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Der Turm der Welt
Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante internationale Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden - sie waren einer Verschwörung auf der Spur.
Was niemand weiß: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft: Eine französische Adelige - Königin der Pariser Salons - fürchtet um ihr Geheimnis: dessen Enttarnung würde weit mehr als nur einen gesellschaftlichen Skandal bedeuten. Ein deutscher Offizier, unterwegs in einer sehr persönlichen Agenda, wird zum Spielball der Großmächte. Ein junger Fotograf schließt einen folgenschweren Pakt, um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen. Ist die bildschöne Kurtisane in Wahrheit eine Spionin?
Schließlich versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, an der Spitze des Eiffelturms, um das Abschlussfeuerwerk zu bestaunen. Wann wäre der Zeitpunkt für einen Anschlag besser gewählt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: zu Lande, zu Wasser – und in der Luft ...
Was niemand weiß: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft: Eine französische Adelige - Königin der Pariser Salons - fürchtet um ihr Geheimnis: dessen Enttarnung würde weit mehr als nur einen gesellschaftlichen Skandal bedeuten. Ein deutscher Offizier, unterwegs in einer sehr persönlichen Agenda, wird zum Spielball der Großmächte. Ein junger Fotograf schließt einen folgenschweren Pakt, um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen. Ist die bildschöne Kurtisane in Wahrheit eine Spionin?
Schließlich versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, an der Spitze des Eiffelturms, um das Abschlussfeuerwerk zu bestaunen. Wann wäre der Zeitpunkt für einen Anschlag besser gewählt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: zu Lande, zu Wasser – und in der Luft ...
704 pages, Hardcover
Published August 26, 2016
About the author
Benjamin Monferat
5 books4 followersHinter dem Pseudonym Benjamin Monferat verbirgt sich ein erfolgreicher deutscher Autor. Als Schriftsteller und Historiker hat er sich ganz der Geschichte verschrieben – in all ihren Bedeutungen. Neben einem Kleinbahnhof an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, gehört das Schnaufen historischer Dampflokomotiven zu seinen ältesten Erinnerungen. Die Lebensgeschichte seines Großvaters, der im Dritten Reich am Bau luxuriöser Salonwagen beteiligt war und gleichzeitig tätigen Widerstand gegen das Regime übte, war einer der Impulse, aus denen heraus «Welt in Flammen» entstand.
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Community Reviews
Displaying 1 - 18 of 18 reviews
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October 14, 2017Ich habe das Buch nach etwa 180 Seiten schweren Herzens weggelegt, denn ich hatte richtig Lust drauf, weil wir kürzlich erst in Paris waren. Aber keiner der zahlreichen Charaktere interessiert mich wirklich, der Schreibstil ist mittelmäßig und richtig Spannung kommt auch nicht auf.
Schade.
Schade.
June 15, 2017
Eine Schnitzeljagd durch das faszinierende Paris Ende des 19 Jahrhunderts. Typische Thrillerelemente, Agenten, verschiedene europäische Mächte, Rotlichtmimieu, Adelsgeschlecht. Der Perspektivenwechsel zwischen den Handelnden ist gut gelungen. Leider waren die Charaktere sehr klischeehaft. Daher ein Punkt Abzug. Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Roman.
June 17, 2017
Der Roman kam nur sehr schwerfällig in Gang, aber zur Mitte hin war es dann doch kurzzeitig ordentlich spannend.
Für mich krankte das Buch daran, dass es zu viele Figuren gab und damit verbunden unnötig viele Geschichten erzählt wurden. Einige Handlungsstränge hätten man schlicht weglassen können. Dies gilt auch für die ein oder andere Hintergrundgeschichte. Gerade am Anfang wurde ich deswegen auch nur langsam warm mit dem Roman.
So richtig ist mir auch keiner der zahlreichen Protagonisten ans Herz gewachsen. Sie waren mir alle zu sehr der Handlung verpflichtet und keiner hatte eine wirklich herausstechende Persönlichkeit. Tatsächlich wirkten sie oftmals eher wie blasse Schatten von anderen berühmten Charakteren der Literatur (vgl Kameliendame, C. Auguste Dupin z.B.).
Leider wurden die großen Geheimnisse der Figuren schon gut 100 Seiten vor dem Ende enthüllt und so haben sich die letzten Seiten furchtbar gezogen.
Was mir ebenso nicht so recht gefiel, war der oftmals stakkatoartige Schreibstil des Autors. Darüber hinaus wirkten einige Sätze und Wendungen ungelenk und noch nicht so recht ausgereift. Das war definitiv auch einer der Hauptgründe warum mich diese Geschichte zu keiner Zeit wirklich packen konnte.
