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Die Liebe unter Aliens: Erzählungen

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Ein Ausflug ans Meer soll ein junges Paar zusammenführen. Ein Nachtportier fühlt sich heimlich zu seiner Halbschwester hingezogen. Eine Unidozentin flieht vor einer gescheiterten Beziehung und vor der Auseinandersetzung mit sich selbst. Ein japanischer Professor verliebt sich in eine Göttin.


Kunstvoll erzählt Terézia Mora in »Die Liebe unter Aliens« von Menschen, die sich verlieren, aber nicht aufgeben, die verloren sind, aber weiter hoffen. Wir begegnen Frauen und Männern, die sich merkwürdig fremd sind und zueinander finden wollen. Einzelgängern, die sich ihre wahren Gefühle nicht eingestehen. Träumern, die sich ihren Idealismus auf eigensinnige Weise bewahren. Mit präziser Nüchternheit spürt Mora in diesen zehn Erzählungen Empfindungen nach, für die es keinen Auslass zu geben scheint, und erforscht die bisweilen tragikomische Sehnsucht nach Freundschaft, Liebe und Glück.

272 pages, Hardcover

First published September 26, 2016

8 people are currently reading
136 people want to read

About the author

Terézia Mora

28 books48 followers
Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman »Das Ungeheuer« erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband »Seltsame Materie«, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzer*innen aus dem Ungarischen.

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1 star
4 (2%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Leo.
4,999 reviews630 followers
October 29, 2021
Interesting set of short stories but as often with short stories for me, I wasn't able to connect fully with the stories but it was quite enjoyable anywho
Profile Image for Liesa.
293 reviews223 followers
February 6, 2017
Bei Kurzgeschichtensammlungen geht es mir oft so, dass mir einige zwar gefallen, andere dafür gar nicht meinen Geschmack treffen und mich teilweise sogar verwirrt und unzufrieden zurücklassen. Als ich die Sammlung von Erzählungen von Terézia Mora aufschlug, dachte ich ehrlich gesagt, dass es mir genauso ergehen wird wie immer. Doch weit gefehlt – Terézia Moras Geschichten haben etwas an sich, das sich nicht so leicht benennen lässt, das mich aber durch und durch beeindruckt hat.

In zehn (viel zu) kurzen Geschichten folgen wir mehr oder weniger durchschnittlichen Menschen in einem kurzen Ausschnitt ihres Lebens. Obwohl jede Geschichte nicht einmal 30 Seiten umfasste, hat die Autorin jedesmal ein äußerst präzises Bildnis der Protagonisten gezeichnet – womöglich hätte jede einzelne dieser Erzählungen das Potential gehabt, ein eigener Roman zu werden. Es tat fast ein bisschen weh, sich nach einigen wenigen Seiten gleich wieder von diesen Figuren verabschieden zu müssen, weil Terézia Mora einen mit nur wenigen, dafür aber umso treffenderen Worten so tief in ihr Seelenleben blicken ließ, nur um die Charaktere dann wieder verschwinden zu lassen.

Normalerweise lese ich – wenn ich überhaupt zu Erzählbänden greife – Geschichten, die etwas magisches an sich haben. Nicht umsonst sind mir Murakamis Short Stories mitunter die liebsten, einfach weil es ihm gelingt, natürliche und alltägliche Dinge auf so surreale und bizarre Weise zu verzerren. Terézia Mora schreibt so nahe am Leben, das gar kein Platz mehr für fantastische Märchenelemente bleibt und trotzdem hatte ich bei keine der Geschichten das Gefühl, es würde etwas fehlen. Gerade diese Alltäglichkeit und Bodenständigkeit in Kombination mit ihrer nüchternen und dennoch emotionalen Erzählweise haben einfach einzigartige Geschichten ergeben, für mich manchmal sogar schon Gedankenexperimente, weil ich mich in die Figuren hineinversetzt habe und es nicht lassen konnte, darüber nachzudenken, wie ich in solchen Situationen reagieren und handeln würde.

Trotz meines überschwänglichen Lobes haben mir manche Erzählungen natürlich trotzdem weniger gut gefallen als andere. Im Gesamtpaket betrachtet ziehen sich aber einige Motive durch nahezu alle Geschichten, sei es die Selbstfindung der Figuren, das Reflektieren und teilweise auch Loslassen von Vergangenem, die Einsamkeit und doch gleichzeitig auch das Zusammensein, die Hoffnung auf das, was noch kommt. Einige der Geschichten haben mich wirklich nachhaltig beeindruckt und ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich den Erzählband noch einige Male in die Hand nehmen werde, um Geschichten nachzulesen, um beim zweiten oder dritten oder vierten Lesen noch mehr aus ihnen ziehen zu können.

