Jump to ratings and reviews
Rate this book

Karl Mays Magischer Orient #1

Im Banne des Mächtigen

Rate this book
Als Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar sich mit ihrem alten Freund, dem schrulligen Sir David Lindsay in Basra treffen, ahnen sie nicht, dass ihnen ein neues Abenteuer bevorsteht. Die schicksalhafte Begegnung mit einem jungen Dieb zwingt die Freunde, die Stadt zu verlassen. Als sie auf einen Trupp Banditen stoßen, taucht ein Name immer wieder auf: Al-Kadir, der Mächtige. Es gilt, diesem geheimnisvollen König der Banditen auf die Spur zu kommen. Dabei geraten sie immer tiefer in die Wüste und das Netz des Mächtigen. Als sie auch noch auf die geheimnisvolle Tempelruine eines Dämonenkults stoßen, muss sogar der sonst so rationale Kara Ben Nemsi einsehen, dass es Dinge gibt, die über das Erklärbare hinausgehen. Ist es Magie, die dem geheimnisvollen Al-Kadir seine Macht verleiht?

464 pages, Paperback

First published October 4, 2016

1 person want to read

About the author

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
0 (0%)
4 stars
4 (50%)
3 stars
3 (37%)
2 stars
1 (12%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Oliver.
391 reviews2 followers
October 27, 2016
Mit offiziellem Segen des Karl May Verlages darf der Autor Alexander Röder die Abenteuer von Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar fortsetzen, mit der interessanten und in der Tat nachgehenswerten Prämisse, dass Karl May, würde er heute leben, möglicherweise auch Fantasy-Elemente in seinen Erzählungen eingesetzt hätte; entrückt-verträumt wirkte sein Orient vom Ende des 19. Jahrhunderts ja schon immer. Und so treffen unsere Helden diesmal auf persische Fabel-Wesen, magische Zelte und seltsame Füchse – insgesamt wirkt der Fantasy-Einsatz aber doch fast sparsam.

Der Autor ist offensichtlich ein Fan des Maysters, das merkt man dem Text an und das kommt ihm auch zu Gute. Dass recht viele Verweise auf zeitgenössische Literatur und Begebenheiten eingebaut werden, ist eine nette Zugabe, wirkt teilweise aber schon gestelzt und aufgesetzt, wofür der Autor sogar einmal Kara Ben Nemsi selbst eine Entschuldigung an die Leser aussprechen lässt. Mit manchem fühlt sich der Autor wohl auch nicht so wohl oder es wirkt rein angelesen, hier sei auf den seltsamen Dante-Verweis (den Nachnamen benutzt so gut wie niemand) und das finale Schachspiel (so reden keine Schachspieler!) am Ende verwiesen.

Offensichtlich im Hinblick auf jüngere Leser bekommen unsere beiden Helden zwei jugendliche Mitstreiter an die Seite gestellt, dieses gelang erzählerisch aber nur mäßig und offenbart zwei Konstruktionsfehler: Zum einen, weil die May-tpische personale Erzählperspektive aus der Sicht Kara Ben Nemsis (als erzählerischer Zopf?) beibehalten wird, wirken die beiden Jugendlichen etwas blass und nur als Staffage; dass sie zum anderen dann aber gleichzeitig häufig unseren beiden erwachsenen Helden (drei, wenn man Sir David Lindsay mitzählt) aus der Patsche helfen müssen, wirkt nicht nur durch die Erzählperspektive seltsam, sondern deutet gerade auch den Proto-Superhelden Kara Ben Nemsi - der eigentlich alles kann und alles weiß, auf nicht sehr angenehme Weise neu – so viel hätte man diesem bei einem Original-Stoff von Karl May nie helfen müssen. Dass der Held dann sogar mal bei geläufigen indischen Sprachen passen muss, ist ebenfalls seltsam und erdet die Figur über Gebühr – da rümpfen Fans die Nase.

