Der Flughafen BER wird eröffnet. Ein großer Tag für Berlin und Brandenburg. Genau 7,34 Sekunden lang läuft er wunderbar. Dann allerdings stürzt quasi aus dem Nichts ein wirklich großes Raumschiff auf alle drei Startbahnen. Dies ist der Auftakt zu einer Geschichte, die alles, was wir über außerirdisches Leben zu wissen meinten, über den Haufen wirft. Es treten auf: hochentwickelte Zivilisationen, denen lange Weltraumflüge längst viel zu mühsam sind und die andere Welten einfach online erobern; hyperintelligentes, sprechendes Plastik; Chamäleonsoldaten, die automatisch die Form annehmen, die ihnen gerade den größten Vorteil verschafft – und Goiko Schulz, 36 Jahre alt und eigentlich nur für seine Mutter etwas Besonderes. Gemeinsam mit einer schlechtgelaunten Fahrradkurierin und einem alten russischen Zeitreiseforscher wird er zur letzten Hoffnung der Menschheit. Ziel der kleinen Gruppe ist der interplanetare Verbrauchergerichtshof. Doch äußerst mächtige Feinde tun alles, damit sie diesen niemals erreichen ...
Im Großen und Ganzen recht amüsant. Doch, doch. Die Story ist natürlich völlig absurd und mit eine großen Menge abgedrehter Fantasie geschrieben, aber in sich ist sie überraschenderweise auch irgendwo stimmig.
Mit einer denkenden und sprechenden Handyhülle, intelligentem Schleim, einem Raumschiff, dass im Dialekt eines Busfahrers der BVG kommuniziert, Bewustseinszeitreisen, dem drohenden Ende oder doch zumindest der totalen Versklavung der Menschheit, einer ganzen Reihe skurriler und noch skurrillerrer Alienarten wie zum Beispiel einem Millionen Kilometer langen Faden, einem Zwillingspaar Trickphilosophen, einem Camäleonsoldaten, fiesen Amöben, und und und... Total unglaubwürdig war lediglich, dass der BER tatsächlich eröffnet wird, obwohl auch hierfür eine (natürlich hanebüchene) Erklärung geliefert wird.
Man kann Teile des Buchs durchaus als Gesellschaftskritik verstehen. Aber eingebettet in die Absurdität des Ganzen verpuffte für mich die Wirkung ein wenig. Gleiches gilt für die eher philosophischen Ausflüge. Außerdem wird an einigen Stellen meine persönliche Grenze zwischen Humor und Klamauk überschritten, besonders sprachlich; daher auch „nur“ ein Dreier.
Das Buch erinnerte mich ein wenig an Douglas Adams’ Hitchhiker (das sogar auch an einer Stelle mal erwähnt wird), zumal der Anti-Hero Guiko Schulz manchmal wie ein Arthur Dent daherkommt.
PS: @Horst Evers: Nichts für ungut, aber die Mehrzahl von „Datenbank“ heißt „Datenbanken“, nicht „Datenbänke“.
3.5 stars. For me, the style was often too close to The Hitchhiker's guide to be considered original. Apart from that, it was entertaining nonetheless, though on the slow side in parts.
Eines meiner Hauptprobleme war, dass die Handlung eine einzige Aneinanderreihung von Erklärungen ist. Die Hauptperson soll mit einem Raumschiff die Erde verlassen um an einem intergalaktischen Gerichtshof zu klagen und somit die Menschheit vor der Auslöschung zu retten. Dabei kommt es zu zwischenfällen, wodurch sich die Abreise von der Erde verzögert. So weit, so gut.
Leider hatte die Hauptperson selbst überhaupt keinen Einfluss auf das Geschehen oder auch nur in irgendeiner Weise ein Motiv selbst zu Handeln, wodurch die Handlung einfach so passiert und er eben zufällig auch noch da ist. Somit bleibt es an den Nebencharakteren hängen, der Hauptperson, und auch uns Lesern, alles zu erklären was passiert, warum es passiert und was in der Zukunft passieren wird. Die ganze Sache wurde dadurch fürchterlich zäh und langweilig. Die Hauptperson hat etwa so viel Charakter wie eine Raufasertapete, was die persönliche emotionale Investition in sein Wohlergehen deutlich schwieriger macht. Der Humor...naja, das ist ja immer subjektiv. Mein Humor war es im Großen und Ganzen nicht, obwohl ich an einigen Stellen schmunzeln musste. Trotz allem, die soziale Kritik, die als Aufhänger für die meisten "Jokes" fungiert, ist in etwa so subtil wie jemandem eines mit einer Bratpfanne überzuziehen.
