Mist anstellt, dass man ihn einfach lieb haben muss und das bringt ein bisschen Schwung in die Geschichte.
Werde auf jeden Fall mit diesem Reread weitermachen, denn man muss sich beim Lesen auf rein gar nichts konzentrieren, ich kenne die Geschichten sowieso schon in und auswendig und es ist wie die Heimkehr zu alten Freunden.
Beinahe wäre die fast dreizehnjährige Bille von ihrer Mutter erwischt worden: jeden Morgen, jeden Mittag, jede freie Stunde schleicht sie sich heimlich in die Pferdeställe des nahen Gutshofs Groß-Willmsdorf, um die von ihr geliebten Pferde wenigstens sehen und pflegen zu können. Ihre Mutter hält die Leidenschaft ihrer jüngsten Tochter leider für nutzlos und schlicht zu teuer, kann sie mit ihrem kleinen Laden kaum noch gegen die aufkommenden Supermärkte bestehen. Durch einen wortwörtlichen Zusammenstoß mit dem von Bille bewunderten Besitzer des Guts, dem erfolgreichen Springreiter Tiedjen, gewinnt das Mädchen einen Unterstützer für ihre Pläne: er erkennt sich selbst als Kind im Verhalten des Teenagers. Als der Dorftierarzt aus einer Tierrettung aus einem Wanderzirkus eine Pflegestelle für ein Halbpony benötigt, bietet Herr Tiedjen Bille einen Deal an: sie kümmert sich um das verwahrloste Pferd, dafür bekommt sie Reitunterricht.
Jetzt muss nur noch Billes Mutter überzeugt werden. Bille weiß jedoch noch nicht, auf was sie sich bei dem zotteligen Halbpony eingelassen hat…
Ich hatte die Bücher in meiner Pferdephase verschlungen, aber auch heute sind die Erlebnisse des verfressenen Ponys Zottel, der ein wahrer Ausbrecherkönig ist und sich gelegentlich spontan an seine Zirkustricks erinnert, herrlich zu lesen und immer noch lustig. Dazu sind die Charaktere sympathisch, nur mit Billes irgendwie verhärmt und verbittert wirkender Mutter wurde ich lange nicht warm – da umarmt Bille die Mutter nicht stürmisch, weil „…sie wußte, daß Mutsch allzu heftige Liebesbezeugungen nicht mochte“. Klar. Naja, und schon damals hoffte ich, dass nicht alle Kinder mit Hobby-Wünschen, die nicht von ihren Eltern geteilt wurden, jetzt wilde Stunts machen würden, um sich vor die Fahrzeuge derer zu werfen, die ihrem großen Traum bereits nachgingen – so, wie Bille auf ihrem Fahrrad mit geschlossenen Augen den Preis der Nationen reitet, direkt vor „Herrn Tiedjens“ Auto (nein, der Mann hat keinen Vornamen, scheint es). Was soll es, die Bücher sind toll. Und Mutsch bekommt später auch noch einen Zugang zu mehr Glück im Leben. 5 Sterne.
Ich „verorte“ das Buch in die Zeit in den frühen 70ern – wenn „Mutsch“ noch als Kind in Ostpreußen gelebt hat und von dort geflohen ist, dürfte sie ein ähnliches Geburtsjahr haben wie die Autorin selbst, 1939, oder etwas früher; kaum jünger, sonst würde sie sich nicht erinnern, eher älter, da sie von „Onkel Paul“ an ihre eigene Pferdeliebe mit „noch keine zwölf“ vor der Flucht erinnert wurde. Die 70er waren dann auch die Zeit, in der in der „alten“ Bundesrepublik selbst in den kleinen Städten die Supermärkte endgültig die kleinen Tante-Emma-Läden vertrieben, wie es hier mit „Mutschs“ Laden passiert.
Es fallen dann so Sätze wie „Meine Große, die Inge, … die hat nie solche Flausen im Kopf gehabt. Die hat von Anfang an gewusst, wo ihr Platz im Leben ist – und nicht so rumgesponnen wie unser Küken da. Wenn wenigstens ihr Vater noch lebte – der hätte ihr die Dummheiten schon längst ausgetrieben. Aber auf mich hört sie ja nicht.“ S. 10 Weil man ja wissen sollte, wo der einem zugewiesene Platz im Leben ist, und davon auch bitte nicht abzuweichen hat. Natürlich ein Satz der Mutter - und deren Glück kommt dann, auch "natürlich", nur durch einen Mann. Naja.
