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Amrum ist nicht so idyllisch wie es scheint – nach »Der Pfauenfedernmord« ein weiterer spannender Fall für Knudsen und Zander.

Mordanschlag auf Jasper Erikson! Nur knapp entgeht der Amrumer Surflehrer dem Tod. Unter Einheimischen und Touristen gilt der notorische Schürzenjäger als schillernde Figur, und auch das Finanzamt hat ihn im Blick. An Konflikten und Mordmotiven mangelt es also nicht.

Doch bei ihren Ermittlungen beißen die Kommissare Knudsen und Zander auf Granit. Niemand will etwas Verdächtiges beobachtet haben. Und auch Jasper zeigt sich seltsam bedeckt. Heimlich begibt er sich selbst auf die Jagd nach dem Täter.

Plötzlich kommt es zu einer Verkettung dramatischer Ereignissen und die Zeit läuft den Kommissaren davon ...

Der zweite Fall für die Kripo Wattenmeer entführt die Leser in die idyllische, aber manchmal recht eigene Welt der Nordseeinsel Amrum.

301 pages, Kindle Edition

Published August 16, 2016

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Ulrike Busch

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August 24, 2016
Tödliche Flirts – Intelligenter, rasanter und vergnüglich dichter Kriminalroman

Surflehrer Jasper Erikson ist kein Kind von Traurigkeit. Als sich sein langjähriger Urlaubsflirt Bele plötzlich entscheidet ganz auf die Nordseeinsel Amrum zu ziehen, sieht er seine Freiheit und auch seine Ehe gefährdet.

Eines Morgens entgeht Jasper nur knapp einem Mordanschlag, als sein Mini explodiert und sich schließlich in Flammen auflöst. Die Kripo Wattenmeer, Hauptkommissar Knud Knudsen und sein Sylter Kollege Arne Zander, nehmen die Ermittlungen auf, während Jasper die Geschehnisse herunter spielt, bis er sich erneut in Lebensgefahr befindet.

Der zweite Fall für die Kripo Wattenmeer.

Die Autorin:

Ulrike Busch wurde 1958 in Essen geboren. Sie studierte Sprachwissenschaften in Bochum und Pisa. Als Norddeutsche aus Überzeugung zog sie 1986 nach Hamburg. Seitdem ist sie im Norden tief verwurzelt. Sie liebt die grüne Landschaft Schleswig-Holsteins und den weiten Horizont, die Inseln Amrum und Sylt, die Gradlinigkeit und Bodenständigkeit der Menschen, ihre dröge Herzlichkeit und ihren schnörkellosen Dialekt. Rund 20 Jahre lang war Ulrike Busch als Texterin und Technische Redakteurin in IT-Unternehmen angestellt. 2003 machte sie sich in diesem Metier selbstständig. Zehn Jahre später entdeckte sie eine neue berufliche Leidenschaft: Das Schreiben von Romanen – die natürlich in Norddeutschland spielen. (Quelle: Edition M)

Seit 2013 veröffentlicht Ulrike Busch als freie Roman-Autorin Bücher verschiedener Genres. Ihre Herzstücke sind Kriminalromane, die ihre Schauplätze an der Nordseeküste beherbergen.

Reflektionen:

Vor einigen Monaten habe ich Ulrike Buschs Kriminalroman „Der Pfauenfedernmord“ mit Genuss gelesen und umso mehr freute ich mich nun auf „Jaspers letzter Flirt“. Und was soll ich euch schreiben? „Jaspers letzter Flirt“ ist noch besser, noch spannender und noch viel dichter in der Story. Es macht total viel Spaß, wenn man beim Lesen erkennt, wie sich der Schreibstil und der Ausdruck weiter formen und festigen, obwohl ich überzeugt war, Ulrike Busch sei längst auf einem hohen literarischen Level angekommen.