Für mich krankte das Buch daran, dass es zu viele Figuren gab und damit verbunden unnötig viele Geschichten erzählt wurden. Einige Handlungsstränge hätten man schlicht weglassen können. Dies gilt auch für die ein oder andere Hintergrundgeschichte. Gerade am Anfang wurde ich deswegen auch nur langsam warm mit dem Roman.
So richtig ist mir auch keiner der zahlreichen Protagonisten ans Herz gewachsen. Sie waren mir alle zu sehr der Handlung verpflichtet und keiner hatte eine wirklich herausstechende Persönlichkeit. Tatsächlich wirkten sie oftmals eher wie blasse Schatten von anderen berühmten Charakteren der Literatur (vgl Kameliendame, C. Auguste Dupin z.B.).
Leider wurden die großen Geheimnisse der Figuren schon gut 100 Seiten vor dem Ende enthüllt und so haben sich die letzten Seiten furchtbar gezogen.
Was mir ebenso nicht so recht gefiel, war der oftmals stakkatoartige Schreibstil des Autors. Darüber hinaus wirkten einige Sätze und Wendungen ungelenk und noch nicht so recht ausgereift. Das war definitiv auch einer der Hauptgründe warum mich diese Geschichte zu keiner Zeit wirklich packen konnte.
September 12, 2016
Wir schreiben das Jahr 1889. Die „Exposition universelle“ in Paris schließt in Kürze ihre Pforten. Publikumsmagnet dieser zehnten Weltausstellung ist das Eingangsportal, eine über 300 Meter hohe Eisenkonstruktion, „Tour Eiffel“, benannt nach seinem Erbauer, dem französischen Ingenieur Gustave Eiffel. Aber auch zahlreiche andere Exponate versetzen die Besucher in Erstaunen und lassen ahnen, was zukünftig im Bereich Naturwissenschaft und Technik möglich sein wird. Die „Grand Nation“ feiert sich und ihren Erfindergeist, wohl wissend, dass schwierige Zeiten auf sie zukommen werden, da die politische Lage in Europa momentan alles andere als rosarot ist. Es grummelt allenthalben, Allianzen werden geschlossen, aber auch Nationen isoliert. Europa droht Chaos und Schrecken. Die Geheimdienste der verschiedensten Länder tummeln sich im Schatten des Eiffelturms, als zwei ihrer französischen Kollegen tot aufgefunden werden. Es stellt sich heraus, dass diese Informationen über eine Verschwörung hatten und ein Attentat erwarteten. Und welcher Zeitpunkt würde sich besser dafür eignen, als das monumentale Feuerwerk am Ende der Weltausstellung, das mit Sicherheit abertausende Besucher anlocken wird.
Das ist die Ausgangssituation in Benjamin Monferats (alias Stephan M. Rother) neuestem Roman „Der Turm der Welt“. Wie bereits in dem Vorgänger „Welt in Flammen“, der mir übrigens ausnehmend gut gefallen hat, folgt die Dramaturgie dem gleichen Schema: man nehme ein gravierendes Ereignis sowie eine Handvoll Damen und Herren verschiedener Nationalitäten und Interessen. Den „Knalleffekt“ – im wahrsten Sinn des Wortes – platziere man am Ende der Story und lasse alle Handlungen und Verwicklungen innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums darauf zulaufen.
Der Autor ist Historiker, weshalb man davon ausgehen kann, dass die Eckdaten stimmen, aber man sollte sich immer vor Augen halten, dass nicht nur die Ereignisse, sondern auch die Personen fiktiv sind. Die relativ kurzen Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven sorgen von Beginn an sowohl für Tempo als auch für Spannung und sollten eigentlich durch zahlreiche Cliff Hanger zur zügigen Lektüre animieren. Hat bei mir leider nicht funktioniert, denn mein Interesse an den Protagonisten und ihrem Schicksal war im Gegensatz zum Vorgängerroman wesentlich geringer, Sympathiepunkte konnte keiner von ihnen bei mir sammeln.
Dazu kommt, dass es eine ganze Weile dauert, bis man die vorhandenen und in zahlreichem Maße durch den Autor gelieferten Informationen in den passenden Kontext einarbeiten kann, was immer wieder Längen im Handlungsverlauf generiert. Von daher hätte etwas Straffung der Story mit Sicherheit nicht geschadet.
Auch wenn ein Konzept erfolgreich war, sollte man auf dessen mehrmaliges Aufwärmen verzichten. Ich wünsche mir auf alle Fälle für den nächsten historischen Roman aus der Feder des Autors einen neuen Ansatz im Aufbau des Plots, interessantere und sympathischere Protagonisten und etwas weniger Spionage, dann kommen wir mit Sicherheit wieder zusammen.