Alles in allem fand ich das Buch langweilig. Es kommt definitiv darauf an, ob man den Humor mag, was bei mir leider nicht der Fall war. Es ist sicher das richtige Buch für irgendjemanden, für mich war es eine mittelgroße Zeitverschwendung.
2stars. Sadly I was quite disappointed by the book. It did have funny elements in it (yes, I did like that the spaceship had the voice of a BVG busdriver) and also liked how he included social criticism, but overall i didnt like the story.
Endlich fertig! Gefühlt hat es eine halbe Ewigkeit gedauert bis ich endlich durch war. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht und es gab auch einige Stellen, an denen ich schmunzeln musste. Insgesamt war es aber wenig Handlung und viel Erklärungen, was es mir schwer machte mit dem Buch warm zu werden.
Habe es in einem offenen bücherschrank gefunden, tolles Buch! Sehr lustig und mit vielen Erkenntnissen über die Erde und die Menschen. Tolle Außerirdische und der berlinerische Akzent der Signora ist genial. Die ganzen Referenzen zu allen möglichen sci-fi Serien haben mir außerdem sehr viel Freude bereitet :)
Ich erkenne Douglas Adams, Stanisław Lem und Horst Evers und ich liebe es. Aber warum muss jeder Roman von ihm damit beginnen, dass der Protagonist seine Love Interest stalkt?
Total abgefahren! Kann ich nur empfehlen. Für mich fing es ein wenig schleppend an und EIGENTLICH ist SciFi ja auch nicht so mein Ding. Dann erinnerte es mich ein wenig an "Per Anhalter durch die Galaxis". Aber nach und nach musste ich einsehen, dass es doch irgendwie ganz anders weiterging. Immer wieder kommen Situation, in denen der Mensch als solcher so richtig aufs Korn genommen wird. Und ich bin so froh, dass ich nicht die einzige bin, die sich z. B. AGBs vielleicht nicht immer haargenau durchliest. Ich hatte das Gefühl, das Buch ist entstanden, weil sich jemand gefragt hat "Was wäre wenn..." und dabei vielleicht auch das ein oder andere Bier getrunken hat. Wirklich herrlich witzig und dabei auch ziemlich kritisch. Leider kam mir das Ende des Buches ein wenig zu abrupt. Ich hatte schon vorher immer gedacht, dass es bereits die letzte CD ist und noch kein Ende in Sicht. Mehr ein offenes Ende. Vielleicht hat sich Herr Evers ja auch ein wenig innerhalb seiner Geschichte verstrickt und nun musste plötzlich ein Ende her? Oder wird es vielleicht noch weitere Teile geben? Wird die Erde jemals gerettet werden?
Hat mich selbst als Hörspiel viel Zeit gekostet. Viele schöne kleine Gags aber die Figuren waren schwer auseinander zu halten. Dann vielleicht noch einmal ein Krimi anstelle eines SciFi Adventure
Schade, schade. Ich bin ein Evers-Fan und das Buch fängt richtig gut an. Aber irgendwo in der Mitte verlor ich den Faden: Wer ist jetzt nochmal wer? Was muss jetzt passieren, damit was los ist? Wo kommt der jetzt wieder her? Es wird alles zu viel. Und dann holpert die Geschichte auch noch zu einem Ende, das nicht mal ein Ende ist. Es hätte ein neuer Anhalter durch die Galaxis werden können, wurde es aber leider nicht.
Bei Seite 168 habe ich aufgehört und denke es ist besser so. Nachdem es viele unterhaltsame Lektüre von Horst Evers für kurzweilige Lesezeit gibt, gehört dies eher nicht dazu.
Im Gegensatz zu den paar Rezensionen, die ich hier kurz überflogen habe mochte ich dieses Buch durchaus! Ich habe wiederholt laut gelacht. Die Charaktere sind teilweise etwas überzogen und durvh die teils obskure Namensgebung war es anfangs etwas verwirrend, die verschiedenen Charaktere auseinander zu halten, aber das gab sich bald. Es hat mir sehr gut gefallen, dass viele SciFi-Anspielungen mit Evers-Humor verbunden wurden und so wunderbar abgedrehte Handlungssteänge nicht nur kurz angedacht sondern zu Papier gebracht wurden. Schönes sehr kurzweiliges Buch!