Commander Cliff McLane muß einen neuen Einsatz fliegen, um den ihn niemand beneidet. Sein Ziel ist der Erzsatellit PALLAS, auf dem rätselhafte Vorgänge beobachtet wurden. Die ORION schleust eine LANCET Aber die Funkerin Helga Legrelle und Atan Shubashi, der Astrogator, verwechseln die Magnetbänder der Meßsatelliten. Doch die ORION ist bereits auf dem Weg zur PALLAS. Dort haben sich Roboter selbständig gemacht und bringen die Orion-Crew und die Besatzung des kosmischen Bergwerks in tödliche Gefahren. Helga und Atan warten und spüren, wie die Energie schwindet...
Von den sieben Fernsehepisoden war diese hier meiner Ansicht nach immer die mit Abstand schwächste. Die Handlung stoppt praktisch für eine geschlagene Viertelstunde, in denen wir nichts als unbeantwortete Funksprüche und endloses Wandern durch leere Korridore geboten bekommen. Auch die Roboter, die ja die primäre Bedrohung und das Hauptevent dieser Folge sein sollten, wirken nach heutigem Empfinden einfach nur lächerlich - und damit sollen nicht Spezialeffekte runtergemacht werden.
Nun war ich positiv überrascht, dass die Romanumsetzung mir tatsächlich um einiges besser gefällt. Unnötige Längen in der Handlung werden größtenteils ausgespart, die Gestaltung von Pallas (Beta) ist wesentlich interessanter als die Abraumhalde und Plexiglaskorridore aus der Fernsehvorlage und auch die Charaktere treten zumindest mehr aus sich heraus als in Band 2.
Manko ist immernoch Tamara, die sich wie zwei verschiedene Charaktere anfühlt, je nachdem, ob gerade das Drehbuch schreibt oder Kneifel. Die "Stimmungsschwankungen" innerhalb einer Seite sind unfassbar und lassen mich, zusammen mit einer ganzen Menge Tippfehlern, zweifeln, ob diese Hefte überhaupt ein Lektorat genossen haben...
Und jetzt zum großen Problem dieses Hefts: Die Handlung der Fernsehfolge, die so gerafft wiedergegeben wurde, ist etwa auf Seite 48 praktisch vorbei. Jetzt muss Kneifel also noch geschlagene 18 Seiten unnötigstes Füllmaterial liefern, um auf die vorgegebenen 66 Seiten zu kommen. An dem Punkt kann man wirklich aufhören zu lesen. Dafür Punktabzug.
Beginn und Ende sind dem Autor hinsichtlich der Stimmung am besten gelungen: hier fängt er den ironischen Humor der Figuren gut ein. Dazwischen arbeitet Hanns Kneifel das Drehbuch routiniert in eine Romanfassung um, und legt nebenbei die Logikfehler der Geschichte frei. Insgesamt nur für Fans der Fernsehserie empfehlenswert.