Köln 1408: Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird ein Toter aufgefunden - brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Clara des Mordes an ihrem Vater. Offenbar ein Racheakt: Der Tote hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen. Im Kerkerturm wird Clara bald ein zweiter Mord zur Last gelegt. Apothekerin Adelina setzt mit ihrer Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten ...
Schier studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen und arbeitet seit 2003 als freie Lektorin und Autorin. Neben Kurzgeschichten und Einzelromanen veröffentlichte sie Hörbücher für Kinder sowie zwei historische Reihen; jedes Jahr veröffentlicht Schier zudem einen Weihnachtsroman, in dem jeweils ein anderer Hund involviert ist. Unter dem Pseudonym Mila Roth veröffentlicht die Autorin zum Teil verlagsunabhängig verschiedene Buchserien. Sie lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in der Eifel.
Dieser Band hat mich ein wenig enttäuscht. Es ist ein gutes Buch, aber in erster Linie ist es ein Liebesroman, der doch zeitweise etwas ermüdend war. Auf über 500 Seiten geht es nur langsam voran, und der Mordfall tritt sehr in den Hintergrund. Auch Adelina hat hier nur eine Nebenrolle; den meisten Platz nehmen Adelinas Stieftochter Griet und deren Verehrer Cristan ein. Wer Liebesromane vor historischer Kulisse mag, wird hier sicher auf seine Kosten kommen; mir war die Handlung stellenweise etwas zu langatmig und zu wenig spannend.
Ein würdiger Abschluss der Reihe - Diesmal steht Griet im Mittelpunkt - und sie kämpft mit ihren Ängsten - das wird glaubhaft - Adelina und Neklas treten in den Hintergrund.
Man könnte sich neue Geschichten im alten Köln mit den beiden neu aufgebauten Protas vorstellen - ähnlich,wie bei Andrea Schacht.
Ich wurde gut unterhalten - und freue mich über einen erwarteten Abschluss und Persönlichkeiten, die sich auch noch wandeln konnten
Der sechste und letzte Teil der adelina Reihe ist ein würdiger Abschied von Familie Burka im mittelalterlichen Köln. Diesmal steht stieftochter griet im Fokus, die einer Freundin hilft, die verdächtigt wird. Adelina und neklas geben den staffelstab als Ermittler ab und treten nur noch als nebencharaktere auf. Deshalb nur 4 von 5 Sternen.
Im Jahr 1408 wird Köln von einem Mörder heimgesucht. Der Kürschner van Oeche wird im Haus des Münzwechslers Birboim tot aufgefunden und seine Tochter Clara wird angeklagt, ihn ermordet zu haben. Adelina und ihre Familie sind sich jedoch sicher, dass Clara damit nichts zu tun hat. Zusammen mit ihrer Stieftochter Griet macht sich Adelina an die Aufklärung. Da kommt ihnen auch der Hauptmann Cristan Reese zur Hilfe, der nicht nur durch sein kluges Verhalten Eindruck bei Griet hinterlässt. Doch Griets Vergangenheit lastet schwer auf ihr und auch Cristan hat ein Geheimnis, dass ihn alles kosten könnte. Als er Griet ein Angebot macht, dass ihnen beiden zu einem ruhigen Leben verhelfen könnte, kann Griet dies nicht ausschlagen. Und plötzlich stellt sich das Leben aller Beteiligten auf den Kopf.
Der sechste und auch letzte Band der Adelina-Reihe hat mich sehr wehmütig gemacht. Ich wusste zwar schon lange, dass ich mich von Adelina Burka und ihrer Familie verabschieden muss, doch es nun endgültig zu wissen und das Buch auch noch beendet zu haben, war für mich persönlich sehr emotional.
Die Reihe hat mich jetzt sehr lange begleitet. Durch ihre sehr lebhafte Art des Schreibens, hat die Autorin mir die Familie Burka so nah gebracht, als würde sie in meiner Nachbarschaft leben. Ich habe viele Abenteuer mit ihnen bestanden, sie durch Tiefen und Höhen begleitet und vor allem Adelinas und in diesem Teil auch Griets Gefühlswelt intensiv miterlebt.
Im nun letzten Band der Reihe passiert natürlich wieder ein Mord. Diesmal muss der Kürschner dran glauben. Ein sehr unangenehmer Geselle. Seine Tochter, die er vor Jahren an einen Hurenwirt verkauft hat, gerät als erstes in Verdacht, ihn getötet zu haben und wird in den Turm gesperrt. Und so fangen Adelina und ihre Stieftochter Griet an, zu recherchieren, um Clara aus dem Turm zu holen und den wahren Mörder zu finden. Nur sind sie sich gar nicht so sicher, ob Clara nicht doch etwas mit dem Mord an ihrem Vater zu tun hat.
Im Laufe der Geschichte gibt es natürlich so einige Ungereimtheiten und ständig hat man jemand anderen in Verdacht. Aber es gibt auch ständig neue Informationen.
Ganz nebenbei gibt es dann auch noch einen zweiten Handlungsstrang, der sich komplett um Griet und Cristan dreht. Die beiden tragen jeweils eine schwerwiegende Vergangenheit mit sich herum und wissen beide, dass sie dadurch unmöglich einen Ehepartner finden können. Und da beide um die Vergangenheit des anderen wissen, schließen sie einen Vertrag, der es ihnen möglich macht, ein ruhiges Leben zu führen.
