Seit den siebziger Jahren haben sich weitreichende Veränderungen in den Geschlechterverhältnissen vollzogen: Frauen sind heute autonomer, besser ausgebildet, häufiger erwerbstätig und sie erobern immer mehr Führungspositionen. Umgekehrt möchten viele Männer engagierte Väter sein, und es wird für sie wichtiger, »weiche« Seiten unter Beweis zu stellen – im Beruf und im Privatleben. Aus diesen Fortschritten ergeben sich neue Konflikte, schließlich passen Realität und tradierte Rollenbilder in vielen Familien nicht mehr zusammen: Macht er die Hausarbeit, wenn sie die Miete zahlt? In ihrer groß angelegten Studie untersuchen die Autorinnen, wie Paare aus unterschiedlichen sozialen Milieus damit umgehen, wenn der Mann kein Ernährer mehr ist.
Kein „klassisches Sachbuch“ sondern eine Studie. Die Zitate der Teilnehmenden Paare waren interessant (und haben mich teils wütend gemacht), allerdings hätte ich keine so langen Vorstellungen der Paare gebraucht, mir hätte eine kompaktere Zusammenfassung der Ergebnisse gereicht. Durch das Vorstellen in der ersten Hälfte und Analyse in der zweiten Hälfte gab es außerdem sehr viele Wiederholungen.