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Fremdes Leben

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Cormac Flynn entschließt sich, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch statt zu sterben, wird er von einem Fremden zurückversetzt, um seinem Leben eine bessere Richtung zu geben.
Als er in einem Versteck auf versiegelte Magie stößt und sie befreit, ändert sich alles, und für Cormac beginnt ein verzweifelter Kampf um das Gleichgewicht der Welt. Zu allem Übel, mischt sich auch noch der Fremde ein, der ihn ständig zu beobachten und mehr Gründe für sein Einmischen zu haben scheint, als er zugeben möchte.

292 pages, Kindle Edition

Published March 16, 2017

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Dennis Frey

19 books2 followers

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Profile Image for PinkAnemone.
254 reviews9 followers
September 17, 2018
Cormac Flynn entschließt sich, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch statt zu sterben, wird er von einem Fremden zurückversetzt, um seinem Leben eine bessere Richtung zu geben.
Als er in einem Versteck auf versiegelte Magie stößt und sie befreit, ändert sich alles, und für Cormac beginnt ein verzweifelter Kampf um das Gleichgewicht der Welt. Zu allem Übel, mischt sich auch noch der Fremde ein, der ihn ständig zu beobachten und mehr Gründe für sein Einmischen zu haben scheint, als er zugeben möchte...(Klappentext)

☯☯☯☯☯☯☯☯☯☯

"Manchmal ist das Schicksal bereit, dem Gefühl nachzugeben und dir einen Neuanfang zu gewähren,
doch manchmal nutzt es die Gelegenheit auch, um noch einmal kräftig nachzutreten."
(Kapitel 3 / Pos. 1054)

Stellt Euch vor, Ihr könntet Euer Leben nochmals leben, die Weichen der Eisenbahn des Lebens neu stellen und einen anderen, einen besseren Weg einschlagen. Nochmals 15 sein, nochmals in die Schule gehen, neue Entscheidungen treffen und mit anderen Freunden abhängen.
Wer denkt nicht hin und wieder zurück und wünscht sich, man hätte so manches anders gemacht. "Hätt' i, tät' i, war i", wie wir Österreicher dazu sagen würden, oder im Deutschen: "Hätte, hätte, Fahrradkette".
Würdet Ihr diese Möglichkeit als Fluch oder Segen ansehen?

Diese Entscheidung wird Cormac Flynn abgenommen. In einem Moment stürzt er sich in suizidaler Absicht über die Klippen, im nächsten liegt er mit Fieber in seinem Kinderzimmer und ist wieder 15. Ermöglicht wurde ihm dies von einer mysteriösen Gestalt, die er spontan "Mephisto" nennt. Doch so toll und einfach ist dieses ganze Unterfangen, sein Leben neu zu leben ganz und gar nicht. Noch immer bringt er bei Mädchen keinen Ton raus, noch immer ist er der Fußabtreter für die Schulrowdies und noch immer, oder besser gesagt schon wieder, ist er ein fauler Sack. Zudem taucht, wie aus dem Nichts, ständig dieser Mephisto auf, der ihn immerzu Feuer unterm HIntern macht und ihn daran erinnert etwas aus seinem Leben zu machen und ihn auch immer wieder ins Leben zurückholt, wenn er, aus welchem Grund auch immer, wieder einmal gestorben ist. Bis er in eine Welt voller Magie "wiedergeboren" wird und diese Welt ist alles andere als schön.
Doch was bezweckt dieses Wesen ohne Augen wirklich?

Mit diesem Buch hält man einen tollen und vor allem spannenden Urban-Fantasy in den Händen. Dieser lebt hier vor allem von seinen Charakteren und deren Entwicklung.
Da hätten wir Mephisto, eine mysteriöse Gestalt die Cormic immer wieder nach dem Tod zurückholt und alles auf Anfang setzt. Man vertraut ihm nicht wirklich und doch hat er etwas Sympathisches an sich. Dies liegt vor allem an seiner coolen Art und seinem schwarzen Humor. Er ist quasi ein Schlitzohr, welches man trotzdem irgendwie mag.

