Es gibt keinen anderen deutschen Künstler, in dessen Werk sich der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma so unmittelbar widerspiegelt wie bei Otto Pankok. [...] In den Kohlebildern, die Pankok am Vorabend des »Dritten Reiches« im Düsseldorfer Heinefeld schuf, blicken uns Menschen entgegen, deren Spuren sich in den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern verlieren. [...] Pankoks nach dem Krieg entstandene Darstellungen von Düsseldorfer Sinti, die den Nazi-Terror überlebt hatten, gehören bis heute zu den bedeutendsten Beiträgen künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Holocaust an unserer Minderheit.
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
Ich werde hier, weil es thematisch passt und das tatsächliche Werk auf Goodreads nicht auffindbar ist, das Hörbuch „Menschenbild“ bewerten. Das hat leider nicht meinen Geschmack getroffen. Hatte gehofft, viel Neues über die Geschichte der Sinti und Roma sowie über den Künstler Otto Pankok zu erfahren, der mir bis dato noch unbekannt war, allerdings ist mir das Hörbuch zu oberflächlich geblieben. Zwar waren die musikalischen Untermauerungen angenehm zu hören, haben allerdings von der Grausamkeit des Themas abgelenkt und mich immer wieder herausgeworfen, sodass es für mich kein harmonisches Ganzes ergeben konnte. Schade, aber enttäuschenderweise nicht mein Fall, obwohl ich die Grundidee sehr mochte. (Ich bedanke mich trotzdem bei NetGalley für das Bereitstellen des Hörbuchs zum Rezensieren!)