Nach einem dramatischen Flugzeugabsturz in der Wildnis von Maine denken die Überlebenden des Augusta Airline Fluges 303, sie hätten das Schlimmste überstanden. Captain Raymond Thompson organisiert die Gruppe und bemüht sich um Hilfe, doch es wird schnell klar, dass es die Welt wie wir sie kennen nicht mehr gibt. Alles scheint aus den Fugen zu geraten und niemand weiß, wo die Katastrophe ihren Ursprung hat. Nur eine elementare Wahrheit wird der Gruppe schnell klar: Machst du einen Fehler, bezahlst du mit dem Leben und wirst wie "Sie"...
Ein wirklich guter Zombieroman für zwischendurch. War deutlich kürzer als ich erwartet hatte, aber wirklich gut und spannend.
Der Schreinstil ist einfach und gut zu lesen. Kurze Kapitel aus den Blickwinkeln verschiedener Charaktere. Eigentlich nicht so mein Fall, aber dadurch das die Kapitel kurz und ohne unnötiges hinziehen der Ereignisse sind, stört es mich nicht.
Mir war irgendwie nach Zombie Thriller, doch als ich dann das Wort Virus las, habe ich sofort mit den Augen gerollt. (Danke Covid19) Tja, was habe ich erwartet, keine Ahnung..
Ich bin froh, dass ich einfach weiter gelesen habe. Ich konnte mein Kindle gar nicht mehr aus der Hand legen, so hat es mich gepackt.
In dieser Geschichte begleiten wir unterschiedliche Protagonisten. Josh ein Medizin Student, Ray ein Pilot, Scott ein einfacher Holzfäller. Jeder hat seine Geschichte und von jedem erleben wir die erste Begegnung mit einem Zombie.
Es hat mir besonders gut gefallen, dass sich hier nicht mit unnötigen Details aufgehalten wurde. Meist nervt mich in Action Thriller, dass sämtliche Waffen und Gedöns beschrieben wird. Schön, du hast eine Waffe, mir doch Piep egal wie die heißt, schieß einfach. Hier nicht der Fall.
Der Schreibstil war sehr angenehm zum Lesen. Ich fand es spannend bis zur letzten Seite und muss unbedingt wissen wie es weiter geht.
Unter der Betrachtung, dass es ein Erstlingswerk ist, gefällt mir das Buch an und für sich. Ließe ich diesen Punkt außen vor, würden mir allerdings jede Menge Kritikpunkte einfallen, angefangen beim schlampigen oder nicht vorhandenen Lektorat/Korrektorat, das besonders in der ersten Hälfte zu zahlreichen Fehlern führte. Ein wenig betrübt mich auch, dass die Geschichte im Prinzip unterbrochen wird, um den Leser den nächsten Band kaufen zu lassen, obwohl die einzelnen Charakter-Arcs noch nicht wirklich abgeschlossen waren. Im Prinzip liest man hier wirklich eine Folge einer TV-Serie, statt eine vollständige Staffel. Wenn man dies im Hinterkopf behält, kann man aber seinen Spaß an Zombies und Action, dank des einfachen Schreibstils, haben. Ein gutes Buch für zwischendurch.
Eines Tages ist nichts mehr so wie es war. Menschen mutieren zu Zombies und greifen andere an. Kommt es dabei zu einer Verletzung durch den Zombie, ist der Angegriffene innerhalb kürzester Zeit ebenfalls dazu verdammt, als Untoter herumzuwandeln. Mitten in diesem Chaos gibt es den Piloten Ray, der ein Flugzeug mit Zombies notlanden muss. Und auch Scott, der sich nur auf die Ferien zu Hause freut, muss sich mit seiner mutierten Nachbarin herumschlagen. Und Josh, der in der Pathologie gerade sein Praktikum macht, merkt, dass die Toten gar nicht mehr so tot sind. Alle drei sind unterschiedlich und doch haben sie mehr gemeinsam, als sie denken.
Der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an und so wagte sich mich an die Reihe von einem mir unbekannten Autor. Doch leider konnte mich das Buch am Ende nicht so sehr überzeugen, wie ich mir erhofft hatte.
Durch verschachtelte Sätze und zu knappe Informationen wird man mitten in das Geschehen geworfen. Durch die Kürze des Buches muss der Autor auf schnellstem Wege alle Protagonisten vorstellen und hätte dabei nicht außer Acht lassen dürfen, dass es ja noch eine Handlung zu bewerkstelligen gibt. Doch leider blieb einiges auf der Strecke.
Wie es zu dem Ausmaß der Katastrophe kommt, wird zu Anfang kurz angerissen. Und doch bleibt man mit vielem im Dunkeln stehen und muss sich selbst einiges zusammenreimen. Im Grunde ist dies nichts schlechtes, doch hat es mich diesmal schon gestört, so im Ungewissen gelassen zu werden.
Auch war es der ordinäre Schreibstil, der mich persönlich sehr gestört hat. So konnte ich auch nicht richtig in die Geschichte finden. Außerdem blieben die Figuren sehr blass. Man bekommt zwar Informationen über ihr Leben, jedoch keine so richtig interessanten. Dies finde ich sehr schade, denn so konnte ich keinen Bezug zu ihnen aufbauen.
Ray, der Pilot, ist Alkoholiker und hat nicht nur mit Zombies, sondern auch mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. Er hat sein Leben nicht mehr im Griff und droht nun endgültig an allem zu zerbrechen. Scott ist Holzfäller und freut sich sehr auf seinen bevorstehenden Urlaub und seine Familie. Doch zu Hause erwartet ihn alles andere als Ruhe. Er kommt - entgegen seinem starken Beruf - sehr sanftmütig daher. Josh ist angehender Mediziner und hat dadurch schon einig Tote gesehen. Allerdings verlässt er sich zu sehr auf seine Eltern und fühlt sich nun mit allem etwas überfordert.
Diese drei Figuren könnten nicht unterschiedlicher sein und doch müssen sie sich zusammenraufen, um der Apokalypse ins Auge zu sehen.
Die Story plätschert so vor sich hin. Richtig Fahrt kommt erst auf, als sich die Zombies rasend schnell ausbreiten. Ab da kommt man nicht mehr so richtig zur Ruhe. Ein Ereignis jagt das andere. Aber erst zum Schluss konnte mich die Geschichte dann doch packen, so dass ich auch Lust verspürte, den zweiten Teil der Trilogie zu lesen.
Die Zombies gehen sehr aggressiv vor und es scheint auch "besondere" Zombies zu geben und so ergibt sich ein vollständiges Bild der Apokalypse. Trotzdem hat man das Gefühl, eine Mischung aus "The Walking Dead", "Z-Nation" und "Dawn of the Dead" zu lesen. Richtig wirkliche Neuerungen sind eben nicht dabei.
Fazit: Einige Anlaufschwierigkeiten, die der Autor hoffentlich im zweiten Teil ausbügeln kann.