">>Ich will dich gar nicht lange aufhalten, Cormac.
Aber es ist Frühling, du besitzt eine Jacke gegen den frischen Wind
und ich kann wirklich nicht in Worte fassen, wie langweilig es ist, deine Stubenhockerei zu beobachten.
Ich habe dir dieses Leben gegeben, damit du etwas damit anfängst.<<"
(Kapitel 2 / Pos. 370)

Cormic macht hier die größte Entwicklung durch. Ist er Anfangs noch ein schüchterner Junge, der absolut nicht in die Puschen kommt und sein Glück an sich vorbeiziehen lässt, so entwickelt er sich im Verlauf der Story gehörig weiter. Mit jedem neuen Leben wird er selbstbewusster, nimmt sein Leben selbst in die Hand und verändert so den Lauf seiner eigenen Lebensgeschichte.
Vom Loser zum Helden.

Die Magie selbst kommt erst später ins Spiel, denn mit jedem Ableben und neuerlichem Reborn, befindet sich Cormic zwar in seiner Welt, aber doch ist sie jedes Mal irgendwie anders. Zum Einen verhalten sich die Nebencharaktere anders und zum Anderen wird sie durch Cormic selbst beeinflusst.
Als er in einem Leben elementare Magie entfesselt und dabei, wieder einmal, draufgeht, hat er damit das Gleichgewicht der Welt zerstört...und ab dem Zeitpunkt beginnt die Story erst so richtig.

"Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem eine einzige Erkenntnis wirkt, wie das Herausziehen der untersten Karten aus einem Kartenhaus.
All die kleinen Lügen, die man um sich herum gebaut hat, um sich einzureden, das alles gar nicht so schlimm sei,
fallen nacheinander in sich zusammen und man weiß, dass es an der Zeit ist, etwas zu tun."
(Kapitel 4 / Pos. 1694)

Der Schreibstil ist klar und flüssig, Die Erzählweise packend und die Charaktere hervorragend gezeichnet.
Die Story nimmt zunehmend immer mehr an Spannung und Tempo zu, vor allem ab dem Punkt, an dem die Magie Einzug hält. Bis dahin dauert es jedoch. 1-2 Tode, bzw. Leben, weniger, wären hier eventuell nicht verkehrt gewesen.

Was mich ebenso beeindruckte, waren die Themen die in diesem Urban-Fantasy behandelt werden, die da z.B. wären: Cliquenbildung, Ausgrenzung, Mobbing, Trauma, Courage, Schuld und Hoffnungslosigkeit. Zugleich enthält die Geschichte aber auch eine ganz wichtige Message, nicht nur für betroffene Jugendliche.

Der schwierigste Weg führt oft zum schönsten Ziel. Geht hinaus, kämpft und findet diesen Weg.

Fazit:
Ein toller Urban-Fantasy für Jugendliche ab 12 Jahren. Unheimlich spannend und mit unglaublich viel Message.
Ein Debüt, dass sich sehen lassen kann und den Autor auf meinem Radar bleiben lässt.
Und vergesst nie:

Man kann jedes Leben führen, das man führen möchte. Man muss sich nur entscheiden, wie es aussehen soll!

© Pink Anemone
Profile Image for Tilly Jones.
175 reviews6 followers
March 20, 2017
Meinung
Bei „Fremdes Leben“ wusste ich gar nicht wirklich, was auf mich zukommt, denn ganz ehrlich: der Klappentext verrät nicht viel. Er ist kurz, macht neugierig und lässt mich mit ein paar kleinen Vorstellungen zurück. Genau so soll es sein! Dementsprechend offen schlug ich die erste Seite auf und … starb …

… zusammen mit Cormac Flynn, die Hauptfigur in diesem Spiel. Wir stürzten uns gemeinsam von einer Klippe, bereit dem Ende entgegen zu sehen und … erwachten als Teenager in unserem Bett. Verstörend und irgendwie auch nicht. Denn Cormac hat immer mal wieder einen Gedankenblitz. Erinnerungen an das Leben vorher, die ihm helfen, jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen. Naja… meistens jedenfalls.

