Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. »Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder«, sagt sie. Und: »Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten.« Es wäre nicht das erste Mal ...
Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie zur Ruhe kommen, einen Neuanfang wagen, und fast, so scheint es, gelingt es ihr auch. Ausgestattet mit einer neuen Identität und etwas Geld wohnt sie mit ihren Töchtern in einem wunderschönen Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem sie für ihr neues Leben bezahlen muss – denn der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, fordert ein, was sie ihm versprochen hat. Sie soll für ihn jemanden töten. Das Problem dabei ist nur, dass es sich um einen Menschen handelt, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist ...
Bernhard Aichner (geb. 1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck/Österreich. Aichner schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Nach den Spannungsromanen Nur Blau (2006) und Schnee kommt (2009) erschienen bei Haymon die Max-Broll-Krimis Die Schöne und der Tod (2010), Für immer tot (2011) und Leichenspiele (2012). Totenfrau ist der erste Thriller, der bei btb erscheint. Für die Recherche dazu arbeitete Aichner ein halbes Jahr bei einem Bestattungsinstitut als Aushilfe.
Auf Ihrer Flucht strandet Brünhilde Blum mit ihren Kindern in Hamburg. Um wieder ein geordnetes Leben führen zu können, braucht sie neue Papiere. Um diese zu bekommen, schließt sie einen Pakt mit dem Teufel – Egon Schiele, dem Kiezkönig, dem sie als Gegenleistung einen Mord verspricht. Und so ist von vornherein klar, dass die anfängliche Idylle nicht von Dauer sein kann. Schon bald muss Blum um ihre Kinder kämpfen – was zu einigen unnatürlichen Todesfällen im Umfeld von Schiele führt. Bernhard Aichner hat in dieser Trilogie einen sehr eignen Schreibstil kreiert – kurze, staccatoartige Sätze, die der Handlung ein hohes Tempo verleihen. Der Leser wird mit der Hauptfigur durch die Story gehetzt und taumelt mit ihr dem Abgrund entgegen – mich hat diese Art zu schreiben gepackt und nicht mehr losgelassen. Man leidet mit Blum, die seit dem Tod ihres Mannes durch eine Gefühlshölle läuft und deren Situation immer aussichtsloser wird. Phasenweise ist die Geschichte brutal und blutig, dann wieder bestimmt die Liebe von Blum zu ihren Kindern die Gefühlslage. Mich hat auch dieser Teil wieder mitgerissen, qualitativ war er besser als sein Vorgänger und kam so an den ersten Teil heran. Einige Ungereimtheiten und Logikfehler waren zwar auch diesmal vorhanden aber mich haben sie nicht übermäßig gestört. Wie bereits gesagt, man muss den Stil mögen und natürlich auch die ersten beiden Teile gelesen haben, um der Handlung folgen zu können – aber dann ist es eine spannende, kurzweilige Lektüre.
Es gibt etwas Neues von Bernhard Aichner, dem österreichischen Bestsellerautor: „Totenrausch“, nach „Totenfrau“ und „Totenhaus“ der abschließende Band der Trilogie um die Bestatterin Brünhilde Blum. Die engagierte und liebevolle Mutter zweier Mädchen ist zwar durch unvorhersehbare Umstände zur mehrfachen Mörderin geworden, möchte aber endlich wieder Normalität für sich und ihre kleine Familie. Nicht mehr flüchten müssen, keine erzwungenen Auslandsaufenthalte mehr, nur noch ganz normaler Alltag und ein bisschen Sicherheit.
Sie kommt nach Deutschland und der Zufall führt sie nach Hamburg, aber die Vergangenheit lässt sich nicht so leicht abstreifen. Da Blum eine neue Identität für sich und die Kinder benötigt, muss sie einen Pakt mit dem Teufel schließen. Egon Schiele, der zwielichtige Kiezkönig, kann helfen, ringt ihr aber als Ausgleich für diese Gefälligkeit eine Zusage ab. Als Bezahlung verspricht Blum, jemanden für Schiele zu töten, wenn er ihre Dienste benötigt. Wie bitte? Das hat mich dann doch überrascht. Natürlich hat sie gemordet, aber nur wenn sie persönlich involviert war, wenn ihr Leben oder das einer ihr nahestehende Person bedroht war. Aber sich quasi als Auftragskillerin zu verpflichten, passt doch überhaupt nicht zu ihrem Gerechtigkeitsempfinden und ihren Moralvorstellungen. Ob sie sich wohl aus dieser Zwickmühle befreien kann?