Ich bin fast schon ein bisschen überrascht, dass mich ihr Erzählband so beeindrucken konnte, weil ich zuvor noch nichts von der Autorin gelesen hatte und mir auch nicht so ganz sicher war, ob ich mich mit den Kurzgeschichten anfreunden könnte, da ich ja doch eher der Roman-Typ bin. Letztendlich hat es sich für mich aber gelohnt, denn Terézia Mora ist sprachlich und erzählerisch eine Autorin, der viel mehr Aufmerksamkeit gebührt und deren alltägliche Erzählungen aufgrund der Feinfühligkeit und der einzigartigen Charaktere gar nicht so alltäglich sind. 5/5 Sternen
Profile Image for Mia.
154 reviews2 followers
January 20, 2017
Manchmal liegt ein Buch aus unbestimmten Gründen länger als beabsichtigt auf dem „Noch-zu-lesen-Stapel“, dann schlägt man die erste Seite auf, liest ein paar Zeilen und fragt sich: „Verdammt, wieso habe ich so lange gewartet?“ - So geschehen mit „Die Liebe unter Aliens“ von Terézia Mora.

„Die Liebe unter Aliens“, das ist ein Buchtitel, der mich sofort anspricht. Ein wenig schräg, eher unkonventionell und irgendwie magisch anziehend. Doch nicht nur das, Terézia Mora ist eine Autorin, die mich mit so ziemlich allem begeistern kann, was sie veröffentlicht – und für „Das Ungeheuer“ erhielt sie 2013 sogar den Deutschen Buchpreis. Nicht immer ein Gütesiegel, aber in diesem Fall schon. Auch für ihren Erzählband „Seltsame Materie“ ist Mora bekannt und mit „Die Liebe unter Aliens“ legt sie einen weiteren, soghaft wirkenden Band voller Erzählungen über Einsamkeit und Hoffnung vor.
Insgesamt enthält das Buch zehn Erzählungen mit eindrucksvollen Titeln wie „Fisch schwimmt, Vogel fliegt“, „Perpetuum mobile“, „Ella Lamb in Mulligar“ oder „Selbstbildnis mit Geschirrtuch“. Alle Figuren in Moras Erzählungen sind irgendwie, irgendwo durch irgendwas auf der Suche. Sie sind noch längst nicht angekommen in ihrem Leben, in dem, was sie erreichen wollen oder bei der Person, die sie lieben und wirken zum Teil verloren, aber doch voll Hoffnung. Das ist das schöne an diesen Erzählungen, so traurig und einsam die Personen auch wirken, am Ende winkt doch allen ein Hoffnungsschimmer, mag er auch noch so klein sein.
Da gibt es zum Beispiel die junge Mutter Ella, die nach etlichen beruflichen Fehltritten als Fotografin in Berlin lebt und sich dort gerade so durchkämpft. Sie hat Stress mit ihrem Chef, weil sie oft völlig übermüdet und verkatert am Arbeitsplatz auftaucht, Stress mit sich selbst, weil sie ihren eigenen und den von außen an sie herangetragenen Ansprüchen nicht genügt und Stress mit ihrer Mutter, die zu Hause, ein paar Stunden Zugfahrt entfernt, auf ihren kleinen Sohn aufpasst – und eigentlich möchte Ella doch nur alles richtig machen. Nicht nur für sich, sondern vor allem für ihr Kind. - In einer anderen Erzählung kämpft ein Nachtportier mit sich und seinen Gefühlen seiner Halbschwester gegenüber, die diesen Kampf nicht einmal ahnt. - Und dann gibt es da noch den Vater, der einzig für seinen Sohn lebt, welcher er nur an Besuchswochenenden sehen darf. - Oder das Künstlerpaar, das am Abgrund, am Rande der Gesellschaft lebt und letztlich durch ihre Liebe an Zuversicht gewinnt.
All diese Figuren scheinen verloren zu sein, aber doch geben sie ihre Suche nach Freundschaft, Liebe und Glück nicht auf - und das sollten wir alle nicht tun.
Es ist wunderbar, wie Mora ihre Figuren zugleich hart und weich zu zeichnen vermag und erstaunlich, wie viel Ausdruckskraft in ihren Worten liegt, selbst wenn diese noch so leise zu sein scheinen. Auch wenn mich nicht alle Erzählungen restlos begeistern konnten, so haben es dafür andere doppelt getan. Ich bin mir sicher, dass „Die Liebe unter Aliens“ zu so einem Buch wird, welches ich immer mal wieder aus dem Regal nehmen werde, um mir die ein oder andere Geschichte durchzulesen. Einfach so. Für mich. Zum Durchatmen. Um Hoffnung zu schöpfen und den Figuren erneut ganz nah zu sein.
Profile Image for Johanna Lundin.
303 reviews205 followers
April 16, 2021
Intressant novellsamling och människor som är främlingar på ett eller annat sätt för varandra och deras relationer. Finns teman som kommer igen som längtan efter närhet, människor utan egen drivkraft som utnyttjar den andre i relationen på ett känslomässigt plan, föräldrars relation till barn som de inte lever tillsammans med på heltid. Vissa noveller berörde mig mer än andra men så brukar det vara i novellsamlingar för min del.
Profile Image for Susanne.
200 reviews41 followers
October 23, 2016
"Sei ganz ruhig, du lebst noch. Man solle sich endlich damit abfinden, dass die Welt der Körper aufhöre, zu existieren, hatte er neulich irgendwo gelesen, und als er das las, leuchtete es ihm auch völlig ein."

