A pandemic is turning people into killing machines. When the origins of the virus are exposed, it turns out to be only the tip of the iceberg. The true problems are just beginning.
“The screeches of the crowd tore at the air. What were they running from? Demir’s brain couldn’t process the scene, and shut itself off. While the images that were coming in through his eyes were funneled into a void, an ancient instinct kicked in. Those people weren’t fleeing. They were hunting.”
While Chief Detective Markus Steller is busy leading a Special Forces operation in downtown Frankfurt, only a few hundred yards off, Demir Kara and his accomplice are robbing a diamond courier. Both get caught up in a jumble of events as the city is suddenly transformed into a madhouse. Spurred on by blind aggression, people start attacking each other mercilessly, tearing to pieces anyone unable to hide. Together with a group of fellow survivors, Steller and Demir try to escape the hellish events. As the world threatens to descend into chaos, Major General Aila Torbeck, head of the Fenrir research facility, realizes that the wave of brutality sweeping the globe is only the beginning. She and her staff are the only ones who might be able to prevent the impending apocalypse. But Torbeck is also plagued by a very different worry. How is she supposed to save her daughter, Katta, who is on her own in Frankfurt, fighting to survive?
~ Ein gelungener Endzeit-Thriller mit überraschenden Wendungen, gut ausgearbeiteten Figuren und einer tollen, unheimlichen Atmosphäre, die stellenweise stark an „The Walking Dead“ erinnert. ~
Inhalt
Demir ist gerade dabei einen Diamantenkurier zu überfallen, Hauptkommissar Markus Steller nimmt an einem Polizeieinsatz teil und Aila Torbeck wartet auf eine problematische Anhörung wegen ihrer Leitung eines geheimen Forschungsprojektes, als von einer Minute auf die andere die Hölle losbricht. Menschen verwandeln sich in wütende Raubtiere, die nur eines im Sinn haben: töten…
Erzählstil: Personaler Erzähler; Präteritum; Perspektive: viele verschiedene Perspektiven (männlich und weiblich)
Meine Meinung
Einstieg
Der Einstieg fiel mir leicht, vor allem die Kapitel aus Stellers Sicht überzeugen von Anfang an. Damit können die Kapitel aus anderen Perspektiven leider zu Beginn nicht mithalten, so dass Spannung erst später aufkommt.
Schreibstil
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und abwechslungsreich. In seinen weniger guten Momenten ist der Schreibstil ein bisschen zu detailliert und wirkt stellenweise langatmig (manche Stellen / Kapitel hätte man kürzen können), in seinen besten Momenten hingegen (und diese dominieren bei weitem) kreiert er atemlose Spannung, anschauliches Kopfkino und große Gefühle (positive wie negative). Auch wenn ich mich zuerst aus irgendeinem Grund erst daran gewöhnen musste, gefiel er mir die Sprache mit jeder gelesenen Seite mehr. Zusätzlich ist der Schreibstil sehr filmisch und atmosphärisch, ich fühlte mich bei einigen Szenen stark an „The Walking Dead“ erinnert.
Zwei Dinge hätten dem Buch sicher noch gut getan: Mehr Absätze, damit es übersichtlicher zu lesen ist, und weniger Fachbegriffe. Während des Lesens merkt man, dass der Autor sehr genau recherchiert hat, was das ganze Szenario sehr plausibel erscheinen lässt. Allerdings scheint der Autor in seinem Bemühen, alles so authentisch und richtig wie möglich zu schreiben (das gelingt vorzüglich!), manchmal darauf vergessen zu haben, dass der Leser ja nicht recherchiert hat und somit von vielen dieser Dinge keine Ahnung hat. Stellenweise wird wirklich mit Fachbegriffen um sich geworfen, und während man aus dem Kontext zu verstehen versucht, was nun das eine Wort heißt, „knallt“ einem schon das nächste um die Ohren. Auch wenn viele Begriffe erklärt wurden, reichte mir das nicht, um den vollen Durchblick zu haben (und den habe ich nun mal gerne, also wurde Google bemüht). Dennoch: Es ist leicht verschmerzbar, weil die Geschichte ja nicht nur aus wissenschaftlichen Erklärungen besteht. Lieber so, als ein Autor, der nur oberflächlich recherchiert und von der Materie keine Ahnung hat.