Während das alles eher Kleinigkeiten sind, verleidet ein Schwachpunkt des Romans das Lesevergnügen aber nicht unbeträchtlich: Wer Karl May schreibt, muss nicht wie Karl May schreiben, aber sollte sich schon die besten Eigenschaften des Maysters abgucken: Dazu gehören Tempo, spritziger Einfallsreichtum, leichte Verschrobenheit und, ja, auch Humor. Insbesondere Tempoprobleme gibt es in diesem Buch so einige zu gewärtigen, das viel zu lang geraten ist, und viel zu viele Absatz-Textwüsten ohne erholsame Zeileneinschübe (zumindest in der Kindle-Version) enthält, die häufig nur langatmige Beschreibungen liefern. Karl Mays abenteuerliche Reiseerzählungen zeichneten sich immer durch viel Action und lange, kurzweilige Dialogpassagen aus. In diesem Roman stapfen Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar viel zu viel herum, reden zu wenig miteinander und erleben auch zu wenige aktionsreiche Abenteuer, so dass die Lektüre manchmal am Geduldsfaden zerrt, weil die Erzählung in diesen trockenen, humorlosen Passagen nicht voran kommt.

Insofern beendet man diesen Band leicht missmutig. Teil 2 klingt aber so vielversprechend - eine Chance bekommt der Magische Orient noch.
859 reviews7 followers
November 3, 2016
Als Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar sich mit ihrem alten Freund, dem schrulligen Sir David Lindsay in Basra treffen, ahnen sie nicht, dass ihnen ein neues Abenteuer bevorsteht. Die schicksalhafte Begegnung mit einem jungen Dieb zwingt die Freunde, die Stadt zu verlassen. Als sie auf einen Trupp Banditen stoßen, taucht ein Name immer wieder auf: Al-Kadir, der Mächtige. Es gilt, diesem geheimnisvollen König der Banditen auf die Spur zu kommen.
Dabei geraten sie immer tiefer in die Wüste und das Netz des Mächtigen. Als sie auch noch auf die geheimnisvolle Tempelruine eines Dämonenkults stoßen, muss sogar der sonst so rationale Kara Ben Nemsi einsehen, dass es Dinge gibt, die über das Erklärbare hinausgehen. Ist es Magie, die dem geheimnisvollen Al-Kadir seine Macht verleiht?

"Im Banne des Mächtigen" ist der erste Band der Reihe "Karl Mays Magischer Orient" von Alexander Röder.

Jeder kennt die Bücher oder Filme, die Karl Mays Helden Old Shatterhand, Winnetour, Sir David Lindsay und viele mehr umfassen. Nun entführt Alexander Röder Old Shatterhand alias Kara Ben Nemsi in den Orient, wo er nicht mehr ganz so bodenständige Abenteuer erlebt und mit Magie konfrontiert wird. Genau diese Mischung hat mich direkt angesprochen, sodass die Lektüre ein unbedingtes Muss war. Karl May und Magie? Aber immer gerne doch!

In typischer Karl May-Manier wird diese Geschichte erzählt. Sprachlich gewandt und sehr ausführlich werden die Begebenheiten erzählt, sodass man sich sehr gut die beschriebenen Orte, Personen, etc. vorstellen kann. Hier wird tatsächlich ein magischer Orient lebendig und man ist gespannt auf die Abenteuer, die unsere bekannten Helden erleben.

Auch wenn der Fokus auf dieser Wortgewandtheit steht, so besitzt die Geschichte dennoch jede Menge Spannung und lebt von ihren Geheimnissen. Wenn man sich auf die Erzählweise einstellen kann, dann erwartet den Leser ein einzigartiges Abenteuer in magischer Atmosphäre. Man kann hier sehr gut eintauchen und sich von der skizzierten magischen Welt gefangen nehmen lassen, ohne dabei zu vergessen, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Die typischen Charaktereigenschaften der Protagonisten sind erhalten geblieben und es mutet tatsächlich an, als hätte Karl May höchstselbst dieses Buch verfasst.

Wie bereits erwähnt, ist die Atmosphäre ein Stück weit magisch. Aber auch der Abenteuercharakter und das Flair des Orients kommen nicht zu kurz, sodass dem Autor hier eine sehr gute Kombination gelungen ist, die nicht nur viel Spaß bereitet, sondern auch lehrreich ist und dabei wunderbar unterhält.

Im Großen und Ganzen ist dieser erste Band soweit in sich abgeschlossen, bietet aber einen Ausblick auf die Geschehnisse des nächsten Teils, welcher in unmittelbarem Zusammenhang mit "Im Banne des Mächtigen" steht. Man darf sich also auf eine Fortführung bestimmter Ereignisse freuen.

Fazit: Ein toller erster Band, der den Leser in "Karl Mays Magischen Orient" entführt und tatsächlich wie ein Werk des Autors erscheint. Spannend, magisch und gefüllt mit Abenteuern; Karl May hätte hier seine wahre Freude. Unbedingt lesen!
Displaying 1 - 2 of 2 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.