Nachdem der zweite Band eher wirr und total überladen war, findet Bernhard Aichner in „Totenrausch“ wieder zu seiner alten Stärke zurück, die wir aus „Totenfrau“ kennen. Gradlinig und sauber geplottet legt er von Anfang an ein hohes Tempo vor, wobei die unzähligen Kapitel durch ihren geringen Umfang dafür sorgen, dass die Lektüre zügig vonstattengeht. Dazu kommen die knackigen, schwarzhumorigen Dialoge im Staccato-Stil, die für kurzweiliges Lesevergnügen sorgen und den blutigen Details immer wieder die Schärfe nehmen. Spannende Unterhaltung – nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Eine Bemerkung zum Schluss: Die Filmrechte sind verkauft, und aus der Trilogie soll eine sechsteilige Miniserie entstehen. Wir dürfen gespannt sein!
Die Kinder und Blum. Auf dem Weg nach Norwegen. Wieder zurück. Nach Hamburg. Blum und Schiele. Der Zuhälter. Er besorgt Papiere. Will eine Gegenleistung. Blum und die Todesliste. Blum will nicht. Schiele doch. Schiele entführt ihre Kinder. Blum tötet. Mal den, mal den. Blum ist sauer. Und traurig. Und bekommt Hilfe. Immer wieder. Auch wenn's brenzlig wird. Buch ist aus. Buch über Blum. Ende gut. Alles gut.
Ihr findet meinen Schreibstil komisch? So schreibt der Aichner. Bei ihm ist das wohl cool. In der Schule wurden wir für so einen schrottigen Stil gnadenlos abgestraft, und zu Recht, wenn ich das so im Nachhinein sagen darf. Bei diesem "Krimi" gibt es so viel, dass einfach nur dumm war, allen voran Blum. Die hat aber auch immer ein Glück. Immer wenn es eng wird, kriegt sie Hilfe. Von einem türkischen Lastfahrer, einer Nutte, einem Bestattungsunternehmer, Reza, selbst einem Polizisten. (Nicht der erste, ihr toter Ehemann gehörte ja auch dieser besonderen Aichner-Spezi an, der mehrfache Mörderinnen total toll findet.) Schiele wird als der miese Zuhälterkönig beschrieben, obwohl er sich nur an den von ihr angebotenen Deal hält, bei dem sie Mord gegen Papiere versprach. Er will nicht mal mit ihr schlafen, jedenfalls nicht ohne ihre Zustimmung. Er bringt sie in einer super Gegend in einem super Haus unter, unter der Voraussetzung, dass sie für ihn mordet, wie sie es angeboten hat. Doch plötzlich, nachdem sie sowieso ein halbes Dutzend Leute gekillt hat, meldet sich ihr Gewissen und sie verweigert. Und wundert sich dann, dass der Zuhälterboss sauer ist? Die Message dieser Bücher ist die: Wenn Blum killt, ist es entweder ein dummer Ausrutscher (und daher nicht schlimm) oder die Leute hatten es eh verdient (und daher nicht schlimm). Wenn andere Leute killen, ist das verwerflich. Tolle Message. Nicht. Der eine Punkt ist übrigens nicht, weil ich einen geben muss. Der ist für die geile Haptik des Covers. Soll keiner sagen, ich finde nicht was Positives zu dem Buch zu sagen.
Insgesamt ein schöner Abschluss der Trilogie um Bestatterin und Mörderin Brünhilde Blum. Mich hat wieder in erster Linie der markante Schreibstil des Autors gepackt. Auch wenn die Sätze nicht mehr ganz so kurz, nicht mehr ganz so wurfgeschossartig waren, sind sie doch unverkennbar fokussiert und reduziert und damit für mich sehr angenehm zu lesen. Im Mittelteil haderte ich mit der Handlung, sie wurde mir zu vorhersehbar, und mit Blum, sie wurde mir zu widersprüchlich. Nicht in ihrer eigenen Totenfrau-Logik, aber eben in meiner und da mochte ich sie gerne schütteln und sie fragen, ob sie eigentlich auch einmal nachdenkt. An diesem Punkt fiel es mir wirklich schwer, an der Figur dranzubleiben. Das konnten dann einige Nebencharaktere abfangen, sodass sich gerade zum Ende hin die Geschichte für mich wieder zum Schlüssigen wandte und mit einem gelungenen Schlussakt ihren Ausklang fand.
