„Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei“ sagt Schiller. Das stimmt, aber die deutsche Erziehung macht ihn zum Knecht, zum Befehlsempfänger, zum Untertanen. Und weil der Knecht Anweisung und Befehlsempfänger den Befehl braucht, lechzen sie dauernd nach neuen Verordnungen, damit nichts mehr in der eigenen Verantwortung liegt. Brav sein und der Anordnung Folge leisten, das lernen sie Jahr für Jahr, Tag für Tag, Stunde für Stunde.
So beschreibt die Jüdin Lea Fleischmann provokant die postfaschistische deutsche Gesellschaft, die sich nur formal demokratisch gibt. Dieses „Demokratiespiel“ ist letztendlich auch der Auslöser warum sie der Bundesrepublik den Rücken zukehrt und nach Israel auswandert. Ein sehr eindrückliches Buch, dass jede Person, die sich dem preußischen, ähm deutschen Beamtentum zuwendet einmal gelesen haben sollte. „Dies ist nicht mein Land“ hilft ebenso zu verstehen warum die wenigsten Deutschen während der Shoah im Widerstand gewesen sind.