„Jaspers letzter Flirt“ liest sich federleicht und süffig wie ein gut gereifter exklusiver Wein. Mit Jasper in der einen- und einem guten Wein in der anderen Hand genoss ich spannende Lesestunden. Für mich war dieser Kriminalroman ein Page-Turner, den ich jedem Krimi-Fan nur ans Herz legen kann.

Die Geschichte dreht sich um den gutaussehenden Surflehrer Jasper. Verheiratet mit Göntje, drei Kinder, aber seit Jahren Weltmeister im Flirten ohne Rücksicht auf Verluste. Als sich Bele, sein langjähriger Urlaubsflirt, auf der Insel Amrum niederlassen will, hat er Sorge um seine Ehe und vor allem um seine geliebten Freiheiten. Freiheit heißt für Jasper vor allem Flirten. Dann wird ein Attentat auf ihn verübt, dem er nur zufällig entgeht. Wer steckt dahinter? Im Laufe der Geschichte stoßen die sympathischen Ermittler Knud Knudsen und Arne Zander auf einige Menschen in Jaspers Umfeld, die alle ein Mordmotiv besitzen. Es sind hauptsächlich Männer, deren Frauen von Jasper vernascht wurden und so gibt es zahlreiche Spuren, die verfolgt sein wollen. Zudem sind Steuerfahnder hinter Jasper her, die ihm einiges unterstellen. Ulrike Busch spielt mit dem Leser. Man kann nicht anders als mit zu rätseln, doch die intelligent verstrickte Story schmeißt meine eigenen Täterermittlungen dauernd geschickt um. Erst ganz am Ende des Buchs wurde ich mit der Auflösung belohnt, die mich obendrein dann auch noch überraschte, denn den Täter hatte ich anfangs im Sinn und wieder verworfen.

Die Perspektivwechsel und Ortswechsel sind angenehm platziert. Besonders eine Perspektive gibt Rätsel auf, denn darin agiert der Täter, an dessen Gedankengängen der Leser teilhaben kann.

Das Besondere an diesem Krimi ist, dass man die Liebe der Autorin zur Insel Amrum spürt. Während mich viele Küsten-Krimis mit langatmigen Landschaftsbeschreibungen langweilen, geht es hier so rasant zu, dass derartiges gar nicht in die Handlung passen würde. Und doch, im Kleinen, wunderbar maßvoll, glanzvoll in der Handlung verwoben sehe ich die Schauplätze Amrums vor mir, als sei ich vor Ort.

Mein soeben geschriebenes „rasant“ bezieht sich auf den Fluss der Geschichte und auf dicht aufeinanderfolgende Dialoge und Unterhaltungen, die mich enorm antreiben. Sie offenbaren Interessantes sowie Tiefgründiges und sie bringen mir die authentischen Figuren so nah, dass ich sie gut zu kennen glaube.

Der Schreibstil liest sich nicht nur federleicht, sondern er vereint den Ausdruck mit der interessanten Handlung, den liebevoll erschaffenen Charakteren, als würde er alles harmonisch ineinander verschmelzen. Das Ergebnis ist ein runder Kriminalroman. Mit liebevoll kreierten Charakteren meine ich nicht dass alle lieb sind. Ganz im Gegenteil, denn einige haben es faustdick hinter den Ohren. Einige handeln kriminell und andere stürzen in tiefe Konflikte mit sich und ihrem Umfeld. Ulrike Busch hat diese Konflikte sehr gut und interessant dargestellt geschrieben.

Die Spannung begleitet die Handlung kontinuierlich und Spannungshöhepunkte blitzen bei den kriminellen Taten auf. Durch die dichten Dialoge empfinde ich die Spannung auf einem hohen unterhaltsamen Level.

Ich hoffe, dass wir Leser nicht allzu lange auf einen spannenden dritten Fall der Kripo Wattenmeer warten müssen.

Fazit und Bewertung:

Ein sehr empfehlenswerter Kriminalroman, der durch seine dichten Dialoge besticht und der den Leser eine äußerst spannende und lesenswerte Geschichte genießen lässt.
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