Elisa steht vor dem Nichts. Ihr sizilianischer Lebenspartner hat sich umgebracht – oder war gar die Mafia im Spiel? Hals über Kopf flieht Elisa aus ihrer Wahlheimat Italien zurück nach Wien. In der Stadt ihrer Kindheit will sie mit ihrer fünfjährigen Tochter Lilly ein neues Leben beginnen.
Arbeit findet Elisa ausgerechnet in der Firma jener unfreund-lichen Dame, mit der sie schon im Flugzeug nach Wien in Streit geraten war: die Kroatin Vesna Katic, eine ruppige Selfmadefrau. Wider Erwarten entwickelt Elisa zu ihr sogar echte Zuneigung. Vesna allerdings pflegt lockere lesbische Affairen …
Carolin Schairer wuchs in Niederbayern auf. Bereits während der Schulzeit schrieb sie mehrere (unveröffentlichte) Romane, die von ihrem Freundeskreis und ihrer Familie gelesen wurden. Nach dem Abitur studierte sie an der KU Eichstätt Diplom-Journalistik und sammelte nebenbei in Praktika und als freie Mitarbeiterin Erfahrung im Medienbereich.
2001 zog es sie nach Wien, wo sie heute noch immer wohnt. Neben dem Schreiben der Diplomarbeit war sie bei einer Agentur für Medienbeobachtung sowie in der Markt-und Meinungsforschung tätig. Nach erfolgreichem Studienabschluss bekam sie einem Job im Pressebüro eines Finanzdienstleistungsunternehmens, erhielt Einblick in die Welt der Aktien und Fonds und wechselte danach als PR-Managerin in die Pharmabranche.
Mit ihrem Buch "Marie anderswie" war sie für den DELIA-Literaturpreis 2011 nominiert.
Nicht Frau Schairers bestes Buch (Marie anderswie), aber auch nicht ihr schlechtestes (Die Spitzenkandidatin).
Ein paar Seiten mehr hätten diesem Roman gut getan, er wirkt im Vergleich zu ihren älteren Werken etwas hastig abgehandelt, immerhin kommt er nur auf 250 Seiten während ihre früheren Bücher zwischen 300 und 400 Seiten umfassten. Das merkt man vor allem an den Zeitsprüngen, die zwischen den einzelnen Kapiteln stattfinden - teilweise lagen da Tage bzw. Wochen dazwischen, da hat man als Leser schnell das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Desweiteren habe ich die vielen eher wienerischen / österreichischen Phrasen stellenweise als sehr störend empfunden. Ich weiß nicht wieso, aber für mich sind Ausdrücke wie schmusen, sekkieren, Hascherl und "weißt du eh" einfach befremdlich.
Die zufälligen Begegnungen in dem Buch waren mir ebenfalls zu viel. Dass sich die unfreundliche Frau aus dem Flugzeug als Elisas neue Chefin heraustellt, lasse ich durchgehen. Ich sehe auch noch darüber hinweg, dass Elisa zufällig am selben Abend in dasselbe Restaurant wie Vesna geht und dort dann genau zufällig den Nebentisch zugeteilt kommt (wenngleich mir das schon ein Augenrollen entlockt hat). Aber dass sich dann auch noch Elisas Nachbar als Vesnas Vater heraussstellt, ist zu viel des Guten, so klein ist Wien dann doch nicht. Da muss man meiner Meinung nach schon etwas kreativer sein, um Personen in einem Handlungsstrang zusammen zu führen.
Das klingt jetzt vermutlich alles viel negativer als beabsichtigt, immerhin gebe ich dem Buch 3 Sterne. Das liegt aber vor allem an den beiden Hauptprotagonistinnen selbst. Carolin Schairer weiß einfach wie man sympathische, lebhafte Charaktere erschafft, die zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt oder unrealistisch wirken. Und die Hintergrundgeschichte ist ebenfalls stimmig und interessant, vor allem bei Vesna.
Ich kann es nicht leugnen, ich bin einfach ein Fan von dem "enemies to friends to lovers" Prinzip und werde es vermutlich auch immer sein.
Mal wieder ein echter "Schairer". Mit einer wunderschönen Liebesgeschichte voller Feingefühl, Charme, Humor, Zärtlichkeit, teils ungeahnten Wendungen, einer Portion Erotik und wieder ganz viel Witz. Ich habe selten bei einem Buch so viel gelacht. Ich habe gelacht, geweint, geträumt und mit gefiebert.
Für mich ganz klar einer meiner Favoriten von Carolin Schairer.
This writer‘s fascination with the ice queen trope fascinates me. Not my favorite trope, but this author really tries hard to come up with the most unlikeable characters. And she’s successful, I have to give her that.
So mainly while reading I‘m trying to figure out what she‘ll do to redeem them and if she manages to make me forget the awfulness of the character in the beginning.