Leonard ist ein einsamer Wolf. Er hat seine Erfahrungen gemacht und will von niemandem mehr abhängig sein. Da erhält er die Nachricht, dass sein Bruder und dessen Frau bei einem Unfall ums Leben gekommen sind – und er der einzige verfügbare Verwandte ihres Sohnes ist. Leonard will sich auf nichts einlassen, bis er Erik kennenlernt: einen freundlichen, schüchternen Zehnjährigen, der infolge des Unfallschocks nicht sprechen kann. Bald spürt Leonard eine zarte Zuneigung zu dem Kind, das seinerseits an seinem Onkel hängt. Wenn da nicht Leonards letzter großer Job wäre, von dem er sich genügend Geld erhofft, um endlich alles hinter sich zu lassen. Und wenn da nicht Tina wäre, die er eben wiedergefunden und sofort wieder verloren hat …
Eine packende Kombination aus Thriller, Liebesgeschichte und Familiendrama – spannend und berührend, ein echter Pageturner!
Irgendwie war es nicht ganz, das was ich erwartet hatte. Die Geschichte ist teilweise richtiggehend brutal und der Erzählstil ist auf gewisse Weise distanziert. Obwohl auch Leonards Perspektive erzählt wird, bleiben seine Gefühle und seine Motive meistens im Dunkeln, aber wohl auch, weil er selbst keinen direkten Zugang dazu hat. Insofern also schon stimmig - und vor allem wertfrei erzählt, mir als Leser steht es frei, meine eigenen Schlüsse zu ziehen, ich bekomme nichts vom Autor aufgedrängt. Sehr schön fand ich auch die Metapher der Krähe, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Alles in allem für mich ein gutes Buch und damit vier Sterne.
Geschichte eines 9 jährigen Jungen, der bei einem Unfall seine Eltern und seine Sprache verloren hat. Sein Onkel, den er vorher nicht kannte und der eigentlich ein unerkannt Verbrecher ist, nimmt ihn liebevoll auf.