Der Feuerdämon ist besiegt, doch mit dem neuen König von Abrantes hat Krona noch ein Hühnchen zu rupfen. Der Kampf um den abrantinischen Thron wird an den Rändern der bekannten Welt entschieden, und als die Todesgöttin Meridia höchstselbst sich ins Spiel bringt, muss Krona etwas tun, das sie eigentlich nicht kann: Frieden schließen. Auf dem Winterfeld wird inzwischen ein erbitterter Kampf gefochten – nicht nur zwischen politischen Gegnern, sondern auch zwischen besten Freunden. Ein gut gehütetes Familiengeheimnis kommt ans Licht und verändert einfach alles, und Wolfram der Spielmann empfängt einen Kuss, der mehr als eine Wahrheit in sich trägt. Das fulminante Finale der Feuerjäger-Reihe!
Susanne Pavlovic ist Jahrgang 1972 und studierte Germanistin. Sie hat als Pferdepflegerin, Deutschlehrerin und Telefonfee gearbeitet, bevor sie den Schritt in die Selbständigkeit als Autorin wagte. Sie liebt Fantasy-Rollenspiele und ist der lebende Beweis dafür, dass chronisches Lampenfieber heilbar ist.
Lange, gefühlt wirklich lange habe ich auf Band 3 der Feuerjägerreihe gewartet. Ich hätte auch noch länger gewartet und gerade zum Ende hätte das dem Buch gut getan.
Welche Freude fühlte ich, als das Buch nach Umwegen bei mir ankam und ich es endlich in den Händen halten durfte. Mir war sofort klar: Das musst du bald lesen!
Die Handlung setzt einige Zeit nach den Ereignissen aus Band 2 ein und das fand ich auch gut so. Wir erleben Krona, zurückgeworfen auf ihren ursprünglichen Plan, abgehalten durch Verpflichtungen und Sorge. Es ist eine andere Krona, die wir hier erleben, in vielen Punkten sanftmütiger und verständnisvoller, trotzdem noch getrieben von Sorge, die nie loslassen kann, immer kampfwütig ist und diese Fortführung ihrer Entwicklung gefiel mir. Schnell haben wir einen großen Teil des alten Trupps zusammen und treffen auf alte Bekannte wie Wolfram (hach, Wolfram!), der Bertradis mitgebracht hat, die wir aus dem Abenteuer "Drei Lieder für die Königstochter" kennen. Eben jene Königstochter ist sie und sie bittet Krona um ihre Hilfe bei der Rettung ihres Vaters. Durch Karcharoth vom Thron verstoßen sieht der seiner Enthauptung entgegen, was Bertradis verhindern möchte. Und so beginnt das nächste Abenteuer unserer Helden.
Und was für ein Abenteuer das ist. Der dritte Band baut die Brücke zwischen den frühen Abrantesromanen und der Feuerjägerreihe weiter aus. Alle wichtigen Personen aus beiden Reihen treffen aufeinander und haben eine mehr oder minder wichtige Rolle. Häufig werden wir mit der Handlung mitgerissen, so viel passiert auf einmal, dass man gar nicht weiß, wo man hingucken soll. Andeutungen werden gemacht, Rätsel gelöst. Neue Fragen werden aufgeworfen und dann immer wieder... viel Schmerz. Von Schmerz scheint dieser Band zu leben. Lianne trauert um ihren Mann, Bertradis um ihren Vater, Wolfram um verpasste Chancen (aber nicht alle! Eine hat er ganz wunderbar ergriffen) und Krona... ja, die trauert erneut um ziemlich viel. Und grübelt. Und hält die Gruppe am Laufen und ist für viele Vorbild und Lehrerin.
Nicht selten treten unsere manchmal chaotischen Gefährten in Fettnäppchen und sind so gezwungen, Umwege zu nehmen. Pausen einzuhalten. Gefahren mitzunehmen. Bei der ein oder anderen Szene fragte man sich, wie die handelnde Person nur so doof sein konnte, in diese oder jene Falle zu tappen. Doch (fast) alles hatte seinen Sinn und nicht selten war ich kurz vorm Weinen.
Denn auch das ist etwas, was Susanne Pavlovic unglaublich gut kann: einen mitleiden zu lassen. Sie erschafft mit Worten eine Stimmung, die sich regelrecht in das Herz bohrt. Mindestens drei Mal saß ich da und wollte einfach nur noch weinen (einmal in der Straßenbahn, das war richtig fies!). Bei schweren Entscheidungen hoffte man mit auf eine andere Lösung, in hoffnungsvollen Momenten betete man, dass es die Gruppe einmal leicht haben würde. Doch ebenso bedrückend wie der Wald hinter der grünen Festung war die Reise von Krona und Co. Auch Wolfram hatte es nicht leicht, Sindris Gefühlswandlungen waren unvorhersehbar und nicht selten sehnte er sich danach, anders entschieden zu haben. Auf den Epenmeister warten ganz andere Abenteuer als Krona und ich habe es geliebt, wie er mit gesunden Menschenverstand Fantasyklischees brach. Und in ganz alltägliche Fallen umso leichter stolperte.