Personen: Bille, Sybille Abromeit, fast 13. Wohnt mit ihrer Familie in Wedenbruck. Band #10 verrät: Bille wurde geboren am 27.11.1965. Passt mit diesem 1976 veröffentlichten Buch also nicht ganz. „Mutsch“, die verwitwete Olga Abromeit, Billes Mutter Inge, Billes zwölf Jahre ältere Schwester
Onkel Paul. Kennt Mutsch seit der gemeinsamen Kindheit in Ostpreußen – nach der Flucht hatten sich ihre Familien in Wedenbruck eine neue Existenz aufgebaut. Er ist dabei, einen Spar-Markt aufzubauen in Leesten. ein junger Kunstschmied namens Thorsten
Karlchen Brodersen, 14, rothaariger Sohn der Nachbarn, Billes bester Freund und „Zieh-Bruder“. Moped-Fan Hubert Brodersen, Karlchens großer Bruder, Pferdepfleger auf Groß-Willmsdorf
der alte Petersen, Pferdepfleger Herr Tiedjen, berühmter Springreiter und Besitzer von Groß-Willmsdorf Dr. Dörfler, Tierarzt Herr Müller. Geschäftsführer beim „Verein gegen den Mißbrauch der Tiere“ in Neukirchen Herr Lohmeier, Verwalter von Groß-Wilmsdorf, seine Frau Frau Beck, die nette alte Sekretärin die drei Söhne der Peershofer
Helga, neu in Billes Klasse im Schulzentrum in Niendorf. Karlchen schwärmt für sie Heike, Klassenkamerdin Elli Jansen, ebenso. Ihre Mutter steht im Dorfkrug an der Theke
Kalle Ungehauer, Zuchthäusler Polizist Bode
Fuchshengst Patrick Donau, Fuchsstute, fohlt im Laufe des Buches Donata Iris, Rappstutte, sehr nervös, fohlt ebenfalls Zottel – Rotschimmel, Halbpony, gerettet aus dem Zirkus Sandranelli Troja, Stute Lohengrin, Fuchswallach Feodora, Apfelschimmelstute. Nathan, 7jähriger Wallach Sinfonie, Fuchsstute, unberechenbar
Zum Inhalt: Bille liebt Pferde über alles. Um mit ihnen zusammen sein zu können, hilft sie heimlich, gegen den Willen ihrer Mutter, im Pferdestall des erfolgreichen Springreiters Tiedjen mit. Nach einem Unfall lernt Bille Herrn Tiedjen endlich näher kennen. Als er ihr vorschlägt, Pflegerin für das verwahrloste Zirkuspony Zottel zu werden, ist sie das glücklichste Mädchen der Welt! Von nun an verbringt sie jede freie Minute mit ihrem Liebling, und ihr größter Traum ist es, Zottel zu besitzen. Wird er sich erfüllen?
Cover: Da die erste Auflage des Buches bereits in den siebziger Jahren erschien, haben sich die Cover seither immer mehr geändert. Derzeit ist das gängige Cover die Abbildung eines jungen, blonden Mädchens zwischen zwei Pferden, welches sehr glücklich scheint. Meine Variante des Buches ist eine der älteren Auflagen und so ist das Cover recht alt und eben auch schon in die Jahre gekommen. Zu sehen ist hier eine Zeichnung von Bille und Zottel. Es wirkt nicht mehr recht modern, aber der Inhalt der Geschichte wird durch das Cover sehr gut transportiert.
