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Set around the events of the succession struggle of 1142 in medieval Bohemia the main character, Witiko, the traditional founder of the Rosenberg Family, searches for the Right, finds it and his beloved, while never losing touch with the common folk. His quest is amid the panoramic backdrop of national Bohemian politics and history, with his fate paralleling that of the acknowledged rightful duke, Wladislaw, who is also seeking the path of justice. Witiko is considered one of the most significant German historical novels of the Nineteenth Century.

595 pages, Paperback

First published January 1, 1865

11 people are currently reading
174 people want to read

About the author

Adalbert Stifter

463 books85 followers
Adalbert Stifter was an Austrian writer, poet, painter, and pedagogue. He was especially notable for the vivid natural landscapes depicted in his writing, and has long been popular in the German-speaking world, while almost entirely unknown to English readers.

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
33 reviews8 followers
September 22, 2025
Aus zeitgenössischer Sicht kann man Witiko wohl beinahe nur noch als Anti-Roman lesen, so unsäglich langsam und eigenwillig geht es in diesem Werk zu, das nur seinen eigenen Gang kennt und auf alle Lektüreerwartungen pfeift.

Witiko ist eine Mysterienspiel, eine Versenk-Aufgabe, eine Übung in Melancholie.
Profile Image for David Ramirer.
Author 7 books38 followers
October 20, 2016
dass der witiko so manchem leser eine schwere bürde ist, kann ich gut nachvollziehen, denn die bei einem werke der literatur oft erwarteten versatzstücke (spannungsbogen, dramaturgische höhepunkte, ereignisse im herkömmlichen sinne) finden sich hier nur kaum, und wenn - dann nur in epischer breite ausgewalzt. in gewisser weise kann man witiko daher nur bedingt als literatur im herkömmlichen sinne einordnen.

adalbert war, neben seiner mit viel ernst betriebenen arbeit als schriftsteller, auch ein sehr fähiger landschaftsmaler und damit genau genommen (meiner ansicht nach zuvorderst) auch ein bildender künstler, dessen malereien zeigen, dass er wusste, was er da macht. das war keine hobbymalerei, die er neben dem schreiben (wie das so manche schriftsteller ja gerne machen) betrieb. nein, seine fähigkeit, zusammenhänge als bildwerke nicht nur räumlich zu begreifen, sondern sie auch so umzusetzen, lag bei ihm offenbar tief in seiner seele verankert. das konnte (und wollte) er beim schreiben wohl nicht ablegen.

ich kann (noch) nicht beurteilen, wie er das bei seinen anderen erzählungen und romanen handhabte, aber beim witiko ist es eminent spürbar: hier kommt kein buch über den leser mit seinen fast 900 seiten, sondern ein sitten- und historiengemälde aus dem mittelalter, das sich zum ziel gesetzt hat, den leser/betrachter auf eine reise in die zeit mitzunehmen, in der die ereignisse stattfanden, die beschrieben werden.
stifter trat zu diesem zweck weit hinter das bild zurück - wohl weiter, als er es in einem gemälde umzusetzen in der lage gewesen wäre. er recherchierte gründlich über die zeit und ihre ereignisse, begnügte sich aber nicht nur damit, die ereignisse zu schildern, sondern verfrachtete sich selbst, d.h. auch seine sprache und denkweise in die zeit, in der witiko lebte.

wer ist nun dieser witiko? - nun er ist der gründer (bzw. wiedergründer) eines geschlechtes von burgbesitzern in böhmen, der von seiner jugend an, sehr tugendhaft den weg verfolgt, in seinem lande rechtschaffen und immer mehr erkennend das richtige zu tun. dabei wird er ein wichtiger player im lande und bestimmt die historischen geschicke nicht unwesentlich mit. soviel lässt sich sagen, ohne irgendwas zu spoilern.

woran der roman ein wenig "krankt", ist die glaubhaftigkeit. witikos ansatz, möglichst rechtschaffen und tugendhaft seinen weg zu gehen, mag im mittelalter als grundidee vorhanden gewesen sein, aber dass witiko wirklich nur ein mal eine verfehlung begeht, die bei näherer betrachtung dann auch dazu führt, dass ihn der herzog und spätere könig um so mehr schätzt, lässt die figur des witiko ein wenig zu sehr mit dem heiligenschein dastehen.
stifter wollte aber wohl weniger die "geschichte" einer figur erzählen, sondern vielmehr die ideale einer zeit einfangen - und dazu gehört eben auch die ganze verlogenheit einer epoche, die in solchen aussparungen spürbar wird.
weiters seltsam ist das zeitmaß des romans, das teilweise bei begegnungen zwischen mehreren protagonisten detailliert seitenweise beschreibt, was geschieht, dann aber wiederum vorgänge einiger jahre über wenige seiten spannt. das ist vor allem gegen ende des buches spürbar, wo ich zeitweise das gefühl hatte: "jetzt hast du aber den zeitraffer eingeschaltet, oida". das liegt aber vielleicht auch nur daran, dass ich das "zeitgefühl" der vorangehenden hunderten seiten so sehr verinnerlicht hatte, dass ich die beschleunigung am ende nicht nachvollziehen konnte.

der eine stern abzug generiert sich aus diesen ungereimtheiten, die vielleicht auch gar keine sind.
in summe habe ich die erfahrung in dem buch gemacht, für einige wochen in einer anderen zeit gewesen zu sein und den figuren zuschauen zu können.
damit hebt sich stifter wohltuend von den auch oft im mittelalter verklebten fantasyschmonzetten ab, die genau genommen auch in dallas oder denver spielen könnten. der mensch im mittelalter hat aber völlig anders gedacht und empfunden: und dafür bekommt man ein gefühl, wenn man den witiko liest. zumindest ist das meine erfahrung, meine deutung.

ich verstehe aber auch, wenn man das buch nicht versteht.
denn nicht jeder ist ein maler und kann so denken. tatsächlich nur sehr wenige.
Profile Image for Prim Hardbottle M.E..
175 reviews2 followers
February 21, 2025
Historischer Roman. Witiko stellt sich in den Dienst des böhmischen Herzogs und wird durch Kriege und Bündnistreue letztlich zum Lehnsherren des Böhmerwaldes ...ach ja er heirate auch noch... sehr, sehr schwere Lektüre ...unglaublich langweilig, allerdings eine sehr höfliche Schreibweise, die mir gut gefallen hat. Ich habe das Buch mit einer Freundin gelesen, ohne sie hätte ich aufgegeben. Die Auflistung sämtlicher Schritte einer Begegnung haben mich unsäglich gelangweilt. Erinnert fühlte ich mich an die Entthings in Herr der Ringe ( die kamen auch nicht zur Sache, weil die Begrüßung so lange dauerte...)
Profile Image for Ulrike Bungert.
1,293 reviews11 followers
January 25, 2022
Ich habe es geschafft. Genuss ist anders. Die Sprache gefällt mir vortrefflich, inhaltlich kann ich folgende Zusammenfassung geben: Witiko zieht nach überall in den Krieg - er sieht - er wird gefeiert, sogar vom Kaiser. Zwischendurch hat er eine Frau am Start und viele Menschen sterben. Sein Sohn baut später eine Burg.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Judit Rozsonits.
317 reviews13 followers
March 2, 2014
One of the best but hardest books I had ever read... I love it, but it was a really fight...:D
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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