"Diese Männer haben meine Mutter getötet!" „Diese Männer? Welche Männer?“ „Der geschniegelte Dicke und der mit der Adlernase.“ „Du musst dich täuschen. Das sind angesehene Bürger dieser Stadt. Der Mann, dem die Bank gehört, und der Friedensrichter.“ Frühzeitig Waise geworden muss Joslyn Myers sich prostituieren und wird zum Opfer eines üblen Sadisten. Erst als sie den Revolvermann Robert McFarlayne kennenlernt, ändern sich ihre Lebensumstände. Er lehrt sie nicht nur, sich zu verteidigen, sondern auch stolz und mit Selbstbewusstsein durch das Leben zu gehen. Als sie dem Brüderterzett wieder begegnet, dem sie all das Leid und die Demütigungen ihres bisherigen Lebens anlastet, kennt sie nur noch ein Rache! Eine wilde Jagd voller Dreck, Blut und Leichen.
Joslyn Myers ist 4 Jahre alt, als die Dickson-Brüder in ihren Ort einfallen und ihre Mutter töten. Von da an geht es abwärts. Der Vater verfällt in seiner Trauer dem Alkohol und schon bald ist Joslyn ganz allein und auf sich gestellt. Kein leichtes Schicksal für ein junges Mädchen im ziemlich gesetzlosen Wilden Westen. Schließlich muss Joslyn sich prostituieren, um zu überleben. Und als sie plötzlich den Dickson-Brüdern wieder gegenübersteht, scheint ihr Traum von Rache zum Greifen nah.
Die Geschichte von Joslyn berührt eigentlich von Anfang an. Allerdings sind gerade die ersten Kapitel nichts für sanfte oder empfindliche Gemüter. Es wird viel herumgeballert, nichts wird romantisiert und der Wilde Westen ist wild, gnaden- und gesetzlos. Die Protagonistin erleidet ein schweres Schicksal, was allerdings nicht übertrieben, sondern realistisch wirkt in einer Zeit und an einem Ort, wo die Gewalt und der schnellste Colt regieren. Trotzdem sind die Szenen nicht übermäßig blutig oder brutal, werden nicht in allen (unnötigen) Details ausgewälzt, sondern so, dass alles glaubhaft und ungeschönt ist. Nach den ersten paar Kapiteln, in denen die Gewaltszenen etwas gebündelt auftreten, werden die Abstände dazwischen größer und es gibt eine klare Handlung, in der Joslyn ihre Rache plant und dabei durchdacht und berechnend vorgeht. An keiner Stelle ist das Buch kitschig oder schmalzig und das Ende überrascht sogar ein wenig, da man sich als Leserin vielleicht einen romantischeren Ausgang gewünscht hätte. Das Buch bleibt sich jedoch treu und Joslyn muss eine starke Frau werden und bleibt es auch. Auch wenn sie sich zunehmend als schießwütig erweist und sich somit an ihr Umfeld anpasst, war Joslyn für mich durchweg eine Sympathieträgerin.
"Joslyn Myers" ist ein historischer Abenteuerroman mit einer rachehungrigen, aber mögenswerten jungen Protagonistin vor einer tollen Westernkulisse ohne Weichspüler. Für Fans historischer Romane, die sich nicht vor ein paar heftigeren Szenen fürchten, eine klare Leseempfehlung.
»Joslyn Myers« ist mein zweites Buch aus dem Genre Western. Bislang kannte ich das nur aus dem Fernsehen. Umso spannender war es zu erleben, was der Autor daraus macht. Er bildet die Realität seiner Story ziemlich unverblümt ab. Mit einer derben, aber angemessenen Sprache. Und er verzichtet auf Weichzeichner jeglicher Art. Ob der »Wilde Westen« tatsächlich so gewesen ist, kann ich nicht beurteilen, aber die Schilderung im Buch ist absolut überzeugend und somit sehr gut. Ein rundum lesenswertes Buch – für alle, die offen für Neues sind und sich nicht vor ein paar Kugeln und entsprechenden Löchern in diversen Körpern scheuen.
Eine spannende Geschichte von einer tapferen Frau. Das Buch ist wirklich gut geschrieben und mal etwas anders. Die kleine Joslyn wächst einem im Lauf der Geschichte wirklich ans Herz und man erlebt wie Sie immer stärker wird. Leider fand ich manche Stellen in dem Buch etwas übertrieben , was allerdings an meinem geschmack liegt und dies mein erster Wetsern war^^ Daher gibt es von mir 3-4 Sterne :) Hat sich aufjedenfall gelohnt zu lesen und empfehle es auch an alle Westernn Fans weiter :)
Dieses Buch belebt das Westerngenre wieder. Der Hintergrund wie die Geschichte entstanden ist hat mich wirklich überrascht. Die Handlung geht stetig vorran und ließt sich sehr flüssig. Und auch der Inhalt überrascht mit seiner rohen Darstellung der Leere der Steppe.