Der Wahrheitspfad ist eine Auslese von Worten des Buddha. Dabei sind die Verse so ausgewählt, dass sie den Kern seiner Lehre wiedergeben. Es ist einer der bekanntesten Texte des sogenannten Pali-Kanon, in der in der Sprache Pali überlieferten Sammlung von Lehrreden des Gautamo Buddha, der ältesten zusammenhängend überlieferten Weisheitssprüche des Buddhismus. Die Verse bestechen nicht nur durch ihre durchaus an die heiligen Schriften anderer Reiligionen und Mythologien mahnenden Aussagen sondern acuh durch ihre poetische Struktur und Bildhaftigkeit.
Es ist das mit Abstand wichtigste buddhistische Werk. Ziel der Lehre Buddhas ist das Erlangen von Glück und Freude, in diesem Leben, als auch über dieses Leben hinaus. Entsprechend werden im Dhammapadam Verhaltensratschläge gegeben. Gleich im ersten Vers heißt es, dass Glück und Leid von unserer Geisteshaltung abhä "Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet - Kommt aus getrübtem Geist dein Wort und dein Betragen, so folgt dir Unheil, wie dem Zugtier folgt der Wagen." Es ist einer der bekanntesten Texte dieser Lehre und findet seine weiteste Verbreitung im südlichen Buddhismus. Dort begleitet es die Schüler des Buddha vom Anfang bis zum Ende ihres Pfades. Darüber hinaus ist es ein Meisterwerk sowohl der frühen buddhistischen Literatur als auch der indischen Tradition des Karvya.
Im Folgenden wird dann auf vielfältige Art dem ungeschickten Narren gegenübergestellt, der sein eigenes Unglück bewirkt. Buddha lehrte mündlich und schrieb nie ein Buch. Somit sind die Aussagen des Dhammapadam sehr unterschiedlich und davon abhängig, mit wem Buddha gerade sprach. Seine Rätschläge an eine große Mönchsversammlung waren allgemeiner, als die an einen einzelnen Laien, welchem er immer einen konkreten Rat gab. Viele Verse sind direkt verständlich, andere tragen einen tieferen Sinn, der sich nur dem Übenden erschließt, wiederum andere sind ohne Kommentar schwer verständlich. Der große Kommentar zum Dhammapadam von Buddhaghosa aus dem 5. Jahrhundert findet sich in der Übersetzung von Nyanatiloka Mahathera.
Der Tradition des Kāvya folgend geht es darum, den Inhalt durch poetische Mittel auch auf emotionaler Ebene zu vermitteln. Die einzelnen Verse sind locker unter verschiedenen Überschriften zusammengefasst Achtsamkeit, der Geist, Blüten, das Alter, Narren, Elefanten usw. Hier liegt endlich eine leicht lesbare Neubearbeitung vor.