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Ich fühle was, was du nicht fühlst

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Die 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen.

400 pages, Paperback

Published August 22, 2016

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About the author

Amelie Fried

62 books7 followers

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Community Reviews

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21 (15%)
1 star
5 (3%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Elena.
261 reviews8 followers
October 15, 2016
Die Rezension gibt es auch hier
Aufgefallen ist mir dieses Buch das erste mal in einem Onlineshop wegen diesem wunderbaren Cover. Die bunte Wasserfarben-Wolke gefällt mir sehr gut, in Kombination mit der eher schlichten Schrift, kommt die Farbexplosion besonders schön zur Geltung. Wirklich begeistert war ich dann, als ich das Werk in den Händen hatte. Das Material des Covers fühlt sich wie eine Leinwand an, die Farben leuchten richtig. Und nachdem ich das Buch nun gelesen habe, finde ich es auch sehr passend zu Indias Persönlichkeit. Wirklich toll!

Dieses Buch beginnt mit dem Satz "Dass mit meiner Familie etwas nicht stimmte, hatte ich schon länger vermutet." und liefert direkt schon das Fundament dieser Geschichte. India und ihre Familie leben im Jahr 1975 in einer schwäbischen Kleinstadt. Diese Zeit selbst habe ich nicht miterlebt, konnte mich aber durch die Beschreibungen sehr gut hinein denken. So erleben wir als Leser auch die Probleme dieser Zeit, denn Indias Eltern sind Hippies und geben ihren Kindern im Sinne einer anti-autoritären Erziehung alle Freiheiten. Während ihr Bruder Che in die Kriminalität abzudriften droht, ist India eine sehr kluge 13-jährige, betrachtet ihr Umfeld kritisch, fühlt sich aber auch allein. Ich mochte das Mädchen sofort, denn die Autorin gestaltet sie greifbar und absolut liebenswürdig. Und manchmal hatte ich auch das Bedürfnis sie zu umarmen und sie aus ihrer Zeit/Welt heraus zu holen.

Die Autorin thematisiert in ihrem Buch sehr sensible und ernste Themen. Sie führt uns Leser sehr gefühlvoll heran und verfällt keinesfalls in eine klischeehafte Erzählung. Zudem sind Indias Erlebnisse und die (inneren) Konflikte in ihrem Kern auch auf die heutige Zeit übertragbar: Schwierige Familienverhältnisse, das Gegen-den-Strom-schwimmen, Verletzung von Vertrauen, Geheimnisse - all das ist zeitlos und regt zum Nachdenken an.

Amelie Fried schafft dabei genug Tiefgang und berührte mich so emotional durch ihren sehr bildhaften, lockeren Schreibstil. Nur ein paar Punkte gefielen mir nicht so gut. Insbesondere der Spannungsbogen erscheint mir verbesserungswürdig, denn ein richtiger Höhepunkt fehlte mir. Genauso brauchte die Geschichte für meinen Geschmack zu lang, um richtig fesselnd zu werden. Das Ende hingegen wirkte dann wieder fast überstürzt. Das ist insgesamt sehr schade, denn dieses Buch liest sich sonst sehr schön.

Fazit:
"Ich fühle was, was du nicht fühlst" ist ein gutes Buch für einen gemütlichen Herbsttag auf dem Sofa. Es ist ein Buch für jede Altersgruppe: Für Jugendliche, aber auch genauso für Erwachsene, die in das Lebensgefühl der 70er Jahre eintauchen wollen. Die Autorin entführt den Leser in die Gedankenwelt einer klugen und hochbegabten Schülerin und schenkt uns Lesern damit eine Geschichte mit Herz und einer wohldosierten Portion Witz. Empfehlenswert!
Profile Image for Natalie.
14 reviews
May 17, 2018
Die 13-jährige India hat es nicht leicht: Ihre exzentrischen Künstler-Eltern stecken in einer Ehekrise, ihr Bruder gerät in seiner Selbstfindungsphase auf extreme Abwege und plötzlich wird ihr Elternhaus zu einem Esoterik-Domizil. Einzig und allein die Klavierstunden, die sie von Christian, ihrem Musiklehrer und gleichzeitig dem Vater ihrer besten Freundin, erhält, geben ihr Kraft. Dass India ein besonderes Gespür für die Musik hat und sie praktisch fühlen kann, macht ihr manchmal jedoch Angst und unter anderem auch körperlich zu schaffen. Einen solchen Moment nutzt Christian eines Tages aus – und für India ist nichts mehr, wie es war.