Idee
Als Zombie- und Endzeitfan freue ich mich natürlich immer, wenn sich jemand entschließt ein Buch in diesem Genre zu veröffentlichen. Auch wenn das Rad hier sicher nicht neu erfunden wird und man so manche Szene in abgewandelter Form schon gesehen hat, so ist es doch genau das, was man als „Zombiebegeisterter“ erwartet. Unheimliche, emotionale Momente, Fluchtszenen, Menschen, die ihre moralischen Vorstellungen über Bord werfen und den Untergang der Zivilisation – das alles bekommt man hier geboten, und noch viel mehr. Was sich der Autor hier alles einfallen hat lassen, werde ich nicht verraten, aber so viel kann ich sagen: Die Ideen sind ihm während des Schreibens offensichtlich nicht ausgegangen.
Themen
Obwohl viele Themen angesprochen werden, geht es in diesem Roman hauptsächlich um das menschliche Verhalten in Ausnahmesituationen. Im Buch wird oft sehr drastisch und blutig geschildert, wie sich Menschen im Zweifel für sich selbst entscheiden und sprichwörtlich über Leichen gehen, nur, damit sie selber davonkommen. Diese pessimistische Sichtweise ist stellenweise schwer zu ertragen. Man kann nur hoffen, dass man in einer Ausnahmesituation an eine Gruppe gerät, die auch dann ihre moralischen Werte nicht sofort aufgibt. Immer wieder versuchen Figuren die richtige Entscheidung zu treffen, immer wieder scheitern sie und bereuen ihre fatale Wahl schmerzhaft. Wer Probleme mit drastischen Gewaltdarstellungen hat und nicht lesen möchte, wie Menschen auf verschiedenste Weisen sterben, der sollte um dieses Buch einen großen Bogen machen.
Personen
Die Personen sind bis in die Nebenfiguren so dreidimensional gezeichnet, wie es möglich ist (viele kommen nur am Rande vor). Nur die Jungs von SEK hätte ich gerne noch ein bisschen besser kennengelernt. Sie bleiben bis zum Schluss etwas blass und sind schwer auseinanderzuhalten. Aber ansonsten bin ich von den unterschiedlichen Charakteren sehr begeistert. Eine Sache war leider schwer zu ertragen: Dieser Roman ist wirklich sehr pessimistisch, was das Verhalten von Menschen in Ausnahmesituationen angeht. Leider findet man lange Zeit keine Person, mit der man sich identifizieren kann, weil sie fast alle unsympathisch sind. Immer wieder handeln sie egoistisch bis ekelhaft. Viele Menschen werden in einer solchen Lage mit Sicherheit nur noch an sich selber denken, aber dass sich alle so verhalten - das will und kann ich nicht glauben. In jeder schweren Zeit hat es schließlich auch immer Menschen gegeben, die nicht nur an sich gedacht, sondern anderen geholfen und so manche heldenhafte Tat begangen haben. Auch glaube ich nicht, dass so viele Menschen bereits Stunden nach dem Zusammenbruch all ihre moralischen Grundsätze über Bord werfen. Hier haben mir zu den negativen Extremen ein paar positive Gegenpole gefehlt. Zum Glück verändern sich manche Personen im Laufe des Romans, so dass ich dann doch den einen oder anderen gefunden habe, mit dem ich mich anfreunden und mit dem ich mitfiebern konnte.
Hauptpersonen
Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zu Beginn sind es nur drei, später werden es noch mehr. Von den toll ausgearbeiteten Protagonisten laden alle Schuld auf sich, doch manche lernen daraus und ändern darauf hin ihr Verhalten. Mein Favorit war das ganze Buch über Steller, der einen ganz besonderen Charakter darstellt: Außen hart und „unbesiegbar“, innerlich zerbrochen und kaputt. Schön finde ich auch, dass es immer wieder überraschende Wendungen in der Personenentwicklung gibt, so dass Dinge offenbart werden, die eine gewisse Figur sofort in einem anderen Licht erscheinen lassen. Am schwersten zu ertragen war für mich Aila. Sie folgt blind Befehlen, ohne selbst nachzudenken und legt dabei eine Doppelmoral an den Tag, dass einem schlecht werden kann. Mit ihr war ich die ganze Zeit über auf Kriegsfuß.