Der Schreibstil Bernhard Aichners ist tatsächlich sehr ungewöhnlich und ich kann verstehen, dass er nicht jedem zusagt. Vom ersten Buch an geht er mir unter die Haut. Durch die kurzen Sätze, die vielen Wiederholungen, die Aneinanderreihung von Informationen wird für mich ein hohes Tempo aufgebaut, man gerät beim lesen regelrecht außer Atem und kann spüren, wie es sich für die Hauptdarstellerin Blum anfühlen muss, sich in dieser Situation zu befinden. Es ist bedrückend, beklemmend und gleichzeitig kurzweilig, ein Dauerlauf... Sie gerät immer weiter abwärts in ihrer Spirale und die Situation erscheint mit jedem Kapitel auswegloser. Ich musste regelrecht aufatmen, als endlich "jemand" auftaucht, der es gut mit ihr meint und sie unterstützt. Mir hat die Trilogie sehr gut gefallen, aber ich brauche im Anschluss an jeden Teil dann dringend immer ein Buch mit normalem Satzbau. ;-)
Ich habe ja nicht mehr geglaubt, dass dieses haarsträubende Finale der Trilogie noch zu einem glaubhaften und spannenden Ende kommen würde und war schon kurz davor, es wegzulegen...
Wenn man Brünhilde Blum zu Beginn von „Totenrausch“, dem dritten und abschließenden Roman um Bernhard Aichners unkonventionelle Heldin, erlebt, dann könnte man fast den Eindruck bekommen, die Bestatterin und Mutter hätte all die Torturen der ersten beiden Bände („Totenfrau“ und „Totenhaus“) endlich hinter sich gelassen und könnte mit ihren beiden Kindern in ein neues Leben starten. Wir erinnern uns: Blum rächte auf eigene Faust den Mord an ihrem geliebten Ehemann und ließ die Leichen der Täter in den Särgen ihrer „Klienten“ verschwinden, bis diese schließlich eher zufällig entdeckt wurden und die Polizei dadurch der Rächerin auf die Spur kam. Ihre Flucht hat Blum nun bis auf die norwegischen Lofoten verschlagen, wo sie fernab ihrer Sorgen, der Strafverfolgung und all der Toten, die inzwischen ihren Weg pflastern, endlich einmal durchschnaufen kann. Um sich jedoch tatsächlich eine dauerhafte neue Existenz aufzubauen, braucht Blum ein richtiges Zuhause, einen Job und vor allem eine neue Identität und damit zuallererst einmal neue Pässe für sich und ihre Töchter. Also führt ihr Weg nach Deutschland, wo sie im Hamburger Rotlichtviertel den Zuhälter Egon Schiele um entsprechende Dokumente bittet, der dafür allerdings – welch Überraschung – eine entsprechende Gegenleistung fordert. Und weil Blum weder das nötige Kleingeld hat, noch bereit ist, mit dem schmierigen Schiele ins Bett zu steigen oder sogar für ihn anschaffen zu gehen, bietet sie eben das an, was sie neben dem Einbalsamieren von Leichen mittlerweile am besten kann: einen Mord für ihn zu begehen.
Ein Mord für die Freiheit?
Natürlich sind das nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Neustart ganz ohne die Dämonen der Vergangenheit, doch Blum sieht offenbar keine andere Möglichkeit, den so lebenswichtigen nächsten Schritt in die Freiheit zu gehen und das ewige Weglaufen endlich und vor allem endgültig zu beenden. Und „Totenrausch“ wäre natürlich auch kein würdiges Finale der Blum-Trilogie, wenn diesmal alles glatt laufen und Bernhard Aichner in aller Seelenruhe vom gemütlichen und friedvollen Leben der nach dem Tod des Vaters – dem Ausgangspunkt von Blums schier unaufhaltsamen Abwärtsspirale – nur noch dreiköpfigen Familie berichten würde. Ruhig kann Aichner vermutlich ohnehin nicht, denn auch diesmal peitscht der Autor seine Leser wieder mit seinem stakkatohaften Schreibstil durch die Seiten, sodass zwischendurch kaum Zeit zum Luftholen bleibt. Diese Erzählweise ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, hat sich aber im Verlauf der Trilogie als sehr gutes Stilmittel bewährt, um zum einen das Tempo hochzuhalten und zum anderen auch die psychische Ausnahmesituation Blums zu transportieren: alles prasselt so schnell auf die Hauptfigur ein, das man absolut nachvollziehen kann, wenn diese scheinbar nicht mehr klar denken kann und in ihrer Überforderung die ein oder andere unüberlegte Entscheidung trifft.
