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Ein Manuskript steht im Mittelpunkt dieses Romans, der im Jahre 1805 die Fortsetzung von Schillers Romanfragment Der Geisterseher. Meyer läßt Wilhelm Grimm als Erzähler beschreiben, wie der schwer erkrankte Schiller den beiden Brüdern, die ihr Idol besuchen, das Manuskript übergibt mit der Bitte, es Goethe auszuhändigen. Doch die Brüder werden überfallen und eine lange Kette von Verwicklungen schließt sich an, in der auch eine ägyptische Loge und andere Geheimbünde bedeutsam werden und in der Goethe unter Mordverdacht gerät.
Meyers unheimlicher Roman im klassischen Weimar ist ein rasend spannendes, wenn auch nicht immer elegant geschriebenes Buch, das zusätzlichen Reiz durch seine Anspielungen auf Werke wie eben Schillers Geisterseher (mit dem es atmosphärisch einiges gemeinsam hat) oder Hoffmanns Sandmann gewinnt. Dennoch ist der Roman kein akademischer Text, sondern eine packende Schauererzählung, in der sich die Ereignisse überschlagen, so daß der Leser das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will. --Jan-Arne Sohns
361 pages, Kindle Edition
First published January 1, 1995