Gerade Griets Vergangenheit ist grausam und man wünscht sich nichts mehr, als diese ungeschehen zu machen. Doch sie muss selbst damit klar kommen und braucht dafür auch viel Zeit. Als sie Cristan näher kennenlernt, merkt sie, dass es auch eine Zukunft geben kann, eine Aussicht auf ein Leben in Ruhe und Frieden. Doch Griet ist - verständlicherweise - sehr misstrauisch.
Der schon oben erwähnte bildhafte Schreibstil hat es mir wieder sehr einfach gemacht, dass mein Kopfkino viel zu tun hatte. So hatte ich wieder die Apotheke vor Augen oder auch Cristans Haus, das sich gegenüber dem Haus der Burkas befindet. Aber auch Köln selbst ist lebhaft geschildert. Das Leben dort ist hart, doch die Menschen sind zäh und sympathisch.
Die Autorin schildert diesmal mehr aus Sicht von Griet und Cristan. Wenn Adelina "zu Wort kommt", wird klar, dass sie in den Hintergrund treten muss. Adelina hat alles gefunden, was sie sich wünscht. Ihr Ehemann, ihre Kinder, ihr Haushalt, ihre Apotheke. Griet ist es, die nun einen Platz im Leben finden muss und so wird ihr natürlich der größte Teil in der Geschichte eingeräumt.
Ich gehe nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil mich Adelina und alle anderen so lange begleitet haben, weinend, weil die Reihe nun zu Ende ist und ich die mir so ans Herz gewachsenen Personen gehen lassen muss. Normalerweise lese ich Bücher nicht doppelt. Hier gibt es wenige Ausnahmen, zu denen natürlich Harry Potter oder der Herr der Ringe gehört. Auch Rebecca Gables Waringham-Saga habe ich schon zweimal verschlungen. Petra Schiers Adelina-Reihe wird sich nun in diese Gruppe einreihen. Ich bin mir sehr sicher, dass ich die Bücher in ein paar Jahren nochmals lesen werde und dies mit gleicher Begeisterung.
Die Autorin Petra Schier nimmt uns in ihrem sechsten Band der Alina-Reihe wieder mit in die Familie von Adelina und Neklas Burka.
Als Urs van Oeche im Haus des Münzwechslers Henns Birboim ermordet aufgefunden wird, beschuldigt sein Knecht Wendel Clara, ihren Vater getötet zu haben, aus Rache dafür, daß ihr Vater sie und ihre Mutter an ein Hurenhaus verpfändet hat. Außerdem wird ihr zur Last gelegt, einen Freier getötet zu haben.
Ihre Freundin Griet und deren Stiefmutter Adelina versuchen, Clara in dieser Angelegenheit zu helfen. Denn sie glauben nicht, daß Clara zu einem Mord fähig ist.
Obwohl ich die anderen Bücher der Adelina-Reihe nicht gelesen habe, bin ich schnell in die Geschichte reingekommen. Ganz nebenbei wird immer wieder aus der Vergangenheit berichtet, so daß man schnell mit den Familienverhältnissen vertraut wird.
Sehr gut gefallen hat mir auch, daß man viel aus dem Leben der damaligen Zeit erfahren kann.
Griet, die Stieftochter Adelinas, hat in ihrem jungen Leben schon viel durchgemacht. Sie lebt sehr zurückgezogen, denn sie fürchtet den Kontakt zu Männern außerhalb der Familie. Sie möchte ihrer Freundin helfen. Das Gefängnis ist kein Ort für eine junge Frau.
Unerwartet kommt Unterstützung von Stadthauptmann Cristan Reese, der in diesem Fall ermitteln soll.
In diesem Roman gibt es nicht nur die Kriminalgeschichte, sondern auch eine Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte zwischen Cristan und Griet.
Die Autorin hat es wunderbar verstanden, die Liebe, die von beiden Seiten erst gar nicht gewollt war, weil jeder von ihnen sein eigenes schweres Päckchen zu tragen hatte, ganz sacht und allmählich wachsen zu lassen.
In der Familie Burka muß man sich einfach wohl fühlen, auch wenn jeder so seine eigenen Macken und Hintergründe hat. Ich werde auf jeden Fall die anderen Bücher auch noch lesen.
Als Liebhaber von historischen Romanen kann ich diese Geschichte gerne weiterempfehlen.
Nun haben wir den letzten band der Adelina reihe erreicht. Die Autorin hat wie immer das richtige Flair von Köln aus dem mittelalter gezeichnet. Die Atmosphäre und die Stimmung in der Familie Burka so wie die Atmosphäre der Stadt sind greifbar und fast fühlbar.
Die Hauptpersonen sind neben der Familie Burka die Herren Georg und Cristan Reese sowie Carla van Oeche ( Hebamme), ihr Vater Urs van Oeche ( Kürschner), die Familie Birboim (Münzhändler) und das Gesinde in den verschiedenen Häusern.
Im hause Birboim geschieht ein Mord der Carla angelastet wird. Neben der Aufklärung des Mordes wird auch eine hoch zeit angebahnt.
Die Geschichte ist sehr spannend und auch aufregend geschrieben. Wir lernen ein bisschen von der mysteriösen Vergangenheit von Griet kennen und auch die Geschichte von Cristan.
1. Ich habe das Buch im Rahmen einer Aktion gratis erhalten. 2.Die Bewertung dieses Buches wurde freiwillig und ohne jedwede Einflussnahme auf das Ergebnis verfasst.