Evelyn Grill erzählt die berührende Geschichte eines Messie im Widerstand gegen unsere Wegwerfgesellschaft: Alfred Irgang ist Sammler. Er sammelt schlichtweg alles, was ihm in die Hände fällt: alte Zeitungen, neuwertige Zahnprothesen und andere Dinge, die seine Mitmenschen unbedacht der Müllabfuhr überantworten. Entsprechend vollgeräumt sind auch seine Wohnung und diverse Kellerabteile, was zu beträchtlichen Schwierigkeiten mit der Hausverwaltung führt, ihn aber nicht daran hindert, weiter auf die Jagd nach Kostbarkeiten zu gehen. Weiß nicht ein achtlos entsorgtes Damenmieder ebenso viel zu erzählen wie ein Biedermeiersekretär? Mit feiner Ironie führt Evelyn Grill in ihrem Roman eine Welt vor, in der die Devise leben und leben lassen von der Gier nach Vereinnahmung eines Unangepassten zu Grabe getragen wird.
Evelyn Grill, geboren in Garsten in Oberösterreich, lebt als freie Schriftstellerin in Freiburg im Breisgau. Sie zählt zu den wichtigsten österreichischen Erzählerinnen, die nicht zuletzt für ihren schwarzen Humor und die Beschäftigung mit eigenwilligen Charakteren geschätzt wird. Für ihren Roman "Der Sammler" wurde sie 2006 mit dem Otto-Stoessl-Preis ausgeszeichnet.
Evelyn Grill történetében tökéles éleslátással kidolgozott karakterek kelnek életre, megismertetve, feltárva magukat nekünk. Egészen magával ragadó, tárgyilagos stílusban íródott regény, helyet hagy az elmének, hogy maga elé idézze az elképzelhetetlent.