Als Jugendliche in der Zisterne eines einstigen Pellwormer Mädcheninternats die Leiche einer Frau finden, ahnt Gesa Harms, alleinerziehende Mutter und einzige Polizistin der Insel, noch nicht, dass sie es in Wahrheit mit zwei Morden zu tun hat. Denn im Schlamm unter der Leiche wird kurz darauf ein weiteres Opfer Das Skelett eines weiblichen Teenagers, das dort bereits 40 Jahre zuvor entsorgt wurde. Zwei Tote im gleichen Versteck? Für Gesa steht fest, dass die Morde miteinander in Verbindung stehen und die Spur in die Vergangenheit weist.
Gut, habe ich mir gedacht, liest Du mal wieder was von einem deutschen Autor. Der Finn kriegt ja aktuell sehr viel Lob, warum also nicht.
Nun, vielleicht weil es wirklich sowas von erbärmlich klischeehaft und schrecklich hölzern geschrieben ist, dass mir die Galle hochkommt. Jeder Siebtklässler hat mehr Verve und Kreativität beim Schreiben als ein Thomas Finn. Die Charaktere sind leblose Abziehbilder drittklassiger Tatort-Folgen und die Geschichte hat bereits zu Beginn mehr Logiklöcher als ein Schweizer Käse.
Habe nach gut 20% das Handtuch geworfen, für solch generischen Quatsch ist mir meine Zeit ehrlich gesagt zu schade. Wer Vorschläge für wirklich gute deutsche Genre-Autoren hat: Immer her damit!
ganz random entdeckt und muss ehrlich sagen.. war erstaunlich gut?? klare empfehlung von mir für jeden der krimis mag :) der plot twist am ende war SO KRANK und hätte man niemals erwartet, dachte die ganze zeit ich wüsste wers war, silly me
Bei einem kleinen abendlichen Ausflug mit anderen Jugendlichen findet Jan in einem alten, leerstehenden Gebäude eine tote Frau. Der Teenager ist nicht nur relativ kurz auf der Insel, sondern auch der Sohn von Gesa Harms, der neuen Polizeibeamtin Pellworms. Und diese beginnt umgehend mit den Ermittlungen - trotz widriger Wetterumstände und nichtsahnend, dass es nicht bei diesem einen Leichenfund bleiben wird. Denn in der Zisterne des alten Mädcheninternats finden sich Gebeine, die schon einige Jahrzehnte früher dort deponiert wurden... Als die geborgenen Knochen auch noch aus der örtlichen Arztpraxis gestohlen werden, begreift Gesa, dass sie schnell sein und die Gunst der Stunde nutzen muss: denn aufgrund der Wetterlage ist Pellworm mitsamt seinen Bewohnern vom Festland abgeschnitten - das bedeutet, der Mörder ist noch unter ihnen...
Gesa Harms ist eine Polizeibeamtin, die erst vor kurzem vom Festland auf die Insel versetzt wurde. Da sie ihren Mann, Jans Vater, verloren hat, hat sie gehofft, auf Pellworm einen Neuanfang zu starten. Das sie dabei gleich mit einem Fall konfrontiert wird, der in die Vergangenheit zurückreicht, konnte sie bei dem relativ überschaubaren Einsatzgebiet nicht unbedingt ahnen. Doch Gesa ist nicht nur klug, sondern sie ist durchaus auch standhaft und lässt sich so schnell nicht die Butter vom Brot nehmen - was sich spätestens bei der Ankunft der Verstärkung vom Festland zeigt. Auf mich wirkt sie sehr sympathisch und in ihrer Situation als frisch angelandete Polizistin und alleinverziehende Mutter zudem auch durch und durch glaubhaft. Überhaupt haben mir die Figuren - allen voran ihr Sohn Jan, aus dessen Blickwinkel ein Teil der Handlung erzählt wird - in ihrem näheren Umfeld sehr gut gefallen, denn auch sie sind realistisch gezeichnet.
Der Autor Thomas Finn hat in meinen Augen einen richtig spannenden Krimi vorgelegt, der mich vor allem dank seiner Charaktere, der atmosphärischen Beschreibungen von Insel, Wetter und Ermittlungsarbeit, die nicht immer ganz reibungslos vonstatten geht und einem bunten Strauß an Spekulationsmöglichkeiten überzeugt. Ich habe bis zum Ende gerätselt und wilde Theorien aufgestellt - nur um am Ende dann trotzdem noch überrascht zu sein.
Fazit: Ein packender, handwerklich sehr gut gemachter Krimi, der mich perfekt unterhalten konnte. Ich hoffe sehr, dass es noch mehr von Gesa Harms zu lesen gibt - denn sowohl die Figuren als auch der Handlungsort haben in meinen Augen viel Potential!