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Walks on the Wild Side: Eine Geschichte der Stadtforschung

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Die Stadt, der "dunkle Kontinent"
Die Stadt, der "dunkle Kontinent"
Die Geschichte der Stadtforschung ist eine Geschichte der Erforschung "anderer Räume", der Quartiere der Armen, der Außenseiter. Entlang methodisch wie analytisch bahnbrechender Studien - von Henry Mayhews Großwerk über die Londoner Armen bis hin zum Projekt des Bourdieu-Schülers Loïc Wacquant, der das professionelle Boxen lernte, um die Chicagoer South-Side zu erkunden - lässt Rolf Lindner die Geschichte der Stadtforschung seit dem 19. Jahrhundert Revue passieren. Er führt in Themen und Methoden der Stadt-Ethnografie ein und berichtet auch von den Motiven und Obsessionen der Forscher, die es immer wieder in die unheimlichen Teile der Stadt gezogen hat.

240 pages, Paperback

Published May 10, 2004

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Rolf Lindner

20 books

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Profile Image for Luisa.
40 reviews1 follower
January 22, 2026
Wie Rolf Lindner selbst zu Beginn erwähnt, ging sein Buch aus einer Vortragsreihe hervor, die mediale Beachtung gefunden hatte. Das ehemalige Vortragsformat ist dem Buch anzumerken: Es ist sehr zugänglich und direkt geschrieben und hebt sich dadurch unfassbar positiv von der wissenschaftlichen Büchermasse ab. Das Buch behandelt die Geschichte der Stadtforschung, Soziologie und Ethnographie und ihrem jeweiligen Bezug zur Armutsforschung. Jedes Kapitel wendet sich im Grunde einer Person zu, teilweise auch mehreren: Henry Mayhew, Charles Booth, Friedrich Siegmund-Schulze, Ezra Park/ Chicagoer Soziologie, Herbert J. Gans, Ulf Hannerz/ Loïc Wacquant. Die jeweiligen Forschungsansätze werden dabei sehr differenziert betrachtet, auch unter dem Gesichtspunkt ihrer kolonialen Einschläge, abwertenden Assoziationsketten (Schmutz, Dreck, Armut), der Ko-Konstituierung von "Modellbürgern"/ "Problembürgern", der Rassifizierung von Armut (beispielsweise in Form der irischen Bevölkerung in London oder der Black-Ghetto-Ethnographie), wobei Lindner die Forschungsansätze auffäligerweise nicht verteufelt, sondern kontextualisiert und vor ihrem Hintergrund würdigt. In Henry Mayhews Ansatz, der unter anderem beinhaltete, die Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen, findet sieht er zum Beispiel eine "ausgesprochene Sensibilität für kulturelle Differenzen". (S.92) So entsteht ein sehr lebendiges Bild der Stadtforschung(en) und ausgesprochen lesenswertes Buch.
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