Noch immer fehlen mir die perfekten Worte, um zu beschreiben, was mich das Buch hat empfinden lassen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, das ist ein Fakt. Dennoch war ich von den letzten 50 Seiten etwas enttäuscht. So viel Gefühl wurde in den vorherigen Kapiteln aufgebaut, so viel Hoffnung, Leid und Auswege. Und dann... puff. Es war, als wäre keine Zeit mehr gewesen, das Ende auszuformulieren. Personen verhielten sich seltsam, Lösungen waren mir zu simpel. Der Epilog fast schon zu kitschig. Das Ende hat mich dann auch verwirrt zurückgelassen - was sollte ich daraus machen? Wann kommt mehr, um Fragen zu beantworten? Wieso so wenig dazu, wie es zu der im Epilog beschriebenen Situation kam?
Schade fand ich diesmal auch die Anordnung der Illustrationen. Sie waren wunderschön wie immer, verrieten aber manchmal einfach zu viel. Schöner wäre es gewesen, wenn man sie in die jeweiligen Kapitel eingebunden hätte.
Mein Fazit: das Lesen dieses Bandes war wie nach Hause kommen. Die Charaktere, die Landschaften, einfach alles hat mich sofort in die Welt gezogen und ich hatte unglaublich Spaß an der Geschichte. Jeder bekannte Charakter hat mir ein freudiges Jauchzen entlockt und jeder Schicksalsschlag fühlte sich wie ein eigener an. Wäre das Ende nicht so gerafft gewesen, hätte das Buch von mir fünf Sterne bekommen, so sind es gute vier geworden.
Der dritte und letzte Band ist endlich da! Weiter geht es mit der revolutionären Protagonistin Krona Karagin, die alle Klischeeketten sprengt und so eine geniale raubeinige, ruppige und dennoch total sympathische Art hat, dass man sie einfach gernhaben muss!
Mit dabei sind natürlich auch wieder einige aus der Truppe, die man schon aus den ersten beiden Bänden kennt und sie haben wieder einiges vor sich: Zuerst mit einem Auftrag einer Adligen, der scheinbar undurchführbar scheint und sie alle schließlich dazu führt, das Land Abrantes vor dem neuen König zu retten, der seine Willkür spielen lassen und die Zwerge endgültig ausrotten will.
"Meridias nackter Arsch!" Mit diesem Fluch in typischer Manier unserer liebreizenden Krona beginnt das neue Abenteuer und wieder einmal führt es sie quer über den Kontinent und weit darüber hinaus, um die Hilfe zu finden, die in den alten Mythen verborgen liegt. Immer an ihrer Seite ihre treuen Gefährten wie der tapfere Händlerzwerg Lomir, die Gestaltwandler Fenrir und die sture Zigeunertochter Lianna.
Den Spielmann Wolfram führt es allerdings in die Gefilde vom Winterfeld, wo er einem alten und guten Freund zur Seite stehen muss.
Die Charaktere sind mir so sehr ans Herz gewachsen und Susanne Pavlovic versteht es großartig, die Schwingungen zwischen den Figuren in den Dialogen und auch zwischen den Zeilen rüber zu bringen. Es gab einige bewegende Momente in diesem letzten Teil, die mich zutiefst berührt haben und ich hoffe wirklich sehr, dass es vielleicht doch noch weitere Geschichten über Krona geben wird. Gerade sie hat hier sehr gelitten und auch Gefühle gezeigt, die man gar nicht von ihr kennt. Sie ist wirklich ein ganz besonderer Charakter, den man nicht so schnell vergisst!
"Vergebung gibt´s nicht", sagte Krona und kämpfte gewaltsam gegen ein Gefühl, das sie nicht benennen konnte. "Man sagt das so, ich vergebe dir, aber man merkt sich, was war, und die erletzungen heilen nicht, und irgendwann kommt der Punkt, an dem es weniger weh tut, zu gehen, als zu bleiben." Pos 1143
Dazu gleich mal ein Hinweis, dass man einiges zur Vorgeschichte in diesen beiden Bänden erfahren kann: 1 - Das Spielmannslied 2 - Der Sternenritter
Bekannte Mythen über Zwerge und Elfen werden hier sehr originell mit neuen Ideen vermischt und ich bin total begeistert über die Abwechslung, die sich hier in zahlreichen Überraschungen und Wendungen bietet. Bei den sehr detaillierten Landschaftsbeschreibungen, Kämpfen und der Magie dieser fremden Welt fühlt man sich mitten drin und ich hab bei jeder Entscheidung und jedem Zwist mitgelitten! Das ist allerdings auch ein bisschen ein Grund für meine einzige - aber wirklich kleine - Kritik, denn zwischendurch zieht es sich auch bisschen, aber das fällt nicht groß ins Gewicht, weil es einfach ein Vergnügen zu lesen ist!