Das ist die Ausgangssituation in Benjamin Monferats (alias Stephan M. Rother) neuestem Roman „Der Turm der Welt“. Wie bereits in dem Vorgänger „Welt in Flammen“, der mir übrigens ausnehmend gut gefallen hat, folgt die Dramaturgie dem gleichen Schema: man nehme ein gravierendes Ereignis sowie eine Handvoll Damen und Herren verschiedener Nationalitäten und Interessen. Den „Knalleffekt“ – im wahrsten Sinn des Wortes – platziere man am Ende der Story und lasse alle Handlungen und Verwicklungen innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums darauf zulaufen.
Der Autor ist Historiker, weshalb man davon ausgehen kann, dass die Eckdaten stimmen, aber man sollte sich immer vor Augen halten, dass nicht nur die Ereignisse, sondern auch die Personen fiktiv sind. Die relativ kurzen Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven sorgen von Beginn an sowohl für Tempo als auch für Spannung und sollten eigentlich durch zahlreiche Cliff Hanger zur zügigen Lektüre animieren. Hat bei mir leider nicht funktioniert, denn mein Interesse an den Protagonisten und ihrem Schicksal war im Gegensatz zum Vorgängerroman wesentlich geringer, Sympathiepunkte konnte keiner von ihnen bei mir sammeln.
Dazu kommt, dass es eine ganze Weile dauert, bis man die vorhandenen und in zahlreichem Maße durch den Autor gelieferten Informationen in den passenden Kontext einarbeiten kann, was immer wieder Längen im Handlungsverlauf generiert. Von daher hätte etwas Straffung der Story mit Sicherheit nicht geschadet.
Auch wenn ein Konzept erfolgreich war, sollte man auf dessen mehrmaliges Aufwärmen verzichten. Ich wünsche mir auf alle Fälle für den nächsten historischen Roman aus der Feder des Autors einen neuen Ansatz im Aufbau des Plots, interessantere und sympathischere Protagonisten und etwas weniger Spionage, dann kommen wir mit Sicherheit wieder zusammen.
March 12, 2019
Sehr gemischte Gefühle.
Die ersten 200 Seiten ist gefühlt gar nichts passiert. Das mag daran liegen, dass zuerst die wichtigen Personen eingeführt werden müssen, doch das hätte auch spannender gestaltet werden können. Insbesondere die Episoden mit Mélanie und Agnes hatten im Endeffekt nur wenig Nutzen für mich.
Dann ist endlich was passiert, die losen Enden begannen, sich zu verknüpfen und ich als Leserin fühlte mich nicht mehr völlig dumm. Bis zum Ende hin wurde dann auch gut Spannung aufgebaut, die zum Ende hin aber klar wieder abfiel und das Ende des letzten Kapitels wirkte auf mich irgendwie erzwungen, da ja nicht alle heil da raus kommen können.
Der Schreibstil hat mich teilweise genervt. Sie ist wahrscheinlich der Eigenart des Autors geschuldet, doch die anhaltende Nutzung von unvollständigen Sätzen regte mich irgendwann auf. Auch die Einschübe eines einzelnen Wortes in der wörtlichen Rede (zB: "Nein". Gedehnt. "Denken Sie nach.")
Das Setting hingegen fand ich hochinteressant und authentisch transportiert. Zu jeder Zeit konnte ich mir vorstellen, wo die Protagonisten sich gerade befanden und wie es ihnen erging.
Insgesamt also ein mittelprächtiges, historisches Werk, bei dem man den Anfang überstehen muss, bevor es besser wird.
Die ersten 200 Seiten ist gefühlt gar nichts passiert. Das mag daran liegen, dass zuerst die wichtigen Personen eingeführt werden müssen, doch das hätte auch spannender gestaltet werden können. Insbesondere die Episoden mit Mélanie und Agnes hatten im Endeffekt nur wenig Nutzen für mich.
Dann ist endlich was passiert, die losen Enden begannen, sich zu verknüpfen und ich als Leserin fühlte mich nicht mehr völlig dumm. Bis zum Ende hin wurde dann auch gut Spannung aufgebaut, die zum Ende hin aber klar wieder abfiel und das Ende des letzten Kapitels wirkte auf mich irgendwie erzwungen, da ja nicht alle heil da raus kommen können.
Der Schreibstil hat mich teilweise genervt. Sie ist wahrscheinlich der Eigenart des Autors geschuldet, doch die anhaltende Nutzung von unvollständigen Sätzen regte mich irgendwann auf. Auch die Einschübe eines einzelnen Wortes in der wörtlichen Rede (zB: "Nein". Gedehnt. "Denken Sie nach.")
