Der Ausbruch einer neuen, hochansteckenden Krankheit schockt Berlin - und bald die ganze Welt. Den Behörden gelingt es nicht, die Ausbreitung einzudämmen - eine Pandemie droht. Während sich die Lage in Deutschland immer weiter zuspitzt, nehmen Wissenschaftler in einer abgeschotteten Forschungseinrichtung den Kampf gegen den Erreger auf. Der zeigt schnell sein wahres Gesicht, und die Isolation der Anlage wird zur tödlichen Falle.
Pandemie ist ein aufwendig recherchierter Wissenschaftsthriller. Emotional, actionreich und spannend bis zur letzten Seite.
Dieser Endzeitthriller konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Nach einem interessanten Anfang, wird die Geschichte leider zu einer lahmen Erzählung, die zwischendurch mit ein paar blutigen Szenen garniert werden. Die Protagonisten, ein „Expertenteam“ aus einer Handvoll von Personen, die in eine geheime Bunkeranlage mit den Erstinfizierten eingeschlossen werden um zu forschen, sind alles, aber bestimmt nicht das was eine Regierung in Deutschland an Experten aufbieten kann um einen Pandemiefall zu untersuchen. Die Zusammenstellung dieser Personengruppe hat sich mir nicht wirklich erschlossen und empfand es total unrealistisch. Auch werden bei den Protagonisten, gängige Stereotypen genutzt, wie z. B. die Frau, die nicht ernstgenommen wird und sich durchkämpfen muss oder den Supersoldaten. Neben endlosen Beschreibungen des Bunkers und seiner Einrichtung, macht es einfach keinen Spaß diesen Personen durch die Geschichte zu folgen. Der Pandemiefall, war zwar eine nette und interessante Idee, aber leider zum Ende hin nicht gut ausgearbeitet um überzeugend zu wirken.
Vom Schreibstil her fand ich das Buch ziemlich gut, auch die Charaktere haben mir im Großen und Ganzen gefallen. Dafür scheint die Geschichte ein wenig gelitten zu haben. Nicht nur werden Dinge angeschnitten, die dann lange vergessen und/oder nie wieder erwähnt werden (die Katze, z.B.), die beständigen Szenenwechsel besonders gegen Ende erinnern auch mehr an einen Film als an ein Buch. Man findet sich kaum in der Szene zurecht, wird man schon wieder herausgerissen. Das steigert die Spannung, kann aber auch zu einem genervten Seufzen führen, wenn man eigentlich nur noch endlich eine Antwort will. Jene wird übrigens auch reichlich schnell abgefrühstückt, der eigentlich beabsichtigte Höhepunkt wirkt leider ebenfalls ein wenig flach. Es wirkt etwas danach als ob dem Autoren Zeit oder Lust vergangen wäre, sich dem Ende wirklich intensiv zu widmen. Leider, denn wie gesagt, habe ich den Rest der Geschichte (bei der Kindle-Version etwa bis 70 %) sehr genossen, trotz der kleinen Nachteile. Weiterempfehlen würde ich das Buch daher nicht unbedingt, aber ich fand das Lesen dennoch ganz angenehm.
Ich stimme der Vorschreiben Alona in fast allen Punkten zu. Ich habe dem Buch 4 Sterne gegeben, da mir 3 zu wenig erscheinen, 4 sind eigentlich zu viel, also wären 3,5 richtig. Das Ende kam irgendwie zu plötzlich. Da sind zu viele Handlungsstränge offen geblieben. Schade. Hätte der Autor mehr draus machen können. Empfehlen würde ich es auch nicht jedem.
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Ich habe mein Exemplar des Romans direkt von Thor Ansell zugeschickt bekommen, vielen Dank an dieser Stelle!
Ich muss sagen, dass ich bei der Bezeichnung "Science Thriller" zuerst schlucken musste. Klar, ich habe zwei Naturwissenschaften als Leistungskurse, aber... naja... Etwas verunsichert war ich trotzdem. Als ich dann allerdings das Cover sah, war jeglicher Zweifel am Lesenswunsch verfolgen. Zu sehen ist eine Person in einem Schutzanzug, welche sich mit einer Gasmaske über dem Gesicht, zu retten versucht, indem sie die Hand in Richtung des Betrachters ausstreckt und in der anderen Hand eine Pistole hält. Im Hintergrund ist eine Stadt, mutmaßlich Berlin, zu sehen. Das verstörende Szenario wird durch die Farbgebung des Covers und Einbandes noch verstärkt: Das grelle Rot und Schwarz jagen dem Betrachter einen regelrechten Schauer über den Rücken.
Wie ich Romane liebe, die verschiedene Genres verbinden und dann noch eine Apokalypse beschreiben. Juhu! Ich bin ein großer Fan von Thrillern, Horrorgeschichten und dem gewissen etwas an Wissenschaft. Die Geschichte dreht sich um Alex, welche eigentlich eine ganz gewöhnliche Frau ist, bis sie hinter ein Geheimnis kommt, welches ihr, und das Leben vieler anderer, verändert. Und was hat dies mit Isolation, einer Krankheit oder dem Cover des Buches zu tun? Tja, da müsst Ihr den Roman wohl lesen. ;)
Ich mochte Alex von Anfang an sehr, da sie, wie oben beschrieben, "eine gewöhnliche Frau" ist und genauso ahnungslos, wie der Leser (zumindest zu Beginn). Sie ist neugierig und doch ängstlich, obwohl sie sich etwas traut, an was viele Menschen noch nicht einmal gedacht hätten. Ein faszinierender Charakter!
Thor Ansells Schreibstil ist sehr angenehm und doch ausformuliert. Egal, ob Ihr Fans der "einfacheren" Sprache seid, oder eher den gehobenen Stil mögt, dieser Schreibstil wird Euch nicht enttäuschen!
Thor Ansell weiß, wie er die Leserherzen für sich gewinnt, was man schon im ersten Kapitel deutlich spürt. Dieses ist sowohl spannend, als auch so faszinierend aufgebaut, dass man es gar nicht mehr weglegen kann. (Ich sage nur: Zapp)
Fazit
"Pandemie" hat mich vollkommen überzeugt und macht dem Untertitel "Science Thriller" alle Ehre!