Nach dem Tod ihrer Großmutter kehrt Johanna Petersen in ihre Heimatstadt Eutin zurück. Obwohl sie sehr an dem alten Haus ihrer Familie hängt, sieht sie keine andere Möglichkeit, als es zu verkaufen. Kurz vor dem entscheidenden Termin will sie ein letztes Mal Abschied nehmen. Von ihrer Großmutter. Von ihrer Kindheit. Aber auch von ihrer Vergangenheit. Als sie aus dem Astloch der uralten Bräutigamseiche einen geheimnisvollen Brief zieht, scheint es, als würde sich ein Kreis schließen. Plötzlich ist sie einem tragischen Geheimnis auf der Spur, das das Schicksal ihrer Familie damals wie heute bestimmen soll.
Danke an Netgalley und Mira für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Als ich im Klappentext gelesen habe, dass das Buch nahe meiner Heimat spielt, war für mich schon klar, dass ich es lesen muss, denn leider gibt es zu wenig Romane, die im schönen Schleswig-Holstein spielen. Außerdem liebe ich Geschichten um Familiengeheimnisse.
Obwohl ich in der Gegend lebe, in dem das Buch spielt, habe ich noch nie von der Bräutigamseiche gehört. Ich fand das so faszinierend, dass ich erstmal googeln musste und habe eine paar beeindrucke Bilder entdeckt. Ich fand es toll wie die Autorin, die Sagen um diese Eiche in ihre Geschichte eingebunden hat.
Außerdem fand ich die zwei verschiedenen Zeitebenen klasse und beide Geschichte haben mich sehr gut unterhalten. Gerne hätte ich noch ein wenig mehr aus der Vergangenheit gelesen. Auch sämtliche Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Johanna ist mir als sehr starke und unabhängige Frau begegnet, die vielleicht nicht immer die richtige Entscheidung getroffen habe, gerade deswegen war sie mir sehr sympathisch.
Größtenteils war die Geschichte schon sehr vorhersehbar, sie konnte mich aber stellenweise aber auch überraschen. Meinem Lesespaß hat es absolut keinen Abbruch getan.
Ich kann die Geschichte jedem empfehlen, der gerne Familiengeschichten im Stil von Lucinda Riley oder Kate Morton liest.
Die Autorin Petra Pfänder entführt uns in ihrem Roman zu Johanna, die nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Charlotte nach 12 Jahren nach Eutin in Schleswig-Holstein auf den Hof ihrer Familie kehrt, um Abschied zu nehmen. Sie will das Gutshaus verkaufen, da sie erfolgreich als Immobilien-Maklerin in Hamburg arbeitet und sich ein gemeinsames Leben mit ihrem Verlobten Henning aufgebaut hat.
Der Roman ist flüssig geschrieben, so daß man sich gut in die Geschichte hineinfindet. Durch die detaillierten Beschreibungen der Umgebung glaubt man, sich selbst in Schleswig Holstein zu befinden.
Nach dem Fund eines uralten Briefes in der Bräutigamseiche und dreier Gemälde ihrer Urgroßmutter Emilie im Nachlass der Großmutter tauchen wir mit Johanna in die Familiengeschichte ab, in der es ein Geheimnis gibt, das bisher verborgen war.
Wir werden Zeuge einer vergangenen Liebesgeschichte, die Johanna hilft, in ihrem Leben aufzuräumen.
Die Autorin Petra Pfänder hat eine wunderbare Familiengeschichte geschrieben, in der die Spannung bis zum Schluß aufrechterhalten wird.
Ich bin begeistert von der Geschichte und kann sie sehr gerne weiterempfehlen.
Inhaltsangabe: Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wächst Johanna bei ihrer Großmutter in Eutin auf. Durch ein schockierendes Ereignis verläßt sie von heute auf morgen ihre Heimatstadt und hat sich geschworen, nie mehr zurückzukommen. In Hamburg hat sie sich ein neues Leben aufgebaut und ist als sehr erfolgreiche Immobilienmaklerin tätig. Doch leider ist nun ihre geliebte Großmutter gestorben und Johanna kommt nach 12 Jahren wieder zurück. So schnell wie möglich möchte sie Eutin aber wieder verlassen und beschließt, das Anwesen auf dem sie groß geworden ist zu verkaufen. Doch dies ist leider in einem sehr schlechten Zustand und muß erst renoviert werden. Zudem findet sie in der alten Bräutigamseiche einen verwirrenden Brief, der scheinbar mit ihrer Familie zusammenhängt.
Meine Meinung: Petra Pfänder hat einen sehr schönen, bildhaften und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich von der ersten Zeile an die Geschichte gefesselt hat. Ich konnte mir das Anwesen, die Landschaft alles sehr gut vorstellen und würde am liebsten meine Koffer packen und nach Eutin ziehen. Auch die Protagonisten sind alle sehr lebendig und authentisch geschildert, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und der Leser hat das Gefühl, selber ein Teil der Geschichte zu sein. Johanna ist eine sehr interessante Hauptfigur, die ich von Anfang an mochte. Ich konnte ihre Gedanken und Zweifel, ob sie ihre Großmutter überhaupt richtig gekannt hat, alle nachvollziehen. Die Geschichte wird hauptsächlich in der Gegenwart erzählt. Doch durch kurze Rückblicke in die Vergangenheit lernen wir auch Johannas Urgroßmutter Emilie und deren Schicksal kennen. Die Handlung beginnt ruhig, wird aber im Laufe der Geschichte immer spannender. Neben dem Familiengeheimnis werden wir auch mit einer sehr schönen Liebesgeschichte verwöhnt, bei der es sich wieder mal zeigt, wie wichtig es ist, immer miteinander zu reden. Ich möchte diese rundum gelungene Geschichte sehr gerne weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne.