Als der Berliner Hauptkommissar Philip Goldberg seine neue Stelle in der Elbmarsch antritt, ist es mit der Beschaulichkeit schlagartig vorbei. Obsthofbesitzerin Hilde Deterding taucht plötzlich im Revier auf und behauptet, ihr verstorbener Mann Arthur trachte ihr nach dem Leben. Zum Leidwesen seiner neuen Mitarbeiter Hauke Thomsen und Peter Brandt nimmt Goldberg die Ermittlungen auf. Schon kurz darauf wird Hildes Hund vergiftet, ihre Steiff-Tier-Sammlung brutal geschändet und überall findet die Spurensicherung die Überreste menschlicher Asche. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion gräbt Goldberg die Urne des Verstorbenen aus. Doch statt der Asche findet er etwas, das selbst den skeptischen Thomsen überzeugt. Und der Wettlauf um das Leben von Hilde Deterding beginnt. ELBSCHULD ist der erste Teil einer Serie um den Kommissar Philip Goldberg.
"Elbschuld" von Nicole Wollschlaeger ist der Auftakt der Elb-Krimireihe und der erste Fall für Berliner Hauptkommissar Philip Goldberg, der seine neue Stelle in der Elbmarsch antritt. Der Fall startet tatsächlich direkt mit einer sehr skurrilen und älteren Dame, die Morddrohungen erhält und ihren bereits verstorbenen Mann verdächtigt. Diese Ausgangslage und wie Hilde Detering die Ermittler versucht über ihre Situation aufzuklären war für mich mitunter sehr amüsant, muss ich sagen. Doch nach und nach wird auch klar, dass hinter all dem, insbesondere der Familie Detering mehr steckt und an dieser Stelle verrate ich auch nicht mehr, denn das müsst ihr selbst entdecken- insgesamt eine Entwicklung innerhalb des Krimis die mich gut bei Laune gehalten hat und spannend war! Leider wurde ich mit unserem Kommissar Philip Goldberg nicht so richtig warm und auch die Dialoge zwischen den Kollegen empfand ich oftmals als eher hölzern und mit einem eher gewollten Wortwitz inszeniert... Alles in allem war "Elbschuld" für mich persönlich aber ein kurzweiliger Krimi, der mich zwar nicht vom Hocker gehauen hat, mich aber dennoch ein Weilchen gut unterhalten konnte.
Elbschuld: Philip Goldbergs erster Fall ist der Auftaktband der ELB-Krimireihe um den aus Berlin stammenden Hauptkommissar Philip Goldberg, der nun im beschaulichen Kophusen in der Elbmarsch als Leiter der Polizei arbeitet.
Mir hat der direkte Einstieg in die Story sehr gut gefallen. Wie sich Goldberg und seine zwei neuen Mitarbeiter Peter Brandt und Hauke Thomsen erst kennenlernen müssen, so macht uns die Autorin auch Schritt für Schritt mit den Charakteren vertraut. Und auch wenn es dir drei noch nicht wissen, haben sie von Beginn eine Vorgeschichte, die sie in gewisser Art teilen und jeder geht jedoch anders damit um.
Die Autorin zeichnet dabei sehr facettenreiche, aber auch spezielle Protagonisten, was diese aber nicht weniger liebenswert macht. Der dabei an den Tag gelegte lebendigen Humor ist von einer ganz besonderen Art, manchmal ein wenig zweideutig, manchmal ein wenig trocken oder derberer Natur. Nach meinem Gefühl, aber 100% passend zu den Personen, ihren Vorgeschichten und auch zur Region.
Was mich schnell für einen Krimi einnimmt, ist, wenn ich nach 50% immer noch nicht weiß, wer der Täter ist. Und hier konnte mich die Autorin komplett abholen: Sie lockt den Leser auf so manch falsche Fährte, aber löst all die Geheimnisse am Ende dramatisch, aber schlüssig auf.
Ebenso wie ein der gesamten Handlung zu Grunde liegendes Element, ziehen sich auch kleine Details wie ein roter Faden durch die Geschichte, welche die Charaktere, aber auch die Handlungsorte auf besondere Weise verbinden. In vielen kleinen, manchmal auch kurzen, Momenten des Erinnerns oder des Gesprächs lässt die Autorin auch sehr tiefgründige Stimmungen sprechen.
„Großstädte ließen einen keinen Raum zum Atmen. Da war kein Platz für Heilung. Die Ängste konnten sich ungehindert auftürmen, wie die Autos und Häuser der endlosen Nachbarn um einen herum“.
In mein Buch konnte ich auch paar Klebefähnchen, für die Kategorie “Neue Informationen“ kleben, ein weiterer Pluspunkt.
Kurzfazit
Und hier bin ich heute ganz frei und übernehme dieses aus der „Werbung“ der Autorin für die Bloggerrunde, denn ihre Beschreibung kann ich zu 100% unterschreiben.
ELBSCHULD… ein etwas anderer, ein wenig skurriler, dennoch auch humorvoller Regionalkrimi mit Tiefgang
Ich kann Euch das Buch nur ans Herz legen, wenn ihr mal einen etwas anderen Krimi sucht, der nicht den Mainstream folgt.
PS: Fast hätte ich das Cover vergessen: Wie die Charaktere ist auch dieses ein ganz klein wenig speziell, aber irgendwie auch wieder passend. Und ein formaler Aspekt des Buches, der mir auch sehr gut gefallen und das Lesen erleichtert hat, ist die leicht eingerückte direkte Rede der Dialoge.
Spannender Krimi aus der Elbmarsch mit sympathische Ermittler
*Inhalt* Die Polizei von Kophusen hat einen neuen Chef, Hauptkommissar Philip Goldberg. Nach einem Jahr Auszeit will er auf dem "platten Land" neu starten. Gleich sein erster Fall ist sehr ungewöhnlich. Hilde Deterding hat das Gefühl, dass ihr Mann ihr nach dem Leben trachtet. Doch dieser ist bereits seit einigen Jahren tot. Dann wird ihr Hund tot aufgefunden, da übernimmt Kommissar Goldberg mit seinen beiden Kollegen Polizeihauptmeister Hauke Thomsen und Polizeiobermeister Peter Brandt die Ermittlungen. Will jemand Hilde in den Wahnsinn treiben? Einer ihre Kinder: Georg, Ana-Maria oder Luise? Oder vielleicht doch der Butler Johan Bachmann?
*Meine Meinung* "Elbschuld" von Nicole Wollschlaeger ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe mit dem Hauptkommissar Philip Goldberg und seinem Team. Der Schreibstil ist leicht und locker, spannend und humorvoll, das machte mir den Einstieg in die Geschichte sehr leicht.
Das Ermittlerteam ist vom Charakter her sehr unterschiedlich, sie müssen erst einmal zusammenwachsen, aber mir sind sie jetzt schon sehr sympathisch. Alle drei haben ihre Frauen auf verschiedene Wege verloren und leiden darunter. Hauke wurde von seiner Frau Hilke verlassen. Er hat eine aufbrausende Art, wobei er auch sich wieder schnell beruhigt. Er sorgt für manche lustige Szene im Buch, ich sage nur: "mit einem Hawaii-Hemd zur Arbeit". Peter dagegen ist sehr strukturiert und ordnungsliebend. Seine Frau ist gestorben und trotzdem erzählt er ihr jeden Abend von seinem Tag, in Gedanken natürlich, es soll ja keiner mitbekommen. Und dann ist da noch Philip, der nicht gleich alles von sich erzählt und anscheinend eine schwere Zeit hinter sich hat. So nach und nach erfährt der Leser seine Geschichte. Mit seiner ruhigen und besonnenen Art schafft er es immer wieder Hauke auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen. Aber auch alle andere Charaktere sind facettenreich und lebendig beschrieben worden.
Die Autorin lockt uns auf manch falsche Fährte, aber zum Ende hin löst sie die ganzen Geheimnisse dramatisch aber schlüssig auf.
*Fazit* Hier sind Spannung und Humor vereint, ein echt gelungener Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe. Von gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.