Doch das Melanie ein Tigermädchen ist, weiß sie noch nicht, als sie ins Camp Cataara eintritt. Zeit, sich einzuleben, wird ihr jedoch Denn obwohl sie selbst ihre Gaben noch nicht vollständig beherrscht, trachten gegnerische Truppen bereits nach ihr und ihrer Macht. Schon bald wird eine Freundin, Laura, entführt und die Gegner fordern einen Tauschhandel - Laura gegen das Tigermädchen. Aber Melanie und ihre Freunde wollen den Handel der Entführer nicht eingehen. Obwohl sie kaum Hoffnung sehen, verfolgen sie auf eigene Tour und mit nichts als einem vagen Verdacht die Spur der Gegner, die sich überall zu verzweigen scheint. Doch nicht nur bei den Informationsquellen müssen sie ihr Vertrauen vorsichtig wählen, sondern auch die neun Jugendlichen selbst verbergen Geheimnisse voreinander… Wird Melanie es schaffen, Laura zu finden, ohne sich selbst auszuliefern?
Es geht um ein junges Mädchen namens Melanie, dass mit ihren lila Augen und ihrer Kampfkunst anders ist als andere. Wie anders erfährt sie aber erst, nachdem sie ins Camp Cataara eintritt. Als ein Mädchen aus dem Camp entführt wird, müssen sie und ihre Freunde sie retten, und das ohne Melanie auszuliefern, denn sie ist ein Tigermädchen.
Mir hat die Idee zu dem Buch auf anhieb gefallen. Ein Mädchen, welches sich in ein Tiger verwandeln kann, Jugendliche, die wie Meister kämpfen und alle ihre eigenen Fähigkeiten besitzen? Einfach klasse! Auch die Idee mit dem Camp finde ich sehr gut. Es erinnert mich ein wenig an »Percy Jackson«, wo die Halbgötter auch ins Camp müssen.
Von den Charakteren gefällt mir Daniel am besten. Sein spanischer Akzent macht ihn besonders und sehr sympathisch. Ebenso seine kleinen Grammatikfehler. Melanie ist als Hauptperson aber auch sehr gut gelungen. Sie ist anders, in der normalen Welt ein Außenseiter, doch im Camp findet sie Freunde und ein neues Zuhause. Ihre Loyalität, selbst dem verschwundenen Mädchen gegenüber, ist besonders. Hin und wieder wird dem Leser dann wieder bewusst, dass ihr in der Vergangenheit etwas geschehen war, was bis heute an ihr nagt. Und sobald man erfährt, um was es sich handelt, muss man nur mit ihr mitfühlen.
Der Schreibstil war in meinen Augen sehr flüssig und immer leicht zu lesen. Ich hatte nie Schwierigkeiten. Was am Anfang ungewohnt für mich war, ist der auktoriale Erzähler. Ich bin es gewohnt Bücher in der Ich-Form zu lesen.
Eine Sache habe ich zu bemängeln; die ein oder andere Szene hätte man weiter ausschmücken können, um sie spannend zu gestalten.
3,5/5 "Tigermädchen" hat mir gut gefallen. Schon der Einstieg in die Geschichte war sehr spannend und hat einige Fragen aufgeworfen. Auch der weitere Verlauf blieb spannend. Ich mochte Melanie als Charakter gern. Sie ist neugierig, mutig, lässt sich nicht unterkriegen und vor allem lässt sie sich nicht von anderen einschüchtern oder ändern. Sie bleibt sie selbst und legt nicht viel wert darauf, was andere von ihr halten. Auch die anderen Charaktere habe ich gern gehabt. Emma, Daniel, Caroline und die anderen sind Melanie gegenüber aufgeschlossen gewesen und es hat sich schnell eine schöne Dynamik und Freundschaft zwischen ihnen entwickelt. Vor allem Daniel und Emma haben mir gut gefallen. Emma deshalb, weil sie ebenso wie Melanie eine düsterere Vergangenheit hat, die sie bedeckt hält, und Melanie deshalb eine sehr gute Stütze und Freundin ist. Die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen mochte ich wirklich, weil sie auf Augenhöhe und nahbar war. Daniel mochte ich aufgrund seines spanischen Akzentes und der Loyalität gegenüber Melanie, aber auch, weil er sie sehr liebevoll, neckend und unterstützend behandelt hat. Die Geschichte selbst, also das, worum es ging, hat mir auch sehr viel Freude beim Lesen gemacht. Ich mochte es sehr, mit Melanie die vielen Fragen zu klären, die sie nicht nur über sich selbst hat. Außerdem fand ich es spannend, die Charaktere dabei zu begleiten, wie sie an die Entführung herangegangen sind und versucht haben, ihre Mitschülerin zu befreien. Auch der zweite, parallele Erzählstrang war interessant. Ich habe mir im Verlaufe des Buches zwar denken können, wie die Auflösung davon sein könnte, aber zu 100% sicher sein kann man sich nie. Ich war aber nicht enttäuscht, als sich meine Vorahnung als richtig herausgestellt hat. Für mich hat dieser zweite Erzählstrang die Geschichte schön abgerundet. Der Schreibstil war angenehm. Ich bin gut durch die Seiten gekommen, hatte allerdings manchmal das Gefühl, dass Zeitsprünge vorhanden waren, die nicht wirklich durch das Layout hervorgehoben wurden. Da ich das Buch als eBook gelesen habe, kann ich mir vorstellen, dass da das Problem liegt. Ähnliches hatte ich nämlich auch schon bei einigen wenigen anderen Büchern. Dennoch fand ich, dass sich das Buch gut lesen ließ. Gerade für jüngere Leser könnte die Geschichte schön für zwischendurch sein.