Das Setting hingegen fand ich hochinteressant und authentisch transportiert. Zu jeder Zeit konnte ich mir vorstellen, wo die Protagonisten sich gerade befanden und wie es ihnen erging.
Insgesamt also ein mittelprächtiges, historisches Werk, bei dem man den Anfang überstehen muss, bevor es besser wird.
January 7, 2019
Ich habe mich erst sehr sehr schwer getan in das Buch hineinzufinden. Hatte schon überlegt es wegzulegen. Als ich allerdings alle Personen erstmal kennen gelernt hatte und ihre Verbindungen langsam deutlich wurden, wurde es immer besser! Am Ende war ich vollkommen gebannt!!! Großes Lob an den Author: Die Erfindung und Verbindung so vieler interessanter und sehr unterschiedlicher Menschen muss auch erstmal durchdacht werden...
June 17, 2021
Das Buch ging sich nur sehr schwerfällig an, da etliche (fast zu viele) Figuren eingeführt werden mussten.
Ab dem „Warmwerden“ mit den Personen, den Schauplätzen und der Epoche war es ein richtig fesselnder „Pageturner“, der ganz wunderbar zu lesen war: Kurzweilig, spannend und Lust machendauf mehr!
Der Schluss hingegen wirkte dermaßen konstruiert und gesponnen, da hätte man mehr draus machen können. Daher nur 3/5 Sternen.
Ab dem „Warmwerden“ mit den Personen, den Schauplätzen und der Epoche war es ein richtig fesselnder „Pageturner“, der ganz wunderbar zu lesen war: Kurzweilig, spannend und Lust machendauf mehr!
Der Schluss hingegen wirkte dermaßen konstruiert und gesponnen, da hätte man mehr draus machen können. Daher nur 3/5 Sternen.
September 15, 2020
Eeeendlich mal wieder ein gutes Buch. Mit viel Geschichte, Allgemeinbildung und Spannung. Aus verschiedenen Sichten erzählt, aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und Nationalitäten. Bisschen kitschig ist natürlich, dass am Ende fast jeder den perfekten Partner hat, aber wenn Liebe eine Nebenrolle spielt und die Weltausstellung in Paris 1889 die Hauptrolle, dann ist das okay.
This entire review has been hidden because of spoilers.
January 27, 2022
Einfach genial!
Dieses Buch ist nichts für "nebenbei". Am Anfang gibt es so viele parallele Handlungsstränge, dass man gerne mal den Überblick verliert. Diese werden aber im Laufe des Buches so fesselnd zusammengeführt, dass das Finale einfach grandios ist!
Dieses Buch ist nur zu Empfehlen für LeserInnen, die auch gerne kompliziertere Bücher lesen.
Dieses Buch ist nichts für "nebenbei". Am Anfang gibt es so viele parallele Handlungsstränge, dass man gerne mal den Überblick verliert. Diese werden aber im Laufe des Buches so fesselnd zusammengeführt, dass das Finale einfach grandios ist!
Dieses Buch ist nur zu Empfehlen für LeserInnen, die auch gerne kompliziertere Bücher lesen.
June 22, 2018
Inutile dire che é un libro scritto bene, fin troppo per me.....tantè che non sono riuscita a finire il libro, a causa della sua complessità: ero arrivata a metà libro senza capire quasi nulla della storia.
November 5, 2020
Abbandonato circa a metà per ... noia!!
March 9, 2022
Nach ein paar Kapiteln abgebrochen. So langweilig und zu viele, nervige Charaktere.
January 24, 2017
Karls Rezension
Klappentext
Die ganze Welt schaut auf Paris.
Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante internationale Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden - sie waren einer Verschwörung auf der Spur.
Was niemand weiß: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft: Eine französische Adelige - Königin der Pariser Salons - fürchtet um ihr Geheimnis: dessen Enttarnung würde weit mehr als nur einen gesellschaftlichen Skandal bedeuten. Ein deutscher Offizier, unterwegs in einer sehr persönlichen Agenda, wird zum Spielball der Großmächte. Ein junger Fotograf schließt einen folgenschweren Pakt, um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen. Ist die bildschöne Kurtisane in Wahrheit eine Spionin?
Schließlich versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, an der Spitze des Eiffelturms, um das Abschlussfeuerwerk zu bestaunen. Wann wäre der Zeitpunkt für einen Anschlag besser gewählt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: zu Lande, zu Wasser – und in der Luft ...
