Das Buch würde ich nur jemandem empfehlen, der absolut noch nie etwas über Zwangsstörungen gehört hat und auch noch niemals in Therapie war. Es ist alles sehr oberflächlich und grob beschrieben. Maximal als Einstieg in das Thema geeignet. Manches ist schon hilfreich, hätte aber viel besser ausgeführt werden müssen. Hauptsächlich auch eher für Zwänge wie Putzzwang, Angst vor Kontamination, Kontrollzwang etc. Auf pure ocd, relationship ocd, false memory ocd etc. wird gar nicht eingegangen, da diese scheinbar nicht ganz so häufig sind wie andere Zwänge. Insgesamt sowieso nur sehr grob auf alles eingegangen. Ich denke es soll ein Einstiegswerk ins Thema sein.
Ich war zuerst skeptisch, ob ein Ratgeber nicht ziemlich langweilig ist. Ich wurde aber absolut überrascht und denke, dass man das Buch unbedingt lesen sollte, wenn man sich für die Thematik interessiert oder sogar betroffen ist! Die Beispiele sind sehr anschaulich beschrieben/gewählt und gut zu verstehen. Auch die Arbeitsblätter, die mit abgedruckt sind und als Vorlage genutzt werden, finde ich sehr interessant.
Ich kann nicht sagen, inwieweit die Übungen in ihrer Umsetzung erfolgreich sind, aber sie erscheinen mir schon sinnvoll. Das Buch hält, was der Titel verspricht: Man lernt, Zwangsstörungen besser zu verstehen.