Jump to ratings and reviews
Rate this book

Hotel Jasmin

Rate this book
Eigentlich will Roland mit seiner Mutter nichts mehr zu tun haben. Doch als die unscheinbare Grundschullehrerin Christiane Tarpenbek beschuldigt wird, eine somalische Schülerin beleidigt zu haben, interessiert sich ihr Sohn plötzlich wieder für sie. Mit scharfem Blick und zwanglosem Sound beschreibt die Autorin die Selbstfindung einer Mutter in einer zunehmend rassistischen Gesellschaft.

Christiane Tarpenbek führt ein zurückgezogenes Leben. Dessen einziger Inhalt: Zigaretten, Gewinnspiele und ihr Sohn Roland, Vater unbekannt. Nachdem Roland den Kontakt zu ihr abbrach, weil sie seinen Lebensstil nicht tolerierte, geriet Christianes Welt ziemlich aus dem Gleichgewicht. Doch so richtig über den Kopf wächst ihr alles erst, als die Medien auf sie losgehen, weil sie Wind bekommen haben von der Geschichte mit der Somalierin. Christiane beschließt abzuhauen und tritt eine Reise nach Kairo an, die sie gewonnen hat. Dort angekommen, trifft sie auf einen alten Ägypter – der erste Mensch, der ihre Sehnsüchte und Ängste versteht. Einen langen Spaziergang später weiß Christiane endlich, was zu tun ist: Weg von allen Zwängen und raus in die Wüste!

269 pages, Hardcover

Published August 27, 2016

8 people want to read

About the author

Jasmin Ramadan

15 books2 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
3 (18%)
4 stars
5 (31%)
3 stars
6 (37%)
2 stars
2 (12%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for lina.
176 reviews18 followers
May 27, 2025
Christiane Tarpenbeck ist weg. Ihr 23-jähriger Sohn Roland hat zwar vor einiger Zeit den Kontakt zu ihr abgebrochen, fragt sich jetzt aber dennoch, wo sie wohl ist. In den Medien kursiert ein Bild von ihr und es heißt, sie habe eine somalische Grundschülerin rassistisch beleidigt. Ob das wohl stimmt?

Grob würde ich das Buch in drei Teile gliedern:

In Teil 1 von "Hotel Jasmin" lernen wir sehr kurz angerissen Rolands Welt kennen – er lebt in einer Künstler*innen-WG (dieser linke Lebensstil ist es auch, der seiner Mutter Christiane überhaupt nicht gefallen hat) und wendet sich aufgrund des Verschwindens seiner Mutter an eine Privatdetektivin.

In Teil 2 kommen verschiedene Personen zu Wort – sie alle wurden vorher irgendwo schon mal nebenbei erwähnt und sprechen nun nacheinander in das Aufnahmegerät der Privatdetektivin. Sie erzählen von sich und Christiane.

Teil 3 ist schließlich aus Christianes Sicht geschrieben. Das, was wir vorher von den anderen erfahren haben, bekommen wir nun noch einmal genau und im Detail erzählt – auch, wie es zu dem Vorfall in der Grundschule (wo Christiane arbeitet) kam.

Den zweiten Teil fand ich mit Abstand am unterhaltsamsten, auch wenn ich mir mehr Abwechslung im Schreibstil gewünscht hätte, da es ja ganz unterschiedliche Personen sind, die zu Wort kommen – das las sich dann doch zu sehr wie aus einer Hand (dass ein Charakter häufig "nech" sagt ist dann doch zu wenig). Dennoch spannend, verschiedene Charaktere kennenzulernen und auch zu lesen, wie sie sich aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen und Meinungen gegenseitig widersprechen.

Der dritte Teil ist leider zunächst etwas langatmig. Wir erfahren erstmal nicht allzu viel Neues und nehmen an Christianes unaufgeregtem Leben teil.
Das Buch lebt von seinen merkwürdigen, teils skurrilen Charakteren, aber zum Höhepunkt hin wird es in Teil 3 dann plötzlich besonders schräg. Leider hat mich das alles nicht so überzeugt, besonders was die Handlung betrifft.

Geht es in dem Buch um Rassismus? Nein. Der zeigt sich ab und zu oder wird namentlich erwähnt, aber es findet keine konkrete Auseinandersetzung damit statt. Das ist nicht weiter schlimm, allerdings hatte ich aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet.
Im Übrigen fällt mehrmals im Buch das N-Wort.

Was soll ich von dem Buch halten? Ich weiß es nicht. Der Schreibstil ist angenehm, es hat sich schnell gelesen, der Inhalt hat mich 50 % überzeugt, 50 % eher nicht, die Erzählweise ist mal so, mal so und mal so, gegen Ende wurde mir alles einen Ticken zu schräg – es ist einfach nicht ganz mein Ding gewesen. Dennoch erfrischend zu lesen.
Displaying 1 of 1 review

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.