Der Autor
Benjamin Monferat ist ein Pseudonym, hinter dem sich der deutsche Autor Stephan M. Rother verbirgt. Als Schriftsteller und Historiker hat er sich ganz der Geschichte verschrieben – in all ihren Bedeutungen. Neben einem Kleinbahnhof an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, gehört das Schnaufen historischer Dampflokomotiven zu seinen ältesten Erinnerungen. Die Lebensgeschichte seines Großvaters, der im Dritten Reich am Bau luxuriöser Salonwagen beteiligt war und gleichzeitig tätigen Widerstand gegen das Regime übte, war einer der Impulse, aus denen heraus «Welt in Flammen» entstand.
Meine Meinung
Story
Paris 1889 am letzten Oktobertag, der letzte Tag der Weltausstellung, nicht nur die Temperaturen sind in diesem Herbst ungewöhnlich warm, auch das Klima unter den großen Nationen der Weltausstellung ist aufgeheizt. Besonders unter den Briten, den Franzosen und den Russen klingt der Ruf nach Krieg nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand. Alle fürchten sich vor den übermächtigen Deutschen. Ein Krieg soll das Kräfteverhältnis in Europa wieder gerade rücken.Aber keiner will den Krieg auslösen, also sucht man nach Gründen, oder versucht welchen zu schmieden. Uns so, wie jeder seine Kriegstreiber hat, gibt es auch die, die das verhindern wollen. Ein Intrigenspiel der Nationen beginnt.
Schreibstil
Das Buch erfordert ein wenig Aufmerksamkeit, denn viele Figuren, Handlungsstränge und Orte gilt es zu verfolgen, zu jedem Charakter kommt eine Erzählung aus seiner Vergangenheit hinzu. Die ganze Geschichte spielt zwischen dem 29. und dem 31. Oktober in Paris.
Charaktere
Die Charaktere sind zahlreich und umfassend skizziert, dadurch wirken sie echt. Da man zu Anfang nicht weiß, wer welches Spiel auf welcher Seite spielt, ist es etwas schwierig, Sympathien aufzubauen.
Mein Fazit
Das Buch beruht auf wahren Fakten. In der Tat nehmen die Spannungen gegen Deutschland ab 1880 er Jahren zu und gipfelten 2 Jahrzehnte später in den 1 Weltkrieg. Benjamin Monferat hat sehr auf Authentizität der Handlung, der Örtlichkeiten und der damaligen Situation geachtet. Der Spannung tut dies keinen Abbruch. Der interessierte Leser füllt sich schnell in die damalige Zeit versetzt. Dank der Stadtkarten von Paris von 1889 ist es für weniger ortskundige Leser einfach, sich zurechtzufinden. Ein Buch, das alles bietet, Liebe, Agentenkrimi, Drama und das alles vor einer realen Kulisse. Wie schon mit Welt in Flammen ist es dem Autor gelungen, ein sehr lesenswertes Buch zu schreiben. Ich vergebe fünf von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung.
Klappentext
Die ganze Welt schaut auf Paris.
Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante internationale Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden - sie waren einer Verschwörung auf der Spur.
Was niemand weiß: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft: Eine französische Adelige - Königin der Pariser Salons - fürchtet um ihr Geheimnis: dessen Enttarnung würde weit mehr als nur einen gesellschaftlichen Skandal bedeuten. Ein deutscher Offizier, unterwegs in einer sehr persönlichen Agenda, wird zum Spielball der Großmächte. Ein junger Fotograf schließt einen folgenschweren Pakt, um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen. Ist die bildschöne Kurtisane in Wahrheit eine Spionin?
Schließlich versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, an der Spitze des Eiffelturms, um das Abschlussfeuerwerk zu bestaunen. Wann wäre der Zeitpunkt für einen Anschlag besser gewählt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: zu Lande, zu Wasser – und in der Luft ...
Der Autor
Benjamin Monferat ist ein Pseudonym, hinter dem sich der deutsche Autor Stephan M. Rother verbirgt. Als Schriftsteller und Historiker hat er sich ganz der Geschichte verschrieben – in all ihren Bedeutungen. Neben einem Kleinbahnhof an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, gehört das Schnaufen historischer Dampflokomotiven zu seinen ältesten Erinnerungen. Die Lebensgeschichte seines Großvaters, der im Dritten Reich am Bau luxuriöser Salonwagen beteiligt war und gleichzeitig tätigen Widerstand gegen das Regime übte, war einer der Impulse, aus denen heraus «Welt in Flammen» entstand.
