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Der Mietmaler: Eine Liebesgeschichte

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Sonja tobt. Und kurz darauf verschwindet sie. Zurück bleibt der Maler, der die Frauen liebt, die 'mit ihren frisch gecremten glänzenden Gesichtern'. Der, wenn er eine Frau sieht, sofort zum Skizzenblock greifen und sie porträtieren muss. Er ist ein einsamer Tagträumer, ein 'Bilderkrämer', den im Viertel alle kennen. Eines Tages erreicht ihn der Auftrag, eine Frau aus der nahen Stadt zu malen. Er klingelt, überreicht Mozartkugeln, zeigt ihr seine Mappe mit Zeichnungen von Frauen. Edouard und Nora, Maler und Modell, Mann und Frau, das Spiel beginnt.

100 pages, Kindle Edition

Published January 13, 2016

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About the author

Feridun Zaimoglu

44 books38 followers
Born in Turkey, Zaimoglu migrated with his parents to Germany in 1965. He is a poet and visual artist, and his central themes are the problems of the second and third generation of Turkish immigrants to Germany.

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December 13, 2020
„Der Mietmaler: eine Liebesgeschichte“ von Feridun Zaimoglu ist keine Liebesgeschichte im üblichen Sinne. Wobei sich hier die Frage stellt, was üblich ist.

In „Der Mietmaler“ geht es um einem Maler, der von seiner Freundin verlassen wird und in ein Loch fällt.
Durch eine Auftragsarbeit lernt er eine verwitwete Frau kennen, die erst sehr abweisend ihm gegenüber ist. Doch mit der Zeit lernen sich beide besser kennen. Am Ende steht ein fulminanter Kuss und die Geschichte endet. Natürlich geht es in „Der Mietmaler“ noch um weitere Themen als um die Beiden: Es geht um Migration, Beziehungen zu Menschen und um das Leben alleine.

Die erzählte Geschichte steht hier meiner Meinung gar nicht im Mittelpunkt, denn Liebesgeschichten hat es schon oft in der Literatur gegeben, der viel entscheidendere Punkt ist die Sprache. Das Buch ist glänzend geschrieben wie bereits der erste Satz zeigt: „Ich war ihre Verdammnis, Sie verdarb, weil ich malte.“

Mit oft elliptischen Sätzen werden wir in dieses sprachgewaltige Werk hineingezogen. Für mich rückte beim Lesern die Geschichte ein bisschen in den Hintergrund, was aber keinesfalls negativ gemeint ist. Ich war einfach so fasziniert von den schönen Satzkonstruktionen, die Zaimoglu hier darstellt.

Ergänzt wird das Buch durch 18 Bilder, die der Autor selbst gemalt hat. Diese haben mich persönlich nicht so angesprochen, gestört haben sie aber keineswegs.

Wer eine Liebesgesichte alla Romeo und Julia erwartet, wird bei diesem Buch enttäuscht. Aber wer eine sprachgewaltige Lektüre lesen möchte wird um das Doppelte belohnt.

Eine klare Leseempfehlung!
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