Das Cover zeigt eine Art bunten Farbklecks auf weißem Grund, was zwar eher auf eine Verbindung der Geschichte zur Malerei statt zur Musik schließen lässt, jedoch nett anzusehen ist.
Ebenfalls gut gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin, da sie sehr bildhaft erzählt, was besonders in den Szenen, in denen Indias Empfindungen gegenüber der Musik beschrieben werden, sehr gut zur Geltung kommt.

Besonders angesprochen hat mich inhaltlich an diesem Buch der Vertrauensbruch zwischen Christian und India, indem er als Erwachsener und Lehrer seine Machtposition missbraucht, um seine Klavierschülerin anzufassen. Ziemlich schnell stellt sich jedoch heraus, dass der Roman diesem Thema gar nicht den Platz einräumt, den es verdient hätte und der dem Leser vom Klappentext her versprochen wird. Stattdessen lenken die endlosen Passagen über Ches falsche Ideologien und die Ausschweifungen von Indias Mutter extrem von der Hauptgeschichte ab, die dadurch eher zur Nebenhandlung verkommt. Das ist extrem schade, da die Grundidee sehr vielversprechend war und die wenigen wirklich interessanten Passagen an und für sich auch sehr gut gelungen sind.
Daher kommt man allerdings auch India, die ja immerhin die Hauptfigur ist, nur in wenigen Szenen nah genug, um sich wirklich mit ihr identifizieren zu können und jedes Mal, wenn es so weit ist, wird der Handlungsstrang zwischen ihr und Christian unterbrochen. Auch richtige Spannung kommt leider erst gegen Ende auf, wo dann plötzlich alles Hals über Kopf geht – für meinen Geschmack leider viel zu spät.

Insgesamt konnte das Buch meinen Erwartungen leider nicht standhalten. Zwar ist es im Großen und Ganzen in Ordnung, liefert aber leider nicht das ab, was der Klappentext als zentrale Thematik verspricht.
Profile Image for michellebetweenbooks.
937 reviews3 followers
June 28, 2021
India lebt gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Che und ihren Hippie Eltern in einer schwäbischen Kleinstadt. Ihre Familie ist jedoch total anders, als alle anderen. Genauso wie sie, denn sie hat ein stark ausgeprägtes Mathematikverständnis und außerdem hat sie eine besondere Begabung für die Musik. Deshalb bietet ihr Nachbar daraufhin Klavierstunden an. Sie fängt an ihm zu vertrauen und findet in ihm eine Bezugsperson. Jedoch missbraucht er ihr vertrauen und jetzt liegt es an India, wie sie sich entscheiden wird…

Das Buch habe ich mal vor einer Weile als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal erhalten, aber ich würde gerne meine Rezension erneuern. Deshalb vielen Dank für das Rezensionsexemplar! Das beeinflusst jedoch in keiner Weise meine Meinung! Außerdem möchte ich anmerken, dass in diesem Buch sensible Themen behandelt werden und ihr deshalb das Buch mit Vorsicht genießen solltet. Bitte achtet auf euch, auch dann, wenn in diesem Buch keine Trigger Warnung ist!

Vorab möchte ich gerne anmerken, wie wunderschön ich das Cover finde. Die Farben harmonieren super zusammen und gerade das mit dem Aquarell Stil gefällt mir sehr gut. Der weiße Hintergrund und die schwarze Schrift, passen ebenfalls sehr gut dazu.

Besonders interessant finde ich, dass die Geschichte im Jahr 1975 spielt und wir daher auch etwas aus dem Leben von damals erfahren. Außerdem ist es unfassbar spannend zu sehen, wie bestimmte Menschen damals auf bestimmte Situationen reagiert haben, auch wenn ich mir wünschte, dass es anders gewesen wäre. Aber wie gesagt, spielt die Geschichte ein paar Jahre früher. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich dachte, dass dies eine lockere und leichte Geschichte werden wird. Aber seid euch sicher, dass ist sie nicht!

