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Die Stunde des Schmetterlings

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Freundschaft und Verrat im Schatten des Ersten Weltkrieges.

Im Juli 1915 steht Julius Reinhardt in den Trümmern einer Kirche und setzt sich die Pistole an die Kehle. Ein alter Mann tritt von hinten an ihn heran und sagt, dass der Tod nie eine Lösung sei. Es ist der Pfarrer, einer der wenigen Überlebenden des fast vollständig zerstörten Dorfes. Er führt Julius ins Pfarrhaus und zeigt ihm seine Schmett erlingssammlung. Diese Tiere, die ihre Schönheit in einem sehr kurzen Leben und vergeblichen Überlebenskampf verschwenden, und nicht die Menschen, die Kriege anzetteln, sind für ihn die Krone der Schöpfung.

Julius fasst Vertrauen und erzählt dem Pfarrer von seiner Seelennot. Sein Kamerad, sein bester Freund, ist ausgerechnet in einer Feuerpause, als Franzosen und Deutsche Fußball spielten statt aufeinander zu schießen, mit einem Bajonett im Rücken tot aufgefunden worden. Julius fühlt sich dafür verantwortlich. Nach und nach gibt er sich seinen Erinnerungen hin: an vier unzertrennliche Freunde, die arglos in einem Dorf aufwuchsen, an eine große Liebe und an eine Enttäuschung, die übermächtig war ...

301 pages, Hardcover

First published January 1, 2014

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About the author

Pieter Webeling

10 books2 followers

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Jin.
854 reviews148 followers
March 20, 2021
A boy tells about his story how he grew up in a small German city and volunteered for WWI with his friends which will impact his and his friends‘ lives in ways he would never have imagined. I actually didn‘t expect much but the story went deeper than I thought. I liked the storybuilding, the characters and the atmosphere. This would also be great to read in school classes as it also shows how war effects every single person; namely every soldier, enemy, families, animals and all humankind. Including to this war, there are also personal fights every person has to deal additionally. It was a solid, enjoyable read.
Profile Image for Geert van Rooijen.
307 reviews28 followers
June 24, 2017
De biecht is een schone zaak, zowel in de Vlaamse betekenis -een mooi gebruik- als in de Nederlandse betekenis - je wordt er schoon van- Voor mij een herinnering aan een jong ventje dat tegen de pastoor een keer in het kwartaal ging vertellen dat hij vier keer gevloekt had en zes snoepjes uit de snoeptrommel had genomen zonder dat mama het zag. Drie onzevaders en twee weesgegroetjes waren doorgaans mijn penitentie. Voor Julien is de biecht een moment van bezinning, een moment van afstand nemen om dat te vertellen wat hem niet lukt in zijn gesprekken met en brieven aan zijn moeder: het onder woorden brengen van de gruwelijkheden van het front in Noord-Frankrijk tijdens de begindagen van WO1. Hij vertelt niet alleen zijn lotgevallen, maar ook die van zijn drie kameraden met wie hij zich vol bravoure aanmeldde. En of het nu door de vorm komt of niet, nooit werd ik meer gegrepen door de gruwelijkheden dan in dit boek. Alsof je op de huid van Julien zit en door het slijk meeploetert om te overleven. Indringend mooi. Mede door de prachtige stijl van Webeling.
Profile Image for Femke.
173 reviews24 followers
November 16, 2019
Bijzonder aangrijpend boek. Mooie taal
Profile Image for Vera.
Author 0 books31 followers
June 14, 2017
In “Die Stunde des Schmetterlings” beschreibt Julius Reinhardt, ein junger Mann aus Sachsen, seine Erfahrungen im Ersten Weltkrieg. Während seines Heimarturlaubs im Jahre 1915 beichtet er einem ihm unbekannten Priester seine Erlebnisse. Anfangs wurde der Krieg von den jungen Leuten in dem kleinen sächsischen Dorf jubelnd begrüßt, viele konnten es nicht erwarten, mobilisiert zu werden. Endlich konnte man es den Franzosen zeigen! Aber schon nach einigen Tagen an der Front zeigt der Krieg sein wahres Gesicht. Dieses Gesicht schildert Pieter Webeling auf genialer Art und Weise. Grausamkeiten, Hunger, Kälte, Heimweh, Unglauben, Verrat, Wut, Verzweiflung: alles was die Männer in den Laufgraben empfinden, kommt direkt ins Herz der Leser an. Der legendär gewordene Weihnachtsfrieden wird besonders ausgeleuchtet. Es wird wahrscheinlich nie möglich sein, sich vorzustellen, was die Fußsoldate im „Großen Krieg“ erleben mussten – aber Pieter Webeling kommt ganz schön nah dran.
Profile Image for Sabine.
789 reviews22 followers
January 30, 2017
Man sollte natürlich gerne Bücher lesen, die zur Zeit des ersten Weltkrieges spielen und in denen nichts beschönigt wird, dann aber kann ich dieses in Abschnitten an Remarques Klassiker „Im Westen nichts Neues“ erinnerndes Buch sehr empfehlen: eine eindringliche und berührende Geschichte über Schuld, Verrat und Illusion, aber auch über die Kraft der Liebe und der Freundschaft.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, die aber sehr nah beieinander liegen. Julius Reinhardt ist im Jahr 1915 auf Heimaturlaub und möchte seinem Leben ein Ende setzen – zu groß ist das Gefühl der Schuld und des Verlustes – doch ein Priester hält ihn davon ab und lässt ihn seine Geschichte erzählen. Diese beginnt ein paar Jahre vor Kriegsbeginn mit einer innigen Freundschaft vierer ganz unterschiedlicher Jungen.