Meine Meinung
Story
Paris 1889 am letzten Oktobertag, der letzte Tag der Weltausstellung, nicht nur die Temperaturen sind in diesem Herbst ungewöhnlich warm, auch das Klima unter den großen Nationen der Weltausstellung ist aufgeheizt. Besonders unter den Briten, den Franzosen und den Russen klingt der Ruf nach Krieg nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand. Alle fürchten sich vor den übermächtigen Deutschen. Ein Krieg soll das Kräfteverhältnis in Europa wieder gerade rücken.Aber keiner will den Krieg auslösen, also sucht man nach Gründen, oder versucht welchen zu schmieden. Uns so, wie jeder seine Kriegstreiber hat, gibt es auch die, die das verhindern wollen. Ein Intrigenspiel der Nationen beginnt.
Schreibstil
Das Buch erfordert ein wenig Aufmerksamkeit, denn viele Figuren, Handlungsstränge und Orte gilt es zu verfolgen, zu jedem Charakter kommt eine Erzählung aus seiner Vergangenheit hinzu. Die ganze Geschichte spielt zwischen dem 29. und dem 31. Oktober in Paris.
Charaktere
Die Charaktere sind zahlreich und umfassend skizziert, dadurch wirken sie echt. Da man zu Anfang nicht weiß, wer welches Spiel auf welcher Seite spielt, ist es etwas schwierig, Sympathien aufzubauen.
Mein Fazit
Das Buch beruht auf wahren Fakten. In der Tat nehmen die Spannungen gegen Deutschland ab 1880 er Jahren zu und gipfelten 2 Jahrzehnte später in den 1 Weltkrieg. Benjamin Monferat hat sehr auf Authentizität der Handlung, der Örtlichkeiten und der damaligen Situation geachtet. Der Spannung tut dies keinen Abbruch. Der interessierte Leser füllt sich schnell in die damalige Zeit versetzt. Dank der Stadtkarten von Paris von 1889 ist es für weniger ortskundige Leser einfach, sich zurechtzufinden. Ein Buch, das alles bietet, Liebe, Agentenkrimi, Drama und das alles vor einer realen Kulisse. Wie schon mit Welt in Flammen ist es dem Autor gelungen, ein sehr lesenswertes Buch zu schreiben. Ich vergebe fünf von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung.
September 29, 2016
Nach „Welt in Flammen“ ist nun der zweite historische Roman des Autors Benjamin Monferat (Pseudonym von Stephan M. Rother) bei Wunderlich (Rowohlt) erschienen. In „Der Turm der Welt“ geht es um fiktive Ereignisse rund um die Pariser Weltausstellung 1889. In der Metropole tummeln sich über eine Million Menschen, um diese zu bestaunen. Doch nicht alle wollen die Exponate, allen voran den Turm des Architekten Eifel, bewundern, mitten in die heile Welt geht die Drohung, zum Ende der Ausstellung mit Hilfe eines Anschlages die Welt in die Tiefe zu stürzen. Schon bald befinden sich nicht nur die französischen Ermittler in dem Verwirrspiel rund um Intrigen und Macht, auch die Briten und Deutschen mischen mit und müssen bald an einem Strang ziehen, um das Chaos zu verhindern.
1889 ist die politische Lage in Europa angespannt. Es herrscht Frieden, dennoch sind die Beziehungen insbesondere zwischen Frankreich, Großbritannien und Deutschland geprägt von Misstrauen. Die Weltausstellung soll die Stärke des Kontinents zeigen, während die politischen Figuren im Hintergrund die Fäden ziehen. Jeder Auftritt der internationalen Vertreter ist sorgsam geplant, denn jeder Patzer oder Fauxpax könnte der Anfang eines neuen Krieges sein. Mitten in diese Angespanntheit setzt Monferat die Leser. Es ist nicht hinderlich, hier ein wenig Vorwissen über die historischen Vorgänge in Europa zu haben, doch der Autor schafft es, die Verbindungen scheinbar mühelos einzubinden und den verschiedenen Charakteren ihren Platz auf der politischen Karte zu geben. Er springt hierbei von der einfachen französischen Hotelbesitzerin bis hin zum Prinzen Englands. Jeder hat seine Rolle in dem großen Spiel in Paris und wie auch in „Welt in Flammen“ erzählt Monferat die Geschichte über die 700 Seiten aus den verschiedenen Blickwinkeln der Figuren. Einige Charaktere haben wirklich existiert, einige sind erfunden. In „Der Turm der Welt“ wird zwar eine fiktive Geschichte erzählt, die aber in ihren kleinen Begebenheiten durchaus so hätte stattgefunden können, die politische Anspannung auf jeden Fall.