Jetzt erst mal zu India. Ich mochte sie total gerne und gerade für ihre 13 Jahre ist sie sehr reif. India ist teilweise sarkastisch und sehr intelligent, was mich sehr gut gefallen hat. Das was India passiert, regt zum Nachdenken an und hat mich schockiert. Ich bewundere die Autorin sehr dafür, dass sie so einfühlsam auf dieses Thema eingegangen ist. Auch wenn India gerade einmal 13 Jahre alt ist, besitzt sie eine Menge Wissen und Selbstbewusstsein.

Der Schreibstil von Amelie Fried hat mich überzeugen können. Jedoch fand ich, dass die Kapitel in diesem Buch etwas lang waren, was mir persönlich nicht so gut gefallen hat. Das merkt man aber eigentlich auch gar nicht, denn durch den fesselnden Schreibstil, bist du so in der Geschichte gefangen, dass du gar nicht merkst, wenn wieder ein Kapitel zu Ende ist.

,,Ich fühle was, was du nicht fühlst‘‘ ist eine Geschichte, die mich tief berührt hat. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass diese Geschichte so emotional sein wird. Amelie Fried ist mit Fingerspitzengefühl an das sensible Thema in dem Buch rangegangen, was ich sehr bewundere.
Profile Image for Nicki || lostbutcute.
408 reviews24 followers
June 15, 2022
India ist dreizehn Jahre alt und anders als ihre Mitschülerinnen. Denn sie ist hochbegabt. Außerdem kann sie Zahlen in Farben sehen und Musik auf ihrer Haut spüren. Dies und ihr Einser-Schnitt machen sie zu einer Außenseiterin in der Schule. Wäre das nicht schon schlimm genug, sind ihre Eltern total durchgeknallt und verrückt und ziehen damit das Gespött der Leute auf sich und ihre Familie.
Dann geschieht für India etwas wundervolles. Ihr Nachbar Christian, ihr Musiklehrer und Vater ihrer einzigen Freundin bietet ihr privaten und kostenlosen Klavierunterricht an, weil er ihr unerkanntes Talent entdeckt. Endlich hat sie etwas gefunden, was ihr Spaß macht und Sie begeistern kann. Doch dann passiert etwas tragisches und Christian verliert ihr Vertrauen. Auch in ihrer Familie läuft es alles andere als Rund. Ihre Eltern stehen kurz vor der Trennung, ihr Bruder gerät in schlechte Kreise und das Geld ist auch knapp. Was wird aus India und Ihrer Familie werden?
Dies ist ein ziemlich anspruchsvoller Roman. Nicht weil er schwer geschrieben ist, sondern weil die Geschichte einfach ziemlich komplex und breitgefächert ist. Es kommen viele verschiedene Themen zur Sprache und es geht um so vieles gleichzeitig.
Trotzdem wird man nicht von den ganzen Dingen erschlagen, sondern kann sich prima in die Erzählung fallen lassen.
Dieses Buch spielt in den 70er Jahren und es kommen auch immer wieder Dingen wie die Nazizeit und das Judentum vor. Das fand ich sehr interessant und ich habe – speziell was das Judentum angeht – ein paar neue Dinge gelernt.
Indias Familienverhältnisse sind sehr kompliziert und die Erziehung ihrer Eltern für mich nicht begreiflich. Aber da sollte man das Buch lieber selber lesen, deshalb gehe ich nicht näher darauf ein. In dieser Geschichte gibt es keine direkte Liebesgeschichte, welche ich normalerweise ja immer brauche, aber in diesem Fall hat sie eigentlich gar nicht gefehlt, denn es gab genug anderes.
Obwohl sich das Buch an manchen Stellen zwischendurch sehr gezogen hat, hat mir die Geschichte gut gefallen, auch weil sie so ausführlich war. Lediglich mit dem Ende bin ich nicht einverstanden und es hat mich total unzufrieden zurück gelassen. Es kommt viel zu schnell und abrupt und ohne viel Geplänkel. Es bleiben, für meinen Geschmack, viel zu viele Fragen ungeklärt und eine Sache lässt mich einfach nicht los. Die hätte einfach nicht so enden dürfen. Wer das Buch schon gelesen hat, wird mich verstehen.
Nichts desto trotz ein toller Roman, der sehr in die Tiefe geht und einen zum nachdenken anregt. India ist ein toller Charakter und hat mir sehr gut gefallen.
Profile Image for Annie.
49 reviews17 followers
October 23, 2016
Irgendwie..habe ich mir bei dem Buch mehr erhofft.

