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Soja-Steak an Vollmondwasser: Das Handbuch der überschätzten Lebensmittel

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Was ist noch mal der Unterschied zwischen Chiasamen und Chai-Latte? Kann man Granatäpfel pulen, ohne danach die Küche zu renovieren? Und ist Drachenfrucht im Grunde nicht einfach Kiwi im Fummel?
Markus Barths lustvolle Abrechnung mit gehyptem Trendfood und überschätzten Klassikern ist Balsamico für die Seele!

„Was ich noch mehr mag als ein saftiges Steak sind Menschen, die der Gesellschaft und dem Mainstream den Spiegel vorhalten. Markus Barth hat dies mit diesem Buch in einer Art und Weise geschafft, die bei mir zweierlei Lachen, ganz klar. Und die Erkenntnis, dass wir Konsumenten mit so viel Blödsinn versorgt werden, dass es für alle Menschen zum Sattwerden reicht. Als Genießer rate ich Erst lesen, dann essen. Und zwar das Richtige."
(Reiner Calmund)

„Voller Wahrheit, immer angenehm kompakt und vor allem sehr, sehr lustig – ich kann ehrlich Markus Barth ist eines meiner Vorbilder."
(Torsten Sträter)

128 pages, Kindle Edition

Published September 29, 2016

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About the author

Markus Barth

39 books2 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Anja.
87 reviews
November 19, 2022
Markus Barth ist ein begnadeter Comedian, aber dieses Buch hat bei mir einfach nicht gezündet.
Profile Image for WarmerSommerregen.
144 reviews
November 12, 2016
Sehr unterhaltsam!

In seinem neuen Buch „Soja-Steak an Vollmondwasser – Das Handbuch der überschätzten Lebensmittel“ zeigt Markus Barth, welche gehypten Trendfoods so alles ihren Weg in unsere Küchen finden. Dabei rechnet er mit all den überschätzten Lebensmitteln ab, welche nur konsumiert werden, weil sie gesund aussehen, einen tollen Namen haben, Urlaubsfeeling versprechen, sie trotz allerlei Unverträglichkeiten so wunderbar genießbar sind,… Jedenfalls nicht weil sie durch Geschmack punkten können.
Aber natürlich haben auch solche Lebensmittel ihre Daseinsberechtigung: Während Barth Grüntee beispielsweise an Wiese erinnert, schmeckt Matcha-Tee, natürlich mit dem feinen Holzbesenchen luftig gerührt (und nicht geschüttelt…), ganz klar nach… pürierter Wiese. Viel besser – und so anders.
So wird der in solch hohen Tönen gelobte Geschmack einiger Lebensmittel, deren Hauptbestandteil Wasser ist, unter die Lupe genommen, es wird dem Prinzip „frittiert-schmeckt-es-aber-besser“ auf den Grund gegangen, Rucola wird als Rauke und Surimi als Non-Food-Produkt enttarnt.
Dabei ist Markus Barths Qualifikation für ein solches Buch ganz einfach zu erklären: Weder ist er durch den Konsum bestimmter Lebensmittel seiner Traumfigur erstaunlich nahe gekommen, noch hat er eine Profi-Kochausbildung und arbeitet auf Luxusdampfern der ganzen Welt, er hat auch noch nie in einer Kochsendung ein Gericht auf einem Löffel angerichtet, er ist nicht mal Ernährungsberater oder Arzt, nein, er isst einfach nur gerne – und das im Prinzip schon sein ganzes Leben lang und er hat Geschmacksknospen. Qualifikation genug möchte man meinen.

Auf 128 Seiten wird von geschmacksneutralen aber ganz kultivierten Lebensmitteln berichtet. Mal ein Gedicht, eine Fotografie mit Beschreibung oder einfach eine kurze Einschätzung zeigen, wie absurd ist, was so alles auf Tellern landet. Dabei geht es dann schon immer wieder in die Richtung „knallharte Lebensmittelbeschimpfung“, wie im übrigen auch auf dem Cover angekündigt, dennoch hat man bald ständig Grund zum Auflachen und Nicken. Auch wenn ich einige der vorgestellten Lebensmittel durchaus schätze – Bärlauch und Ingwer beispielsweise – ist es schon sehr befremdlich, was diesen Wundermittelchen alles nachgesagt wird.
Zu Pfannkuchenteig aus der Flasche: „Wer zu doof ist, Milch, Eier und Mehl zu mischen – sollte der wirklich einen Herd bedienen dürfen?“ (S.53)
Besonders haben es mir die Schwingungen des Himalayasalzes oder das Vollmondwasser aus Bad Leonhardspfunzen (S.25) angetan – ich bin noch immer überrascht, dass es dazu wirklich Interneteinträge gibt…

Dieses Büchlein ist sehr locker geschrieben, sodass es sich ganz schnell durchlesen lässt. Unterhaltsam ist es auf jeden Fall, wenn es einen auch etwas traurig stimmt, wie schnell Menschen auf einen Hype anspringen und wie viel schon simples Marketing ausmacht.
Von mir gibt es für dieses Handbuch der überschätzten Lebensmittel 4,5 von 5 Sternen
Profile Image for Denise.
685 reviews10 followers
November 6, 2016
Es gibt 3 Themen, die man im Small-Talk vermeiden sollte: Politik, Religion und Fußball. Seit gut 2 Jahren kann man noch ein viertes Thema guten Gewissens hinzufügen: Ernährung. Denn wenn man auch nur einmal kurz erwähnt, dass man sich gern mal ein Steak gönnt, kann man damit ganze Parties sprengen, bekehrt und verurteilt werden. Höchste Zeit also, dass der Branche der hippen Lebensmittel mal auf den Zahn gefühlt wird.

In „Soja Steak an Vollmondwasser“ beschreibt Markus Barth (nein, nicht verwandt oder verschwägert) auf seine ganz eigene, sehr humorvolle Art und Weise, was ihn an gehypten Lebensmitteln wie Chia-Samen, Rucola oder Ingwer stört.

Zugegeben, das Buch ist nicht umfangreich, was mich schon traurig gestimmt hat. Denn der Autor hätte bestimmt 300 und mehr Seiten füllen können. Aber auch auf wenigen Seiten macht Markus Barth sehr deutlich, wie gut die Marketing-Maschinerie in der Nahrungsmittelindustrie läuft. Denn ich wusste zum Beispiel nicht, dass Chia-Samen eigentlich nur Leinsamen im Hipster-Gewand sind.

Schon von Seite 1 an konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Nun, das ist untertrieben. Bereits im Vorwort musste ich schallend lachen. Dabei waren wir noch gar nicht bei Lebensmitteln angekommen. Und daheim geht das Lachen auch wunderbar. Ich las das Buch allerdings auch in der S-Bahn und da guckten die anderen Fahrgäste schon leicht besorgt, als ich laut loslachen musste. Es ist aber auch zu komisch, wenn Markus Barth bildreiche und vor allem sehr genaue Vergleiche anstellt. Zudem trifft er mit seiner spitzen Zunge...äh Feder genau die Schwachstellen eines jeden hippen Früchtchens. Genial!

Ja, Markus Barth überzeichnet auch gern. Aber Übertreibung macht anschaulich. Und ich habe das Ganze mal an veganen Freunden getestet und ihnen Stellen vorgelesen. Sie haben gelacht, gegrinst und dennoch mit Genuss ihren Chia-Pudding gemampft. Was wieder beweist: wer lachen kann, lebt einfach gesünder.

Fazit: Ernährung einfach gemacht: wenn es schmeckt, ist es gut. Lesen!
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