Handlung und Spannung
Immer wieder lässt sich der Autor überraschende Wendungen einfallen, die man nicht vorhersehen kann. Man fürchtet permanent um den Tod so mancher gemochter Figur, denn Jens Bühler geht mit seinen Personen nicht gerade zimperlich um. Nicht jeder wird damit glücklich sein, doch ich fand seinen neuen Ansatz, was die Zombie-Apokalypse betrifft, durchaus einmal erfrischend. Und nachdem, bis auf eine Sache (die ich hier nicht erwähnen kann), alles gut und logisch erklärt wurde, bin ich zufrieden.
Dialoge und Humor
Die Dialoge haben mir meist sehr gut gefallen. Nur manchmal hätte ich mir mehr beschreibende Sätze dazwischen gewünscht, damit man nicht durcheinanderkommt, sondern immer weiß wer was sagt. Zusätzlich hätte das den Dialogen noch mehr Tiefe verliehen, weil man hier auf die Mienen der Figuren genauer hätte eingehen können.
Auch wenn es ein düsteres Buch ist, enthält die Geschichte „Spuren“ von Humor. Das fand ich sehr schön, weil es so manche Situation ein bisschen aufgelockert hat.
Ende
Das Ende (vor dem Epilog) ist wirklich ausgezeichnet gemacht, nur hätte ich mir noch ein bisschen mehr Details gewünscht. So bleibt alles sehr offen, so dass man sich vieles nur selbst zusammenreimen kann, was ich in diesem Fall etwas unbefriedigend finde.
Mein Fazit
Ein gelungener Endzeit-Thriller mit überraschenden Wendungen, gut ausgearbeiteten Figuren und einer tollen, unheimlichen Atmosphäre, die stellenweise stark an „The Walking Dead“ erinnert.
Meine Empfehlung: Ein Buch für alle Fans des Zombie-Genres, die sich vor detaillierten, wissenschaftlichen Erklärungen nicht fürchten und es gerne düster mögen.
Quite frankly, I didn't realize that this was a translation (from German) when I got it. I was actually a fair way in when I realized that it was. Major props to the translator!
As for the story itself, it kept my interest relatively well. Some of the scenarios seemed a bit unlikely, but not enough to make me abandon the tale. I was particularly pleased with the ending.
This book portrays a visceral race for survival against overwhelming odds. Mankind faces a complex apocalypse of horrifying realities, where individuals confront impossible choices.
Was für ein Buch... Das Buch spielt mit allen Ängsten, die die Menschheit bezüglich der Zukunft haben kann. Nichts ist sicher, nichts ist planbar... Alles endet... Das Buch verstört, es regt aber auch gleichzeitig zum Nachdenken an.
Gleich zu Beginn sei gesagt: Der Cop-Thriller des Autors ("Geister") hat mir besser gefallen. Das liegt vor allem daran, dass zumindest für mich das Thema Zombies und all seine Abwandlungen mittlerweile arg abgegrast ist. Es gibt kaum eine Szene, die nicht schon literarisch oder filmisch abgehandelt wäre, und bei den Schilderungen der Horden von Infizierten kam mir des Öfteren der Streifen "World War Z" in den Sinn. Das spricht eigentlich für die bildliche Darstellungskraft von Bühler, führt bei mit aber zwangsläufig zu einer "Alles schon gesehen"-Ermattung. Die Erklärung für alles ist dann zwar einigermaßen innovativ, macht mir persönlich aber schon fast wieder ein Fass zu viel auf.
Das Buch ist definitiv nicht schlecht. Der Autor kann schreiben, hat einen ziemlich guten Lektor und weiß auch, wie er seinen Charakteren einigermaßen Tiefe verleihen kann. All das klappte in "Geister" aber irgendwie besser, nicht zuletzt das Buch im wörtlichen Sinne einfach stärker "down to earth" war. Zudem muss Bühler meiner Meinung nach ein bisschen darauf achten, Charaktere und Dialoge nicht zu sehr szenischer und actiongeladener Handlung zu opfern. Vielen Lesern mag das Gefallen, mir selbst ist es auf Dauer zu flach. Trotzdem: Ich freue mich, mit Bühler einen neuen, überzeugenden Indie-Autor gefunden zu haben, wobei ich vor allem auf die Geister-Fortsetzung gespannt bin. Noch mal Science Fiction / Mystery / Zombie muss wegen mir nicht sein.