Hatte mich „Welt in Flammen“ vollends begeistert, konnte mich „Der Turm der Welt“ leider nicht ganz überzeugen. Zu einigen Charakteren fehlte mir der Zugang und es waren teilweise zu viele. Gerade zum Ende hin, wenn alle aufeinandertreffen, hätte ich mir einen Register gewünscht, denn so wurde der Showdown für mich dadurch verlangsamt, dass ich immer wieder kurz überlegen musste, mit welcher Figur ich es gerade zu tun hatte und was diese bisher ausgemacht hat. Die Geschichte muss sehr aufmerksam gelesen werden, denn viele kleine Details fügen sich nach und nach zusammen. Sicher habe ich einige Auflösungen verpasst, da ich hier der Handlung auf den vielen Seiten teilweise nicht mehr konzentriert gefolgt war. Meine Meinung ist daher auch meinem Leseverhalten geschuldet. Der Roman hatte zudem einige Längen, sodass sich einige Passagen sehr gezogen haben. In „Welt der Flammen“, indem es um die letzte Reise des Orientexpress während des Zweiten Weltkrieges geht, konnte Monferat seine Erzählkraft auf den eingeengten Kosmos des Zuges begrenzen, mit seinem neuen Roman rückt eine ganze Stadt in den Fokus. Vielleicht war es gerade diese konzentrierte Enge, die mir im ersten Roman besser gefallen hat. Ich möchte „Der Turm der Welt“ 3 von 5 Sternen geben und eine Leseempfehlung für die aussprechen, die historische Romane mögen, welche sich an politischen Verknüpfungen orientieren.
1889 ist die politische Lage in Europa angespannt. Es herrscht Frieden, dennoch sind die Beziehungen insbesondere zwischen Frankreich, Großbritannien und Deutschland geprägt von Misstrauen. Die Weltausstellung soll die Stärke des Kontinents zeigen, während die politischen Figuren im Hintergrund die Fäden ziehen. Jeder Auftritt der internationalen Vertreter ist sorgsam geplant, denn jeder Patzer oder Fauxpax könnte der Anfang eines neuen Krieges sein. Mitten in diese Angespanntheit setzt Monferat die Leser. Es ist nicht hinderlich, hier ein wenig Vorwissen über die historischen Vorgänge in Europa zu haben, doch der Autor schafft es, die Verbindungen scheinbar mühelos einzubinden und den verschiedenen Charakteren ihren Platz auf der politischen Karte zu geben. Er springt hierbei von der einfachen französischen Hotelbesitzerin bis hin zum Prinzen Englands. Jeder hat seine Rolle in dem großen Spiel in Paris und wie auch in „Welt in Flammen“ erzählt Monferat die Geschichte über die 700 Seiten aus den verschiedenen Blickwinkeln der Figuren. Einige Charaktere haben wirklich existiert, einige sind erfunden. In „Der Turm der Welt“ wird zwar eine fiktive Geschichte erzählt, die aber in ihren kleinen Begebenheiten durchaus so hätte stattgefunden können, die politische Anspannung auf jeden Fall.
Hatte mich „Welt in Flammen“ vollends begeistert, konnte mich „Der Turm der Welt“ leider nicht ganz überzeugen. Zu einigen Charakteren fehlte mir der Zugang und es waren teilweise zu viele. Gerade zum Ende hin, wenn alle aufeinandertreffen, hätte ich mir einen Register gewünscht, denn so wurde der Showdown für mich dadurch verlangsamt, dass ich immer wieder kurz überlegen musste, mit welcher Figur ich es gerade zu tun hatte und was diese bisher ausgemacht hat. Die Geschichte muss sehr aufmerksam gelesen werden, denn viele kleine Details fügen sich nach und nach zusammen. Sicher habe ich einige Auflösungen verpasst, da ich hier der Handlung auf den vielen Seiten teilweise nicht mehr konzentriert gefolgt war. Meine Meinung ist daher auch meinem Leseverhalten geschuldet. Der Roman hatte zudem einige Längen, sodass sich einige Passagen sehr gezogen haben. In „Welt der Flammen“, indem es um die letzte Reise des Orientexpress während des Zweiten Weltkrieges geht, konnte Monferat seine Erzählkraft auf den eingeengten Kosmos des Zuges begrenzen, mit seinem neuen Roman rückt eine ganze Stadt in den Fokus. Vielleicht war es gerade diese konzentrierte Enge, die mir im ersten Roman besser gefallen hat. Ich möchte „Der Turm der Welt“ 3 von 5 Sternen geben und eine Leseempfehlung für die aussprechen, die historische Romane mögen, welche sich an politischen Verknüpfungen orientieren.
