Die Zeit des Erwachens ist gekommen. Zweihundert Jahre nach der Eroberung der Erde durch die insektoiden Skiir wird die vollständige Isolation der Menschheit aufgehoben. Die ersten Schritte in die galaktische Gemeinschaft konfrontieren die Menschen mit einer harten Realitä voller Intrigen, rivalisierenden Gewalten, Manipulationen und einer Hierarchie, in der man sich mühsam hocharbeitet oder untergeht. Widerstand brodelt gegen die Herrschaft der Skiir. Als ein mysteriöser Angreifer eine der Kernwelten des Imperiums attackiert und die gottgleichen Herrscher in der Verteidigung ihres Besitzes versagen, bricht die Krise aus. Die Menschheit steht vor der gemeinsam mit ihren neuen Herren für den Erhalt des Reiches zu kämpfen oder die Gunst der Stunde zu nutzen und die Freiheit wiederzuerlangen …
Dirk Andreas van den Boom is a German political scientist, science fiction writer and translator. He Professor Political Sciences at the University of Münster, Germany since 2012.
He published both reference books in the field of political science and SF books.
Dirk van den Boom baut ein sehr interessante Welt auf … eine Welt, in der die Menschheit, von den insektoiden Skiir okkupiert und für zweihundert Jahre Ihrer technischen Möglichkeiten beraubt und in eine Art „interstellarer Quarantäne“ gesteckt wird. Zu Beginn der Handlung wird die Abschottung der Menschheit aufgehoben, sie wird für „reif“ befunden, als neues Mitglied und Vasallenvolk der Skiir in den „intergalaktischen Völkerbund“ (so würde ich ihn mal nennen) aufgenommen zu werden. Die Kommunikationsschranken und technologischen Restriktionen werden fallen gelassen und man darf sogar einen Abgeordneten in das interstellare Parlament entsenden.
Soweit, so interessant. Schnell stellt man jedoch fest, das sich das Leben inmitten der hochentwickelten Zivilisationen der Galaxis auch nicht sonderlich unterscheidet, von dem, was wir von der guten alten Erde kennen. Politische Intrigen, Machtspiele, eine religiöse Kaste, die in altbekannter Manier dem Volk ihre demagogischen Opium-Spritzen verabreicht, all das kommt einem wohlbekannt vor. Und im interplanetarischen Parlament gibt es „Ja“, „Nein“ und „Enthaltung“-Knöpfe am Sitz jedes Abgeordneten…
Jetzt könnte man sich darüber mokieren, dass sich der Autor eine wirklich fremdartige Zivilisation offensichtlich nicht vorstellen kann, sondern in den „Fängen der menschlichen Gegenwart“ gefangen bleibt und Eigenheiten und Missstände menschlichen Zusammenlebens relativ simpel auf einen hochentwicklten außerirdischen Sternenbund voller fremdartiger Wesen überträgt.
Oder man zuckt einfach mit den Schultern und freut sich über eine spannende Space Opera, mit schönen Ideen und interessanten Handlungsfäden. Das Buch liest sich wie geschnitten Brot, auch dank der überschaubar dicken „Scheiben“ in Form von ca. zehn Seiten langen Kapiteln. Und der Spannungshöhepunkt am Ende des ersten Bandes lässt einem keine andere Wahl, als sofort zum glücklicherweise schon erschienenen zweiten Band zu greifen und ohne Pause weiter zu lesen.
Im neuen SF-Programm des CrossCult-Verlages befand sich diese miteißende Space Opera aus deutschen Landen, mit dem Dirk van den Boom ein Coup gelungen ist. Die Skiir sind eine Spezies, die seit tausenden von Jahren die Galaxis erobert haben und andere Spezies zu einem Imperium geschmiedet haben, unter ihrer Führung. Auch die Erde wurde erobert, jeder Widerstand wurde im Keim erstickt, nach 200 Jahren steht das Erwachen der Menschheit an, d.h. die vollständige Isolation der Menschen wurde aufgehoben und sie kommen mit dem galaktischen Imperium in Kontakt. Dabei erfahren sie, dass nicht alles so toll ist, wie die Skiir bisher verbeitet haben. Es gibt geheimnisvolle Mächte, die die Skiir-Herrschaft stürzen wollen, sogar auf der Erde gibt es Widerstandszellen, die teilweise auch von Außerirdischen unterstützt werden. Es zeigt sich, dass die 3 internen Gliederungen der Skiir (Prinzipat, Patronat und Protectorat) jeweils ihr eigenes Spiel spielen und nach der Macht streben. Plötzlich taucht ein neuer Feind auf, der das alles in Frage stellt - und mittendrin spielen die Menschen eine wesentliche Rolle. Eine interessante Art Space Opera, viele nicht zuordnendbare Interessensgruppen und ambivalente Charaktere, nicht nur unter den Menschen, trotzdem läßt es van den Boom auch krachen.. Der Beginn einer sehr interessanten Trilogie und ich kann es kaum erwarten, die nächsten Bücher dazu zu lesen...