"Welcome to the shithole!"

Dieses Buch ist, nach vielen Jahren des Romane schreibens Terézia Moras zweiter Band mit Erzählungen. Seltsame Materie, ihr allererstes Buch, mit welchem sie auf der Stelle für Furore sorgte, bestand ebenfalls aus Erzählungen. Bereits in Nicht sterben, ihrem aus der Frankfurter Poetikvorlesung entstandenen Buch, erwähnte sie, dass sich im Laufe der Romanschreiberei viele Personen bei ihr versammelt hätten, die möglicherweise Einzug in Erzählungen halten würden. Denn nicht jede Figur eignet sich für einen Roman. Als Autorin entwickelt man ein Gespür dafür, wie weit eine Person trägt, wie nah man ihr kommen kann. Dennoch hat man bei der Lektüre von Die Liebe unter Aliens oft das Gefühl, da ist ein Stück eingefangen worden von einer Person, von der ich gerne viel mehr, das ganze Leben, erfahren würde. Es fiel mir nicht immer leicht, den oft abrupten Abschied von einer Person mit zu vollziehen, wenn die Geschichte endete.

Die Liebe unter Aliens, erschienen bei Luchterhand, ist in der gewohnten, präzisen, wunderschönen Morasprache verfasst, in die ich eintauchen könnte von morgens bis Mitternacht. Sprachlich ist für mich die Mora eine der Meisterinnen in Deutschland. Nicht etwa, weil sie eine Kunstsprache generieren würde, sondern weil sie es schafft, das Umgangssprachliche zu Kunst zu gerinnen.
"Kalt wie das Weltall, dachte er, und der Rauch zieht nicht hinaus, er kriecht hier auf dem Boden herum, sickert unter den Türen durch, die alle zu kurz sind, Licht- und Luftlinien, bald weiß das ganze Haus, dass hier gekifft wird."

Den Rest meiner Besprechung könnt Ihr gerne lesen unter http://lobedentag.blogspot.de/2016/10...
Profile Image for Mina Widding.
Author 2 books78 followers
November 30, 2023
Utmärkta noveller med en lite särskild stil. Första novellen påminde mig om Heinrich Bölls Grupporträtt med dam, för den liksom objektiva rösten som beskrev huvudpersonen på ett summariskt sätt, och den känslan finns kvar genom hela även om det mattas av, och stilen inte är fullt så "torr" som Bölls. Utsnitt ur udda personers udda händelser, som noveller ju tenderar vara, men riktigt skickligt. En njutning att läsa.

Läsprojekt: slumpat från olästhyllan.
Profile Image for Albin Torstensson.
43 reviews6 followers
February 14, 2021
En ganska melankolisk och både sorglig och vacker novellsamling.

Novellsamlingen heter Aliens och olika former av alienering och ensamhet binder samman berättelserna. Jag känner mig framför allt sorgsen men vill inte heller sluta läsa.

Perpetuum mobile och Ella Lamb i mullingar tyckte jag särskilt om!
Profile Image for Luke.
86 reviews18 followers
May 19, 2021
Väldigt mysigt berättande.
Men jag kände att det sista novellerna blev alldeles för långdragna och detaljerade, vilket gjorde att jag tappade greppet om dem o deras handling.
Profile Image for Janine Zachariae.
Author 38 books22 followers
August 3, 2019
HÖRBUCH VERSION - hat nur 5 der 11 Geschichten.
Inhalt (in meinen Büchern):

Klara führt eine süße kleine Pension mit einem tollen Garten. Doch eines Tages kommt ein Bauherr, der plötzlich diesen Garten in Beschlag nimmt.