Der Weg ist das Ziel ist die Essenz dieser Geschichte und ich hab jeden Einzelnen der Helden ins Herz geschlossen, denn das sind sie alle etwas besonderes!
Was für ein fantastischer Abschluss! Alle Stärken der Reihe werden nochmal ausgespielt. Die Charaktere, die einem so ans Herz gewachsen sind und deren Fäden sich nach all der Zeit wieder verknüpfen. Die grossen und kleinen Geschichten am Rande, die Mischung aus Humor, Spannung und Tragik und nicht zuletzt die Schauplätze, die immer wieder einfach interessant sind, uuuund: endlich Elfen :D Die geteilte Sichtweise von Wolfram und Krona war perfekt und hat der Geschichte genau das richtige Tempo gegeben. Rundum gelungen! Eine Reihe, die ganz sicher noch öfter auf meinem Lesestapel landet :)
Es ist ein absolut schönes Buch, das dich mitreißt und eine Geschichte erzählt die zu keinem Moment zu erwarten ist. Leider wie erwartet, lässt das Ende viele Fragen offen, viele Beziehungen bleiben ungeklärt und das Ende kommt viel zu schnell. Dennoch ein absolutes muss, um die Triologie zu beenden, weil bis zum Ende, ist das Buch der absolute Wahnsinn.
Diese Rezension enthält möglicherweise Spoiler zu Band eins (Die Rückkehr der Kriegerin) und zwei (Herz aus Stein).
Kurzbeschreibung Die Feuerdämonin Gyldinn wurde vernichtet und im Königreich Abrantes ist es ein wenig sicherer geworden. Doch die eigentliche Gefahr ist noch nicht gebannt! Der neue König ist kein anderer als Karcharoth, der unheimliche Zauberer, der Gyldinn vor vielen Jahren aus ihrer Feuerdimension geholt hat. Die Gefährten, sind sich sicher, dass er nichts Gutes im Schilde führt. Hinzu kommt, dass er auf ganz und gar schändliche Weise an den abrantinischen Thron gelangt ist und die rechtmäßige Thronerbin auf jede Hilfe angewiesen ist, die sie bekommen kann, um ihr Königreich zurückzugewinnen. Währenddessen verschlägt es Spielmann Wolfram nach Winterfeld, obwohl er doch viel lieber mit Krona ausgezogen wäre, Hilfe im Kampf gegen den Thronräuber zu suchen. Aber ein alter Freund braucht ihn an seiner Seite, schon bald mehr, als irgendjemand hätte ahnen können.
Cover Auch das Cover des dritten Bandes der Feuerjäger-Reihe passt wieder hervorragend zu den anderen beiden. Es ist in einem blassen Gelbton gestaltet, vor dem sich die Silhouette der kampfbereiten Krona abzeichnet. Im Hintergrund ist eine Art zerklüfteter Gebirgslandschaft zu sehen, inmitten derer ein Wolf steht.
Schreibstil Der sympathische und leicht zu lesende Schreibstil von Susanne Pavlovic ist auch im dritten Band der Feuerjäger-Reihe unverändert. Besonders fallen mir wieder die Kampfszenen auf, die die Autorin meisterhaft schildert und die sich anfühlen als wäre man live dabei. Die Protagonisten müssen sich im Abschlussband der Trilogie altbekannten aber auch einigen gänzlich neuen Aufgaben stellen und entwickeln sich auf interessante und manchmal überraschende Art weiter. Nun sind die Gefährten auf verschiedenen Pfaden unterwegs und es gibt zwei Handlungsstränge, die sich abwechseln: einer, der Krona und ihre Truppe ans andere Ende der Welt begleitet, während der zweite Handlungsstrang in Abrantes auf dem Winterfeld verbleibt und von Wolfram und seinem Jugendfreund Sindri berichtet. Man lernt ein paar neue Figuren kennen, die alle interessant und facettenreich wirken. Die Schauplätze unterscheiden sich wieder stark voneinander und sind wunderschön gestaltet. Beim Lesen sehe ich förmlich die fremde Welt vor mir, deren einzigartige Details mich beeindrucken. Vom Winterfeld ist eine Karte im Buch enthalten, außerdem gibt es wieder ein paar tolle Illustrationen.
Meinung Es fällt mir wahnsinnig schwer, eine eindeutige Meinung zum dritten Feuerjäger-Roman zu formulieren, denn es gibt ein paar Dinge, die mir nicht so gefallen, dafür finde ich aber die anderen Stellen wahnsinnig gut! Der komplette Handlungsstrang auf dem Winterfeld hat mich nicht wirklich angesprochen und ich musste mich ein wenig durchkämpfen. Sindri, eine der Hauptfiguren in dieser Handlung, ist mir wirklich unsympathisch und auch Wolfram, den ich bisher mochte, ging mir in diesen Szenen auf die Nerven. Das liegt keineswegs daran, dass die Figur des Sindri der Autorin nicht gelungen wäre, es ist vielmehr so, dass er sehr realistisch dargestellt wird und ich diesen „Typ Mensch“ einfach nicht ausstehen kann – nicht einmal gefangen zwischen Buchseiten. Durch diesen starken unsympathischen Charakter hatte ich oft das Gefühl, nicht mehr im gleichen Buch zu lesen, weil der Unterschied zum bisherigen Lesegefühl (man ist nah dran, die Figuren sind zu „Freunden“ geworden) so groß war. Daher hatte ich mit dem Winterfeld-Handlungsstrang wenig Freude, obwohl er interessant und gut erzählt ist und einige spannende Geheimnisse ans Licht bringt. Dies ist auch auch der Grund, warum ich mich schweren Herzens entschlossen habe, nur 4 Sterne zu vergeben, obwohl der Rest des Romans mir wahnsinnig gut gefällt. Bei Band eins und zwei gefiel mir allerdings wirklich alles und diesen Unterschied zu ignorieren fühlte sich nicht richtig an. Der zweite Erzählstrang, der Krona und ihren Begleitern folgt, war wieder sehr ausführlich und hätte meiner Meinung nach auch ein klein wenig kürzer sein können. Dank des flüssigen Erzählstils, der mühelos zu lesen ist, kam ich beim Lesen aber schnell voran und es konnte sich kaum Langeweile einstellen. Die Ereignisse rund um Kronas Truppe fand ich spannend zu lesen. Da sie sich wieder einmal weit weg von Zuhause bewegen, kann man den einen oder anderen Kulturschock miterleben und fabelhafte neue Orte und Leute kennenlernen. Diese neuen Schauplätze bzw. Figuren haben mir besonders gefallen, einige haben meine Erwartungen bei Weitem übertroffen! Leider kann ich nicht ins Detail gehen ohne zu spoilern. Was den Protagonisten hier widerfährt, bringt oftmals ihre tiefsten, verborgensten Charakterzüge ans Licht und einige davon haben mich sehr überrascht, im besten Sinne! Ein Neuzugang bei Kronas Reisegefährten konnte schnell meine Sympathie gewinnen. Diese Figur passt hervorragend in die Gruppe, ergänzt sie mit ein paar neuen Eigenschaften und Eigenarten und fühlt sich schnell angenehm vertraut an, genau wie die Anderen. Noch ein paar abschließende Worte zu Hauptfigur Krona: Schon vom ersten Band an mochte ich sie gerne, trotz zahlreicher eher unangenehmer Eigenschaften. Ihre Entwicklung innerhalb der Reihe finde ich bemerkenswert. Sie verändert sich nicht im eigentlichen Sinne, vielmehr kommen immer mehr ihrer verborgenen Eigenschaften ans Licht, so dass man als Leser ein tiefes Verständnis für diese Figur entwickeln kann. Das macht sie so realistisch und sympathisch, denn ihre offene aber auch knallharte und manchmal unverschämte Art verliert sie nicht zugunsten anderer Eigenschaften. Sie bleibt immer sie selbst, nur betrachtet man sie irgendwann auf eine neue Weise. Krona gehört zu den liebenswertesten Figuren, die ich je beim Lesen "kennengelernt" habe. Sie fühlt sich an wie eine alte Freundin und ich finde das ist das beste, was eine Romanfigur leisten kann. Die Feuerjäger-Trilogie zähle ich inzwischen zu meinen liebsten Leseabenteuern und ich werde sie sicher noch einmal lesen.
Hach, ich mag das Buch. Es führt alle aufgenommenen Fäden zusammen, hat eine schöne Liebesgeschichte und lässt mich mit gebrochenem Herzen und in Erwartung einer Fortsetzung in irgendeiner Form zurück. Auch wenn am Anfang sowohl Lektorin als auch Autorin etwas verwirrt gewesen sind (wieso heißt die Tochter auf einmal anders? Wieso versteht Fenrir trotz Sprachring im Turm nichts?), hat sich die Verwirrung zum Glück in wundervollem Schreibstil und viel Fantasie und Erzählkunst aufgelöst.