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Houwelandt

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315 pages, Hardcover

First published January 1, 2004

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About the author

John von Düffel

38 books16 followers
John von Düffel is a German dramatist, translator, and author.

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Community Reviews

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28 (22%)
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16 (13%)
1 star
4 (3%)
Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Amelia.
369 reviews24 followers
February 5, 2019
#ReadYo'Shelves
#CoverBuy

I really have to question myself why I didn't bail on this male maudlin self-involved bullshit after the first fifty pages. Am I not already too old and too wise for continuing such books?
The only good thing I wanted to say about this book, was to mention the wonderful cover of this edition. BUT, when I just looked at it more closely, I found out that you even can unfold it to a poster, that has on the other side a big picture of the author. Really, Dumont publisher, really? I expect more of you than that. But perhaps that's a wonderful hint to the content of this book.
Profile Image for Breña.
544 reviews9 followers
June 12, 2016
Ich bin absolut angetan davon, wie von Düffel schreibt. Mit wenigen Worten erschafft er Stimmungen, Situationen und Menschen und findet ungewöhnliche Formulierungen.
Die Charakterisierungen seiner Protagonisten, aber auch der Familie als solche sind treffend und durchlaufen eine Wandlung, ganz selbstverständlich und unaufgeregt.
Gegen Ende verlor der Autor mich fast - nur um mich im letzten Kapitel komplett gefangen zu nehmen. Großartig.
Profile Image for Annette Kaiser.
248 reviews2 followers
June 5, 2023
Gut geschrieben jeweils aus der Sicht der Familienmitglieder. Ja, Familie ist eines der schwierigsten Systeme überhaupt.
Der verschrobene Vater war mir am nächsten, bin ich doch auch eine frei Wasserschwimmerin und fühle mich dort in meinem Element.

„ all seine Sinne, richteten sich auf das bodenlose Blau, dass sich unter ihm auftaut, und die hinauf dringende Tiefe. Sie hatte ein so weiches Fell. Jorge war überwältigt von dem Gefühl des Entronnenseins auf der Haut, wie jeden Morgen.“ S. 10

Leider kenne ich solch einen unterkühlten Vater auch sehr gut.

„Er war die Familie, er war der Jungen und der Sumpf, in denen er umso tiefer hinein gerät, je mehr er sich zu befreien versuchte, er war das Netz seiner Verstrickung, dass ich immer weiter zu Zug. Er war Houwelandt.“ S.256
Profile Image for Kirsten.
36 reviews2 followers
June 1, 2020
Durch das Buch hindurch hat mich immer mehr das Gefühl beschlichen, das John von Düffel während des Schreibens heimlich sein altes Deutschbuch aufgeschlagen und nach und nach rhetorische Mittel abgearbeitet hat. Während Gemütszustände und Kleinigkeiten ausgiebig und „wunderbar literarisch“ bis zum Anschlag auserzählt wurden, blieben meiner Meinung nach wirklich tiefsinnige Einblicke und Erkenntnisse auf der Strecke. Klar, das Gefühl dieser Familienstruktur (oder Familienstrukturen im Allgemeinen) hat sich vermittelt und das auch gut. Aber sonst blieb dann für mich persönlich kein größerer Mehrwert des Buches..
Profile Image for Mampfwurm.
69 reviews
August 1, 2023
Eine Sache möchte ich wirklich anmerken: Scheinbar konnte niemand, welcher an der Arbeit an diesem Buch beteiligt war verhindern, dass ein für die Geschichte extrem wichtiger Abschnitt von 11 Seiten vollkommen in Kursivdruck gesetzt wurde.

Mehr als eine Zeile Kursivdruck lesen zu müssen, ist eine Qual, die man niemandem zumuten sollte. Es handelt sich nicht ohne Grund um ein Werkzeug für *besondere* Fälle.

Zweitens konnte niemand verhindern, dass in die Innenseite des aufklapparen Staubschutzes ein gigantisches Autorenfoto gedruckt wurde. Aber ich will mich nicht beklagen, wann immer ich mal wieder lachen will, muss ich nur das Buch aus dem Regal nehmen, und den Staubschutz auseinanderfalten. Weil es angesichts solcher Penetranz angenehmer ist zu lachen, als zu weinen.