Romys Schwangerschaftstest ist schon wieder negativ, obwohl sie doch erst in einer dementsprechenden Klinik war. Aber es soll wohl nicht sein und im Eifer des Gefechts trennt sie sich von ihrem Mann.

Erwartungen:

Schon hoch …

Stil:

Locker, leicht.

Charaktere:

Romy ging mir auf den Keks.

Klara ist super.

Fazit:

Ich bin so genervt von Romy gewesen, dass dieses Buch echt anstrengend war. Sie ist seit vielen Jahren mit ihrem Mann zusammen, aber erst seit zwei Jahren möchten sie schwanger werden (Tick, tack) und sie versteht einfach nicht, warum auch ihr Mann keine Lust mehr auf dieses Drama hat, warum es ihm zu viel wird. Lukas muss ihre Launen aushalten. Er muss sich selbst untersuchen lassen (ist schmerzlich, glaubt mir) und hat natürlich selbst viel Druck. Natürlich machen sich auch Männer Gedanken dazu: Liegt es an ihren Schwimmern? Könnte etwas bei ihnen nicht so laufen, wie erwartet? Ernährung, Stress? Arbeit? Es spielen viele Faktoren eine Rolle. Warum Romy ihrem Mann keine Verschnaufpause gönnte und wieso sie ihn nicht für VOLL nahm, habe ich nicht verstanden. Sie ist zu sehr auf sich selbst fixiert. Natürlich ist es nicht einfach, wenn es nicht funktioniert. Natürlich fällt man in Depression, wenn alle anderen schwanger werden. Aber sie ist mir so unglaublich unsympathisch und nervig, dass ich kaum mehr Luft hatte, ihre Geschichte zu verfolgen. Nur durch Klara ging es doch weiter. Aber Romy? Sie arbeitet sogar in einer Bibliothek!

Gesamtbewertung:

Cover: Das buch ist schön aufgebaut

Titel: Hätte echt gut gepasst

Inhalt: Es plätschert etwas vor sich hin. Wo läuft es hinaus? Genau auf das, was man am Anfang erwartet. Es gibt keine Überraschungen, hier und da etwas Magie, Liebe und Hoffnung. Aber es war mir einfach zu viel von allem.
Profile Image for Esther.
413 reviews29 followers
October 25, 2017
Moras Stil erinnert mich stark an Peter Stamm: poetisch, elegant, visuell, nicht unnötig kompliziert... Und einfach wunderschön.
Ich habe diese Erzählungen super gerne gelesen und sehr geliebt. Es gab nicht eine Geschichte von der ich dachte: "Hoffentlich ist es bald vorbei."

Die Geschichten handeln alle von normalen Menschen, was ich persönlich ziemlich erfrischend finde. Keine komische Leute, aber Personen, den man im Alltag begegenen kann. Außerdem sind die Charaktere gut und tief dargestellt. Obwohl es einen Hauch von Rätselhaftigkeit gibt, hat man das Gefühl, dass man die Charaktere kennenlernt. Ich verstehe ihre Gedanken und Handlungen.

Die Erzählungen geprägt von einer großen, gut spürbaren Einsamkeit, die irgendwie auch wunderschön und sehr rührend ist.

Dieser Band war das erste Werk, das ich vom Autor gelesen habe, aber es wird bestimmt nicht das Letzte sein.


Fisch schwimmt, Vogel fliegt 4,5/5
Die Liebe unter Aliens 4,5/5
Perpetuum mobile 4/5
Ella Lamb in Mullingar 3/5
Verliefen sich im Wald 4/5
Die portugiesische Pension 4,5/5
Selbstbildnis mit Geschirrtuch 4,5/5
À la recherche 3/5
Die Gepard-Frage 3/5
Die Göttin oder Die Göttin der Barmherzigkeit zieht um 4,5/5
Profile Image for Unentschieden.
85 reviews5 followers
August 23, 2017
Die meisten Geschichten mochte ich, was die zwischenmenschlichen Vertraut- , doch Fremdheiten angeht. Es tut manchmal weh, aber nicht so richtig, weil der Stil recht undramatisch und manchmal auch lustig ist.
Profile Image for Kata Brassnyó.
142 reviews
January 2, 2023
nagyon fura és különös történet, de kifejezetten tetszett (az elbeszélést 'Fisch schwimmt' olvastam)
This entire review has been hidden because of spoilers.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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