Gewohnt rasant, aber auch mit den üblichen Unglaubwürdigkeiten
Die atemberaubende Geschwindigkeit kann aber – so mitreißend sie auch sein mag – erneut nicht darüber hinwegtäuschen, dass es der Autor mit der Logik nicht immer ganz genau nimmt. So stellt man sich zwischendurch wiederholt die Frage, wie Blum sich nach all den Morden überhaupt noch frei bewegen kann, wo sie doch international gesucht wird und jede Polizeistelle Europas einen entsprechenden Fahndungsaufruf vorliegen haben müsste. Zudem werden brenzlige Situationen immer wieder zu schnell und zu einfach entschärft, wobei wie schon in den ersten beiden Bänden gerne auch mal der Zufall kräftig mithilft. Nun kann man darüber diskutieren, ob eine realistischere Betrachtung dieses Aspekts möglicherweise negative Auswirkungen auf das Erzähltempo gehabt und damit einen Teil der Wucht aus der Geschichte herausgenommen hätte – hin und wieder etwas mehr Glaubwürdigkeit hätte diesem Band im Speziellen als auch der Reihe im Allgemeinen sicher nicht geschadet.
Ein konsequentes und würdiges Finale der Blum-Trilogie
Nun sind diese Schwächen aber schon von den beiden Vorgängern bekannt und dürften Brünhilde-Blum-Fans kaum ernsthaft stören, denn sie bekommen bei „Totenrausch“ genau das geboten, was man nach „Totenfrau“ und „Totenhaus“ erwarten durfte: eine rasante, weiterhin kompromisslose und dramatische Fortsetzung, welche die Geschichte um die Bestatterin, Mutter und Mörderin in Personalunion konsequent und schlüssig abschließt. Die im Verlauf der Geschichte entstehenden moralischen Konflikte sind spannend (auch wenn nicht viel Zeit für Tiefgang bleibt) und das Hamburg-Setting mit seinem Kontrast von abgründigem Rotlichtmilieu auf der Reeperbahn und scheinbar friedlicher Idylle im Nobel-Vorort ist interessant und spiegelt die Zwickmühle in Blums Leben zwischen dunkler Vergangenheit und sorgloser Zukunft gut wider. Dazu werden alle wichtigen offenen Fragen beantwortet und losen Fäden zusammengeführt. Da „Totenrausch“ zwar im Vergleich zum etwas schwächelnden Vorgänger wieder zulegt, in Bezug auf die emotionaler Wucht der Geschichte nicht ganz an den ersten Band heranreicht, ist dieses Finale zwar qualitativ nicht unbedingt der Höhepunkt der Trilogie, dürfte Blum-Fans aber insgesamt auf jeden Fall zufriedenstellen.
Ein Review zum dritten Teil der „Totenfrau“-Trilogie. Auch hier werde ich, um mögliche Spoiler zu den ersten beiden Teilen zu vermeiden, erst meine Meinung zu dem Buch schreiben, und anschließend kurz auf die Geschichte eingehen.
Blum is back! Konnte ich dem zweiten Teil dieser Trilogie nicht wirklich etwas abgewinnen, so möchte ich jetzt sagen, Bernhard Aichner hat mit diesem finalen Teil alle Stärken ausgespielt! Blum ist wieder die starke Frau, die Naivität ist etwas gewichen. So macht dieser Charakter wieder Spaß! Aber nicht nur sie, auch der Antagonist ist toll und vielschichtig geschrieben worden, auch wenn hier mit Klischees nur so gekleckert wurde. Zur Geschichte kann man nur sagen, sie ist hart und brutal. Ähnlich wie im ersten Teil gibt es hier Passagen, die den Leser an der Gurgel nimmt. Physische und psychische Gewalt wechseln sich ab und geben der Geschichte einen Sog, aus dem man nicht so schnell mehr heraus kommt. Bernhard Aichner hat hier ein tolles Katz und Maus Spiel geschaffen, das locker mit „Totenfrau“ mithalten kann und hilft über die Enttäuschung „Totenhaus“ hinwegzukommen. 4 von 5 Sterne
AB HIER SPOILER zu „Totenfrau“ und „Totenhaus“! Nachdem Blum den Mord an ihrem Mann gerächt und die Täter unter die Erde gebracht hat, musste sie fliehen, da ihre Taten ans Licht gekommen sind. Aber Sie will zurück, zurück in ihre Heimat und in ihr altes Leben. Zusammen mit ihren Kindern macht sie sich daher auf die Heimreise und findet Hilfe, mit der sie nicht gerechnet hat. Plötzlich scheint das alte, schöne Leben wieder wahr werden zu können. Wäre da nicht noch eine Schuld zu begleichen. Eine Schuld, die nur mit Blut getilgt werden kann.