Wo er einem nun schon derartig ins Gesicht geschleudert wird, möchte ich übrigens anmerken, dass der Autor ein ziemlicher Ottonormalbürger ist - keine besonderen Narben oder Tattos in seinem Gesicht, die man sich unbedingt auf so einem Großdruck angucken wollen würde - und in meinen Augen auch ziemliche Ottonormalbürger-Geschichten schreibt. Er schreibt in einer sehr sauberen Sprache. Man kann das schön finden. Ich fand es langweilig. Alles andere ist frei von Besonderheiten.

Drittens ist das eine ziemliche Männergeschichte. Und das sage ich schon als männlicher Mann. Angeblich handelt es sich ja um "Familiengeschichte als Generationsgeschichte", aber eigentlich sind die zentralen Thema Männlichkeit und Macht, da es sich um eine Familie handelt, die vor allem von männlicher Macht bestimmt wird, und deren Konflikte vor allem aufgrund von Machtgefällen zwischen Männern bestehen.

Das ist sicher auch eine Geschmacksfrage, für manche mag das auch sehr aufregend klingen. Ich fand diese Macht und Männlichkeit ziemlich illusorisch, weil reichlich vage. Szenen, in denen im kalten Meer geschwommen wird etc. haben mich eher an Werbung für Duschgel oder Deo erinnert, dort sieht man auch immer wieder reichlich nackte, muskulöse Körper neben scharfkantigen Felsen oder im Meer. Wobei eigentlich jedem klar sein dürfte, dass das unsinnige Klischees sind, die auf reale Menschen nicht zutreffen.

Das ich so viele Abschweifungen und andere Überlegungen anstelle, liegt daran, dass ich aus dem tatsächlichen Werk gar nicht so viel rausholen konnte. Dieses Buch ist dermaßen unaufdringlich, dass es schon wieder uninteressant ist. Ich scheitere jetzt schon daran, mich an die Charaktere und den genauen Plot zu erinnern. Kurzum ist es das perfekte Buch, dass Journalisten in Druck und Fernsehen mit schönen Zitaten aufgrund seiner "literarischen Qualität" empfehlen können, und damit eigentlich nur meinen, dass es keine groben Schnitzer aufweist und nichts anpackt oder tut, das irgendwie problematisch oder ungewöhnlich sein könnte. Für mich ist das nichts. Wortwörtlich. In einem Jahr werde ich mich nicht mehr daran erinnern dass es dieses Buch überhaupt gibt, da bin ich sicher.
Profile Image for Leah.
131 reviews
June 29, 2025
Drei Generationen der Familie Houwelandt kommen in diesem Roman zu Wort.
Angefangen bei Jorge, dem achtzigjährigen "Patriarchaten" der Familie, der sich irgendwo am spanischen Strand in seinem Schmerz und Selbstmitleid suhlt und seiner Frau Esther, die ihre einzige Bestätigung dadurch bekommt Jorges Ehefrau zu sein, was sie in ihren Augen besser macht als alle anderen, besonders Frauen. Und das, obwohl Jorge sie grauenhaft behandelt und sich wie ein bockiges Kleinkind verhält, das Esther mit Schweigen bestraft, nur weil sie für ihn eine Geburtstagsfeier organisieren möchte.
Es folgt der Sohn der beiden, Thomas, der für seine Eltern als eine einzige Enttäuschung wahrgenommen wird, weil er sich nicht wie ein "richtiger Mann" verhält und seit seiner Kindheit unter der Gefühlskälte seines Vaters leidet. Meiner Meinung nach bildet er den einzigen halbwegs sympathischen und nahbaren Charakter in dieser Familie, auch wenn genau dies, seine Emotionalität und der fehlende Erfolgsinstinkt bei ihm als Schwäche dargestellt wird.
Den Schluss bildet Christian, der "Erstgeborene des Erstgeborenen", der am liebsten keinen Kontakt zu seinem Vater haben möchte und die Großeltern kaum kennt. Als Karrieremensch stellt er das genaue Gegenteil zu seinem Vater dar, dazu gehört natürlich auch die genauso ambitionierte und erfolgreiche Anwalts-Freundin Ricarda, allerdings nur bis sich diese tatsächlich nicht dem plötzlichen Kinderwunsch Christians hingibt, ihre Kariere aufgibt und seinen Wünschen beugt.
Tja, und all diese Charaktere werden nun in der Planung der Geburtstagsfeier zusammengeworfen, was natürlich nicht gutgehen kann.
Ganz ehrlich, ich habe mich die meiste Zeit, während des Lesens so sehr über dieses Buch aufgeregt, diese veralteten Machtstrukturen in der Familie waren wirklich schwer zu ertragen und das Maß an toxischer Männlichkeit kaum noch zu überbieten.
Hätte einer dieser Männer (besonders Jorge) mal mit einem Therapeuten, oder sonst jemandem, geredet und die Geschehnisse aufgearbeitet statt sie in sich hineinzufressen und still vor sich hinzuleiden, weil das ja so männlich ist, und das Trauma an die nächsten Generationen weiterzugeben, hätte man sich den gesamten Konflikt schenken können.
Zwischendurch hatte ich immer wieder die Hoffnung, dass der Autor all dies als übertriebene Karikatur der misogynen und sexistischen Gesellschaft geschrieben hat, allerdings wurde diese Hoffnung begraben, da er all dies wirklich als "männliche Ideale" zu verstehen scheint.
Zwar ist der Roman bereits 2004 erschienen, doch leider erinnern die Rollenbilder eher an das Mittelalter und ich hoffe wirklich sehr, dass sich seitdem in den Köpfen der Menschen so viel verändert hat, dass nicht nur ich in dieser Geschichte keinen "grandiosen Familienepos", sondern sehr kritische Wertvorstellungen sehe.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for gardienne_du_feu.
1,451 reviews12 followers
July 29, 2020
Die de Houwelandts sind eine verzweigte Großfamilie, das Buch konzentriert sich jedoch auf vier Personen:

Jorge de Houwelandt steht kurz vor seinem 80. Geburtstag, ein menschenscheuer Asket, der schon als Schuljunge eisern allen Schmerzen trotzt und sich durch ausdauernden Sport kasteit, weil er nur im Schmerz Gott nahe zu sein glaubt.

Seine Frau Esther hat in den fast 60 Ehejahren stets seine kalte Art gegenüber der Außenwelt abgefedert, ihn verteidigt und um Verständnis geworben. Zum Achtzigsten will sie nun aus dem spanischen Altersdomizil zurück nach Deutschland fahren, um dort eine große Geburtstagsfeier zu organisieren.

Thomas, der älteste Sohn, hat zeitlebens unter seinem strengen, gefühlskalten Vater gelitten, dem er nichts rechtmachen konnte und der ihn mit altmodischen Erziehungsmaßnahmen quälte. Er hat in seinem Leben kaum etwas zu Ende geführt, weil ihm das Durchhaltevermögen fehlte, so ist auch seine Karriere und seine Ehe gescheitert. Esthers Auftrag, eine Rede für den Geburtstag zu schreiben, versetzt ihn zunächst in Angstzustände, doch dann schreibt er sich fast sechzig Jahre problematischer Vater-Sohn-Beziehung von der Seele.

Christian, Thomas' Sohn, ist in seinem Leben an einem Wendepunkt angekommen. Mit Anfang 30 möchte er raus aus dem Yuppieleben, in dem er sich über seine Arbeit als Journalist definiert hat und seine Zeit auf belanglosen Partys verschwendete. Ihm wird immer klarer, dass er mit seiner Lebensgefährtin Ricarda ein Kind möchte - doch möchte sie das auch? Anlässlich der Geburtstagsvorbereitungen begreift er zudem, dass er seinen Großvater nie wirklich gekannt hat.

Außer Esther und Christian war mir in dem Buch niemand so richtig sympathisch, aber die Einblicke in das Seelenleben dieser Personen, die alle irgendwie "kaputt" sind, werden unglaublich eindrucksvoll geschildert, die angespannte Atmosphäre in der Familie, geprägt von alten, unausgesprochenen Konflikten, kann man beinahe greifen.
Profile Image for Steffi Iron.
32 reviews
February 18, 2019
Eine gegenwärtige Familiengeschichte mit Feingefühl erzählt. Auszug:"Es gibt keinen Tee gegen das Nichts."
Profile Image for Kittynn.
19 reviews2 followers
March 7, 2015
Wunderschöne Sprache. Ein Stern Abzug für das Ende ohne jegliche Konfrontationen.
Displaying 1 - 11 of 11 reviews

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