Es ist so dahin geplätschert, ohne eindeutiges Ziel, und bis zum Ende habe ich mich wirklich gelangweilt. Dazu kommen noch die ewig langen Schilderungen, wie India die Musik wahrnimmt. Ich bin selbst Musiker, aber noch nicht mal das konnte ich mir geben, es hat mich wirklich genervt, wie sie immer wieder von Neuem die gleichen Gefühlsregungen beschrieben hat.
Generell fand ich die ganzen Storyentwicklungen....etwas zu abgespacet, ich weiß auch nicht. Es schien für mich nicht gerade sehr wahrscheinlich, dass so etwas in den 70ern passiert ist.
Am schlimmsten fand ich aber die Endentwicklungen. India wurde sexuell belästigt, macht den Mund aber nicht auf, um ihr selbst nicht zu schaden. Ehrlich gesagt finde ich das unmöglich! Solche Werte sollten nicht weitergegeben werden, meiner Meinung nach.
Profile Image for Eva.
13 reviews
March 6, 2020
Ein wunderbares Buch, welches für absolut alle Altersstufen ab der Jugend zu empfehlen ist und viele sehr eindrucksvolle Einsichten gibt, die bereichern und das Weltverständnis verbessern, indem durch Indias Augen außergewöhnliche Blickwinkel ermöglicht werden.
Profile Image for livestreamsuicide.
72 reviews
January 14, 2024
OMG dieses Buch ist so scheiße. Alter ich wusste nicht dass man sexuellen Missbrauch so kacke schreiben kann aber here we are. UND DIESE EINE KUSSSZENE BAAAH WAS FÜR EURE ZUNGEN FÜHRTEN EINEN TANZ AUF AAAA ICH KÖNNT KOTZEN. Grausames Buch
Profile Image for Calipa.
368 reviews1 follower
May 19, 2018
Die komplett struktuierte Welt von India die damit chaotischer nicht sein könnte, haben mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Ich musste immer wieder lachen, den Kopf schütteln und mich fragen wie ich in ihrem Alter reagiert hätte. India übernimmt mit ihren jungen Jahren nicht nur die Verantwortung für sich selbst sondern auch für Che. Der Mensch dem sie dann noch am meisten Vertraut, fällt ihr in den Rücken. Ich dachte wirklich teilweise, das es schlimmer nicht werden könnte.

Das Ende hingegen fand ich sehr hart und für mich sogar noch ein Stück weit unbefriedigend. Ich hätte mir andere Menschen an anderen Stellen gewünscht. Die Charakteristische Veränderung und Entwicklung hingegen fand ich bei Che und India super getroffen und freute mich sehr darüber. Für mich steht fest, das „Ich fühl was, was du nicht fühlst“ nicht das letzte Buch von Amelie Fried für mich war.

Von mir bekommt "Ich fühle was, was du nicht fühlst" von Amelie Fried

4.7/5 Sternen!

Für die komplette Rezension, besucht mich doch gerne auf meinem Blog :)

http://calipa.de/2018/05/19/ich-fuehl...
Profile Image for Lynn Mathias.
13 reviews2 followers
December 3, 2016
THIS ENDING WAS THE WORST!!

why wasn't she able to speak up for herself ??????
this book made me furious
it was repetitive, the parents were THE WORST, the girl was just straight up dumb as shit for not speaking up for herself when she had plenty of possibilities to...
it's not okay to let this happen to you what happened to the protagonist and then just chill with it. just no.

1 star for the amazing cover

I like Amelies' short stories SO MUCH BETTER
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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