August 21, 2016
Paris will sein Ansehen zurück und mit der großen Weltausstellung 1889 wird dies auch gelingen. Nur noch wenige Tage sind die Tore der großen Exposition geöffnet, zu deren Ehren Gustav Eiffel seinen Stahlturm konstruierte. Albertine de Rocquefort wird mit ihrer Tochter Mélanie in die Stadt zurückkehren, das Mädchen soll zwar Stress meiden, ist aber inzwischen alt genug, um in die Gesellschaft eingeführt zu werden. Nummer zwei der britischen Thronfolge, der etwas unstete Eddie, muss ebenfalls die Reise in die französische Metropole antreten, um in der Heimat einen Skandal zu verhindern, sehr zum Leidwesen seiner Bewacher ändert der Ortswechsel jedoch nichts an seinem Verhalten. Auch das Deutsche Reich hat eine Gesandtschaft geschickt, unter ihnen der junge und noch unerfahrene Friedrich von Straten, der jedoch auch in ganz persönlicher Mission unterwegs ist. Während die Welt auf den krönenden Abschluss wartet, sind allerdings Mächte am Werk, die den Zauber des Moments für ihre Zwecke nutzen möchten, um Rache zu nehmen und sich ein Denkmal zu setzen.
700 Seiten komplexe Handlung in wenigen Sätze zusammenzufassen ist schlichtweg unmöglich. Benjamin Monferat hat unzählige Handlungsstränge, die sich in rascher Abfolge abwechseln, geschickt miteinander verwoben und einen nicht ganz typischen historischen Roman geschaffen. Das historische Ereignis der Pariser Weltausstellung bietet den Rahmen und wird immer wieder Schauplatz der Handlung, deren Figuren jedoch weitgehend fiktiv sind und sich so frei von historischem Ballast entfalten können. Die einzelnen Erzählstränge bieten alles, was man als Leser von historischen Romanen, aber auch Krimis, erwarten könnte: geheime Schwärmereien, Intrigen, Komplotte, Vertuschung, lange gehütete Familiengeheimnisse – und dazu die wundersamen Erfindungen, die das 20. Jahrhundert eingeläutet haben.
Die Anzahl der Seiten könnten abschrecken, doch durch die kurzen Kapitel und das dadurch entstehende hohe Tempo fliegen sie nur so dahin. Die zunächst nur lose verbundenen Handlungsstränge werden zunehmend miteinander verwoben und am Ende sauber und logisch aufgelöst – Chapeau! Bei der Menge an Figuren, Schauplätzen und Nebenerzählungen zu einem überzeugenden Abschluss zu kommen, gelingt nicht jedem Autor. Auch die einzelnen Charaktere mit ihren unterschiedlichen Hintergründen und Motiven bieten viel Abwechslung und sie sind allesamt überzeugend konstruiert.
Fazit: ich fühlte mich bestens unterhalten im Paris des Jahre 1889.
700 Seiten komplexe Handlung in wenigen Sätze zusammenzufassen ist schlichtweg unmöglich. Benjamin Monferat hat unzählige Handlungsstränge, die sich in rascher Abfolge abwechseln, geschickt miteinander verwoben und einen nicht ganz typischen historischen Roman geschaffen. Das historische Ereignis der Pariser Weltausstellung bietet den Rahmen und wird immer wieder Schauplatz der Handlung, deren Figuren jedoch weitgehend fiktiv sind und sich so frei von historischem Ballast entfalten können. Die einzelnen Erzählstränge bieten alles, was man als Leser von historischen Romanen, aber auch Krimis, erwarten könnte: geheime Schwärmereien, Intrigen, Komplotte, Vertuschung, lange gehütete Familiengeheimnisse – und dazu die wundersamen Erfindungen, die das 20. Jahrhundert eingeläutet haben.
Die Anzahl der Seiten könnten abschrecken, doch durch die kurzen Kapitel und das dadurch entstehende hohe Tempo fliegen sie nur so dahin. Die zunächst nur lose verbundenen Handlungsstränge werden zunehmend miteinander verwoben und am Ende sauber und logisch aufgelöst – Chapeau! Bei der Menge an Figuren, Schauplätzen und Nebenerzählungen zu einem überzeugenden Abschluss zu kommen, gelingt nicht jedem Autor. Auch die einzelnen Charaktere mit ihren unterschiedlichen Hintergründen und Motiven bieten viel Abwechslung und sie sind allesamt überzeugend konstruiert.
Fazit: ich fühlte mich bestens unterhalten im Paris des Jahre 1889.
October 15, 2016
Fing schleppend an, war dann richtig spannend, bis das Ende alles zunichte gemacht hat. Das hätte nicht sein müssen.
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