Eigener Eindruck: Die zwölfjährige Sybille, von allen nur Bille genannt, liebt Pferde über alles. Doch ihre Mutter ist darauf bedacht, dass ihre Tochter sich lieber um die Schule kümmert und etwas aus sich macht, anstatt Pferden hinterher zu träumen. Aus diesem Grund muss bille sich immer heimlich am sehr frühen Morgen aus ihrem Zimmer schleichen, damit sie auf dem benachbarten Pferdegestüt im Stall helfen kann. Jede Diskussion rund um Pferde wird von ihrer Mutter immer wieder im Keim erstickt, indem die Mutter sie mit ihrer großen Schwester Inge vergleicht. Das Blatt wendet sich für Bille erst, als ihr Bekannter Onkel Paul für Pferde Partei ergreift und Bille so ganz nebenbei erfährt, dass ihre Mutter früher nicht anders war als sie selbst. Als Bille kurz darauf bei einem Fahrradunfall den Springreiter Herrn Tiedjen begegnet und ihm von Pferden etwas vorschwärmt, setzt sich dieser dafür ein, dass Bille fortan nicht mehr heimlich in den stall kommen muss und sogar ein Pferd zur Pflege bekommt. Denn wie es der Zufall will, hat der Landtierarzt bei der Räumung eines Zirkus ein Pony gekauft und will dieses nun bei Herrn Tiedjen unterstellen. Plötzlich scheinen alle Träume von Bille in Erfüllung zu gehen. doch das Glück scheint nur von kurzer Dauer zu sein, denn schon bald erfährt sie eine schreckliche Nachricht, die sie vollkommen aus der Bahn wirft.
Die Reihe "Bille und Zottel" ist nur eine von vielen Kinderbuchreihen der erfolgreichen Autorin Tina Caspari oder auch als Rosemarie Eitzert bekannt. Viele ihrer Bücher beinhalten ein Fünkchen Wahrheit. So hat es das Pferd Zottel wirklich gegeben und die Themen die in den Büchern behandelt werden sind immer jene, welche zu der Zeit der Entstehung aktuell waren. In den ersten sieben Bänden zu Bille und Zottel wird so verdeutlicht, wie die Dorfjugend in den siebziger Jahren gelebt hat - was man von ihnen erwartete und was sie wirklich gemacht haben - und in den späteren Bänden werden die Amerikanisierung sowie die der Umweltschutz unter anderem thematisiert. Für mich sind die Bücher der Autorin immer wieder sehr schön zu lesen. Durch ein einfaches Schreibbild erklärt sie sehr einfach und doch bildlich, was sie meint und lässt so keine Fragen offen. Besonders für junge Leser ist die Schreibweise sehr angenehm und für die Älteren aber nicht langweilig. Caspari versteht es über Dinge zu schreiben, die junge Mädchen beschäftigen und begeistert dabei auch mit viel Wissen rund um den vierbeinigen Liebling vieler Mädchen. Dabei schreibt sie nicht nur spannend sondern auch humorvoll, sodass man oft vom Buch aufsehen und vor sich hinschmunzeln muss. Die Protagonisten, die die Autorin geschaffen hat sind ganz normale Menschen wie ich und du, sie haben Ecken und Kanten und eben das macht sie wirklich mehr als sympathisch. Da Bille erst damit beginnt reiten zu lernen kann der junge und noch nicht so erfahrene Pferdefreund mehr über die edlen Vierbeiner erfahren - so ganz nebenbei. Das finde ich richtig gut und vor allem auch wertvoll. Aber nicht nur Pferde stehen in der Reihe im Mittelpunkt. Auch Freundschaften, Familie und Schulprobleme sind ein Thema, welches nicht außer Acht gelassen wird.
Fazit: Die Buchreihe "Bille und Zottel" ist eine ganz wunderbare Reihe für alle Pferdeliebhaber, egal ob Jung oder Alt. Sie ist bis auf ein paar Situationen recht zeitlos und spricht einfach jeden Leser an. Ich persönlich liebe sie und kann sie nur wärmstens weiterempfehlen.
One of my favorite books as a child and I still really like it. The characters are great, even though they seem a bit flat, and Zottel can be really hilarious.
Ich kann nicht mehr geben. Aber meine Schwester liebt die Reihe und meinte, nur die ersten beiden Bände sind nicht so gut. Daher werde ich zumindest Band 2 und 3 noch eine Chance geben.
*** Reviewed: 2012 *** I got this for my 8th birthday (Thanks, Diana!) and have read it many times since then, saving up my meager pocket money to buy the other volumes. I had a boost of nostalgia this Sunday and relived my glee of almost 30 years ago - noticing how much childhood (fictional or real) has changed since then.