Es wurde endlich mal Zeit diese Trilogie zu beenden. Vor Ewigkeiten habe ich den ersten Teil "Totenfrau" gelesen und sehr geliebt, Teil Zwei "Totenhaus" war für mich dann aber eine kleine Vollkatastrophe. Dementsprechend habe ich lange gezögert den finalen Band "Totenrausch" in die Hand zu nehmen. Aber jetzt war es soweit und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.
Ich habe die Protagonistin Blum immer sehr gemocht und wann kann man das schon über einen Killer sagen? Leider wird sie im Laufe der Trilogie immer unselbstständiger, der Bad-Ass-Charme aus Teil 1 geht immer mehr verloren, was natürlich auch der Situation geschuldet ist, ihr aber auch nicht guttut. Generell musste hier viel nachgeholfen werden - im wahrsten Sinne des Wortes. Der Zufall hat schon auffällig oft weiterhelfen müssen in Form von Personen, die gerade zum richtigen Zeitpunkt auftauchen. Blum selbst kann kaum noch was allein bewältigen und das fand ich schon sehr schade.
Die Geschichte gewinnt immer mehr an Tempo und bietet ein solides, wenn auch ein bisschen kitschges, Finale, das man auf jeden Fall so stehen lassen kann. Ein Guter Abschluss, der nicht mit dem großartogen ersten Teil mithalten kann, aber eine weitaus bessere Figur macht als der unnötige zweite Band.
Und wie immer bei Aichner ein Hinweis zum Schreibstil: Sehr speziell und bestimmt nicht jedermanns Sache. Wer sich unsicher ist, sollte vorher besser mal in die Leseprobe schauen!
Endlich klärt sich die Geschichte auf. Voller Erwartung nimmt man den dritten Teil in die Hand, weil man einfach wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht. Ich persönlich hätte auf das Ende verzichten können, dass war für meinen Geschmack zu plakativ in die andere Richtung. Hätte es nicht gebraucht.
Aber abgesehen davon, wenn man sich durch 2 Teile mit Bernhard Aichners Schreibstil angefreundet und Blum, trotz ihrer Art, lieb gewonnen hat, ist man schon fast traurig, dass es jetzt vorbei ist. Ja, die Geschichte musste zu Ende sein, weil keiner eine Romanserie mag, die sich wie Kaugummi zieht, aber nach 3 Tagen Blum war die Welt irgendwie leer. So nach dem Motto "und was mach ich jetzt"?
Auch in diesem Teil gibt es wieder Wendungen, die man nicht immer erwartet und einige Dinge, die vollkommen "logisch" von der Handlung erscheinen. Ich finde es großartig, dass eine Frau geschaffen wurde, wie unrealistisch die Geschichte auch sein mag, die sich nicht unterkriegen lässt. Ich mag Blum. Ich mag Bernhard Aichner auch deswegen so gern, weil er es geschafft hat, die Bösewichte so zu schreiben, dass man sie wirklich nicht mag. Es stört nicht, dass Blum so weit außerhalb des Gesetzes lebt. Irgendwie mag man sie trotzdem.
Ich habe das Hörbuch gehört ohne zu wissen dass es der dritte Band einer Serie war. Trotzdem fande ich nicht dass mir etwas gefehlt hat und ich habe das Buch auch ohne die vorherigen beiden Bücher gut verstanden. Mir hat die Geschichte gut gefallen. Das einzige was mich etwas gestört hat, ist, dass obwohl ich die Hauptprotagonistin generell sehr interessant fande, hatte sie zwischendurch ein paar mal recht naiv gehandelt. Sie ist generell mehr eine Person die aus dem Bauch heraus handelt als mit dem Verstand. Besonders in einer Situation war sie sehr naiv, etwas zu naiv, was die Grundlage für den Hauptverlauf der Geschichte ausmachte. Ich will nicht genauer darauf eingehen, da es sonst zu spoilers kommen würde.