Dazu kommt, das Cormac einen „Mentor“ hat. Mentor ist ein bisschen hochgegriffen, aber Mephisto hilft ihm hin und wieder. Oder besser gesagt, er gibt Ratschläge. Tipps. Na gut, er ist anwesend und sorgt dafür, dass Cormac total verunsichert ist, weil aus Mephisto kein vernünftiges Wort zu verstehen ist und man für jeden Satz, den er sagt, eine Erklärung notwendig wäre. Klare Aussagen, die sofort verständlich sind, gibt es bei ihm nicht. Also… Cormac hat einen nervigen Fremden an der Seite kleben, der immer dann auftaucht, wenn Cormac Hilfe bräuchte und der es dann noch schlimmer macht. Ja, ich denke dass fasst den „Mentor“ gut zusammen.

Nichtdestotrotz verbindet die zwei etwas und es dauert gefühlt hunderte Leben, bis Cormac herausfindet, was es ist. Denn nicht nur, dass er viel zu oft stirbt… bei jedem neuen Erwachen vergisst er die alten Leben und es kommen immer nur Bilder wieder. Die Menschen sind gleich, wenn auch jedes Mal ganz anders, denn sie haben andere Dinge erlebt. Dennis Frey stellt diese Veränderungen auf einzigartige Weise da. Es sind immer nur Kleinigkeiten. Charakteränderungen. Eine andere Lebensweise, eine andere Stellung in der Schule. Er zeigt auf sehr eindrucksvolle Weise, dass es die Erfahrungen sind, die uns zu dem Menschen machen, der wir sind. Es ist egal, ob man wieder auf die gleiche Schule geht, die gleichen Freunde hat und im gleichen Ort wohnt. Wird auch nur eine Kleinigkeit in den gemachten Erfahrungen verändert, ist der ganze Mensch ein anderer.
Die Magie, die hier eine Rolle spielt, war für mich eine Metapher genau für diese Erfahrungen, deswegen gehe ich da nicht weiter drauf ein.

Cormac lernt immer wieder aufs Neue, dass es wichtig ist, bestimmte Erfahrungen zu machen. Dass man dadurch reift und die Dinge anders begreift. Natürlich hilft es ihm, dass er das latente Gefühl hat, älter zu sein und gewisse Dinge einfach schon erlebt zu haben. Und nach mehreren Toden kann man wohl auch einfach besser mit Menschen umgehen, mit denen man ein und dieselbe Situation immer und immer wieder durchlebt. ^^

Ich fragte mich zwischendurch immer mal wieder, was genau Dennis Frey mir sagen will. Was lese ich hier? Einfach nur eine Geschichte, die mich unterhalten soll? Das hat sie auf jeden Fall getan! Ich konnte das Buch irgendwann nicht mehr weglegen, weil ich einfach wissen musste, wie das nächste Leben aussieht und ob Cormacs Entscheidungen wirklich das geändert haben, was er ändern wollte. Machte er alles schlimmer? Besser? Tat sich vielleicht auch gar nichts? Ich musste einfach wissen, wie Dennis Frey mir das neue Leben präsentierte.

Aber es war mehr als nur Unterhaltung. Es war eine Lektion, die aber nicht belehrend war, sondern sich nach und nach als Erkenntnis offenbarte, die ich gemeinsam mit Cormac entdeckte (oder vielleicht auch nur ich, bei Cormac bin ich mir da nicht so sicher^^). Es ist egal, wie du dich entscheidest: wenn das Schicksal einen Weg für dich vorbestimmt hat, dann wirst du ihn auch gehen, egal auf welche Art, egal auf wie vielen Umwegen. Am Ende kommst du an das Ziel, dass dir von Anfang an vorbestimmt war. Oder du stirbst.

Fazit
„Fremdes Leben“ ist ein Buch, das sich schwer in wenige Worte fassen lässt. Dennis Frey hat eine sehr eindrucksvolle Schreibe. Seine Art, die Dinge zu erzählen hinterließ Spuren in meinem Denken und noch immer lasse ich die Geschichte erneut in meinem Kopf abspielen. Cormacs Geschichte unterhält auf mehreren Ebenen und alle, die von einer guten Fantasygeschichte mehr erwarten, als nur brüllende Orks^^, sind hier genau richtig!

Bewertung
„Fremdes Leben“ von Dennis Frey ist mehr, als ich erwartet hab. Ich bekam mehr, als ich dachte. Ich denke noch immer über die Erkenntnis nach, die ich zusammen mit Cormac fand (oder auch nicht). Deswegen gibt es hier von mir volle und ganze 5 von 5 Marken!



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