Pieter Webeling lässt sich Zeit, die Geschichte zu erzählen – zunächst wir man rein geschmissen in die bedrückende Szenerie in den Ruinen einer Kirche, in der Julius sich das Leben nehmen will, einmal „gerettet“ jedoch, begleitet man Julius zurück in seine Kindheit und Jugend, als alles noch ganz normal erschien, bis der Ausbruch des Krieges dann alles veränderte.

Langsam werden die vier unterschiedlichen Freunde vorgestellt, so dass man sich jeden sehr gut vorstellen kann und auch das interessante Geflecht, das die vier miteinander verbindet. Alle vier melden sich als Soldaten, denken, damit dem Einerlei des Alltags entfliehen zu können – und werden bald desillusioniert. Jeder geht in dieser schweren Zeit einen eigenen Weg und doch sind sie untrennbar miteinander verknüpft.

Julius erzählt dabei seine Geschichte und man erlebt dabei als Leser hautnah, was ihn in der Zeit des Krieges berührt und geängstigt hat, was er verloren, aber auch gefunden hat – und nicht immer sind seine Erlebnisse leicht zu ertragen.

Der geduldige und sehr inspirierende Zuhörer Julius‘ Geschichte ist ein alter Mann, der Priester eines nahezu völlig zerstörten französischen Dorfes – er hat eine ganz eigene Philosophie des Lebens, die den Titel des Romans erklärt, und die er wunderbar mit seinem Glauben verknüpft, das aber ganz unaufdringlich, so dass ich mich nicht genötigt oder in eine Ecke gedrängt fühlte.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, mal sehr schlicht mit einfachen, aber sehr treffenden Worten, dann aber wieder auch poetisch und an manchen Stellen auch etwas blumig – immer aber schafft er eine melancholische und bedrückende Stimmung, die mich völlig eingenommen hat, und die einfach anschaulich die Atmosphäre der jeweiligen Szenerien widerspiegelt.

An manchen Stellen lässt der Autor sich vielleicht etwas viel Zeit, die Geschichte zu erzählen, zumindest habe ich es beim Lesen so empfunden – nach Zuschlagen des Buches aber scheint kein Satz mehr überflüssig und alles wirkt in sich rund und schlüssig.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt und wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich es sehr ans Herz legen. Ich gebe ihm gute 4 von 5 Sternen.
Profile Image for Barbara.
724 reviews27 followers
May 24, 2017
Das ist eines dieser Bücher, die sich gut lesen lassen, die dargestellten Lebenswirklichkeiten lebendig und nachvollziehbar schildern und einen kleinen Spannungsplot haben. Hinterher legt man es weg und hat es beinahe schon wieder vergessen, müsste man dazu nicht noch eine Rezension verfassen. Es fehlt etwas Besonders, etwas, das es (für die Vielleserin) von anderen Büchern abhebt.

So anschaulich hier das Soldatenleben an der Front im 1. WK beschrieben wird, so hat man doch das Gefühl, genau dies bereits woanders gelesen zu haben. Ob es daran liegt, dass sich viele Autoren der selben Zeitzeugenberichte bedienen? Mag sein, aber es gibt ja auch solche, die daraus etwas machen, das sich abhebt (und ich denke dabei nicht nur an Extreme wie Echenoz' 14. Roman).

Neben dem Krieg, der einen Großteil der Erzählung ausmacht, und der Freundschaft zwischen vier Jungen (jungen Männern) aus einem sächsischen Dorf, sind es die familiären Dynamiken, die beiläufig erwähnt, am meisten Potential bieten im Zusammenhang mit den Themen Schuld und Verrat, die der Klappentext anpreist. Wie auch der Priester, dem der Ich-Erzähler Julius seine Geschichte erzählt, in einer beinahe reinen Zuhörerrolle bleibt, überlässt es Webeling dem Leser, hier weiterzudenken. Vielleicht ist die erzählte Zeit zu kurz, um den Protagonisten selbst mehr Entwicklung durchlaufen zu lassen, es erscheint mir trotzdem als verpasste Möglichkeit, dem Roman aktiv mehr Tiefe zu geben und das Thema (empfundene) Schuld auszuloten. So endet das Buch eher mit einer "Auflösung" als mit einer Auseinandersetzung.

Meine Rezension für den Borromäusverein steht hier:
http://www.borromaeusverein.de/medien...
Profile Image for Tibbe.
135 reviews
January 17, 2017
Dit is een prachtig boek, dat mij flink heeft ontroerd. Vijf sterren zijn veel te weinig. Zowel het verhaal, de opbouw als de wijze waarop het geschreven is, is meesterlijk. De Grote Oorlog wordt beschreven van zo dichtbij, dat je de emotie van zinloosheid en verdriet kan voelen. Vriendschap, liefde, woede, zingeving, poëzie...in dit boek komt het allemaal voorbij. Het is literatuur van grote klasse, dit boek krijgt een speciale plek in mijn boekenkast.
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