Wow! Furioses Finale! Krank, spannend, geht irrsinnig unter die Haut und manchmal hat man richtig Angst weiterzulesen, weil sich immer alles ändern kann ... aber nicht muss :-)
Ich muss zugeben, dass ich die ersten 2 Teile NICHT gelesen habe. Ist aber nicht schlimm, da Bernhard Aichner durch erklärende Referenzen auf die ersten Bücher so verweist, dass man sich in der Handlung wieder gut zurechtfindet. Außerdem ist das Buch auch lesbar, wenn man die ersten Teile nicht im Kopf hat. Ein gutes Buch für all jene, die sich einen kleinen Nervenkitzel für Zwischendurch gönnen wollen. Der Schreibstil des Autors ist sehr einfach und gut strukturiert. Durch die vielen , aber knappen Kapitel kann man das Buch gut pausieren, obwohl ich das eher nicht wollte. Die Kapitel sind wie Episoden aufgebaut, die nicht all zu selten mit einem kleinen "Cliffhanger" aufhören, was mich motiviert hat weiterzulesen. Zur Handlung Eine Mutter tut bekanntlich so einiges für ihre Kinder, so auch Blum. Der Autor führt sehr gut durch ihre Gedanken und warum sie tut was sie tut. Es ist zwar nicht immer ganz nachvollziehbar, jedoch macht es das nur glaubwürdiger, da Menschen dazu neigen irrationale Entscheidungen zu treffen. Aber mehr möchte ich nicht verraten, da es nur die Spannung herausnehmen würde. Ich kann es einfach nur empfehlen
Ich liebe diese Reihe..! Blum ist so eine interessante Protagonistin, die mir sicher noch lange im Gedächtnis bleibt. Auch als Hörbuch ein echter Genuss..!
Blum ist weiter auf der Flucht mit ihren beiden Töchtern. Da geht sie einen Deal mit einem Hamburger Zuhälter namens Schiele ein: ein Mord gegen gefälschte Papiere. Monate später fordert er die Schuld ein.
Totenrausch ist leider eine ziemliche Enttäuschung.
Da wäre einerseits mal die Handlung für sich genommen, die mal wieder jenseits der Grenze des Glaubwürdigen spielt. Klar, Deals werden jeden Tag gemacht... aber es ist nicht so, dass Blum vollkommen am Ende war und nirgends anders untergekommen wäre. Schließlich hat sie's ja auch geschafft, schwarz bei einem Bestatter zu arbeiten. Und der hat sicher nicht ihre Papiere gecheckt. Dafür kriegt man seitenlang zu lesen, wie entsetzt Blum doch ist, dass der Unterweltkönig von Hamburg ihre Schuld einfordert. Und man soll auch noch glauben, dass sie, die Menschen grausamst getötet hat, plötzlich Gewissensbisse bekommt - in einer Situation, in der es (auch) um das Wohl ihrer Kinder geht? Und dass sie irgendeinen dahergelaufenen Nachbarn quasi über ihre Kinder stellt, indem sie versucht, seinen Tod zu fingieren, während die Mädchen in der Gewalt von Schiele sind? Das passt nicht zusammen. Dann ist da noch der Polizist, der sie morden lässt, weil er selbst eine Vorgeschichte mit Schiele hat...
Dazu kommen die Details, die kaum Sinn machen. So ist Blums Bestattungshelfer (und Geliebter) Reza in Totenhaus unter Mordverdacht verhaftet worden. Jetzt taucht er zum besten Zeitpunkt auf und meint, die Verdächtigung sei fallengelassen worden... Überhaupt ist der fehlende Zusammenhalt innerhalb der Trilogie ein Riesenproblem besonders in Totenrausch. Ich habe nämlich nicht den Eindruck gewonnen, dass mit diesem Teil die Geschichte fertig erzählt ist. Weder Blums noch die Situation der Mädchen hat sich einen Deut geändert (außer geographisch) vom Prolog zum Epilog. Ja, Reza ist an ihrer Seite, die Bande zu Innsbruck in Form ihres Schwiegervaters zerbrochen, da er angenehmerweise einfach mal so stirbt. Toll. Aber sonst? Was passiert, wenn im nächsten Hafen wieder jemand Blum erkennt? Fängt das Morden von Neuem an?
