Der Kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz, liegt im erbitterten Streit mit dem Domkapitel und den weltlichen Fürsten des Erzstiftes Köln, die ihm Eidesbruch vorwerfen. Mit Unterstützung der Städte Köln und Neuss, wird Ruprecht abgesetzt und Hermann von Hessen als neuer Stiftsverweser gewählt. Ruprecht sieht sich jedoch im Recht und verbündet sich mit dem damals mächtigsten europäischen Fü Karl der Kühne, Großherzog von Burgund. Karl, vom ehrgeizigen Traum eines burgundischen Großreiches getrieben, marschiert mit einer Armee, die als eine der größten und am besten ausgerüsteten der damaligen Zeit galt, gegen Neuss. Der Großherzog hat die Bürger der kleinen Stadt allerdings völlig unterschätzt. Die Stadt schnell und ohne große Verluste erobern zu können, erweist sich als Trugschluss. Mit Unterstützung des Hermann von Hessen, stellen sich 2500 städtische Schützen und Söldner der achtfachen Übermacht. Die nächsten elf Monate werden beherrscht von erbittert geführten Kämpfen, die von beiden Seiten mit gleicher Brutalität und Grausamkeit geführt werden. Die Belagerung von Neuss war ein Ereignis, welches die Machtverhältnisse in Europa veränderte.