Ich gebe zu, ich habe böse Vorurteile gegenüber deutscher SF. Meiner Erfahrung nach ist sie entweder zu anspruchslos oder aber (häufiger) zu verkopft und krampfhaft anspruchsvoll (wir machen hier topseriöse Literatur!). Dirk van den Boom kannte ich bis vor kurzem nicht. Ich bin zufällig über einige recht witzige Kommentare von ihm auf Facebook gestolpert. Dies hat mich neugierig gemacht und ich habe darum kurzentschlossen diesen Roman von ihm gekauft. Nun habe ich ihn innerhalb 2 Tagen in den Ferien gelesen. Ich bin entzückt.
Nachdem Dirk van den Boom den Preis für den besten deutschen SF Roman des letzten Jahres bekommen hatte, entschloss ich mich, doch einmal etwas von ihm zu lesen. Dirk schreibt ja schneller, als die meisten lesen und so hatte ich bisher ein Bogen um den Vielschreiber gemacht. Tja, da habe ich was versäumt...
Auf dem UCon in Dortmund erlebte ich dann eine sehr unterhaltsame Lesung mit ihm und da Band 1 auf dem Con schon ausverkauft war, musste ich ihm Band 2 abkaufen (ich wollte doch eine Unterschrift). Von ihm war das geschäftstüchtig, denn den ersten Band habe ich mir natürlich auch besorgt und jetzt gelesen.
Vor 200 Jahren wurde die Menschheit von den insektoiden Skiir erobert und jetzt kommt ihr "Erwachen": 200 Jahre nach der "Inobhutnahme", nach Zerstörung der Technik, Isolation und Umerziehung, wird die Menschheit offiziell ins Imperium aufgenommen und darf einen Botschafter zur Zentralwelt schicken. Die Skiir sind organisiert in Prinzipat, Protektorat und Patronat und an diesen drei Säulen (so etwas wie Regierung, Militär und Religion) orientiert sich auch die Trilogie. Es gibt Intrigen zwischen den Repräsentanten der drei Säulen und auch zwischen den verschiedenen Völkern des Imperiums. Und es gibt noch größere Geheimnisse im Hintergrund für die Folgebände....
Es macht Spaß, das Buch zu lesen: ein eingängiger, manchmal leicht ironischer Stil, eine interessante Welt, viele verschiedene Alien (zu viele Humanoide), überraschende Wendungen, große Geheimnisse. Ich wurde allerdings den Eindruck nicht los, dass die Kapitel gerade dem entsprechen, was Dirk van den Boom so an einem Tag schreibt, sie haben eine fast genormte Länge. Technik scheint ihn nicht so sehr zu interessieren, die Flüge der Raumschiffe werden eigentlich nicht geschildert.
Natürlich lese ich demnächst Band 2 und dann ist bald auch schon der Abschlussband da. In Dortmund sagte der Autor noch, dass eine weitere Trilogie bei Cross Cult von ihm erscheinen wird, die nicht im Skiir Universum spielt, aber zu dem kommt er wahrscheinlich auch wieder zurück, keine Angst, es dauert ja nicht so lange wie bei GRRM :-)
Dirk van den Boom ist ein deutscher Vielschreiber. Wer ihn bei Facebook verfolgt sieht, das er immer an mehren Romanen gleichzeitig schreibt. So entstand auch die Skiir-Trillogie. Dirk schreibt dabei nicht unbedingt originell, er steht dazu sich von anderen Autoren inspirieren zu lassen, aber ungeheuer unterhaltsam. Das Imperium der Skiir ist ein buntes Sammelsurium unterschiedlicher Völker, in das die Menschen geworfen werden. Und als sie gerade anfangen, sie einzuleben, kommt es zu einer Katastrophe.
Gar nicht mein Ding! Irgendwie von allem zu viel, zu schnelle Szenenwechsel, zu durcheinander. Vielleicht liegt es am Audiobook, ich hab's irgendwann aufgehört.