Ich hege ja den Verdacht, dass Totenfrau ursprünglich nicht auf eine Trilogie ausgelegt war, Totenfrau aber so einen Erfolg einfuhr, dass halt mal 2 Teile hinten nach gelegt wurden. Zum Schaden der Charaktere, besonders Blums, die irgendwie ohne Männer gar nichts mehr hinkriegt und naiv bis zum geht nicht mehr ist, und auch der Einzigartigkeit des Erzählstils. Totenfrau jedenfalls ließ mich noch gefesselt zurück - Totenrausch nur mehr enttäuscht und desillusioniert. Schade. Von wegen "Alles ist gut"...
PS: Warum zu jedem Kapitelwechsel mindestens 2, manchmal 4 Leerseiten sein müssen, ist nicht ganz ersichtlich, zieht sich aber auch schon durch die gesamte Trilogie. Und warum Blums Schwiegervater Blum mit Nachnamen heißt, erschließt sich mir auch nicht. Aber das sind mal Nitpicks am Rande.
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Der 1. Teil der Trilogie ist hervorragend geschrieben und hat mich dazu veranlasst, voller Erwartung den 2. Teil zu lesen. Leider hat mich der 2. Teil inhaltlich schon etwas enttäuscht. Aber der 3. Teil überbietet es nochmals: Nicht zu empfehlen! An Irrealität kaum zu Übertreffen. Bis zur letzten Seite habe ich auf einen Wandel gehofft, aber in den letzten Seiten kam es noch zu Steigerung an Lächerlichkeit. Blum hat für mich an jeglicher Sympathie verloren - ich habe zuletzt nur mehr gehofft, dass sie büßt für alles was sie getan hat. Auch der Schreibstil von Aichner ist mir im 3. Teil ziemlich auf die Nerven gegangen - aber der war in den beiden vorigen Bänden auch nicht viel anders.
Ein paar Stellen mochte ich, ein paar gar nicht. Hatte auch keinen sonderlichen Drang es immer weiterzuhören. Die abgehackte Schreibweise bringt Distanz. Teilweise tut einem die Blum oder Maria wie sie großteils in Teil 3 heißt ja schon leid, aber der Beginn mit den Kindern war echt grausam und ging gar nicht. Auch ihre Handlungen konnte ich nicht wirklich immer nachvollziehen. Hab Band 3 eigentlich nur gehört, da ich die Trilogie abschließen wollte und der Teil über die Online-Hörbuchbiblio verfügbar war.
Aus diesen Gründen vergebe ich 2 Sterne.
Meine Meinung bezieht sich auf die Hörbuch-Version.
Protože nechce skončit ve vězení, je hlavní hrdinka na útěku. Jednoho dne si ale řekne, že by se ráda s dětmi trochu usadila a vydá se do Německa, kde si plánuje sehnat falešné pasy pro sebe a pro děti.
Kdo jiný jí může sehnat pasy, než pasák, že?
Takže mu slíbí, že když jí ty pasy sežene, tak pro něj někoho zabije... Nemá na ně totiž peníze a přijde jí to přijatelnější, než pro něj pracovat jinak. No a protože zaplétat se s místní mafií není nejlepší nápad, tak se rozjede šílené "dobrodružství".
Finále se autorovi povedlo a dost jsem se začetla. Tak moc, až jsem usnula ve 4 ráno, no. Třetí díl byl nejvíc akční a nejvíc mě bavil. Přečteno 230 stran za jeden den 😀.
Der dritte und auch letzte Teil der Trilogie rund um Blum. In diesem Teil ist sie eher zur Auftragsmörderin geworden, zwar hat sie es für ihre Kinder getan, ich finde jedoch kommen die Gefühle und Motive von Blum nicht mehr so sehr durch wie in den anderen beiden Büchern. Ein paar Seiten weniger hätten es für mich sein dürfen, allerdings war das Ende wieder voller Spannung und somit ein gelungener Abschluss.
Sehr spannend. Einziger Kritikpunkt: jedes Mal wenn die Protagonistin bis zum Hals in Problemen steckt, kommt von irgendwoher ein Mann, der für sie wieder alles regelt. Irgendwann wird es dann nervig.
I love rhis mini-serie so much. These books are page-turners! You just can't keep your eyes off it. It may be a bit drastic for somebody but I really love it.