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Morrisons Versteck

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Peter Henisch ist nicht nur im gleichen Jahr (1943) geboren wie Jim Morrison, Sänger der legendären Rockgruppe The Doors -- auch er wurde zunächst als Liedermacher und Bandleader bekannt. Genügend Parallelen also für den Wiener Schriftsteller, um sich literarisch jenem Mythos anzunähern, der sich seit dem mysteriösen Abgang in einer Pariser Badewanne um das Rockidol Jim is alive. Der Form nach als Roman geschrieben, umkreist Morrisons Versteck sein Thema mit Hilfe einer komplizierten Die Fotografin Petra hat eine unheimliche Begegnung mit einem Exhibitionisten, in dem sie Morrison zu erkennen glaubt. Der Journalist Paul, ein Studienkollege und Verehrer, der seit 20 Jahren nichts mehr von ihr gehört hat, wird von ihr um Mithilfe bei der Recherche gebeten. Die Figurenkonstellation wird zur Chiffre für die schillernde Ausstrahlung des Paul steht auf Petra, doch Petra steht nicht auf Männer. Einzige Morrison. In das Geflecht der scheindetektivisch angelegten Suche nach Morrisons Versteck verpackt der Autor wie nebenbei literarisches, filmisches und philosophisches (Sub-)Kulturgut der 68er-Generation. Darin werden die Kunstfiguren der Fiktion lebendig, etwa, wenn der Ich-Erzähler Paul loszieht, um sich an den teils zwielichtigen Orten umzusehen, an denen sich der Dichter und Sänger aufhielt. Wie ein Zauberer jongliert Peter Henisch dabei mit Perspektiven und Zeitebenen, Leben und Tod, Schein und Sein. Er hat zwar am Ende den Mythos um das Versteck des berühmten "Untoten" auch nicht gelöst, dafür ist ihm ein virtuoses und außerordentlich vergnüglich zu lesendes Buch gelungen. --Wolfgang König

Paperback

Published June 1, 2001

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About the author

Peter Henisch

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Peter Henisch wurde eineinhalb Jahre vor Ende des Zweiten Weltkriegs in Wien geboren; sein Vater Walter war zu dieser Zeit ein sehr geschätzter fotografischer Kriegsberichterstatter der Wehrmacht. Nach 1945 arbeitete sein Vater für sozialdemokratische Medien.

Erste schriftstellerische Versuche machte Peter Henisch nach der Matura während eines Volontariats bei der Wiener Arbeiter-Zeitung (AZ), dem Zentralorgan der SPÖ. Im darauffolgenden Studium belegte er Germanistik, Philosophie, Geschichte sowie Psychologie. Ein Promotionsvorhaben über Ernst Bloch blieb unabgeschlossen. 1966/1967 war er Lokalredakteur der AZ.

Seit 1971 lebt er als freier Schriftsteller in Wien, Niederösterreich und in der Toskana und trat erstmals mit Hamlet bleibt hervor. Von 1972 an war er Literaturredakteur der Zeitschrift des Theaters der Jugend Neue Wege. Von 1970 bis 1973 war er Mitglied des „Arbeitskreises österreichischer Literaturproduzenten“.

Das bekannteste seiner Werke ist der Roman Die kleine Figur meines Vaters (1975; überarbeitet 1987 und 2003; verfilmt 1979). In ihm setzt sich Henisch mit der Vergangenheit seines Vaters als offizieller Kriegsfotograf während des Dritten Reiches auseinander.

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